Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëben swV. (1694 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ellenden huote $s hete wol ersehen,/ daz noch die geste lebten, $s swie vil in was geschehen/ ze schaden unt ze | |
| diu küneginne, $s daz kunde nimmer wesen,/ daz ir deheiner lebte $s von des fiwers nôt:/ »ich wil des baz getrûwen, | |
| jâmerlîchen sprach:/ »Owê mir gotes armen, $s daz ich dize gelebet hân./ aller mîner êren $s der muoz ich abe stân,/ | |
| elliu diet./ nu ruoche mich bewîsen, $s der mir ze lebene geriet.«/ Dô bâten si genôte, $s der künec und ouch | |
| gegeben,/ ich unde mîne mâge, $s ob ir uns liezet leben./ der hêrlîchen gâbe, $s dô ir uns brâhtet her/ in | |
| gebe./ got sol daz gebieten, $s daz iuwer tugent immer lebe.«/ »Sô wê mir dirre mære«, $s sprach aber Hagene./ »wir | |
| wæn$’ uns got von himele $s niht lenger hie ze lebene gan.«/ Den sitzen, disen leinen $s sah man manegen degen./ | |
| fürsten: $s »hœrt, mîn her Dietrîch!/ swaz ich noch her gelebt hân, $s sô rehte unmügelîch/ gehôrt ich klage nie mêre, | |
| het iuch der bote betrogen,/ durch Rüedegêres liebe, $s daz lebte noch sîn lîp,/ den immer mugen weinen $s beide man | |
| Si heten beide ein ander $s den grimmen tôt getân./ done lebte ouch niht mêre $s der Dietrîches man./ Hildebrant der alte | |
| wunden $s der helt dô Hagenen entran./ Dâ was niemen lebende $s al der degene,/ niwan die einen zwêne, $s Gunther | |
| $s »wer sol zuo z$’iu gên?/ swaz ir habt der lebenden, $s die seht ir bî iu stên./ daz bin ich | |
| daz ir mir habt genomen,/ sô muget ir noch wol lebende $s heim zen Burgonden komen.«/ Dô sprach der grimme Hagene: | |
| ich den hort iht zeige, $s die wîle daz si leben,/ deheiner mîner herren, $s sô sol ich in niemene geben.«/ | |
| herze iedoch nâch hœhe strebet:/ ine weiz war umbez alsus lebet,/ daz mir swillet sus mîn winster brust./ ôwê war jaget | |
| iuch des, frouwe, bitn,/ Sô lât mich in der mâze lebn./ ir habt mir êr ze vil gegebn."/ //___sine wolt och | |
| êren," sprach daz wîp,/ "ich mich gerne toufen solte/ unde leben swie er wolte."/ der jâmer gap ir herzen wîc./ ir | |
| minneclîcher/ minne enphâhn und minne gebn./ wiltu nâch werder minne lebn,/ sô hab dir mîne krône/ nâch minne ze lône."/ ___an | |
| mich in diz lant/ nâch sîner minne hât gesant./ diu lebt nâch im ins lîbes zer:/ ir minne hât an im | |
| mîn êrstiu bete./ //swenne ir dan unbetwungen sît,/ mîn dienst gelebet noch die zît/ daz ir mich zeinem friwende nemt./ ir | |
| stiez,/ die man ân helfe ligen liez./ ahzehen wochen hete gelebt/ des muoter mit dem tôde strebt,/ frou Herzeloyd diu künegin./ | |
| spîse:/ //die hât ez vor im her gesant,/ sît ichz lebende im lîbe vant."/ ___Diu frouwe ir willen dar_an sach,/ daz | |
| himel mit endelôser gebe./ ich wæne ir nu vil wênic lebe,/ die junc der erden rîhtuom/ liezen durch des himeles ruom./ | |
| hete got den wunsch gegebn,/ ob du mit witzen soldest lebn./ diu gotes kraft dir virre leit."/ die sîne und och | |
| tirs niht getörste gebn./ ich muoz doch sus mit kumber lebn/ ân alle mîne schulde,/ sît ich darbe sîner hulde./ ez | |
