Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëben swV. (1694 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| we, das ich denne gere, eb es múglich were, ze lebende in dem jungsten tag; da twinget mich zů die getrúwe | |
| me mag erwerben.» Do sprach únser herre: «Din gerunge sol leben, wan si mag nit sterben, dur das si ewig ist. | |
| strasse jaget, den ist vergeben und si nit langer moͤgent leben. So volgent inen die andern aber, die heimlich cristan sint, | |
| der pinunge des todes und alles irdensches gůtes. Enoch der lebet dennoch, wan den Endecrist den gelustet des, das er alle | |
| gesehen hat. Nu spriche ich aber har wider: Ich wil leben allergernost untz an den jungesten <FOLIO>(120#’v)</FOLIO> tag, und nu strecket | |
| lip und an sele haben#.]. Das dritte: das wir luterliche leben in gůten sitten ane alle súnde. <FOLIO>(122#’v)</FOLIO> Das vierde: das | |
| engeln, die nie<FOLIO>(124#’r)</FOLIO>mer arglich tůnt. Also vile als wir heleklich leben in ellende und in ungemach ungetroͤstet, also vil glichen wir | |
| mit vlisse tragen die not der heligen cristanheit, beide der lebenden und der toten, alse vil glichen wir den heligen confessorn, | |
| bitten zwoͤlf ding</KAP> Gebenedict sistu, lieber herre Jhesu_Christe got, des lebenden gottes sun! An der acht mines geloͮben so weis ich werlich, | |
| in disem bůche stat, die ist gevlossen us von der lebenden gotheit in swester Mehtilden herze und ist also getrúwelich hie | |
| hat, die er úberein nit lassen wil, die wile er lebt, stirbet er also ane bihte und ane bůsse, wie helig | |
| er: «Ja, sol ich doch geweren also lange als got lebt.» Do sprach die sele: «Nu bistu doch gelert, sag mir, | |
| spiegel miner súnden. Da sihe ich mich inne wie ich gelebet habe, wie ich nu lebe und wie ich noch leben | |
| ich mich inne wie ich gelebet habe, wie ich nu lebe und wie ich noch leben wil. In disem spiegel miner | |
| gelebet habe, wie ich nu lebe und wie ich noch leben wil. In disem spiegel miner súnden da sihe ich niht | |
| gegeben. Das wellen wir jemerlich klagen alle die wile wir leben, das wir úns dikke vervinstert haben; das muͤssestu úns, herre, | |
| du mir din cleinoͤter wellest geben, das ich luterlich moͤge leben us von allen súnden. Herre, war wil ich dich denne | |
| hie stat. Darnach als wir hie helekliche in goͤtlicher minne leben, darnach soͤllen wir da in der hoͤhin wunneklich sweben und | |
| trank geben, so moͤhte ich unverdrossen mit vroͤde in pine leben; da woͤlte ich zů einer wile des himmelriches enbern, alsus | |
| dis closter wil begeben, der sol iemer mit goͤtlicher vroͤde leben hie und in dem ewigen libe. Wol in, die da | |
| mir alle habest vergeben, ich enmag anders nit mit vroͤ<FOLIO>(151#’r)</FOLIO>den leben. Jhesus, vil lieber bůle min, la mich in warer rúwe | |
| von gotte. Nochdenne behaltet die sele iren suͤssen hunger und lebet ane kumber. <KAP><N>XLVI</N>. Wie sich die sele meldet in geistlichem | |
| Do sprach ich Enoch zů. Ich vragete in, wes si lebten na mensclicher nature. Do sprach er: «Wir essen ein wenig | |
| irme gebette milte si den boͤsen und den gůten, den lebenden und den toten. Der schatz ist manigvalt und gros; der | |
