Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëben swV. (1694 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| Sîvrit, $s der vil wætlîche man./ Sît daz noch beide lebten, $s Sigmunt und Siglint,/ niht wolde tragen krône $s ir | |
| Ir ross diu wâren scœne, $s ir gereite goldes rôt./ lebt$’ iemen übermüeter, $s des enwas niht nôt,/ denne wære Sîvrit | |
| doch der mære, $s daz ir mir sît sô holt./ leb ich deheine wîle, $s ez wirdet umb iuch wol versolt./ | |
| der künec Liudegast $s haben trûrigen muot./ Er bat sich leben lâzen $s und bôt im sîniu lant/ und sagt$’ im, | |
| er ze tôde $s vil werlîche sluoc./ er liez ir leben einen. $s balde er reit genuoc/ und sagte hin diu | |
| sich der mære $s gein der hôhgezîte tagen,/ Wie si leben wolden $s dâ zer wirtscaft./ wunne âne mâze, $s mit | |
| swester geben,/ sô mahtu mit der scœnen $s immer vrœlîche leben.«/ Des swuoren si dô eide, $s die recken vil hêr./ | |
| »daz iuwer hôhverte $s ist alsô hie gelegen,/ daz iemen lebet, der iuwer $s meister müge sîn./ nu sult ir, maget | |
| sô vil gegeben,/ daz die armen alle $s muosen vrœlîche leben./ Wol bî hundert pfunden $s gap er âne zal./ genuoge | |
| gegeben./ jâ mac si mit dem recken $s immer vrœlîchen leben.«/ Sie sprach: »mich jâmert immer $s ir schœne unt ouch | |
| Guntheres wîp./ Si sprach: »künic edele, $s du solt mich leben lân./ ez wirt vil wol versüenet, $s swaz ich dir | |
| unt ouch diu ross mit sätelen; $s si kunden hêrlîche leben./ Ê daz man die rîche gâbe $s alle dâ verswanc,/ | |
| ich daz geleben,/ si muoz werden rîcher, $s danne iemen lebender sî./ swaz ir sus gebietet, $s des bin ich iu | |
| gesîn./ »Sô wol mich«, sprach dô Sigemunt, $s »daz ich gelebet hân,/ daz Kriemhilt diu vil schœne $s sol hie gekrœnet | |
| $s der schœnen Kriemhilden man./ In disen grôzen êren $s lebt$’ er, daz ist wâr,/ und rihte under krône $s unz | |
| vil geseit,/ wie rehte lobelîchen $s die recken vil gemeit/ lebten z$’allen stunden $s in Sigemundes lant./ alsam tet ouch Gunther | |
| geben./ er$’n kundez niht verswenden, $s unt sold er immer leben./ hort der Nibelunge $s beslozzen hât sîn hant./ hey sold | |
| vrouwe Prünhilt: $s »wie kunde daz gesîn?/ ob ander niemen lebte $s wan sîn unde dîn,/ sô möhten im diu rîche | |
| möhten im diu rîche $s wol wesen undertân./ die wîle lebt Gunther, $s sô kundez nimmer ergân.«/ Dô sprach aber Kriemhilt: | |
| mîn vriedel, $s do %..er êrste bî iu lac.«/ nie gelebte Prünhilt $s deheinen leideren tac./ Si sprach: »diz golt vil | |
| niht getân/ niwan guot und êre; $s man sol in leben lân./ waz touc, ob ich dem recken $s wære nû | |
| in allen zîten $s Gunther dem degene,/ ob Sîfrit niht enlebte, $s sô wurde im undertân/ vil der künege lande. $s | |
| gân/ ûz sîn selbes kameren. $s dô er niht solde leben,/ umb sîne sêle $s wart manic tûsent marc gegeben./ Urbor | |
| »Si sint iu alle vremde«, $s sô sprach Gêrnôt./ »ez enlebet sô starker niemen, $s erne müeze ligen tôt./ daz bedenkt, | |
| nu geben,/ daz dâ reite Hagene, $s ob si solde leben/ noch deheine wîle, $s daz si sô manigen man/ in | |
