bîtrit
stM.
1
‘Tritt zur Seite’ , im Funktionsverbgefüge einen ~ von jmdm.
nemen 2
‘Abweg’
1
‘Tritt zur Seite’, im Funktionsverbgefüge einen ~ von jmdm.
nemen:
daz si doch einen bitrit / nindert von im namen Pass III
525,94
2
‘Abweg’
daz er des mochte / wandern uz des gelouben gelit / in einen valschen bitrit
Pass III
467,72
MWB 1 831,16; Bearbeiter: Tao
bitschart
stM.
aus afrz. bichat (bichier), nur in Dattenried im Elsass in der Gegend
von Belfort belegt (Rosenqvist 2,198).
ein Getreidemaß:
ein vierndenteil einez cehenden, der giltet ix bitschart
roggen vnd ix bitschart habern WeistGr
4,26;
UrbHabsb
1:37,4;
bitzschart ebd.
1:39,7
MWB 1 831,22; Bearbeiter: Tao
bitte
stF.
zu biten stV.
‘Gebet’
sich schoͤpfer din hantgetot vnd hilff ir noch der bitt Frl
5:1,12
(Sonderlesungen Gk)
MWB 1 831,28; Bearbeiter: Tao
bitter
Adj.
1 sinnlich, konkret 1.1
‘bitter schmeckend, übelriechend’
1.2
‘scharf, schneidend, spitz’
2 übertr. 2.1
‘qualvoll, schmerzlich’
2.2
‘heftig, groß; erbittert’
2.3
‘Verderben bringend, böse, furchtbar’
2.4 bezogen auf eine Person (oder Personifikation): ‘böse; zornig, wütend;
Furcht einflößend’
1
sinnlich, konkret
1.1
‘bitter schmeckend, übelriechend’
diu mirre ist bitter, da mit pflogen die alten loͤut ir
toten mit bestrichen PrOberalt
32,5;
MarlbRh
45,34;
der boum der do truk butir vrucht Pelzb
124,1;
ich sihe die bittern gallen mitten in dem honige sweben Walth
124,36;
zeineme wazzer si chomen, / daz was pitter [Ex
15,23]
VMos
51,5;
biz der win bitter wirt uon der wermute
SalArz
39,50;
Eckh
5:52,12;
Ipocr
141;
die liute [...] entvunchent ir
arômatâ, / daz dirre süeze smac deme [dem Leichnam] /
sîn bitter smecken beneme KvHeimHinv
568.
– subst.:
swelch man in sinem munde / kein bitter nie nicht hat geliden, / wie
wil er smiden / der süze kraft? Frl
6:4,2.
– in Vergleichen:
daz keiner slahte nezzelcrût / nie wart sô bitter
noch sô sûr / alse der sûre nâchgebûr Tr
15049;
ich bin verdorben als ein mist, / sam bitter als ein
galle KvWKlage
16,2.
– bildl.:
diu bitter nîtgalle, / der truhsæze Marjodô
Tr
15686
1.2
‘scharf, schneidend, spitz’
ir wâpencleider [...], / diu sich
von slegen rizzen / und von den swerten bitter KvWTurn
809;
auch sach die minnen riche / sin hende unde sine fuze / durchslagen gar
unsuze / mit nageln bitter unde scharp Elis
1915
(zu 2.1?).
– von ätzendem Gift:
daz dehein eiter sî sô bittir / daz ez ime scade oder
wider ime chraft habe Gen
102;
wan dû bist bitters eiters vol Iw
156
2
übertr.
2.1
‘qualvoll, schmerzlich’
[Maria] erloste in uon der bitteren helle
Spec
99,8.
129,6;
duͦ din sun dat bitter krüze leit MarlbRh
35,36;
bitter smerze / lêret mich daz ich von sender nôt / gelige
an hôher wunne tôt KvWLd
15,48;
an dem vierzehenten tage so wirt diu biterste chlage
AvaJG
16,1.
1311;
mit bitteren trehenen Ägidius
203.
664.
