Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëben swV. (1694 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| geschach,/ daz er iemer alsô solte leben/ und in der lebenden süeze sweben./ nein, sînes lebenes begin/ der gie mit kurzem | |
| mit guote,/ mit geselleclîchem muote/ zir aller dienste gereit./ alsô lebeter in der werdekeit/ und in der rehten güete,/ die er | |
| Marke war/ sô grôze und alsô rîche,/ daz salle rîlîche/ lebeten unde wâren vrô./ sus huob diu hôhgezît sich dô;/ und | |
| wir hœren von ir schœne jehen,/ sin gesæhe nie kein lebende man/ mit inneclîchen ougen an,/ ern minnete dâ nâch iemer | |
| //Und sprach vil dicke wider sich:/ ‘ôwê got hêrre, wie leb ich!/ wie unde waz ist mir geschehen?/ ich hân doch | |
| geborn,/ sôst michel schœne an ime verlorn/ und ist unnütze lebende ein man./ ist aber daz er von lêre kan/ dekeiner | |
| unde man wiste si wol/ und tet reht als der lebende sol/ und als der minnende tuot:/ ir herze, ir sin, | |
| //Doch werte daz unlange;/ wan in ir anevange,/ dôs allerbeste lebeten/ und in dem wunsche swebeten,/ dô kâmen Riwalîne boten:/ //Morgân | |
| in sô valscher süeze swebet,/ diu triuget allez, daz der lebet:/ daz ist an mir wol worden schîn./ daz al mîn | |
| namen sîn./ dar zuo muoz ich mîn kindelîn,/ daz einen lebenden vater hât,/ ziehen âne vater rât./ //Und enwolte ich daz | |
| diu wernde herzeclage,/ in der ich alle mîne tage/ mit lebendem lîbe sterben muoz./ hêrre, iuwer helfe diu netuoz/ und got | |
| ir herze ersteinet:/ dân was niht lebenes inne/ niwan diu lebende minne/ und daz vil lebelîche leit,/ daz lebende ûf ir | |
| niwan diu lebende minne/ und daz vil lebelîche leit,/ daz lebende ûf ir leben streit./ geclagetes aber ir hêrren iht/ mit | |
| nâhen gât,/ und ist ein lebelîcher tôt./ in aller dirre lebenden nôt/ wart Blanscheflûr ze grabe getragen./ michel jâmer unde clagen/ | |
| und er daz leben hât,/ sô sol er mit den lebenden leben,/ im selben trôst ze lebene geben./ als tet der | |
| sol er mit den lebenden leben,/ im selben trôst ze lebene geben./ als tet der marschalc Foitenant:/ wan ez ime ze | |
| rucke wart geleit;/ sehen wie trûreclîch ein leben/ ime ze lebene wart gegeben;/ sehen an den trûreclîchen tôt,/ der alle sîne | |
| unde dô/ in allem dem rîche/ nie kint sô tugentlîche/ gelebete alse Tristan./ al diu werlt diu truogin an/ vriundes ouge | |
| si hin/ und liezen in dâ swebenden,/ in manegen sorgen lebenden./ //Curvenal swebete ûf dem sê./ in manegen wîs sô was | |
| gotes gebot/ umb unser angestlîchez leben:/ daz wir sô kûme lebende sweben/ in disen tobenden ünden,/ deist niuwan von den sünden/ | |
| müge gesîn!/ nu warte ich allenthalben mîn/ und sihe niht lebendes umbe mich./ dise grôze wilde die vürht ich:/ swar ich | |
| ir daz wistet, daz ich noch/ mit wol gesundem lîbe lebe,/ daz wære ein michel gotes gebe/ iu beiden unde dâ | |
| ezn gevüege danne got alsô,/ daz ir bevindet, daz ich lebe./ aller sorgære râtgebe,/ got hêrre, nu gevüege daz!’/ //Under diu | |
| ein koufman,/ der wol nâch sîner ahte kan/ der werlde leben schône unde wol,/ ich meine aber, alse ein koufman sol./ | |
