Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
phlëgen stV. (1347 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| durch miete und durch sîn lîpnar./ sît des durch miete phlac alsô/ der trügenære Apollô,/ sô mac er nicht geheizen got;/ | |
| leben,/ sô sol er sich im ergeben./ //Adônides des selben phlac,/ daz er durch sînen bejac,/ durch jagen ze allen stunden/ | |
| triuwe mîn./ nû habet ir hie geseit alsus,/ der wazzer phlege Neptûnus./ der was mit vîentlîcher wer/ ein galiôte ûf dem | |
| sîn bejac an roube lac./ wan er niht wan roubes phlac,/ durch daz er roubes ie genas/ und des mers gewaltic | |
| muoz mit im sîn verlorn/ und dulten endelôsen zorn./ Êolus phlac snelheit:/ durch daz habet ir geseit,/ der wint wæje als | |
| ist undertân?/ nû habet ir gejehen dâ,/ diu sinnelôse Diânâ/ phlege der wilden tiere gar./ nû sult ir von mir nemen | |
| wâren nâch der welte bereit./ si was rîches guotes;/ ouch phlac si solhes muotes,/ daz si mit guote liute vil/ brâhte | |
| tiuvels spil/ twanc sie, daz sie jâhen sô,/ des guotes phlege Jûnô./ //Dâ bî habet ir gejehen sus,/ diu unvertige Vênus/ | |
| gejehen./ an in gesigete gotes degen,/ der sînes kamphes solte phlegen./ er sprach: "ir tôren, jehent ir/ oder niht des siges | |
| gotes künste vrî./ ir lêrer, ir philosophî/ wolten hôher künste phlegen:/ der sinnen was unkunst gewegen;/ die brâhten daz liut an | |
| guot erkant./ nâch Kriste kristen sint genant,/ die kristenlîcher lêre phlegent/ und valscher lêre sich bewegent:/ sie sint ungelouben vrî./ vernement, | |
| sêre/ an unsælden vereinet,/ verhertet und versteinet./ die des gewaltes phlâgen gar,/ die machten alle ir herze bar/ der lêre unsæleclîche/ | |
| leide ein alsô grôzer zorn,/ swaz er ê vreuden ie gephlac,/ daz er die dô vil ringe wac./ sînen hœhesten goten/ | |
| jâren/ gewon die liute wâren,/ daz er der grœsten vreuden phlac,/ sô diu hôhgezît gelac./ der gote êwarten klageten daz,/ wan | |
| und wolgetân,/ die solt dû zuozim heizen gân,/ die sîn phlegen alle stunt./ wirt ir heinlîche im kunt,/ sô kan er | |
| hiez er daz kint inne sîn/ mit ammen, die sîn phlâgen dâ./ sô grôziu vinster anderswâ/ vil tiure was, des hœre | |
| rîlîchen sachen/ vil gerne wolde machen,/ swelhiu sô wol sîn phlæge,/ daz er bî ir gelæge./ ûf des geheizes lieben wân/ | |
| hât erlôst/ von mînen süntlîchen wegen,/ und ruoche mîner sinne phlegen/ stæte in dîner lêre/ durch der gnâden êre,/ daz dû, | |
| die wîssagen,/ die patriarchen bî ir tagen/ mit gote wîbe phlâgen,/ bî den sie kiusche lâgen./ dâ bî saget ir alsus,/ | |
| mîne sinne mir/ behaldest reineclîche dir."/ des gebetes er ie phlac/ beidiu naht und den tac/ ân underlâz von herzen ie./ | |
| er vil siech den morgen lac/ und ungesunt vil sorgen phlac./ dem künege schiere wart geseit/ sînes kindes siecheit./ er gâhte | |
| erkant,/ der diu wârheit ist genant,/ der milte mit dêmüete phligt,/ des kraft vür alle krefte wigt:/ oder einem touben apgote,/ | |
| der rede er alsô sêre erschrac,/ daz er niht widerrede phlac./ daz süeze reine gotes wort/ ruorte sînes herzen ort/ sô | |
| künicrîches krône/ gekrœnet dirre gotes degen,/ der des landes solte phlegen./ des rîches vürsten wâren dâ,/ die swuoren ime hulde sâ./ | |
