Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëben swV. (1694 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| die sine,/ die sint ane zwíuíl,/ daz in dirre werlte lebe dehein man/ der si tůrre bestan./ tun aue ich dir | |
| er hin noch her ne mac./ ist daz ich gesunt lebe,/ dise herliche gebe/ dinit noch min sun Baldewin./ ich scol | |
| da ist walt unt môs./ si ezzent diu ros,/ si lebent mit grimme./ der tuuil wont dar inne./ der chůnc was | |
| gesworen/ daz du hinnen entwichest./ er chůmet dir haimlichen,/ unde lebet imer mere/ also du gebiutest herre.’/ Der chaiser hin ze | |
| hanten;/ die haiden furchten in harte./ in disem mer garten/ ne lebet nehain man/ den uienten also uorchtsam./ swen in die haiden | |
| ze$/ herzogen/ Roͮlanten dinen neuen:/ so mac er imer frolichen lebe.’/ Der kaiser in an sach,/ uil trureclichen er sprach:/ ‘ia | |
| gehaizet er selbe sinen segen,/ di in siner gehorsam wellent leben./ Do froͮte sich der helt Roͮlant,/ daz er der haiden | |
| er biutet in selbe sinen segen,/ si scůlen iemir urolichen leben./ ain zu uersicht unt ain minne,/ aín geloube unt ain gedinge,/ | |
| rechte,/ daz er allez wider got strebet,/ swer ane got lebet./ si uersmahent ir rechten schephare,/ den unseren waren heilare,/ den | |
| din mán./ dirne mac uor nicht gehaben/ al daz der lebit unter wolchen,/ alsus getanem uolche:/ dine helde sint chune unt | |
| scult ir sin antlutze gesehen/ unt iemir mit im urolichen leben./ mit den wortin sprechen wir iu antlaz./ in der warheit | |
| also ich uch gebit:/ cheret di ruche an ain ander,/ unt lebete der wundirliche Alexander,/ wolt er da durch dringen,/ er machte | |
| hůte min,/ der scol hiute mín not gestalle sín./ iz ne lebit nehain haidenischer mán,/ wil er da in zwischen durch uaren,/ er | |
| –/ unt habet daz urloͮp,/ swer morgen ze dirre zít lebe,/ daz er im selbe neme/ swaz im hie geualle./ iane | |
| di aller uorderiste waren,/ mit plůte si bedechet lagen./ inoch lebeten ir zwene;/ di waren so gewaltic unt so here/ daz | |
| si gewunnen/ daz si gotes antlutze sehent/ unt iemir frolichen lebent:/ daz worcht in der gute wille./ den heiligen gaist heten | |
| dine toten./ ledige si uon den noten/ di noch da leben!/ ia machtu hiute sehen,/ sit disiu erde geleget wart,/ daz | |
| genozen hinne uare,/ der habe di ere gare;/ swer morgen lebe ze dirre zît,/ der habe di marche ane strit./ iwer | |
| cristen di ere,/ so ne ruche ich mere/ nicht ze lebene,/ noch chrone ze$/ tragene./ ê sůche ich den lip ze$/ | |
| chuner nehain nedorfte nie geborn werde./ in gezame wol ze$/ lebene:/ ir tugent unt ir edele/ heten sie wol erzaiget./ Genelun | |
| si umbe habeten,/ idoch si nicht erzageten:/ di wile unt si lebeten,/ uil grozlichen si sich werten./ si erslugen manigen christen man,/ ouch | |
| scaden:/ si sint erstichet unt erslagen,/ unt wir noch gesunt leben./ wer machte daz haben gegeben/ wan der durch di werlt | |
| nicht lebentiges im entlief./ iz wart gutes hailes:/ iz ne lebete nicht uirpaines/ daz im machte genahen./ swes er wolte uaren,/ | |
| christen ligent aller maiste da reslagen./ di aue noch da lebent,/ unlange si sich werent:/ di ir spieze sint gar zeprochen,/ | |
| Marsilie:/ ‘chumet uns imen mere widere/ wan du ainer,/ oder lebet der gesellen dehainer?/ ist da wider dehainer hi bestanden?/ wi | |
