bacolôn
stM.
→
bataloen
MWB 1 402,9;
bacslac
stM.
→ backenslac
MWB 1 402,10;
baczan
stM.
→ backenzan
MWB 1 402,11;
badære
stM.
‘Bader, Betreiber einer Badestube’ (vgl. LexMA 1,1339f.):
ein smit sol smiden, ein bader baden Frl
5:34,7;
die bader, die dâ badeten mich UvLFrd
227,6;
dar vmbe haben wir geben den baderen von der stat disen brief UrkCorp (WMU)
1331,18.
– in abwertenden Formulierungen:
er izzet als ein mader / und trinket als ein bader [trinkt viel, wohl phras., vgl. Anm.z.St.]
Jüngl
610;
ez wære vil sêre missetân, / wolt ir ditz kleinôt hie verlân. / die bader nement ez zehant UvLFrd
230,1.
– als Helfer bei Bränden:
ob ein fewr hie aufge in der stat, daz dann die amer darzuͦ lauffen mit iren zuͤbern und auch die pader mit iren schaefflein StRMünch
419,28.
508,5.
– als Bestandteil von Personennamen:
bruͦder Uͦlrich der Bader UrkCorp (WMU)
1012,18
MWB 1 402,12; Bearbeiter: Schnell
badærinne
stF.
‘Frau eines Baders’
daz [
guot
] , da diu baderin uf sitzet UrkCorp (WMU)
790,20.
– als Bestandteil von Personennamen:
ich vro Adelhait diu Baderin UrkCorp (WMU)
2586,20
MWB 1 402,28; Bearbeiter: Schnell
badegewant
stN.
‘Badekleidung’ (vgl. badewant):
Joseph sînen bruoderen gebete mit sabenînere wâte, / iegilicheme zwei badgwant sô man si bezzest dâ vant Gen
2478;
mîn kamerære dô zuo mir gie / und brâht mir al mîn badgewant UvLFrd
229,7.
229,26;
vestis mutatoria: badegwant SummHeinr
2:143,32;
Himmelr
9,2;
Abor
129
MWB 1 402,32; Bearbeiter: Schnell
badehemde
stN.
‘Badehemd’
daz badehemde er holde, / mantel und schuoch truog er dar PleierMel
816.
811;
ich wæn ieman möht vinden / ein badehemde alsô rîch ebd.
639;
nim mîn badhemd mit dir Helbl
3,14
MWB 1 402,39; Bearbeiter: Schnell
badehûs
stN.
‘Badehaus, öffentl. Badeanstalt’
daz wir in [den Juden] erloubten ein badhous ze machen, da si und iriu chint und ir gesinde inne batten StRAugsb
58,12;
des spitals badhouse, ebd.
58,19;
man sol zwen lantnær haben, die den vrowen daz bad machen, und die in dienen in dem badhus und daz bad reichen UrkGeisf
438
(13. Jh.);
als ich zuo dem badhûs kam, / der kneht von mir nam / daz gewant und leit ez hin Helbl
3,15;
wer also peicht an andacht, / das ist recht in aller der acht / alls der in aynem padhauss sitzt / und sich weder wescht noch switzt: / der hat mue und nutz verlorn Teichn
653,109;
[Steuer für] ir padhaus, daz si [das Kloster Schäftlarn] habent ausserhalbe der innern stat an dem graben, nahen pi Chaufringertore ligent StRMünch
55,13
MWB 1 402,44; Bearbeiter: Schnell
badekappe
swF.
‘Bademantel, Badeumhang’
ain riche badkappen zartt, / die Penuell, daz raine wib, / selber laitt an ieren lib / wen sy von bade solte tretten GTroj
8920
MWB 1 402,60; Bearbeiter: Schnell
badekeʒʒel
stM.
‘Badekessel’
[Verzeichnis von Hausgerät:] 4 wis kessel, 5 svarsz, 1 baitkessel, 4 pannen UrkKölnZunft
1:463,2
MWB 1 403,1; Bearbeiter: Schnell
badekleit
stN.