| starc,/ daz er verholn wære, $s unz ir einer möhte leben./ sît enkunden sis in selben $s noch ander niemen gegeben./ | |
| dir geben,/ daz du unt dîne gesellen $s muget vrœlîche leben,/ von rossen und von kleidern $s allez daz du wil./ | |
| bî ir manne, $s dô er noch was gesunt./ si gelebte doch nimmer mêre $s sît sô vrœlîche stunt./ Si gedâhte | |
| vielen in die trehene $s von liehten ougen nider./ si gelebte vil der vreuden $s ouch bî Etzelen sider./ Dô kom | |
| gegeben./ man gesach des küneges helde $s sô rehte vrœlîche leben./ Wärbel unde Swemmelîn, $s des küniges spileman,/ ich wæn%..e ir | |
| man./ daz Helchen ingesinde, $s des ê diu vrouwe pflac,/ gelebten bî Kriemhilde vil $s manigen vrœlîchen tac./ Dô stuont dâ | |
| iu daz bescheiden, $s wie sît der künec saz?/ si gelebten dâ zen Hiunen $s nie mit küneginne baz./ Do der | |
| nu gegeben./ si fuoren guotes rîche $s und mohten schône leben./ urloub gap in Etzel $s und ouch sîn schœne wîp./ | |
| und mîner swester, $s sît ez alsô stât,/ daz si lebent mit freuden, $s der künec und sîne man,/ wand$’ ich | |
| $s schiet vil maniger dan,/ dem in hôhem muote $s lebte dô der lîp./ daz muose sît beweinen $s vil manic | |
| $s füere in diz lant./ sô liep dir sî ze lebene, $s sô trit vil balde ûz an den sant.«/ »Nune | |
| für den sal./ er konde milteclîche $s mit grôzen êren leben./ die sîne tohter schœne $s die het er Gîselher gegeben./ | |
| daz wolde got von himele, $s daz er noch solde leben,/ der in dâ truoc enhende! $s der lag in sturme | |
| begraben.«/ »Die Sîfrides wunden $s lâzen wir nu stên:/ sol leben diu vrouwe Kriemhilt, $s noch mac schade ergên.«/ sô redete | |
| selben gân/ mit allen sînen recken. $s die wîle ich leben muoz,/ so %..entwîch$’ ich iu durch vorhte $s ûz helfe | |
| geben:/ sô maht du, ritter edele, $s mit vreuden immer leben,/ gewinnestu die marke, $s dâ Nuodunc inne saz./ swaz ich | |
| man,/ rîch und vil edele, $s starc unde wol getân./ leb ich deheine wîle, $s ich gib$’ im zwelf lant:/ sô | |
| daz im was getân./ dô heten sîne vîende $s ze lebene deheiner slahte wân./ Dô der vogt von Berne $s rehte | |
| $s von dem slage grôz,/ er dâhte: »ich bin noch lebende $s unde ninder wunt:/ nu ist mir aller êrste $s | |
| Gîselher daz kint:/ »ir Etzelen helde, $s ie noch hie lebende sint,/ waz wîzet ir mir recken? $s waz hân ich | |
| ich hie hân genomen,/ des sol iuwer deheiner $s nimmer lebende hinnen komen.«/ Dô sprach zuo dem künege $s der starke | |
| mâge $s lîden den tœtlîchen val./ Ob ir nu niemen lebte $s wan diu Uoten kint,/ die mînen edelen bruoder, $s | |
| sone wil ich niht versprechen, $s ich welle iuch lâzen leben,/ wand%..e ir sît mîne bruoder $s unde einer muoter kint:/ | |
| hân./ mir ist noch vil selten $s geschenket bezzer wîn./ leb%..e ich deheine wîle, $s ich sol iu immer wæge sîn.«/ | |
| von ir arbeite $s und von des fiwers nôt./ dô lebt$’ ir noch dar inne $s sehs hundert küener man,/ daz | |
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