Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëben swV. (1694 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| rechtes und ir eren, als den besten konig der nu lebet und den edelsten, ob ein dat nit were!’ Der konig | |
| der best konig nicht enbin und der edelst der nu lebet und wo ich das verwirckt han, ich wil sin uch | |
| sie, ‘das ir ein der werdest konig werent der nu lebet, beneme es uch ein sach nit die alhie geschriben stett | |
| edelst frau dißen brieff hat gesant die man off ertrich lebende weiß und ein die gútigest, auch weiß man kein schöner | |
| weiß und ein die gútigest, auch weiß man kein schöner lebende. Sie enbutet uch das ir dißen brieff thunt lesen vor | |
| gelaßen und nymet ein ander, da er mit unrecht mit lebet, als der konig Artus thut mit der die er nu | |
| brieff bracht, der der getruwesten ritter einer ist den man lebende weiß und der me mit den wapen gethan hatt. Das | |
| die schönsten jungfrauwen und die baß gezogesten die man da lebende wust. Also wart uwer zweyer brutlofft gemacht. Nochdann $t was | |
| on got mag uch des ymant beriechten der in ertrich lebt, so sol es uch ein meister astronomice beriechten den wir | |
| das ir der wisesten herren einer sint den man nun lebende weiß. Des enduncket aber mich nit, ich sage uch warumb: | |
| er, ‘das es der best ritter ist den man nu lebende weiß verre bevor, und das er uch und myn herren | |
| den priß von der werlt hatt ob allen die nu lebent und das lob und die ere, und das yn alle | |
| mirs unser herre got gan; ich han lang gnug unrechticlich gelebt beide, mit raub und mit brande und mit manigen großen | |
| ding, herre, von mir und von uch’, sprach Lancelot, ‘es lebet kein herre in dirre werlt nů der also manig lant | |
| und weiß nit wann mir geburt wiedderzukomen; wann der hut lebt der stirbt morn, wir sint unsers libes nicht sicher. Ich | |
| ir uwer freud mit ir haben als lang als ir lebent. Darzu wolt ich ir geben das lant von Sorelois, mocht | |
| laster ervolget wirt.’ ‘Des sint on angst als lang wir lebent, das er sie ummer getöde, und wolt ers gern thun!’ | |
| sie hat die besten ritter mit ir die man weiß lebende. Sie hant auch recht und wir unrecht, urkund geben sie | |
| das geschehen’, sprach die frau, ‘ich wolt ummer uwers rates leben.’ ‘Nu laßent mich da mit gewerden’, sprach er und sant | |
| freischen ob myn herre der konig dot si oder noch lebe; dann wollent ir alles das thun das sie raten!’ ‘Ir | |
| uns ein so gewerlich man, der yn beide, dot und lebende sah; nochdann wollen wir uns beraten.’ Da gingen sie uß | |
| des was die koniginn ußermaßen fro das der konig noch lebete. Sie erschrack aber des sere das er ir nichtes enbot, | |
| gnade, wann du blum bist aller der ritter die nu lebent!’ ‘Weis got’, sprach Lancelot, ‘hie ist nit gnade, du must | |
| eren, das mag dir lieber sin dann ob du schantlichen lebest!’ ‘So helff mir got’, sprach er, ‘ir hant mir war | |
| uch lang gedienet und geminnet ob allen den die nu lebent, und datent uwer falsch urteil uber mich sprechen, das ich | |
| irs nit, ir wart es gewon nit das ir also lebete als ir nu gut wil gelebet hant. Man sol uch | |
| nit das ir also lebete als ir nu gut wil gelebet hant. Man sol uch schier halten fur ein ungleubigen $t | |
| man. Es duncket uch aber ere das ir mit schanden lebet, ir geent ruwig und unfro und wißent selb nit wie | |
| geent ruwig und unfro und wißent selb nit wie ir lebent, das duncket mich ein groß unsin von uch. Vart von | |
| und frauwet uch als ir hie vor gethan hant! Ir lebet mit sunden und mit schanden und wißent selb nit warumb. | |
| mynen radt thun das ir also leben wolt als ir lebete da myn frauw bi uch was, ir mochtet noch als | |
| gesant den ich lang begert han fur alle die nu lebent. Edel meister, nu gebt mir rat was ich thun múge!’ | |
| waren machten ußermaßen $t groß freud, wann der konig noch lebete; yn allen was vorgesagt das er dot were. Und der | |
| Ich han den besten man zu schanden bracht den man lebende weiß, das ist der konig Artus; ich dete yn von | |
| wib scheiden, die blum ist aller der frauwen die nu lebent.’ Da seyt sie im alle die verretery von ende uncz | |
| auch mane nemen, ich mag den edelsten nemen der nu lebet und den besten und den schönsten; er dut keyn falsch | |
| ungemach und hohet mich uber alle die frauwen die nu lebent.’ ‘Frau’, sprach der einsiedel, ‘hat myn herre untruwe mit uch | |
| als nöd untruwe soltet han gethan als keyn man der lebet. Nu got gebe das ich uch noch des gelonen muße | |
| yn gefangen het ist der freischlichst man den man nu lebende weiß; er slecht alle die ritter dot die wiedder yn | |
| muter, die ist die gröste zeuberin die in der werlt lebet. Sie leit mynen bruder mit ir zaubery in das vas | |
| von der löben lieff zu siner mutter und fand sie lebende und sin schwester mit syner knecht ein teil, und ein | |
| ich úmmer uwer dienst wil sin als lang als ich lebe.’ ‘Des lon dir got!’ sprach myn herre Ywan und saß | |
| jungfrauwen $t und wust nit ob sie dot was oder lebete. Da sah er furbas wo ein ritter an eim stecken | |
| im horn sagen das er der best ritter were der lebete. Da saget sie im, ob er ir volgen wolt, sie | |
| wol das myn herre Ywan dannen kömet me dot dann lebende; beidet biß das er uch gesagen möge wie im geschehen | |
| tode. Ir hant uns allen des lebens geholffen: $t wir lebeten nit, wir waren dot.’ Alsuß wart das volck erlößt, und | |
| komen was, ‘ir hant dem besten ritter geflucht den man lebende weiß.’ ‘Wie heißt er dann?’ sprach Morge. ‘Er ist Lancelot | |
| sie bas geminnet ist dann dhein die in dißer welt lebet. Das ist schad’, sprach sie. ‘Frau’, sprach Lancelot, ‘laßet diße | |
| herre got muß yn behuten als den besten ritter der lebet, der nie untrúwe der minne getet!’ ‘Ist er getruw’, sprach | |
| der wölle der laß es! Ich weiß auch kein frauwen lebende so edel noch so schön, hett Lancelot so viel durch | |
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