‘Bademantel, Badeumhang’
dô sprungen kamerære / und reichten im sîn badekleit Wildon
3,175
MWB 1 403,4; Bearbeiter: Schnell
badeknëht
stM.
‘Gehilfe des Baders’
Galiênus spricht, daz süez wazzer ziterndeu und waicheu glider mach, als wir sehen an den padknehten und an den padmaiden BdN
106,3;
dannoch der tumbe keiser lac / ze bade und het gemaches vil. / ein badekneht im brach daz spil; / der lief zer badestuben in Wildon
3,190
MWB 1 403,7; Bearbeiter: Schnell
badekübelîn
stN.
‘(kleine) Badewanne, Badezuber’
dar zu ein badekubelin daz was silberin, darinne badin solde daz megetin Köditz
14,17
MWB 1 403,14; Bearbeiter: Schnell
badelachen
stN.
‘Badetuch’
man bôt ein badelachen dar: / des nam er vil kleine war. / sus kunder sich bî frouwen schemn, / vor in wolt erz niht umbe nemn Parz
167,21;
dô si gebadet hete genuoc, / ein badelachen man ir truoc / wîz unde kleine Mai
61,22;
PleierMel
636.
– als Teil der Aussteuer:
alliz daz zuͦ der rade horet, daz sin alle scaph [...], lilachene, tischlache, badelachenen [...] vnd alle wipliche kleidere UrkCorp (WMU)
51,32;
nâch dem tôtlîbe [Erbschaft] sol diu vrauwe ir morgengâbe nemen [...] diu bette diu si dar brâhte, bolster, küsse, diu lîlachen, tischlachen, badelachen SpdtL
102,6;
StRAugsb
242,8;
PrBerth
2:30,27;
Himmelr
9,25
MWB 1 403,17; Bearbeiter: Schnell
badelat
stF.
‘Brautbad’, festliches Bad mit den Brautleuten vor der Hochzeit:
daz niemant zu keiner hohtzeit kein padlat haben sol weder der preutian oder di praut vor oder hinach. wer aber hintz der padlat ging und da ezze oder traͤnke oder badet [muss eine Geldstrafe bezahlen]
NüP
215;
ähnl.
ebd.
183;
ez schol ouch keyn frou ze keyner badelat gehen dan selbviͤrde ebd.
64
MWB 1 403,31; Bearbeiter: Schnell
badeliute
stM. (Pl.)
‘Gehilfen des Baders’
die badliut nâch ir lône / dienten; des wart in gegeben Helbl
3,274;
‘nû dar nâch, badliute reht, / ze mînem herren!’ sprach der kneht ebd.
3,59
MWB 1 403,39; Bearbeiter: Schnell
badelôn
stN.
Lohnzuschlag für die Benutzung des Badehauses (hier an Bauarbeiter auszuzahlen):
der nach sol man [...] geben dem meister zu tagelone siben pfenninge und dem knehte funf pfenninge [...] und alle samztage ir badelon StRRotenb
507
MWB 1 403,43; Bearbeiter: Schnell
bademeit
stF.
‘Gehilfin des Baders’
Galiênus spricht, daz süez wazzer ziterndeu und waicheu glider mach, als wir sehen an den padknehten und an den padmaiden BdN
106,4
MWB 1 403,49; Bearbeiter: Schnell
bademuoter
stF.
‘Hebamme’
do ich nacket unde bloz / slof uz miner muter schoz / durch waz dy bade muter quam / und mich von den knyen nam? [Iob 3,12
]
Hiob
1363
MWB 1 403,53; Bearbeiter: Schnell
baden
swV.
1 tr. 1.1
‘jmdn. baden, jmdn./einen Körperteil waschen’
1.2 mit Refl.-Pron. ‘(in etw.) baden, sich waschen’
2 intr. ‘baden’
1
tr.
