bînstoc
stM.
‘Bienenstock’
swer daz cruͦt stosset unde di binstocke mit den saffe
bestrichet, di binen blibent da gerne Macer
73,3;
in dem wasser davor / stunden dikch und grossew ror /
[...] die warn als die peinstokch gros / und lang pey
sechzig schuechen Seifrit
5336
MWB 1 814,28; Bearbeiter: Tao
bînsûge, bînsouge
Subst.
Bezeichnung für Pflanzen, deren honigtragende Blüten gern von Bienen aufgesucht
werden (Marzell 2, 1161):
apiacum vel timum: binisuga, binsoͮga SummHeinr
1:194,294.
2:52,343;
balsamita: seuiboͮm, binesuga VocBV887
3:486,7;
mellilota: binisuga ebd.
3:489,44
MWB 1 814,34; Bearbeiter: Tao
bint
stN.(?)
‘Bindung, Verknüpfung’, übertr. ‘Fessel, Gewalt’
zwei ort an dem bogen sint, / in den haftet der senewen bint LvRegSyon
3657;
und pringt den man ins teufels pint / nicht so drat sam sein chint, / daz er
gewint unrechtz guͤt Teichn
339,135
MWB 1 814,40; Bearbeiter: Tao
bintrieme
swM.
‘Riemen zum Binden (an der Rüstung oder am Pferdegeschirr)’
fisceptura: bintriemen VocBV926
3:443,54;
er nam zvene boume [...] / die bant
er an sine bintriemen GrRud
F 34;
dâ man den helm dâ knüpfet, / traf in der stolze degen zier / und schriet im
abe der collier / enzwei der bintriemen stric KvWTroj
36222;
JTit
1602,2.
– bildl. zum Ausdruck der Negation:
daz nie sô grôzer haz / noch urliuges bôr / wær gewesen hie enphor / zwischen
den Stîræren / und den Salzpurgæren, / daz von dem hûse iemen / umb einen bintriemen
/ schade wære geschehen Ottok
29441
MWB 1 814,46; Bearbeiter: Tao
bint|ürn
stF.
‘Gebinde von der Größe einer Yrn (ca. 90 Liter)’ (s. Stolz z. St. in
UrkSüdtirol
3,1:155):
utrique coloni due urne, que dicuntur pinturn UrkSüdtirol
3,2:187
(ca. 1280-90);
propsturn, saltnerurn, pinturn von untailten und gemeinem wein ebd.
3,2:203
(ca. 1340)
MWB 1 814,58; Bearbeiter: Tao
bintwide
swF.
wie
bantwide
:
aber ettwie viel achtent sij so kleine / die kleine byntwiden die sij binden
alleine Pilgerf
12809
MWB 1 815,1; Bearbeiter: Tao
binunft
stM.
→
benunft
MWB 1 815,4;
bînvaʒ, bîevaʒ
stN.
‘Bienenkorb, Bienenstock’
aluearia: peivas VocBV926
3:444,74;
der per lâget der peinväzzer durch des honigs willen, wan er
izt nihts sô gern BdN
163,8.
– bildl.:
waz wünne hât der heilige geist in dem herzen, dâ er sô stæte ruowe inne
vindet, daz in mit deheinem râcherouche ûz sînem süezen binvazze vertrîbet!
DvASchr
331,2;
Baumgart
132,18
MWB 1 815,5; Bearbeiter: Tao
bînwâʒ
stM.
‘Honigduft’
waz wuͤnne hat der heilige geist in dem hertzen, da er so stete ruwe inne
vindet, daz mit deheine rache uz sinem suͤßen bynwazze mag gegen! PrBerth(K)
106
MWB 1 815,13; Bearbeiter: Tao
bînweide
stF.
‘Bienenweide’
winter, hin ist dîn gewalt, / nû hât sumer sîn gezelt / ûf
geslagen an die pînewaide SM:Go
1a: 1,3
MWB 1 815,17; Bearbeiter: Tao
binwendec, binnenwendec
Präp.
mit Gen., ‘innerhalb’
vor den luitin, die binwendic landis sin Mühlh
128,9;
daz he binnenwendic landes nimandes habe, der sin ungemach gevorderen kunne
oder muge oder wolle, an den richter alleine StRFreiberg
190,30
MWB 1 815,20; Bearbeiter: Tao
binwerf, bîwerf
stSubst.
Ansatz unsicher, Wortbildung unklar.
‘Klinge’
adel bî bœser geselleschefte / sint bœse bîwerf [La.
binwerf E] an edelm hefte, / honic in sûren ezzich
krüegen / sint senfte liute bî ungefüegen Renner
23472;
daz si ireu messer machen suln, daz di engel [Pl. von
angel, s. unter 4
] durch und durch di hefte und pinwerf gen NüP
137
MWB 1 815,26; Bearbeiter: Tao
binwis
stN.
