Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëben swV. (1694 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ſalben ʒů dem grabe ſůhtent, vnde daʒ er in do lebinde erſchein. Der ſchóne ſanc, den men ob der kerʒen ſinget, | |
| ſint an der gůtete, alſe di elichen mit ein ander lebint, die doch alle ʒe gnaden kument vnde werdint an dem | |
| vnde mit almůſen [57#’r] vnde mit gebete, ob daʒ die lebinden důnt. Sumeliche důnt eʒ an dem ſibenden, ſumeliche an dem | |
| ſlangin vnde drachen, die mit irme wiſpilen engiſlich ſint. Die lebint in deme fúre alſe der uiſch in dem waſſere. Die | |
| die hellewurme. Wen ſi mit dem ſtancke ir vnkúcheite ſuͤʒliche lebitent, von rehte hant ſi helle wiʒen mit vnmaʒlicheme ſtancke. Wen ſie | |
| lichamen vnde gat vnde redet mit dem, alſ ob er lebende ſi. Der endecriſt ʒinberret ouch wider die alte ieruſalem vnde | |
| oſterdage an der wile alſe got erſtůnt. //Der iunger ſprach: Lebit ieman denne? Do ſprach der meiſter: Eʒ lebit denne ſo | |
| iunger ſprach: Lebit ieman denne? Do ſprach der meiſter: Eʒ lebit denne ſo manic menſche alſe nu vnde wirkent alſe nu | |
| die engel uf ʒe gote, vnde die gůten, di denne lebint, die werdint oͮch uf geʒucket. Die ſterbint vnde erſtant an | |
| einer wile. Die vbelen ſterbint von forhte vnde werdint ʒehant lebinde. Alſo rihtet got uber lebinde vnde uber toten. //Der iunger | |
| von forhte vnde werdint ʒehant lebinde. Alſo rihtet got uber lebinde vnde uber toten. //Der iunger ſprach: Erſtant oͮch die in | |
| von den kinden, die e geboren $t werdent, e ſi lebidi ſint? Do ſprach der meiſter: Alſe vil ſo deʒ ſamen | |
| der meiſter: Da ʒeigent ſi in, daʒ ſie goteliche hant gelebint alſe ſi, vnde da vnbe gotiſ riche wert ſint. //Der | |
| ſprach: Waʒ, obe du mit diſen ſehſ dingen alſe lange lebeteſt alſe Matuſalem, der uil nach duſent iar lebete? //Do ſprach | |
| alſe lange lebeteſt alſe Matuſalem, der uil nach duſent iar lebete? //Do ſprach der iunger: Mich dunket, wer dirre dinge eineſ | |
| noch me. Alſe fróliche die heiligin ſelen mit gote ewicliche lebint, dar engegin werdint di vnſeligen ſelen gemartilt uon den tiuelen | |
| got wider machen vnde ſante ſinen ſun, daʒ [76#’v] er lebinde ſteine ʒů dem ʒinbere ſamenete. Do ſas got uf ſinen | |
| is $’t ewlich leven./ de si iʒʒet, he můʒ ewlich leven,/ de sin gebruchet, he iʒʒet in,/ dit eʒʒen üvergeit allen | |
| got sin riche hat gegeven,/ si sulen iͤmer an ende leven/ van der vrücht der suͤʒer winreven./ //Wand dis boum is | |
| kün, he sage/ diser heilger vrüchte suͤʒicheit,/ diͤ up dem levendem boume steit./ bekent diͤ vrucht der hoger winreven,/ diͤ engeln | |
| si singent, ir gaven si gevent,/ danaf diͤ geistliche l#;iude levent./ //De erste sanc is godes vorte,/ diͤ vort is rechte | |
| wiͤ sal ich geleven na dir?/ wiͤ lange sal ich levend sterven,/ wiͤ lange sal ich levend verderven/ al sunder ende?/ | |
| wiͤ lange sal ich levend sterven,/ wiͤ lange sal ich levend verderven/ al sunder ende?/ ////Suͤʒste kint, barmherzich here,/ diner vinde | |
| beide!/ si stervent beid al ane beide,/ wand ich muͤʒ levend sterven van leide/ van disem jüngestem gescheide./ //Owi, we sal | |