| man/ aldâ vor Nantes ûf dem plân,/ und an den lebenden geleget,/ den dannoch grôziu tumpheit reget./ ___Iwânet sprach "diu ribbalîn/ | |
| er jæmerlîche ligen liez./ der was doch tôt sô minneclîch:/ lebende was er sælden rîch./ wær ritterschaft sîn endes wer,/ zer | |
| gap diu diet von freuden zol./ die helde triwen rîche/ lebten kumberlîche./ ir wâriu manheit daz gebôt./ nu solde erbarmen iuch | |
| ouch verzert,/ dâ mite maneges tôt erwert,/ den der hunger leben liez./ dem gaste man dô betten hiez/ sanfte, des ich | |
| werte daz./ do si drumbe erhôrten sînen haz,/ zweinzec sir lebende geviengen/ ê si vom strîte giengen./ ___Parzivâl wart wol gewar/ | |
| ez was worden wette/ zwischen im und der vröude:/ er lebte niht wan töude./ ___in den palas kom gegangen/ der dâ | |
| got hât an im gegebn,/ daz er niht langer solde lebn./ er pflac manlîcher güete./ sîn sterben mich dô müete:/ och | |
| got wunder hât getân,/ und het gevrâget sîner nôt./ ir lebt, und sît an sælden tôt."/ ___dô sprach er "liebiu niftel | |
| de Lâlander./ ûf des schilde vander/ einen trachen als er lebte./ ein ander trache strebte/ ûf sîme helme gebunden;/ an den | |
| dir sol ligen tôt?"/ ___"jâ lâze ich dich vil gerne lebn"/ sprach Parzivâl, "ob tu wilt gebn/ dirre frouwen dîne hulde."/ | |
| für niht gegebn,/ sô leist ichz: wande ich wil noch lebn."/ ___durch die vorhte von ir man/ frou Jeschût diu wol | |
| der künec læt die schulde,/ welt ir nâch mîme râte lebn,/ geselleschaft mir für in gebn."/ ___des künec Gahmuretes kint,/ dröwen | |
| kampf für schelten,/ der niht wan tôt sol gelten,/ oder lebn mit êren,/ swenz wil diu sælde lêren."/ ___der künec swîgt | |
| het er uns pêden niht gegebn,/ kunde got mit kreften lebn./ ich was im diens undertân,/ sît ich genâden mich versan./ | |
| hât an den gegebn,/ dâ wil ich pî mit freuden lebn./ ôwol mich daz ich ie gewan/ kumber den ich von | |
| daz ir minne megt gegebn,/ ir müezet fünf jar ê lebn:/ deist iwerr minne zît ein zal."/ nu dâhter des, wie | |
| "frouwe, ich wil beidiu hân,/ sît ich in iwerm gebote lebe,/ iwer minne und iwers trôstes gebe."/ die wîle was ir | |
| ich im niht ze gebenne,/ waz toug ich dan ze lebenne,/ sît er mir dienst hât geboten?/ sô muoz ich schämeliche | |
| ir sicherheit muoz gebn,/ daz ich ir frides hie sol lebn."/ "ir sult si dâ für hân erkant,/ iuch envienc hie | |
| unt die süezen/ Antikonîen,/ vor valscheit die vrîen./ wan si lebte in solhen siten,/ daz ninder was underriten/ ir prîs mit | |
| werlîchiu schar./ ich wil iu künden umb ir nar./ si lebent von einem steine:/ des geslähte ist vil reine./ hât ir | |
| stein si fürbaz mêr sol wern/ swaz wildes underm lufte lebt,/ ez fliege od louffe, unt daz swebt./ der rîterlîchen bruoderschaft,/ | |
| ir mit sale wart gegebn./ der künec niht lenger solde lebn./ diz was ûf sîner reise wider:/ der künec sich leite | |
| si wol geprüeven noch./ wilt du gein got mit triwen lebn,/ sô solte im wandel drumbe gebn./ mit riwe ich dir | |
| daz er dem kiusche kan gegebn,/ wie möht der heileclîcher lebn?"/ ___diz was ir zweier scheidens tac./ Trevrizent sich des bewac,/ | |
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