–
der bittere tôt (lat. mors etymologisierend zu
amarus):
dô dû sâhe wîb scôniste, wîb liebeste / den bitteren
tôt chiesen Gen
1688;
an deme galgen suln sie kiesen / den vil bitteren tot
GrRud
Cb 30;
SAlex
1170;
Herb
16505;
si wâren aber in dem herzen / mit dem heiligen geiste
erliuhtet, / [...] daz si deheiner slahte nôt /
noch den bittern tôt / nimmer mêr gevorhten KvHeimUrst
1196;
weinet bit mir al sin not, / weint bit mir sin bittern
dot MarlbRh
35,4;
si [
die valscheit der welte
] lonete mir mit dem bitteren tode Mechth
4: 28,8
2.2
‘heftig, groß; erbittert’
dâ hûb sich der bitteriste strît, / dâ ich noch ie abe
hôrte gesagen VAlex
920;
Lanc
65,7;
dem wart mit slegen bitter / sô nôt und alsô wê getân
KvWTurn
898;
do hetten die sinen genomen / vil bittern schaden, leit
groz Herb
5124;
751;
der unser angest bitter / beriuwen lâze sîniu lit
KvWSchwanr
828.
1522;
nû wil ich iu bescheiden daz, / wie herzeminne und bitter
haz / ein vil engez vaz besaz Iw
7042;
alse die guͦten ein suͦze frúntschaft samenent, also
martilet die úbelen ein biter vigenschaft Lucid
160,2
2.3
‘Verderben bringend, böse, furchtbar’
mít bítteremo flûoche Will
136,17;
dat bitter mer [lat. mare
etymologisierend zu amarus
] der sünden MarlbRh
16,36;
Mechth
7:3,56;
Konr
11,88;
dâ von ze jungest bitter / wart ir ende leider
KvWHerzm
36;
SM:JvR
1:8,3;
diz merke ein ritter, dem ze bitter / al sîn fröude werden
mac, / ob er langer ûf den tac / wil spulgen hinne süezer minne
KvWLd
15,17;
SM:HvF
1:2,10
2.4
bezogen auf eine Person (oder Personifikation): ‘böse; zornig, wütend;
Furcht einflößend’
waz hât der bitter tôt getân / an dem clâren süezen
kiuschen vrebel! Wh
253,28;
des bittern viandes nit Wernh
D 2845;
ez wirt ofte ein übel hût / eines rîchen mannes brût, /
diu bitter ist und sûre; / und nimt ein armer gebûre / vil lîhte dâ wider eine,
/ diu lûter ist und reine Eracl
2623;
vil herren sint nu bitter; / er si knecht oder ritter, /
swer ir willen begat, / der muz verdienen, swaz er hat, / ane lop und ane danch
StrKD
4,115;
er was ein man vierschrœtec / mit einer wîten brüste, / er
hæte zuo verlüste / gefrumet mangen ritter. / er dûhte sich gar bitter, / und
wart iedoch bestanden KvWTurn
166;
rôt under sînen ougen / wart er von zorne bitter KvWTroj
19129;
kein löuwe noch kein serpant / nie wurden alsô bitter, / sô der kürlîche
ritter / in sîner grimmekeite was ebd.
35251;
er sach vil swarzer pferde, / uf den mit unwerde / pech swartze lute
riten, / die mit archlichen siten / alle waren bittere Vät
26579
MWB 1 831,31; Bearbeiter: Tao
Bitterbûch
Name eines Riesen:
nu soltu vehten alzehant / mit eime risen küene, / der ist geheizen Bitterbûch
Virg
879,4.
879,7
MWB 1 832,53; Bearbeiter: Tao
bittere
stF.
1
‘bitterer Geschmack, Bitterkeit’
2
‘Bitternis, Schmerz, Leid’
3
‘Bosheit, Schlechtigkeit’
1
‘bitterer Geschmack, Bitterkeit’
wan von der bitter der mirren so sturben die wuͤrm
PrOberalt
32,7;
[
dî brüste mîn,
] dî gîzen balsim unde wîn, / milch, honig âne bittere NvJer
22030
2
‘Bitternis, Schmerz, Leid’
daz er dîe bíttere des tôdes dúrh míh uuólta lîdan
Will
20,3.
