bartenære
stM.
→
bertenære
MWB 1 446,23;
bartenslac
stM.
‘Schlag mit der barte’
daz selbe gotis hus [...] wart also gemachit vnd
vollen bracht. daz weder hamerslach noch bartenslach dar an nie wart gehort
PrLpz(L)
115,37
u.ö.
MWB 1 446,24; Bearbeiter: Diehl
barthâr
stN.
‘Barthaar’
wâ ist daz chinne / mit dem niwen barthâre Erinn
617;
morphea ist ein siehtuom, dâ von chumet vil dike daz dem manne
diu barthâr ûz vallent Barth
147,24.
– phras. (?):
dez svnders gedinge / div wiget also ringe / als ein krankis bart har
Martina
67,21
MWB 1 446,28; Bearbeiter: Diehl
bartholz
stN.
barte mit einem langen Stiel:
dem vih sol ein knecht nachgan, der sol tragen ein partholz vnd sol das isen
zu berge keren an syn kinne, ob er schlieffe das er [l. ez
] in steche, das das vih nit gestigen in keines mannes matte
WeistGr
4,164
(a. 1343)
MWB 1 446,34; Bearbeiter: Diehl
bartierunge
stF.
‘Tauschhandel, Barterhandel’ (von mnl. barteringe, vgl. DRW
1,1243):
insuper incidere poterunt pannos suos laneos pro quibuscumque mercaturis
baratrie, quod vulgariter barteringe appellatur UrkKölnZunft
2:481,7
(a. 1326)
MWB 1 446,40; Bearbeiter: Diehl
bartinc
Adj.
→
bertinc
Adj.
MWB 1 446,45;
bartinc
stM.
→
bertinc
stM.
MWB 1 446,46;
bartingære
stM.
→
bertingære
MWB 1 446,47;
bartlôs
Adj.
‘bartlos, noch nicht erwachsen’
bartlôser muot, nu birc daz kinne! KLD:LvS
8:2,7
MWB 1 446,48; Bearbeiter: Diehl
bartschërære
stM.
‘Bartscherer, Barbier’
der bartscherer ich niht vergessen sol / [...] / an
der antwerk man wênig vint / untruͤwe, des er nuz müge hân Ammenh
11646.
11659;
sy wolten den chayser erslahen. vnd daz solt geshehen mit dem partscherær
GestRom
155;
UrbSchweiz
3:50,30
MWB 1 446,50; Bearbeiter: Diehl
bârtuoch
stN.
‘Tuch zur Bedeckung des Leichnams, Bahrtuch’
similiche so si daz bartuch ane griffen so clebiten in di hende darzu
PrMd
33
MWB 1 446,56; Bearbeiterin: Baumgarte
bâruc
stM.
Titel des Kalifen (arab. ‘der Gesegnete’):
ze Baldac [Bagdad] / wære ein sô gewaltic man, /
daz im der erde untertân / diu zwei teil wæren oder mêr. / sîn name heidensch was sô
hêr / daz man in hiez den bâruc Parz
13,21;
Wh
466,27;
ain vogt uͤber alle haiden / ist mins bruͦder sun baruk WhvÖst
13319;
Brun
10320;
JTit
701,2
u.ö.
– übertr. auf andere nichtchristliche Herrscher:
er ist ain reicher waruck. / gehaissen ist er Abacuck / von
der grossen romaney HvNstAp
7243
u.ö.
MWB 1 446,60; Bearbeiter: Diehl
bârucambet
stN.
‘Herrschaft, Amt des bâruc’
dez [Herrschers] bâruc-ambet hiute stêt. /
[...] / heidensch orden man dort siht: / ze Baldac
nement se ir bâbestreht / [...] / der bâruc in für sünde /
gît wandels urkünde Parz
13,25;
daz baruchammet zu Baldag, / dem nihtesniht gelichen mag / an keim irdishen
namen Rennew
18517;
JTit
872,4.
2834,2
MWB 1 447,7; Bearbeiter: Diehl
bârucstuol
stM.
‘Thron des bâruc’
so vil wir haben gewaltes mere / dann Akerin von sinem baruc stuͦle
JTit
907,3
MWB 1 447,14; Bearbeiter: Diehl
barûn
stM.
(auch mit sw. Pl., z.B.
Lanc
523,8
u.ö.)
Bezeichnung, Titel geistlicher oder weltlicher Fürsten (afrz. baron,
vgl. LexMA 1,1476f.):
vürsten, grâven, dise unt die, / und swen man vür den barûn
sach Wh
278,11.
264,13;
Parz
785,7;
vil barûne, / des landes cumpanjûne Tr
9761;
do ward manig betschelyr / ze harnasch wol peraittet schir, / ritter und
warun. / vil manig stoltzer garczun / lieffen weytten in di lant HvNstAp
7297;
barûne und lanthêrren HvFreibTr
517;
dinen herczogen und dinen greven und dinen princen und dinen
barunen Lanc
246,27
MWB 1 447,17; Bearbeiter: Diehl
barûnîe
F.