Herkunft und Wortbildung unklar.
eine bestimmte Art von Grundstücken (vgl. Glossar z.St.):
12 binwis, der 8 sint der edeln luͥten lehen von der herschaft
[...]; duͥ andern 4 binwis geltent
[...]
UrbHabsb
1:36,10.
1:37,20
MWB 1 815,34; Bearbeiter: Tao
binʒ
stM., swF.
→
bineʒ
MWB 1 815,39;
binʒenwurz
stF.
‘Wurzel der Binse’
swem daz vih sterbe, der nem binzenwurz und snekenhuser und
pulver daz und geb daz dem vih in dem wazer zetrinken BenRez
51
MWB 1 815,40; Bearbeiter: Tao
binʒîn
Adj.
‘aus Binsen (gemacht)’
hern Moyses lîbelîn was niht grôz, / [...] / und lac
in einem körbelîn / gewindelt daz was binzîn Renner
19114
MWB 1 815,44; Bearbeiter: Tao
bîphliht
stF.
‘Oberaufsicht, Obhut’
den erberren vnd den geistlichen vrowen von Gnadental, die in der bivlicht
sint der erberron vnd der gestlichon herron des abtes vnd des conuentes von
Wettingen UrkCorp
2789,27
MWB 1 815,47; Bearbeiter: Tao
birboum
stM.
‘Birnbaum’
swelch mensch den ouzganc hât, sô nim des birboumes rinden
Barth
152,34;
birboumes sâme Eckh
5: 111,14;
pirus haizt ain pirpaum BdN
340,16
u.ö.;
Pelzb
123,2
u.ö.
MWB 1 815,52; Bearbeiter: Tao
birböumîn
Adj.
‘von Birnbaumholz’
alles holz ane funf holzer: eichen, buͤchin, tennin, birbomin vnde affolterin
UrkCorp (WMU)
244AB,5,3 = 1851,19
MWB 1 815,56; Bearbeiter: Tao
birden
swV.
zu bërn, vgl. bürden.
‘tragen, hervorbringen’
daz was ouch in uf gerbet, daz bernde ie nach der art vil gerne birdet
[: unwirdet
]
JTit
3503,4
MWB 1 815,59; Bearbeiter: Tao
bir(e)
swF.
auch birne swstF.
SalArz
59,44.
49,10;
Pelzb
138,8.
138,9.
‘Birne’
swelh man obez herin fueret in die stat uf karren oder uf
waegenen, ez sin birn oder ephel oder steinobez, daz sol niemen kauffen, der ez
anderstunt durh gewin verkaufen wil StRAugsb
131,14;
daz allerlai geprâten piren gesünter sein denn rôch
BdN
341,11;
ouch wirt wyn von pflumen vnd von birn vnd von eppiln
Pelzb
134,25.
–
wan si suochen birn ûf den buochen MF:Veld
7:2,7;
dehein man suochen solde / ûf eim kerspoum birn WälGa
3800;
wie zitige birn, / die man schuͤttet, risen WhvÖst
12090;
seht als müeze wir von hinnen alle / scheiden nâch der birn valle
Renner
24390
MWB 1 815,62; Bearbeiter: Tao
birec
Adj.
zu bërn, vgl. bærec.
‘fruchtbar, ergiebig’
nust aber der minnen arcwân / und sîn sâme alsô vertân: / swâ
sô er hin geworfen wirt, / daz er diu wurzelîn gebirt, / dâ ist er alsô vrühtic, /
sô biric und sô zühtic Tr
16460
MWB 1 816,12; Bearbeiter: Tao
bî|rede
stF.
1
‘Abschweifung, Bemerkung’
2
‘Sprichwort’
1
‘Abschweifung, Bemerkung’
nu wil ich mich des bewegen, / niht vil der birede pflegen Rennew
4548;
ez ist gnuͦg; ich wil erwinden: / min birede ist iu swære. / ich wil wider an
daz mære / komen ebd.
4761.
36331.
32219
2
‘Sprichwort’
von Nemrotis herschaft / und von sinis gewaltis kraft / huͦb sich ein birede
do / mit einim biworte also: / ‘wis starc mit kraft alse Nemrot’ RvEWchr
1072
MWB 1 816,17; Bearbeiter: Tao
biregarte
swM.
‘mit Birnbäumen bestandener Obstgarten’
piretum: piregarto SummHeinr
2:426,01.53
MWB 1 816,26; Bearbeiter: Tao
birenmost
stM.
‘Most aus Birnen’
nim birenmost unde siut in unze er drîstunt în gesiede
Barth
156,22;
lâz Beier trinken birenmost Helbl
3,233;
swer [...] oͤpfelmost oder pirenmost her pringet und
verchauffet, der geit ie von dem pontzen dem riher 10 sol StRMünch
245,14;
Neidh(HW)
49,33
MWB 1 816,28; Bearbeiter: Tao |