1.1
‘jmdn. baden, jmdn./einen Körperteil waschen’
man brâhte ime den man guot, / daz man in badôte und scâre Gen
2013;
sie hetten yn gebatt und gearczendit Lanc
192,36;
du bads ind wuͤschs sin reinen lif MarlbRh
52,33;
mit trahenen si si [die Füße Christi] badete, mit der salben salbete AvaLJ
79,4;
PrOberalt
77,19;
Iw
2190.
– mit Ersparung des Obj.:
ein smit sol smiden, ein bader baden Frl
5:34,7.
– übertr.
die wrden mit svvete [Schweiß] gebadit. / den sie uon vrochten haueten Roth
898;
du solt si baden in den minnetrehnen Mechth
2: 8,17;
daz er mich wasche und bade / in siner gnaden unden StrKD
4,580;
die sele reine gebaden / mit inneclichen ruwen HeslApk
3302;
wil man die swert in vinden baden Frl
5:83,14
1.2
mit Refl.-Pron. ‘(in etw.) baden, sich waschen’
einen lintrachen den sluoc des heldes hant. / er badet’ sich in dem bluote: sîn hût wart hurnîn NibB
100,3;
er [der Adler] gahet zeinem brunne, / er badet sich dar inne Hochz
590;
des kaisers Nerônis hausfraw sich padet in esels milch BdN
120,5.
– in med. Kontext:
swer ubergen sweiz wil under sten. der sal [...] sich baden in merwazzer. oder in swebeligem wazzer SalArz
73,4;
swelich mensch reudich ist an dem lîbe, der sol nemen einen retich unde siede den in wazer unde bade sich mit dem wazer Barth
138,31.
– übertr.:
maniger muste sich paden / in sein selbes plute HvNstAp
7456
2
intr. ‘baden’
dô badet er / in eime zuber KvWHvK
535;
wir wellen avch niht, daz brvder oder swester avzerhalb des spitals oder mit wertlichen lvten baden SpitEich
40,10;
ez suln auch die iuden sunderlichen baden unde mit keime cristen StRAugsb
58,7.
– in med. Kontext:
daz gesalzene wazzer [...] ist iz gut den kaldin wazzersuchtegin so di dinne badent SalArz
20,3;
nach dem ezzene ist bose baden ebd.
24,56.
– übertr.:
daz sîn herze in jâmer muose baden Wh
47,22;
sîn swert beginnet in bluote baden ebd.
142,6;
da huͦben si sich mit einem swunge zemale in und badoten in der minne Mechth
2: 8,19;
wie si [die Seelen in der Hölle] badent in swebel und bech ebd.
3: 21,67
MWB 1 403,57; Bearbeiter: Schnell
badeoven
stM.
‘Badeofen’
man sol auch fuͤrbas uͤberall auf dem griezz pey der Iser [...] chainen stain chlauben noch rechen ze kalch noch zuͦ den padoͤffen StRMünch
477,22
MWB 1 404,36; Bearbeiter: Schnell
badephenninc
stM.
Abgabe, die der Betreiber eines Bades zu entrichten hat:
darzuͦ wellen wir [bayr. Herzöge] und setzen, in swelhes viztum ampt wir choͤmen, daz derselbe vitzuͦm uns opfer pfenning, und auch pad pfenning verrichten suͤl UrkWittelsb
2,57
(a. 1294 kopial)
MWB 1 404,40; Bearbeiter: Schnell
baderphanne
stF.
zur Ausstattung des Bades gehöriges Geschirr:
eyn prewpfanne oder paderpfann sal der richter nicht czu pfande nemen SchöffIglau
83
MWB 1 404,46; Bearbeiter: Schnell
badescheffelîn
stN.
‘(kleine) Badewanne, Badezuber’
sî [Maria] sazt das liebe kindelîn [Jesus] / in ein batscheffelîn / und batte im sînen reinen lîp Philipp
3019
MWB 1 404,50; Bearbeiter: Schnell
badestubære
stM.
‘Betreiber eines Badehauses’
daz ich [...] verluͤhen han [...] Martin dem batstuͤber und Guͦten sinr elichwirtin min batstuͤben UrkCorp (WMU)
2343,19
MWB 1 404,54; Bearbeiter: Schnell |