Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
phlëgen stV. (1347 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| gekrenkit. Di minne ist uzerhalb der nature. der di sie pflegin di do sich sint entweder an den sinnen ader an | |
| ist nutze daz man den gesunt behelt ab man sin pflit uor deme ezzene. ader nach der erbeit zu hant. wan iz | |
| see im in spise. //Swer sinen gesunt behalden wolle. der plege des magin. vnde ezze svenne im des durft si. vnde | |
| sichtum geschiht aller meist den witwen di der man nicht enphlegen so sich der same in in gemeret $t des si | |
| des sichtums nicht. Di hodelosen darumbe daz si nicht wibe phlegen. vnde di wip darumbe. daz si sich furbent alle manede | |
| ercenie di nicht entriben. di man machet uon twalme. di pflegen di ertzte ze geben nach den tribenden erzenien. daz si | |
| uon ist er gut den di der wibe nicht mugen phlegen. Swer si nemen wil. der sal si nemen mit wine | |
| und wesen ze mîner wirtscaf./ dîn hêre des selben sitis plach:/ alsô dicke sô ih sande/ zô sîneme lande,/ sô liez | |
| er ûz trunke./ ‘vil wol mih des bedunket,/ man ne phlege hie des sites niet:/ nû diz alsus ist geschiet,/ nû | |
| uns ist:/ der uns sin lieht gibit,/ neheiner untriwon er nefligit./ in principio erat verbum,/ daz ist waro gotes sun;/ von | |
| diu kalte winterzît:/ Alse mîde ich frœde,/ der ich schône pflag./ mîn herze stêt mir œde,/ daz ê gefüllet lag/ vil | |
| durh si lîdet meniger tôt,/ der ir doch mit herzetriuwe pflag,/ sam Tristan, der mich riuwen muoz,/ swie mir der riuwe | |
| und dîn trûren hâst verborgen./ Davon solt dû des maien pflegen,/ des vrœt sich mîn gemüete:/ des hab ich mich vil | |
| singest unde trûren hâst verborgen./ Davon solt dû des meien pflegen,/ des fröit sich mîn gemüete:/ des hân ich mich gar | |
| in erne/ hât, doch hât man dâ frœlichen muot:/ gerne/ pfligt man dâ so lôser sage./ Wan dar kumt sô/ manig | |
| lîcht senden pîn./ Der aber frowen minnen/ gert, der huote pfligt nacht unde tag,/ gewinnen/ wirt im da lîchte niemer schîn./ | |
| ich gedanken rîche/ nach ir, der ich mit dienste ie pflag./ //Ôwê, voglîn dœne,/ ôwê, manger schœne,/ die vil schœne wîb/ | |
| irzeigen:/ secht, daz tuot in sorgen bar./ //In der erne/ pfligt man gerne/ fröide und wilder sinne,/ wan da huote ist | |
| lieblich guot./ //Dur schœniu wîb $s mans lîb $s sol pflegen züchte/ und ouch bescheidenheit:/ Wer tæt des nicht? $s man | |
| stellen sich’:/ alsus warne ich $s si beidiu, der ich pflag./ Des gewinnet $s doch mîn frowe leides vil,/ davon sin | |
| nâh ir siuften muoz./ Von der ich den schaden hân,/ pfligt gegen mir niht stæter triuwe:/ des wil ich an ir | |
| kein unmâze nie gewerte niht drîzeg jâr:/ darumbe man gerne phlegen sol $s der rehten mâze, daz ist wîslîche./ Waz menschlich | |
| so hât unmâze der helle brunst/ gemêret. wer niht mâze empfligt, $s daz ist an êren ein gar bœs urkünde./ //Owê | |
| daz hœret man die wîsen jehen,/ Da man genâde niht enpfliget:/ daz solm an mîner frowen spehen./ Diu ist gar gewaltig | |
| den tag,/ Daz mich vro Sælde erkande,/ als si etteswenne pflag!/ mîn habe ist worden kleine,/ mir ist von schulden ande,/ | |