| dine liebin bliben in disem armen libe. Herre, ich han gelebt alsus [manig jar und] manigen tag, das ich dir, herre, | |
| minnesam,/ eina churza wila sund ir si han:/ ir ne lebint nie so gerno manegiu zit,/ ir muozent verwandelon disen lib./ | |
| brunge,/ ald er iu daz gesageti,/ weles libes siu dort lebetin./ sulnd ir iemer da genesen,/ ir muozint iu selbo die | |
| so ne habit er hie noh tenne./ //Ir wanint iemer hie lebin:/ ir muozt is ze iungest reda ergeben./ ir sulent all | |
| selben hat er hin gegeben./ //Ube ir alle einis rehtin lebitint,/ so wurdint ir alle geladet in/ ze der ewigun mendin,/ | |
| habit er iet hina gegebin,/ tes muoz er iemer furdir leben./ er tuo iz unz er wol mac:/ hie noh chumit | |
| wir verliesen sele unde lib./ also lango so wir hie lebin,/ got habit uns selbwala gegibin./ //Trohtin, chunic here,/ nobis miserere!/ | |
| an siht,/ der muoz ir gevangen sîn/ und in sorgen leben iemer mê./ /In den díngen ich ir dienstman/ und ir | |
| <h%/ât> aber ieman ze schouwen daz an ir,/ Der ich leben sol/ unde an der ist mîn wunne behalten?/ jâ enwil | |
| h%/ât aber ieman daz ze schouwen an ir,/ Der ich leben sol,/ und an der ist al mîn wunne behalten?/ joch | |
| gegen mittem tage $s unde wil dâ lange stân./ Ich gelébte noch den lieben âbent gerne,/ daz si sich her nider | |
| sol./ Obe er kiesen solde únder den schóenesten, díe nu leben/ sô wurde ir der apfel, waer er unvergeben./ /Vrowe, wilt | |
| niht, waz schoener lîp in herzen treit./ /Ich waene, nieman lebe, der mînen kumber weine,/ den ich eine trage,/ ez entuo | |
| bin ich #s+vrô#s- reht als ich sol./ ich waene, nieman lebe, der in sô ganzen vröiden sî./ Wol ir hiute unde | |
| mit den vrôn in hôhem muote/ saehe man mich danne leben./ Die wîle sô daz niht ist beschehen,/ sô muoz man | |
| solde,/ der pflaege schoener sinne./ wan nieman in der welte lebt,/ er envínde sînes herzen küneginne./ /‘Si koment underwîlent her,/ die | |
| beschehen, daz ich niht bin/ langer vrô, wen unz ich lebe./ si wundert, wer mir schoenen sin/ und daz hôchgemüete gebe,/ | |
| durch sie iht hân getân./ Nu enwéiz ich, wie ich leben sol,/ und gedenke, wie getuon ich wol./ wil diu schoene | |
| wol ze muote,/ als der bî vrouwen ist gelegen./ /‘Ich lebte ie nâch der liute sage,/ wan daz si niht gelîche | |
| mich minneclîche enpfie./ Vil gerne ich des iemer lône./ si lebet mit zühten wunneclîchen schône./ der tugende sî geniezen sol./ mir | |
| unz an daz zil,/ Niht langer wan die wîle ich lebe./ noch bitte ich sî, daz sî mir liebez ende gebe./ | |
| der habe im daz./ /Diu jâr diu ich noch ze lebenne hân,/ swie vil der waere, ir wurde ir niemer tac | |
| vervâhen –/ tete ez danne ein kint,/ daz sus #s+iemer#s- lebete <nâch> wîbe,/ dem solt ich wol wîzen daz./ mohte ich | |
| rede gar begebe./ weiz got, niemer al die wîle ich lebe!/ /Wie dicke ich in den sorgen doch/ des morgens bin | |
| mê/ wil ich ein meister sîn, al die wîle ich lebe:/ daz lop wil ich, daz mir bestê/ und mir die | |
| die welt gevröite baz danne ich,/ der m%/üez%\e mit gnâden leben;/ der tuoz ouch noch, wan sîn verdriuzet mich./ mir hât | |
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