21,6;
gegen einer iegelîchen sunde er gedâhte / einer ebengelîcher buoze: / die
bittere gegen der suoze, / die er lîden solde Aneg
2672;
wilder lattuoch was ouch ire maz: / der riwe bittere zaicte daz
SiebenZ
70;
der tiefel underwindet sich / mit jemerleicher pitter dein, / wiltu nicht
gelaubig sein Märt
10061;
NvJer
23832
3
‘Bosheit, Schlechtigkeit’
waz ist div galle? daz ist div bittere unserr sunden. der
bittere wil got daz wir ane sîn unde daz wir uergezzen unsers zornes, uerlazzen daz
unreht Spec
125,17;
Wernh
D 1019;
daz wir alle bitter und alle uͤbel lazzen und vlizzen uns der
guͤte und der senfte und der heiligen gedulticheit PrOberalt
114,31;
BrEng
72
MWB 1 832,56; Bearbeiter: Tao
bitter(e)cheit
stF.
→ bitterkeit
MWB 1 833,12;
bittergrimme
Adj.
verstärktes grimme:
der [Sünder] leit iæmerlichen tot, / wan
bittergrimme wirt sein not / an ende immer mere / mit smerzendem sere Warnung
502
MWB 1 833,13; Bearbeiter: Tao
bitterheit
stF.
s.a. bitterkeit.
1
‘Bitterkeit, Schärfe, Schneide’ , bildl. 2
‘Bissigkeit, Verbitterung’
1
‘Bitterkeit, Schärfe, Schneide’, bildl.:
dat scharpe swert giͤnc durch din herze, / dat was de ruͥ ind
ouch de smerze, / des bittercheit [Hs. bitterheit bei Grimm,
ZfdA 10 (1856), S. 114] din herz durchsneit MarlbRh
114,21
2
‘Bissigkeit, Verbitterung’
ih han gesundot in nide, in abunsta, in hazze, in ungeuuardi, in elnunge, in
allereo ubelero flizzicheite, in allereo bitterheite WessobrGlBI
144,10
MWB 1 833,17; Bearbeiter: Tao
bitteric
Adj.
‘bitter, qualvoll’
also blutigete der tot / mit bitterer [La. bitteric,
s. Glossar] unsuze / Crist dort sine vuze, / siten, hande, rucke /
der menscheit zu gelucke HeslApk
7807
MWB 1 833,26; Bearbeiter: Tao
bitterkeit, bitter(e)cheit
stF.
1
‘bitterer Geschmack, Bitterkeit’
2
‘Schmerz, Leid’
3
‘Bissigkeit, Verbitterung, Zorn’
4
‘Tod’
1
‘bitterer Geschmack, Bitterkeit’
daz ander teil [der colera
] get tzu der galle vnde wont da, daz daz blut vnde al der lip reine
blibe uon der bitterkeit di an ir ist vnde ouch daz di galle uon ir habe tzu der
labunge SalArz
3,52;
ez [Honig] sänftigt den würzen und
den kräutern und andern dingen [...] ir pitterkait
BdN
293,18;
die êrsten [Eigenschaft] hât si
[Wermut] von irr hitz und von irr pitterkait ebd.
381,23
2
‘Schmerz, Leid’
sus hup sich die svre zit, / die svrde vnd die bitterkeit
Herb
7389;
daz in der stat die frouwen / von der grozzen bitterkeit /
weinten so, daz ir kleit / von den zeheren wurden naz ebd.
7921;
diͤ bittercheit ser din herz besuͦchte, / duͦ Herodes dinen
sun suͦchte MarlbRh
20,21;
HvNstGZ
5053;
BdN
315,34
3
‘Bissigkeit, Verbitterung, Zorn’
ich habe gisundôt in nîde, in urbûnste, in hazze, in giuâride, in ellinunge,
in aller bittirgheite BambGlB
144,9;
alle piterkeit vnd zorne vnd vnwirdikait vnd schreien vnd alle
rede, die wider gotes oder wider der heiligen ere ist, div svlen zemal von ive
[= iu
] vertriwen sin vnd alle boͤsait SpitEich
42,2;
deu sint vns elliv von vnser plodicheit ein materi der svnden: hochfart oder
travricheit, vngedvlt oder verlazzenheit, zagheit oder vngewarlichiv sicherheit,
pitercheit oder vnordenliches gelvst DvAPatern
303;
in in stont vil gebresten, hochfart, geswindekeit, bitterkeit, eigenwillekeit,
kriegelicheit Tauler
30,1
4
‘Tod’
der keiser [...] wolde lieber siech wesen, / danne
also [d.h. durch ein Bad im Blut der Kinder] schedelich
genesen / mit der kindere bitterkeit Pass III
67,49
MWB 1 833,30; Bearbeiter: Tao
Bitterkrût
Name eines Riesen:
Bitterkrût, der starke man [...]. / er ist der
küensten risen ein Virg
885,2
MWB 1 833,63; Bearbeiter: Tao
bitterlich
Adj.,
Adv.