| houbetstat/ in Jôsaphâtes teile lac,/ diu gar des rîches veste phlac,/ dar inne er wesen wolte/ mit hûse, als er solte./ | |
| lêrte sie des kriuzes segen;/ des selben zeichens hiez er phlegen,/ swâ der man vorht grôze nôt./ den liuten er dar | |
| sît im in vorhten vreuden vol,/ daz got deheines zornes phlege/ und iuch von dem rehten wege/ daz unreht iht bekêre./ | |
| kneht./ diu wîsheit sprichet: "minnet reht,/ die gerihtes der erde phlegen!"/ den rât behielt der gotes degen/ Jôsaphât der guote/ mit | |
| vorhte/ in sînem herzen worhte/ vil reinez leben, des er phlac./ dô sînes toufes zil gelac,/ dô kam mit dêmüetlîchen siten/ | |
| bezzert er sich./ //Avenier, der gotes degen,/ begunde solher riuwe phlegen/ umb sîne êrren missetât,/ daz er sînes herzen rât/ gar | |
| klagen,/ daz er in sînen jungen tagen/ alsô grôzer sünden phlac./ in solhen vorhten er gelac,/ daz er von herzeriuwen grôz/ | |
| alten site,/ der er leider manigen tac/ mit sündehaftem muote phlac./ swâ sîn sünde sî geschriben/ und daz buoch noch ganz | |
| oder tranc/ und beidiu naht unde tac/ selten senfter ruowe phlac:/ im was niht wan gebetes gâch./ über ahte tage dar | |
| grôzen witzen/ an daz gestüele sitzen,/ als er gerihtes wolde phlegen./ mit witzen sprach der gotes degen:/ "vernemt, ir herren, hœret | |
| al sîn êre nam/ und al die rîcheit, der er phlac!/ seht, wie jæmerlîche er lac!/ merket, swie rîch er was | |
| sînen gruoz und sînen segen/ und bat got ir heiles phlegen,/ und wie sie leben solden,/ ob sie got minnen wolden:/ | |
| schreip er der werden schar,/ daz niemen solde ir krône phlegen/ wan Barachîas, der gotes degen,/ der ie von herzen minte | |
| diz werte lange manegen tac,/ daz er vil grôzer arbeit phlac/ und im vil manic ungemach/ von allerhande nôt geschach,/ die | |
| daz dir got schiere verenden wil."/ der meister solher rede phlac/ unz an den âbent gar den tac./ dar nâch, dô | |
| diz gebet geschach,/ ze sînem lieben kinde er sprach:/ "nû phlege dîn got der guote/ mit sîner süezen huote/ reineclîche, biz | |
| ein riuwesære./ got was im zallen zîten mite,/ in gote phlac er süezer site,/ in gote er inneclîche bran./ got sach | |
| reit/ hin do der tote lag,/ des der lewe dannoch phlag./ sinen esel er och vant/ bi im stende so zehant./ | |
| vaterliches můtes/ Zihet noch gezihen mac./ Swas rehter trúwen ie gephlac/ Ain vatter gen dem sune sin,/ Das sol im von | |
| si begen durch kinder wille. Swaz ir ist di ir pflegen ane lute. di tunt daz durch ir gelust vnde durch | |
| besten liden ist. Da uon geschit. Swer der minne mere pflit denne he sal. der krenket sine craft. vnde machit trucken | |
| daz mit muen. Da uon geschit. der ane maze minne pflit. der seet uor inngist blut uor samen. des der lip | |
| etwenne zu schadin. Zu vrumen wenne man ir zu rechte pflit nach des libes durft. Zu schadin wenne man ir zu | |
| des libes durft. Zu schadin wenne man ir zu ummazin pflit. so crenkit si den lip. Swenne des samen zu uil | |
| uf in daz houbit daz machit houbit wen. Swer der minne pflit also he sal zu rechte. der beheldit sin gesunt. vnde | |
| vzerhalp der nature. Di minne ist naturlich der di iungin pflegin di craft habint. vnde heiz vnde vuchte sint. ir nirn | |
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