| liebe tougen ûf den lîp,/ So wolt ich wênig slâfes pflegen,/ dur mich und durh daz reine wîb./ Mir selbem sô | |
| muoz ouch klagesanges sîn geswigen!/ Ob ich des ie daher gepflag,/ daran so was mîn witze krank:/ daz muoz nu hinnenvür | |
| kunt $s ir edel art,/ wes lieb bî liebe solte pflegen./ do was daz zil, $s daz sî sich muosten scheiden./ | |
| ze widergelte dir ergeben:/ der solt du gar vür eigen pflegen./ Hierunder sîst gemant an triuwe, an stæte:/ der pflig gegen | |
| eigen pflegen./ Hierunder sîst gemant an triuwe, an stæte:/ der pflig gegen mir, als dû vil gerne ie tæte,/ so wil | |
| der frowen mîn./ Si ist ganzer tugende ein krône/ und pfligt ir zühte schône./ solde ich ir süezzen lône/ so lange | |
| selbe sich/ mit dem, daz sî so stæteclîch ir güete phliget./ Ir sælde sældet lîp und êre, swem si wil:/ diu | |
| muoz doch ungescheiden sîn/ getriuwes herzen triuwe, der ich hân gepflegen/ Gen dir, sît minne uns beiden/ gesellicliche liebe erwarp.’/ ‘so | |
| sî ze wege,/ daz sîn der süeze vater nâch genâden phlege!/ //Der ich diene und al daher gedienet hân,/ sît ich | |
| //‘Sît ir mich so lêret,/ daz ich stæteclîche mîner êren pflege,/ Des sît iemer gêret:/ wol och mich, daz ir mir | |
| umbe in bewegen./ ich hân vereischet, die der wenke hânt gepflegen,/ daz sî der kumber wider ûf die erbornen vriunt gewande:/ | |
| sîn name $p/ $p, der ie nach sælden warp./ nu phlege sîn got, der rîche!/ des wünschen inneclîche,/ sît tiurre vürste | |
| an mir den hôhen muot,/ der alle, die niht nîdes pflegent,/ von schulde müeste dunken guot./ //Clegeliche swære clage ich der | |
| //Swer sîne triuwe niht behaltet an den kinden der er phliget, den sol man balmunden; daz ist hie vor gesprochen waz | |
| mit dem andern twinge gehôrsam ze wesen unde rehtes ze phlegen. //Ban schadet ze der sêle unde nimet doch nieman den | |
| daz er deſ wert waſ, daz er der goteſ mvͦter phlæge. Er gie vz dem wallenden ole vngelaidigeter. Er trank daz | |
| bezaichent die ainvalte, div tvrteltvbe die kvſge. So grozzer kvſge phliget div tvrteltvbe, ſo ſi ir gemæchide verlivſet, daz ſi ir | |
| alſe wol die tvben ophert ſam der gvͦte. Ieweder tvbe phliget wůffenneſ, niht ſangeſ. Daz bezaichent $t den ſvndære, der hie | |
| toͮgenlichen ze bihte kvmet, der ſol toͮgenlichen bvͦzen. Div tvrteltvbe phliget aine fliegende ze wůffenne, div ander tvbe mit menige vnde | |
| korn welt ſi, div boſten verwidert $t ſi. Ir ſangeſ phleget ſi niwan kvmende vnde wůffende. Si zivhet oͮch vil emzige | |
| ſunte tůt, der iſt ein ſchalch der ſunte. Die iuden phlêgint an ir ſâmiztage nindir ze gên; ſi habint uerlorn den, | |
| ir dewe[de]rez daz ander uberhuget unde doch ein ander niht enphlegent wan geiſtlîchen durch woͮcherſ willen. Div ander chûſce iſt div | |
| iegelichen lande der oberoſten uurſten aller engele ettelicher der lute phliget unde ire gewalt hat, alſe div heilige ſcrift ſprichet: Quando | |
| den, der ime ſunder uon gote beuolhen $t iſt. Deſ phliget er genôte, daz er in zoͮ den ewigen mandungen bringe; | |
| unſ nith ze werltlicher uroͮde geſezzet, als div werlt nu phliget, wan ſo heilige tage ſint, ſo ulizzent ſich die lûte | |
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