| hæte im got gegeben,/ er kunde und wolte in allen leben:/ lachen, tanzen, singen,/ rîten, loufen, springen,/ zuhten unde schallen,/ daz | |
| springen,/ zuhten unde schallen,/ daz kunder mit in allen./ er lebete, swie man wolte/ und als diu jugent solte:/ swes ir | |
| ‘â Tristan, wære ich alse duo!/ //Tristan, dû maht gerne leben:/ //Tristan, dir ist der wunsch gegeben/ aller der vuoge, die | |
| vater guoter,/ sag an, mîn süeziu muoter/ und mîne bruoder lebent die noch?’/ ‘ine weiz’ sprach er ‘trût sun, iedoch/ lebeten | |
| lebent die noch?’/ ‘ine weiz’ sprach er ‘trût sun, iedoch/ lebeten si, dô ich si nâhest sach,/ wan daz si michel | |
| solte sîn,/ ob ez got alsô wolte,/ daz er noch leben solte,/ dem wart von iuwer vrümekeit/ sô vil und alsô | |
| mac./ //Tristan, gâ her und küsse mich!/ und zwâre, soltû leben und ich,/ ich wil dîn erbevater sîn./ //Blanschefliure, der muoter | |
| zer sêle/ und geruoche in beiden samet geben/ daz êweclîche lebende leben!/ sît ez alsus gevaren ist,/ daz doch dû mir | |
| dîn eigen iemer sîn,/ sol ich und dîn vater Rûal leben./ dar zuo wil ich dir stiure geben:/ mîn lant, mîn | |
| dem herzen wol./ diu werlt diu wære unruoches vol/ und lebete rehte als âne ir danc/ wan der vil liebe vogelsanc:/ | |
| in got ritterlîchez leben/ zir ritterschefte müeze geben!/ //Truoc ieman lebender stæte leit/ bî stæteclîcher sælekeit,/ sô truoc Tristan ie stæte | |
| Tristand ie daz leit/ und daz verborgen ungemach,/ daz nieman lebender an im sach,/ daz im Riwalînes tôt/ und Morgânes leben | |
| dir mit triuwen wese bî./ vil lieber neve, wirb unde lebe,/ als dir dîn vater lêre gebe,/ der getriuwe Rûal, der | |
| willen dîn/ êlîches wîbes âne sîn,/ die wîle ich iemer leben sol./ neve, dû hâst vernomen wol/ mîne bete und mînen | |
| got sô sul wir unser tage/ vrôlîche mit ein ander leben./ hie mite sî dir urloup gegeben./ der megede sun der | |
| wies ir gerihtes solten pflegen;/ und muosen ouch reht alsô leben,/ als in dâ lêre wart gegeben./ diz zinsreht unde disen | |
| belige,/ deiswâr sôst doch der kurze tôt/ und disiu lange lebende nôt/ ze himele und ûf der erde/ in ungelîchem werde./ | |
| daz er si ze schalken gebe/ und er mit vrîheite lebe./ sol ich iu rât umb iuwer leben/ nâch gote und | |
| zÎrlant,/ daz man genôte næme war,/ swaz in der werlde lebendes dar/ von Curnewâle kæme,/ daz man ime den lîp næme,/ | |
| grüeze mînen œheim/ und sage im daz, daz ich noch lebe/ und müge ouch noch mit gotes gebe/ wol vürbaz leben | |
| lebe/ und müge ouch noch mit gotes gebe/ wol vürbaz leben unde genesen:/ ern sol niht leidic umb mich wesen./ und | |
| unde grôz/ und sluogen mînen koufgenôz/ und allez, daz dâ lebende was./ daz aber ich eine genas/ mit dirre wunden, die | |
| vil spîse dar în,/ daz ich ir hân biz her gelebet./ sus bin ich eine sider geswebet/ mit marter und mit | |
| stat dâ wære,/ der wære ein marterære/ und tôt mit lebendem lîbe/ und daz nie man von wîbe/ sîner künste als | |
| waz getuo,/ wan daz ich mich gote muoz ergeben/ und leben, die wîle ich mac geleben./ swer aber genâde an mir | |
| stê,/ dem lône got: mirst helfe nôt,/ ich bin mit lebendem lîbe tôt.’/ //Diu wîse sprach im aber zuo:/ ‘spilman, sag | |
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