| scol an dinim arme/ niemir erwarme./ wer scolte nu gerne leben?/ ich han so uil laides gesehen./ niemir mere geplas din | |
| scantliche/ in sinem aigen riche/ mit uil ummanigem manne,/ idoch lebet er unlange./ Do di siges helde/ uersuchten after uelde,/ mit | |
| biscof Turpin:/ ‘waz liutes mac dizze sin?/ ob der walt lebete/ unt waren diu pleter elliu perente,/ so ware iz groz | |
| ain helt uil ziren,/ in nalmitten durch den lip:/ ‘du hast gelebet dine zit./ pit dir dinen herren Karln heluen!/ du hast | |
| warf;/ er sprach: ‘ia du aller cristen ere,/ nune machtu leben mere./ ia du aller tugente uater,/ wer machte dich erstaten?’/ | |
| ligent alle hi tot.’/ ‘semir dine hulde’, sprach Walthere,/ ‘irne lebit nehainer mere/ wan ich al aine./ di wutigen haiden/ ranten unsich | |
| in liezen./ Roͮlant dar zu sprancte:/ di haiden wider wancten./ ‘lebestu noch?/ owi der aller tiuriste biscof,/ scolt ich nu den | |
| han uerlorn!’/ er begunde haize wainen./ ‘zwiu scol ich nu leben al aine?/ ich pin uerfluchet:/ ich wane min got nine růchet./ | |
| di berge uber al/ erchlungen unt erbibeten/ sam si alle lebeten:/ sechzec tusent horne/ pliesen si da uorne./ der kaiser mante | |
| komen!/ iz nahet uns ze$/ dem tode./ ê wir si lebente liezen,/ wir berunnen si mit den spiezen./ al daz wir | |
| an den hornen:/ uns nahet min herre./ nune mac ich leben mere.’/ do erlasc im sin craft,/ der helt uiel in | |
| zestunde fur iuh geben,/ ia scolt ir uon grozem rechte leben./ kint des riches,/ uwer gelichen/ newurden nie uf der <erde | |
| daz dine ich nacht unt tác/ also lange ich nu leben mác.’/ Der engel uon himele gestarcht in dó,/ er sprach: | |
| erslagen,/ der chůnc hat uerlorn sinin arm./ owe des ich gelebet han,/ mines herce laides,/ alsus grozen unhailes!/ uns nist niemen frumer | |
| Brechmunde/ wist in zestunde/ da der chunc Marsilie lac./ ‘nune gelebet ich nie nicheínín tac’,/ sprach er, ‘also gerne;/ wille chomen sistu, | |
| uergizze alles mines scaden./ aller chůnínge herre,/ nune mag ich leben mere:/ uerlorn han ich mínín sun,/ die chrone unt daz | |
| der herre;/ daz furter iemir mere/ also lange so er lebete,/ da er sich tagelichen mite segenete,/ daz <man> hiute ze | |
| sprach er:/ ‘owi uil liebir neue,/ wie ungerne ich nu lebe!/ want scolt ich zu dir in daz grap!/ du ware | |
| die bůch elliu samt:/ sine zaigent dir nehain gelichin,/ noch nelebet in allen ertrichen,/ noch newirt niemir mere.’/ fursten die herren/ | |
| begonden roten,/ di im ze tale uielen./ er sprach: ‘nune lebet nimen/ den ich dir eben maze./ an wem macht ich mich | |
| unt wnt/ daz di haiden nimer mere uerchlageten./ unlange si lebeten,/ di im chom(en) so nahen/ daz er ir machte geramen,/ | |
| unter in/ daz si imer chlageten/ di wile daz #4+s#4-i #4+leb#4-eten./ Dar hůp sich do Antel,/ ain helt chůne unt snel,/ | |
| Beigeren Ansgis,/ di waren des kaiseres rat geben:/ si chunden herlichen leben,/ si waren got gehorsam,/ willic waren in ir man./ ir | |
| scaiden?/ wiltu mir daz swert geben,/ gerne laze ich dich leben./ mines laides wil ich dich manen:/ min sun hastu mir | |
| durh daz rechte sint gelegen,/ daz sie uor gote iemir leben./ nu hort ich dich, herre, sagen:/ die rechten scol man | |
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