Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëben swV. (1694 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| dienestlîcher dol/ under allen vüezen swebet./ swaz in dirre welte lebet,/ dem ist diu erde undertân./ man siht allez leben hân/ | |
| menschen helfe, diu ist laz:/ daz selbe in hôhen sünden lebet,/ nâch üppeclîchen êren strebet,/ daz muoz selbe sîn verlorn;/ im | |
| hœhste und der beste,/ der süeze, an kreften veste;/ der lebet gotelîche,/ sîn helfe ist krefte rîche./ Vulkânus ist ein hôher got,/ | |
| der wân in hôhen witzen swebet,/ der leben vil trügelîcher lebet,/ dan iemen sich an in versehe,/ swie man in des | |
| getriuwe unde gewaltic sî;/ der beider ist sîn name vrî./ lebet er wol bî sînen tagen?/ nein er, benamen! lât iu | |
| was sîn wip, diu manegen tac/ zouberlîcher liste phlac./ der lebete gar ân alle zuht,/ in twanc diu grôze tobesuht,/ daz | |
| verseit./ ich wil iu rehte sagen, wie/ der selbe müedinc lebete ie./ er was rîch unde gewaltic,/ dô was daz liut | |
| der welte rîcheit schein,/ ê dirre gotinne dekein/ ie gewünne lebenden lîp./ wâ von iu diz selbe wîp/ des guotes gotinne | |
| gewaltigiu gotinne./ diu hâte an unvertigez leben/ ir sin, ir lebenden muot gegeben./ si lebete unwîplîche gar,/ si was schamender kiusche | |
| an unvertigez leben/ ir sin, ir lebenden muot gegeben./ si lebete unwîplîche gar,/ si was schamender kiusche bar,/ si nam sich | |
| ich iu wol künden/ vür baz, wie die valschen gote/ lebeten in des tiuvels spote."/ die Kriechen swigen gên dem man,/ | |
| sprach: "herre künec, vernim/ wie dirre gote leben stuont:/ sie lebeten, als ir volger tuont./ dô sie zem êrsten vergâzen gotes/ | |
| anders niht./ ob aber des ir schrift vergiht,/ daz sie lebende wæren/ und diz niht verbæren,/ sô sol ir gotlîcher name/ | |
| nôt/ und leiten ir genuoge tôt./ sus was ir meistic lebende/ und gote widerstrebende/ in den selben jâren. sît/ dô got | |
| zallen zîten wert,/ der vreuden kraft niht endes gert./ dâ lebet diu gots essentiâ/ per infinîtâ seculâ."/ die kristen sprâchen âmen | |
| im sî ûf gnâde gebest/ und iemer mêr mit riuwe lebest."/ //Nachor erweinde sêre/ nâch Jôsaphâtes lêre./ "herre künec, vil liebez | |
| benamen wesse wâr./ ich hân von kinde mîniu jâr/ alsô gelebet an disen tac,/ daz ich niht gesprechen mac,/ daz von | |
| von im gegeben,/ daz er die sünde mir vergebe,/ ich lebe, swie dû wilt, daz ich lebe./ ich toufe gerne mich | |
| sünde mir vergebe,/ ich lebe, swie dû wilt, daz ich lebe./ ich toufe gerne mich durch got/ ze leistenne iemer sîn | |
| niht mêre,/ gip mir dînen rât dar zuo,/ wie ich lebe und wie ich tuo."/ //Dô sprach der zouberære:/ "herre, dîne | |
| list verleite den man,/ dô gedâhte ich dar an,/ wie lebendes mannes vreuden lîp/ an vreuden tiurent werdiu wîp,/ und nam | |
| tûsentvalt geschœnet/ in dem himelrîche./ ob dû wilt êwiclîche/ ein lebendez leben koufen,/ sô soltû dich toufen/ und solt an den | |
| erlie sie selten dirre nôt./ diz was mit nôt ein lebender tôt,/ der dâ mit sterbenne geschach/ und doch nie starp | |
| sündære pîn./ die man siht in sünden sîn/ in ir lebenden stunden,/ und alsô werdent vunden,/ den muoz iemer sîn bereit/ | |
