Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
kint stN. (2246 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| krüzigere!/ ei wiͤ suͤʒe mir de dot were!/ //Min einich kint suͤʒ ind liͤf,/ wiͤ wit din wunden sint ind wiͤ | |
| doch bit dir end min leven?/ ////Is iͤman, de iͤ kint gewünne,/ de muͤderliche minnen künne –/ kümet, kümet algemeine,/ #;iur | |
| dich sal bewaren!/ ei wiͤ suͤʒ din dot is!/ ////Liͤf kint, laʒ mich ouch bit dir sterven,/ min leste bed laʒ | |
| enrůrd dich niͤt,/ diͤ allen vroun iͤ we geriͤt,/ diͤ kind genasen van Even ziden;/ si můsten r#;iu ind pine liden./ | |
| alein erkoren,/ dat du, gebenedid, uns diͤ vröude brechtes,/ den kinden $’s vermalediden geslechtes!/ ////Diͤ engel sungen ein vrölichen lof,/ ümb | |
| hof./ wunderlich in zů můde was,/ dat din magetdům des kinds genas,/ dat $’t kind lach in einem stalle,/ dat si | |
| můde was,/ dat din magetdům des kinds genas,/ dat $’t kind lach in einem stalle,/ dat si had gemachet alle,/ des | |
| verre,/ als si leid de n#;iue sterre,/ de bit dem kind geboren wart,/ si enhiͤlt niͤt up diͤ lange vart,/ bitz | |
| quamen, da si #;iuch beide,/ dich, suͤʒ můder, ind din kint, vunden./ niͤt si diͤ vröuden begrifen kunden,/ diͤ ire herzen | |
| begrifen kunden,/ diͤ ire herzen dů entfiͤngen,/ dů si dem kind ze offer giͤngen./ //Wat vröuden můst dich, vrow, entfengen,/ dů | |
| vrow, entfengen,/ dů du diͤ heidnen segs offer brengen/ dem kind, dat quam van dinem live,/ o allerliͤvest aller wive!/ //Diͤ | |
| sagen, dat si de engel niͤt endrouch,/ de si $’t kint hiͤʒ zů Bethlehem sůchen/ in einer kribben bewunden bit důchen./ | |
| bewunden bit důchen./ si vunden, als in was gesacht,/ $’t kint in windeln in diͤ krib gelacht./ des lovden si bit | |
| $’n gewan,/ ich handeln bit miner unreiner hant/ din reine kint, unsen heilant,/ den din lif bracht in unse lant,/ den | |
| lange/ na disem kindlin was so bange,/ he had dis kinds begert allermeist,/ wand im had gesacht de heilge geist,/ dat | |
| stunden/ dar, da du, vrow, zů kirchen giͤnges/ ind din kint, dat du, magt, entfiͤnges./ //Zůhant dů Simeon $’t kindlin gesach,/ | |
| sin herz erl#;iucht de luter dach/ ind bekande, dat dat kint were/ beid des himels ind der erden here,/ ind nam | |
| ich ind dragen in miner hant.#.’/ //Dů benedid he din kint ind dich,/ dat bekleif #;iuch, wand ir sit selich./ he | |
| din herze wunden begunden,/ dů $’t allererest ungemach/ dins suͤʒen kindes licham stach –/ is he dir worden ein kipersch druve,/ | |
| also,/ zůhant dů dir dat mocht geschiͤn,/ dat du din kint mochts levend gesiͤn/ ind also levend, dat in de dot/ | |
| du beschirms in dim geleide,/ den du gedings vür dinem kinde/ baʒ wan al dat himelsch gesinde./ suͤʒ, du diͤns uns | |
| hadde got,/ dat diͤ vrow vermalediet were,/ diͤ $’n gein kint niͤt $’n gebere./ //Wiͤ starc was din herz zů gode,/ | |
| //Dů wart schin din starke herze,/ dů du anesegs dins kindes smerze,/ dů du in segs sin blůt giͤʒen,/ dů du | |
| dů du spünnes,/ dů du neds, dat du gewünnes/ dinem kind ind dir dat brot,/ dat ir verdrift des hungers not./ | |
| gein hamerslach,/ dat is: noch r#;iu, noch ungemach,/ dat dines kindes lichem durchbrach./ //Din herze brach ind enzebrach niͤt,/ wan dir | |