1
‘qualvoll, schmerzhaft’
2
‘heftig, stark; sehr’
3
‘böse, schrecklich, zornig’
1
‘qualvoll, schmerzhaft’
alse die guͦten mit micheler wolluste sint gefrówet, also
sint die ubelin mit biterlicher nóte getrureget Lucid
159,21;
duͦ du in also bitterliche / sterven segs ind schemeliche
MarlbRh
57,7.
44,30;
KvHelmsd
1858;
HvNstGZ
3695;
rûm mir stet und lant mîn / oder ich heiz dir mit nôt / tuon den bitterlîchen
tôt EnikWchr
14192;
daz gelüppe vrumete im smerzen / [...] und
bitterlîche quâle HvFreibTr
6325;
so zugen si inen bitterliche die hut abe und wurfent si in
einen siedenden kessel Mechth
5: 14,10.
5:9,24.
–
[
Sarrazîne,
] die er warf an daz gevelle / der bitterlîchen helle
Kreuzf
644
2
‘heftig, stark; sehr’
dâ mit er vor der hende den schilt dem küenen man / sluoc sô
bitterlîchen, daz im des vil zebrast NibB
495,3;
der muoz ze dirre selben frist / mit bitterlichen swertes
slegen / mich ûz mînem rehte wegen KvWSchwanr
689;
daz er bitterlichen wâinti Spec
44,2;
Rol
6434;
UvZLanz
6849;
si vorhte bitterlîchen den Dietrîches lîp NibB
1749,2;
wande ich [...] nie gesehen hân / sô
bitterlîch erzürnet sô manegen ritter guot ebd.
1986,3;
ich hân ein bitterlîchen strît EnikWchr
25360;
WernhMl
1845;
ir ungemach / wart so bitterlichen gros ebd.
10061
3
‘böse, schrecklich, zornig’
da engegene [im Ggs. zu den
Seligen] wirt div sundige sele leider bitterlichen enphangen
Spec
146,19;
daz chan er [Teufel] wol bestæten /
mit bitterlichen ræten Wernh
D 4856;
ze bitterlichem ende / mit starken slegen er si treip
KvWHvK
592;
er [Luzifer] gruͤsset si
[Verdammte] grúwelich und sprichet bitterlich
Mechth
3: 21,32
MWB 1 834,1; Bearbeiter: Tao
bitterlicheit
stF.
‘Schrecklichkeit’
die bitterlicheit des fúres das ist das wort, das got sol
sprechen an dem jungesten tage: »gant von mir, ir vervluͦhten, in das ewige fúr!«
Mechth
6: 29,31
MWB 1 834,33; Bearbeiter: Tao
bittern
swV.
1 intr. ‘(jmdm.) bitter, unangenehm sein, werden’
2 tr. ‘(jmdm.) etw. bitter, unangenehm machen; verbittern’
3 Part.-Adj., subst. als etymologisierende Übers.
1
intr. ‘(jmdm.) bitter, unangenehm sein, werden’
do gewan iz [Buch] alda zu stunt / des suzen
honiges smacken / zwischen minen kenebacken / und bittert in minem buche
HeslApk
15321
(Apc 10,10);
swer denne durch êre und senftez leben / pfaffe ist
[...], / dem bittert honic und süezet gift / und volget
wênic der heiligen schrift Renner
3271;
ist diu zunge bekleidet mit bitterkeit
[...], swie süeze der wîn sî
[...], er muoz ie bittern Eckh
5: 228,8;
StrKD
6,366;
Martina
78,65.
–
‘mit jmdm. zanken’
swie si [Lea und Rahel] geswester waren, so
bitterten sie doch als die gellen gein einander PrBerth(K)
111
2
tr. ‘(jmdm.) etw. bitter, unangenehm machen; verbittern’
dien [Säuglingen] man ir muoter brüste / bittert
dur ungelüste, / dâ von diu kint erwindent / sûgens, sô si bevindent / der
bitterkeite, sô dar an / ist gestrichen und getân WvRh
4919;
Mügeln
268,12;
sie suzen den himel tron / und bieten ewigen lon / und bittern vur
[= viur
] der helle HeslApk
14969.