| begreif,/ daz al sîn vreude gar zersleif./ //Der armen sünder lebender tôt/ vuogtim alsô grôze nôt,/ daz er vil kûme lebete./ | |
| lebender tôt/ vuogtim alsô grôze nôt,/ daz er vil kûme lebete./ sîn jâmer sêre strebete/ nâch der vil süezen rîcheit,/ die | |
| gotes dienstman/ hin wider sêre senen began,/ dâ er daz lebende gemach/ in der stat mit vreuden sach./ der jâmer und | |
| //Dô sus von gote entsetzet was/ sînes willen Thêodas,/ er lebete trûreclîche./ ouch was der künic rîche/ mit leide in sorge | |
| sint/ stummen, âne gehœrde, blint,/ in der gebote ir gerne lebet/ und den ir iuwer opher gebet./ swaz ir in ophers | |
| ein vihe gehœrt, ez siht, ez gât,/ von gote ez lebende krefte hât:/ sô ist dîn got ein geschaft/ reht als | |
| im daz leben/ nie lebelîche wart gegeben./ er wart nie lebende unde ist tôt./ wirt dir eines phandes nôt,/ ist er | |
| stein,/ dâ weder vleisch noch bein/ noch âder ist noch lebendiu kunst,/ niht wan durch mînes vater gunst./ //Solde ich durch | |
| mir gegeben hât/ vernunst und wîslîchen sin?/ von dem ich lebende worden bin?/ des gotlîchiu wîsheit/ daz urhap und daz ende | |
| verstât/ wan als ein toubez œde vaz,/ daz lære ist, lebender witze laz?/ hie soltû gedenken an/ von gote, dû vervluochter | |
| hie vor in alten tagen/ der welte künftic sageten,/ die lebeten und betageten/ baz und redelîcher:/ vil edeler unde rîcher/ wâren | |
| sînem trôste dâ,/ den uns alsus sîn lêre bôt:/ "ich lebe und wil niht den tôt/ des sünders, daz er sterbe;/ | |
| von sünden kêre/ und ersterbe niemer mêre/ und ân ende lebende sî."/ hie solt dû rehte merken bî,/ daz der gewære | |
| dich im ergîst/ und dû durch in getoufet sîst,/ sô lebe nâch der lêre sîn/ und hüete wol der sêle dîn,/ | |
| teil des rîches gebe/ und ich ez halbez, unz ich lebe,/ habe und dar nâch lâze dir./ sus wil ich scheiden | |
| teile dîn/ und lâ mich in dem mînen sîn./ dâ lebe, swie dû wellest leben./ ich mac niht mêre mich begeben/ | |
| disem mære sint./ dô Avenier sach, daz sîn kint/ rehte lebete unde er niht,/ er begunde die geschiht/ merken in sînem | |
| an uns bewæret hât./ //Dû wær ie sælden rîche;/ sô lebte ich kumberlîche,/ sît daz ich sündehafter man/ die kristenheit hazzen | |
| mêr./ Krist, aller künege ein keiser hêr,/ aller güete ein lebender brunne,/ aller witze ein liehter sunne,/ aller sorge ein vreudenzil,/ | |
| tugende ein wünnespil,/ ein schepher aller der geschaft,/ dîner sterke lebendiu kraft/ mac von aller wîsheit/ niemer werden volleseit./ daz hât | |
| sîn herze kam./ im wart ûf sînen wilden stam/ ein lebendez obez gezwîet,/ des süeze in hât gevrîet/ von der helle | |
| dem gotes toufe sich:/ sîn buoze was vil gotlich./ er lebete gar nâch gotes gebote/ und hiez sîne valschen gote/ brechen, | |
| im trœstlîchen wân/ und hiez in allen zwîvel lân./ //Alsus lebeter, daz ist wâr,/ gedulteclîche vier jâr:/ sîn ende nâhen dô | |
| daz ich genas, daz lêrtestû./ ich was ê tôt, ich lebe nû./ dîn lêre mir daz leben bôt,/ dô ich was | |
| wart er mit himelvreuden grôz/ brâht in Abrahâmes schôz:/ dâ lebet er iemer mêre./ dôt war[t] er vil sêre/ geklaget von | |
| vor dir gebe der sünde vluoch./ heiz in an der lebenden buoch/ den rehten schrîber künden./ swâ er mit houbetsünden/ habe | |
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