Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëben swV. (1694 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| der selben gebe, / daz ichz diene die wîle ich lebe. / ouch sult ir bedenken daz / ir habt darumbe | |
| und hât einen sô schœnen lîp / daz wæn iender lebe ein wîp / in allem disem rîche / diu sich | |
| / daz ich dirs immer danke, / die wîl ich leb%\e, mit mîm gebet.’ / der schœne man brach an der | |
| vrouwe sprach ‘der mir ervert / ob der selbe rîter lebe, / der hât immer mîne gebe!’ / si hêt an | |
| / nu sî dir daz vür wâr geseit / und lebt er unz an den tac, / daz ez uns wol | |
| si vreude wellent geben / der mac wol deste gerner leben; / dâ von man die vrouwen sol / âne mâze | |
| hât ouch im den lîp benomen, / wan swaz dem lendes widervert, / daz ist benamen unernert. / ditz möhte wol | |
| si mir gewinnen / doch den lîp, ob er niht lebe; / dar umb enpfâhet ir die gebe / daz iu | |
| lîhen unde geben / daz du mit vreuden wol maht leben.’ / des begunde er ir genâde sagen. / daz îsengwant | |
| vrouwe, dirre gebe, / und wizzet, [daz] die wîle ich lebe, / daz ich ez immer dienen wil; / dirre gebe | |
| einen sac. / ‘owê, daz ich disen tac / ie gelebte!’ sprach der degen. / ‘nû %..ist mîn kraft gar gelegen; | |
| er des deheinen [g%..e]danc / daz er iht lenger solde leben, / hêt imz got niht gegeben. / des genâde ist | |
| glas / von lâzûre und von golde; / als er leben solde, / Machmêt dar ûffe saz; / dâ bî man | |
| begunde snarchen unde streben, / wand ez entrûw%..et niht lenger leben. / dô der rîter hêt ersehen / daz diu geschiht | |
| der hêt enpfunden, / der alte sprach ‘nu lât mich leben! / ich wil iu sichern unde geben / mînen lîp | |
| oberisten got / daz ich iu diene die wîle ich lebe; / und lât ir mir daz zeiner gebe, / edel | |
| vreude wil ich ende geben, / od mit vreuden lenger leben; / des helfet mir, sô sît ir guot.’ / er | |
| von golde drûf gemeistert was / ein tracke als er lebte / und ob dem helme swebte. / sîn îsenhosen die | |
| leben, / als wirz an den buochen lesen. / niht le%..b%..endes drinne mac genesen, / ezn verbrinne ze pulver gar; / | |
| im an die zît gât / daz er niht lenger leben sol, / der vert sæliclîche wol; / alsô müeze ouch | |
| in sînen gwalt geben. / alsô liez er in dô leben / daz er sîn portenære / unz an sîn ende | |
| / und nâmen des vil rehte war / ob er lebte od wære tôt. / dô wâren im diu hiufel rôt | |
| ir edeln vrouwen, war, / swâ ein sô guot rîter lebe, / wie mangem herz%..en er vreude gebe. / lât mich | |
| würde ein jæmerlîchez leit. / Ir mugt in gerne lâzen leben. / iun mac sîn tôt doch niht gegeben / die | |
| / ich solde nimmer komen dan, / die wîle er lebte, von dem tor; / dâ hüete ouch nû ein ander | |
| lieben vrouwen dâ, / die getriuwen vrouw%..en Japhîten. / ezn lebte bî den zîten / dehein vrouwe mit sô reinen siten. | |
| und truoc die wâren minne. / mit zühticlîchem sinne / lebt si nâch wîplîchem sit; / dem volget ganze triuwe mit. | |
| als die wîsen tuont, / die âne helf%..e mit leide lebent / und sich dem zwîvel gar ergebent: / s%..i ergâben | |
| ouch was si dar an verzeit / daz er iht lebte; daz was ir klage / in ir muote alle tage, | |
| ist blanc, daz sîn was rôt.’ / ‘waz ob er lebet?’ ‘nein, er %..ist tôt!’ / ‘wer weiz daz?’ – nû | |
| und zwei lant; / dâ von ir mugt nâch wunsche leben; / diu Sælde hât iu wol gegeben. / ouch wil | |
| mir, herre, hâst gegeben, / und læstu mir ze vreuden leben / dise maget wol getân, / die ich mir ze | |
| ir süezem lône / nimmer niht gelîchen mac. / owê, gelebte ich noch den tac / daz ich mîn trût müese | |
| / dîn schœne mangen hât erslagen / der noch wol lebte sîne zît. / ich wæn dîn süeziu minne gît / | |
| ir mînen rât / und mîne helf%..e die wîl%..e ich lebe. / ich zel mirz zeiner grôzen gebe / von unsers | |
| wolder kleider geben. / dô sprach er ‘nein! ich wil leben / mit herzeleide unz an die zît / daz gotes | |
| / als im tet ze Korntîn, – / sol ich leben, ich tuon im schîn / daz er mîn lant und | |
| gar; / ie lanc lenger bœs%\ent diu j%/âr. / ezn lebt nu niemen sîne zît; / diu gîticheit bœs%..e ende gît; | |
| si milte; / diu %..ist der êren krône. / sus lebt diu maget schône / mit vil ganzer werdicheit, / unz | |
| Gwîgâlois beriet sich sâ / daz man die burgær lieze leben, / ob si sich wolden im ergeben / mit ir | |
| mangen schœnen lîp / und læst vil wundernaltiu wîp / leben gar über ir zil. / du gîst der werlte jâmers | |
| als im diu mâze ie danne gebôt. / mit vreuden lebten si ir jâr. / vrouwe Lârî%..e von im gebar / | |
| mîne scône benóman. Neséhent daz nîeth ána. uuéleches lêides íh lébe. séhent daz ána. dáz íh dar úmbe míh nîene gelôibon | |
| dúrh míh uuólta lîdan. In mînemo hérzen daz in zuíschen den $[*2*liben$] brústen líget. uuíl íh îemer gehúchcan. der sînero míchelen gnâdon. | |
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