| mach ich vürwert beiden?/ ////Brich min herz! wes macht du leven/ in disem groʒen r#;iuen?/ brich ind stirf! so macht du | |
| enmach niͤt smerzen./ ////Min liͤf is dot,/ ind #;iur haʒ levet,/ in diser not/ ir urkund gevet,/ ir důt it wale | |
| truren,/ bitz mir diͤ selicheit geschiͤ,/ dat ich min liͤven levend gesiͤ./ ////Kumt, juncvroun van Syon,/ kumet, der genoʒ ich bon!/ | |
| sulen wir dem minsam$’ reichen;/ sin wunden sulen in uns leven/ den sulen wir uns trene geven./ wir suln si weschen, | |
| #;iuch min sun diͤ vröude geven,/ darin ir iͤmer sulet leven!/ //Set diͤ tren$’, der vröude samen,/ so wesset #;iuch diͤ | |
| he durch uns minne had erkoren,/ ind dat he solde leven an ende./ sag selve, wiͤ din herz dů brende/ van | |
| dů dir dat mocht geschiͤn,/ dat du din kint mochts levend gesiͤn/ ind also levend, dat in de dot/ niͤmer $’n | |
| geschiͤn,/ dat du din kint mochts levend gesiͤn/ ind also levend, dat in de dot/ niͤmer $’n ruͤrt noch $’n geine | |
| sal kurt sin $’s dods gewalt,/ du salt an zwivel levend kumen/ zů dinem sun, dim brüdegumen,/ da du alles des | |
| salt werden,/ sowat dir leids geschiͤd up erden./ ////Swat du levdes na dem dage,/ dat was allet eine klage,/ wand din | |
| üver alle engel zů dem throne,/ da din sun sitzet levend ind schone./ wan du $’n mochts da niͤt lange bliven,/ | |
| muͤʒ he uns geven,/ dat wir iͤmer muͤʒen vür im leven./ //De ander chor hat danaf werdicheit,/ dat he diͤ högste | |
| edelcheide,/ din sün ind dine knecht geleide,/ diͤ wil wir leven up diser erden,/ dat wir der sünden knecht niͤt $’n | |
| is der eren leven,/ an si enmach diͤ er niͤt leven./ //Des werden wir an godes worden gewis,/ de spricht: #.,Sowe | |
| noch was vremd van allen sinnen,/ dat noch kum was levend worden,/ wart it gerůrt bit dinen worden,/ dat $’t sich | |
| //Ich sal dich loven, als ich mach,/ diͤ wil ich leven allen dach,/ al satersdage nemeliche,/ diͤ dir benůmt sint sunderliche./ | |
| diͤ $’n gein herz begrifen mach./ //Si wurden gevůrt al levend beide/ zů der himelscher heimlicheide./ da sach Paulus diͤ heimliche | |
| můder $’s reinen Jhesu!/ turtelduf al an gegaden,/ du reinlich lefs an allen schaden./ //Du bis diͤ turtelduve reine,/ diͤ ich | |
| schare/ wirt sines groʒen v#;iurs geware./ //Al der geist, diͤ levent alda,/ der enis engein god als na./ si minnent al, | |
| <diͤ> dem kinde (des was kurte stunde,/ dat it allererest leven begunde)/ vuͤlung gaf an sinen sinnen/ in siner můder lif | |
| dot,/ du lids bit im des dodes not,/ du stürves levend, din herz it starf,/ din wunde herz aldar erwarf,/ dat | |
| da würd geven,/ da din sun ind du sult ewlich leven./ ////Ave Maria, magt süverlich!/ liljen ind rosen kleident dich./ //Min | |
| leven were,/ dat diner kron den stern gewan,/ dů du levds al ane man./ ////De magtdům is aller sterren best,/ an | |
| ind dat si ir krone niͤt $’n erwerven,/ diͤ gerner levden, dan si sterven,/ so si doch gerner verliͤsen dit leven,/ | |
| was al din leven,/ dat du an din kint můstes leven./ //Herümb has du diͤ kron ind ere/ der allermeister martelere./ | |
| ist ein untoͤtlich got und ein toͤtlich mensche und ein lebende trost des ewigen libes, und únser loͤser ist brútegoͮm worden. | |
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