Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëben swV. (1694 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| brûderlicher minne einmûteclîche unde gûtlîche in dem geiste der senftecheit leben mit einander, daz man billîche von in muge gesprechen: wie | |
| des anderen halp teiles sal sich daz begên, daz noch dâ lebet, biz an sîn ende, unde nâch des tôde vellet daz | |
| /In allen disen vorgenanten gesetzeden, âne die drû: kûscheit, zu lebene âne eigenschaft unde gehôrsame, die in dirre regelen geboten sint, | |
| orden wirt gewert, unde darin doch niht envert unde unêrsame lebende in der werlte dî lenge blîbet, darzu in dekein nôt | |
| mir,/ ob wir alle volgeten dir,/ die knechte, die nu lebende sint,/ und immer elleu Ritters kint,/ und liezzen Ritterlichen wan,/ | |
| genesen,/ zeware, daz muz diu ere wesen./ der man si lebende oder tot,/ im ist doch der ere not./ swelich menisch | |
| wol toren froude geben/ und niht wan nach der werlde lebn./ dem zugen der werlde chint zů./ des fur er spat | |
| ich immer mere/ und wil in siner lere/ also willechlichen leben,/ daz ich mich gerne wil ergeben/ vil gænzlich in sin | |
| (daz ist mir leith),/ daz ich dier hieligen cristenhiet,/ beide lebenden unde doten,/ ne besceinede ni neheine guote/ mit almusen unde | |
| zu dinen gnaden geben/ unde wil dir rihten, unze ich lebe./ ob du nu ruochest min,/ so sol ich ein riwesære | |
| in dine gnade geben/ unde wil dir rihten unze ich lebe./ nu ist ouch billich unde reht,/ daz du enphahest dinen | |
| muglich sint/ mine sculde ze vergebenne,/ nu verlich mir ze lebenne,/ unze ich verworvener scalh/ von des tiuveles gewalt/ unphure mine | |
| durch daz wart in gigebin,/ daz simir sulin insamint goti lebin./ //Der selbo, der dir wisi undi almechtig ist,/ samfti irvulter | |
| biri wir undir uns gilegin,/ wi wir brudirlichi sulin insamint lebin./ //Wanti got al mag undi al guot wil,/ von dan | |
| gebi,/ der wil igilich sin gilit bringin, daz iz in ein lebi./ //Got selbi lerti unsich chuschi undi dimuot,/ gidult undi wesin | |
| spil!/ wir han daz alle wol vernomen,/ wie der fürste leben wil./ /In Oesterriche und anderswa/ wil er behalden ie den | |
| und mac und tar getuon, der stolze Waleis unverzaget./ wer lebt, von dem man nu so vil der wunderlichen dinge saget?/ | |
| Valwen, heiden vil,/ Unger, Polan, Riuzen, Beheim; swer eht schone leben wil,/ /Derst behalden, swanne er vert bi im, ist er | |
| guote/ mit ir pfawenhuote?/ der vergizze ich niemer,/ solde ich leben iemer./ /Bi der linden $s sol man vinden/ uns bi | |
| er schiere ein ende hat,/ und suln in hohem muote leben./ megede, ir habet es minen rat:/ /Valschez truren werfet hin,/ | |
| wol/ nach im des riches krone!/ owe daz er niht leben sol,/ dem si stuont also schone!/ /Daz was der milte | |
| besten lands ein michel teil./ die wile und daz er lebte,/ künc Kuonrat, do was maneger geil,/ der nach dem riche | |
| und ouch in Osterlande/ ein Liupolt und ein Friderich,/ die lebten ane schande./ /Ein junger fürste von Meran/ und ouch ein | |
| im uf sine straze./ der junge künec uz Beheimlant,/ der lebt in küneges maze./ /Wer sach bi manegen ziten ie/ so | |
| guotes niht erkande./ si ist so minneclich gestalt $s und lebt gar ane schande./ /Hie vor do stuont min dinc also, | |
| von guote./ Die wil daz ich verpfenden mac, $s so lebe ich ane sorgen;/ swenne ez an ein gelten get, $s | |
| sinen eren!/ Von sinen schulden was ich wirt, $s nu lebe ich trurecliche,/ nu bin ich aber worden gast. $s war | |
| ich irre, in weiz wa ich die wolgemuoten vinde./ und lebte er noch, so wolde ich selten riten gegen dem winde./ | |
| Dar nach ein hunt erbal,/ daz alle liute, die do lebten, horten sinen schal./ Diu erde ist hoher danne der himel, | |
| dem tode sich,/ und vil an hunger ezzen wil,/ der lebt niht lange, dünket mich./ Swer ouch lützel schiubet in den | |
| man sol guot und arc vertragen/ und da bi zühteclichen leben,/ und sol da von niht gar verzagen,/ gat ez im | |
| die sele dar in kert, so wirt si goͤtlich und lebet eins goͤtlichen lebendes. Die wile das der mensche sus get | |
| //Trîbe ich die zît vergebene hin,/ sô zîtic ich ze lebene bin,/ sôn var ich in der werlt sus hin/ niht | |
| in vröuden welle sweben:/ die lâze ouch got mit vröuden leben!/ //Der werlde und diseme lebene/ enkumt mîn rede niht ebene:/ | |
| sô tugende von ir kumet,/ ôwê daz allez, daz der lebet,/ nâch herzeliebe niene strebet,/ daz ich sô lützel vinde der,/ | |
| eine und sîn si lange tôt,/ ir süezer name der lebet iedoch/ und sol ir tôt der werlde noch/ ze guote | |
| ir tôt der werlde noch/ ze guote lange und iemer leben,/ den triuwe gernden triuwe geben,/ den êre gernden êre:/ ir | |
| den êre gernden êre:/ ir tôt muoz iemer mêre/ uns lebenden leben und niuwe wesen;/ wan swâ man noch hœret lesen/ | |
| êre gernden êre:/ ir tôt muoz iemer mêre/ uns lebenden leben und niuwe wesen;/ wan swâ man noch hœret lesen/ ir | |
| ir herzeleit,/ //Deist aller edelen herzen brôt./ hie mite sô lebet ir beider tôt./ wir lesen ir leben, wir lesen ir | |
| alse brôt./ //Ir leben, ir tôt sint unser brôt./ sus lebet ir leben, sus lebet ir tôt./ sus lebent si noch | |
| ir tôt sint unser brôt./ sus lebet ir leben, sus lebet ir tôt./ sus lebent si noch und sint doch tôt/ | |
| brôt./ sus lebet ir leben, sus lebet ir tôt./ sus lebent si noch und sint doch tôt/ und ist ir tôt | |
| noch und sint doch tôt/ und ist ir tôt der lebenden brôt./ //Und swer nu ger, daz man im sage/ ir | |
| in sînes herzen luften sweben/ und niwan nâch sînem willen leben;/ daz ime ouch sît ze leide ergie./ wan leider diz | |
| vorbesihtic sint:/ er nam vür sich niht sorgen war,/ wan lebete und lebete und lebete êt dar./ dô sîn leben ze | |
| er nam vür sich niht sorgen war,/ wan lebete und lebete und lebete êt dar./ dô sîn leben ze lebene vienc,/ | |
| vür sich niht sorgen war,/ wan lebete und lebete und lebete êt dar./ dô sîn leben ze lebene vienc,/ ûf alse | |
| und lebete und lebete êt dar./ dô sîn leben ze lebene vienc,/ ûf alse der tagesterne gienc/ und lachend in die | |
| wânder, des doch niene geschach,/ daz er iemer alsô solte leben/ und in der lebenden süeze sweben./ nein, sînes lebenes begin/ | |
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