14965;
daz dritte ist swergemude [Edelmut] , daz kein pine
gevelschin noch gebitirin mac Parad
62,32;
Tauler
62,39
3
Part.-Adj., subst. als etymologisierende Übers. :
chunich dere bitterenten [interl. zu regem Amorreorum
]
PsWindb
134,11
MWB 1 834,37; Bearbeiter: Tao
bitternis
stSubst.
‘Bitterkeit, Leid’
so daz dis volk gemeinlich nicht / hette gehat zu vreuden phlicht, / daz sy
gehindert hette leyt, / daz nicht want biternisse treyt Hiob
1298
MWB 1 834,63; Bearbeiter: Tao
bitterolf
stM.
1 Schimpfname für einen grausamen Wüterich 2 als Personenname
1
Schimpfname für einen grausamen Wüterich:
ir senefrîcher biterolf, / ir tuot alsam der wolf Georg
4173
2
als Personenname:
Johannes Bitterolfe deme jungen UrkCorp
637,1;
Bitrolf sô hiez der selbe degen Bit
39;
Biterolf ebd.
201;
Wartb
Fl 14,Überschr.
MWB 1 835,3; Bearbeiter: Tao
bitterunge
stF.
‘Bitternis’
si gâben im tranc, / hantigen wîn sunder danc / und gemischt mit galle. / in
Marci spruches halle / nennet man di mischunge / von der mirre bitterunge. / sust
hîz der wîn ‘mirratum’ JvFrst
8536
MWB 1 835,9; Bearbeiter: Tao
bittervîge
swF.
‘bittere, unreife Feige’
Will
41,1;
uuante also dîe bítteruîgon uóre kúndent, daz dîe rîefon unte
dîe sûozon nâh súlen kúmen, also sínt díu legalia pręcepta umbra ueritatis et
gratiae ebd.
41,7
MWB 1 835,14; Bearbeiter: Tao
bittunge
stF.
‘Bitte, Gebet’, hier ‘Weissagung’
erchuche bittvnge [
suscita precationes erfülle die Weissagungen Sir 36,17]
PsM
Per 3,17
MWB 1 835,19; Bearbeiter: Tao
bîtunge
stF.
‘Erwartung, Hoffnung’
unde nu waz ist bitunge miniv [interl. zu expectatio
mea
] ? PsM
38,8;
enphahe mich [...] unde niht geschende mich uon der
bitunge min ebd.
118,116;
zuͦversiht daz ist ain gewisse bitunge der dinge die von tugenden und von
gnaden koment PrGeorg
236,11.
236,12.
236,9
MWB 1 835,22; Bearbeiter: Tao
bî tuon
V.
1
‘jmdn. (einen Boten) zu jmdm. schicken’
2
‘jmdm. etw. verschaffen’ oder ‘jmdm. etw. verleiden’
1
‘jmdn. (einen Boten) zu jmdm. schicken’
swie verre ich sî, / sô sende [La. Doch tuͦn
] ich ir den boten bî, / den sî wol hœret und eine siht
MF:Hartm
2:2,8.
– bildl.:
swem sîn muot stêt ûf minne gar, / und der getar dik
frowen guot / den muot getuon wol bî, / und sî daz wol enpfâhent, /
[...] des wirt sîn muot so geil
SM:Had
52: 1,3
2
‘jmdm. etw. verschaffen’ oder ‘jmdm. etw. verleiden’
daz dritte wil ich iu rügen [bekannt machen] , / daz
solte in [jungen Adligen] die gemeinschaft / bi tun an
ungefüge Frl
7:33,15
MWB 1 835,29; Bearbeiter: Tao
bitze
stF.
→
bíziune
MWB 1 835,40;
bitz(e)
stM.
→ biʒ
MWB 1 835,41;
biuche
stMF.
auch bûche.
‘Laugenbad, Waschlauge’, übertr. ‘Pein, Qual’
ich Danyel quam in pin / da von vil grozer suche / ligende in der buche /
lange zit Daniel
6194.
– bildl.:
so samen ich [personif. Buße] sij
[Reuetränen] aen beiden / und dun sij zu hauff leiden
/ und machen dan dar uß einen buche, / alle unreynikeit da mit zu buchen und zu
weschen / und die sunde da mit zu verloschen Pilgerf
1947.
13519
MWB 1 835,42; Bearbeiter: Tao |