| legen./ //Diͤ geiseln, diͤ slůgen den reinen lif/ dins liͤven kinds, ei reinste wif,/ der jüden ind der heidnen zungen –/ | |
| herzen golt./ //Din senftmuͤdcheit liͤʒs du schinen/ in dines liͤven kindes pinen,/ dů du seges al sin not,/ al sin schand | |
| diͤ du vernemes, diͤ du seges,/ sint du dins liͤven kinds geleges./ ////Ich wen, du vil des heimlich druͤges,/ des du | |
| min oren dine wort/ an diner gruͤʒen hant gehort,/ min kint is vro worden in mim live,/ vrow ind vröude aller | |
| ind wisheit wart bit in bracht/ der můder ind dem kind enbinnen,/ dat noch was vremd van allen sinnen,/ dat noch | |
| du has al, diͤ glöuvich sint,/ genant des heilgen Abrams kint./ //Du has den, diͤ hunger willent liden/ ind otmuͤdcheit in | |
| bestem $’n sündgsten man!/ můder, burn der barmherzicheide,/ van dinem kind mich niͤt enscheide!/ bit eim ougen sich uns beide ane,/ | |
| vlůch,/ den al dat jüdsch geslechte drůch:/ swilche vrow niͤt kinder $’n brechte,/ zů ermeren $’t jüdsch geslechte,/ dat si al | |
| geslechte,/ dat si al vervlůchet weren/ under andern vroun, diͤ kint geberen./ //Herümb $’n můsten si niͤt megde bliven,/ wan dis | |
| einveldger hoffenungen,/ dat du si has als ver üvergangen,/ diͤ kint van mannen hant entfangen./ ////Wat mach ich van diner reincheit | |
| hads entfangen?/ wanaf quam diͤ starke hitze,/ diͤ můder ind kind gaf n#;iue witze,/ dat du got druͤgs in dinem live,/ | |
| gruͤʒ was kurt, din wort kleine,/ diͤ dů můder ind kint algemeine/ als entfengden, dat si so branden,/ als erl#;iuchten, dat | |
| vuͤl van dinen worden entfe;/ wiͤ vernam dich $’t kleine kint,/ dat noch douf was inde blint?/ ich meinen, dat it | |
| wise/ diner worde macht, dat ich si prise,/ <diͤ> dem kinde (des was kurte stunde,/ dat it allererest leven begunde)/ vuͤlung | |
| in siner můder lif enbinnen./ //We sagt, wiͤ selich $’t kint were,/ dat, e it sine můder gebere,/ ein so groʒ | |
| mei,/ als ich si zwei siͤn ind si zwei:/ din kint ind dich, diͤ da quamen,/ ind si zwei, diͤ #;iuch | |
| //Ei we möcht mir dit wort gesagen,/ dat můder ind kint ded samen wagen,/ dat so schiͤre bit so groʒer macht/ | |
| droud den vlůch,/ diͤ in al den jüdschen geslechten/ engein kint zůr werld enbrechten./ //Ouch verb#;iudet diͤ nature,/ dat einich menschlich | |
| verb#;iudet diͤ nature,/ dat einich menschlich creature/ bit dem magtdům kint müg brengen./ diͤ natur enwilt des niͤt verhengen./ //Nu sag | |
| $’s ewen vlůch verdriven?/ wilt du ouch magt sin inde kint dragen,/ du můst der naturen widersagen./ //Du muͤstes ouch in | |
| siden/ smaheit ind vlůch der gewonheit liden./ //Druͤgs du ouch kint al ane man,/ des niͤ vrowe willen gewan,/ we wer | |
| klar ind reine/ beid der engel ind der l#;iude,/ godes kind ind godes brüde./ //Diser geistlicher klarheit gelüst mich sere,/ wan | |
| irs hungers an im vergeʒʒen./ //Wiͤ sal man diͤ dri kinder loven,/ diͤ de küninc warp in sinen oven,/ so de | |
| oven,/ so de oven sivenveldich brande!/ he brand alein der kinder bande,/ damide si gebunden waren,/ it enrůrd si an kleidern | |
| wiʒʒen alein diͤ muͤderliche sinne,/ wiͤ diͤ můder $’t einich kint minne.#.’/ //We is $’t, de diser warheit lougene,/ so diͤ | |
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