‘Gesamtheit der Barone’
Marke und sîn barûnîe / die bâten an der stunde / alle alse
ûz einem munde Tr
4166
MWB 1 447,29; Bearbeiter: Diehl
barvuoʒ
Adj.
‘mit nackten Füßen’
also dem, der da paruͦz gêt, der stoͮb clebt zvͦ den vͦzzin
Spec
52,28;
und wer er och an eime fusse barfus, er sol sich niht sumen untz er och den
andern schuch angelege UrkEls
2,156
(a. 1336);
WernhMl
6008.
– vom Pferd ‘unbeschlagen’
ein ors das was wol beslagen, / und ein barfuoz pfäret Parz
256,14
MWB 1 447,32; Bearbeiterin: Baumgarte
barvuoʒbruoder
stM.
‘Barfüßermönch, Franziskaner’
Heinrich von Huxere, / ein barvuzbruder und predigere / und lesemeister zu
Meideburg Brun
12461;
weder barfuozenbrüeder noch prediger noch grâwe müniche PrBerth
1:306,10
MWB 1 447,39; Bearbeiterin: Baumgarte
barvuoʒe
swM.
‘Barfüßermönch, Franziskaner’
Franciscum [...] / wie erlich er chumpt fur Got / mit
seinen parfüzzen Vät
40737;
hi an disime sermon lerit ein barfuzzin lesemeistir [ein
Lesemeister der Barfüßermönche] wi sich di sele haldin sal
Parad
6,37;
alz prediger vnd parfuͦzzen vnd augustiner orden sind, vnd auch etzleich ander
oͤrden, die da predigent vnd peicht hoͤrnt RechtssA
A19,18;
SchülerA
A218;
UrkCorp (WMU)
N170,4
MWB 1 447,44; Bearbeiterin: Baumgarte
barweide
stF.
‘Weide zur gemeinschaftlichen Nutzung’
daz nieman dekâine barwâide mag verkoͧfen noch verkumbern âne alle die
gîemainde, die da zuͦ horent UrkCorp (WMU)
1262,11
MWB 1 447,53; Bearbeiterin: Baumgarte
barwen, barn
swV.
zu bar Adj., Adv.
1
‘sich offenbaren’ (vgl. bar 1 ) 2
‘sich von etw. freimachen’ (mit Gen.d.S.) (vgl. bar 2 )
1
‘sich offenbaren’ (vgl. bar 1):
der stein [...] ist von zwein tugenden, / die sich
[...] / an im wol beide barwen HeslApk
21973
u.ö.
2
‘sich von etw. freimachen’ (mit Gen.d.S.) (vgl. bar 2):
ich wil recht gen Rom varen / und mich meiner sunden parn Teichn
346,52;
ir muͤst mir borgen noch daz jar, / daz ich mich der schulden par ebd.
520,36
MWB 1 447,57; Bearbeiterin: Baumgarte
barwîp
stN.
Frau aus der Gruppe der → barschalken:
quedem femina Hiziwip nomine aliquantule libertatis (parwip) UrkEnns
1,748
(13. Jh.)
MWB 1 448,1; Bearbeiterin: Baumgarte
barz
Subst.
Name verschiedener Pflanzen
1 Kaperngewächse (vgl. Marzell 1,787) 2 Tamariske (vgl. Marzell 3,258ff.)
1
Kaperngewächse (vgl. Marzell 1,787):
caparis: bartz VocOpt
48.097
2
Tamariske (vgl. Marzell 3,258ff.):
tamariscus: bartz VocOpt
50.291
MWB 1 448,5; Bearbeiter: Schnell
barzen
swV.
‘prahlen, protzen’
sie vachten gar wol paide / mit also grosser grimickait /
[...] / sie grinen an einander an, / gunden gar ser do
partzen EckenlE7
155,10
MWB 1 448,9; Bearbeiter: Schnell
base
swF.
1
‘Tante’ , i.d.R. Schwester des Vaters 2
‘Nichte’
1
‘Tante’, i.d.R. Schwester des Vaters:
[Jakob] sprach er wâre ire
[Rahel] basun sun Gen
1276;
mîn veter und mîner basen sun Wh
255,9;
ich Wernher unde ich Katherine von Westhoven, des hern Huges selgen kint
[...], unde ich Helike, des selben Huges swester unde
des vor genanten Wernhers unde Katherinen base UrkCorp (WMU)
N362,4;
SpdtL
131,12;
Herb
2568.
– selten auch für die Schwester der Mutter:
Josweizes basen tohter sun / was der künec Ehmereiz
Wh
389,14.
350,3
2
‘Nichte’
jch her Dietrich von Túselingen [...] vergihe an
disem brieve [...] durh bette miner vorgenanten basvn der
Meierin [Dietrich ist Oheim der Meierin]
UrkCorp (WMU)
2182,41
MWB 1 448,13; Bearbeiter: Schnell |