Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
kint stN. (2246 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| kinden. Das vernam die frauw von dem Lack das die kint mager wurden und unfro weren, und erbarmet sie fast sere, | |
| unfro. Sie fraget sie warumb sie so unfro weren. Die kint forchten die jungfrauwe so sere das sieß ir nicht getorsten | |
| in dem hofe. Eins tags kam Lancelot und fraget die kint wer sie weren und wannen sie weren. So ferre kam | |
| kam es das Lyonel sprach das sie des konig Bohortes kint weren von Gaune. Da fragt er sie mit was abenturen | |
| hants herlich begunden, und dúncket mich wol recht das koniges kint getruwer sint dann ander lut!’ Lancelot ging zuhant zu syner | |
| beyde. Des wart die frauw fast unfro. Sie rieff den kinden beiden zu ir. Die kint waren mager und bleich, und | |
| fast unfro. Sie rieff den kinden beiden zu ir. Die kint waren mager und bleich, und waren in ir augen rot | |
| bleich, und waren in ir augen rot von weynen. ‘Lieben kint’, sprach sie, ‘was ist uch, das ir so unfro sint? | |
| irm herczen das das ein groß syen were von dem kinde, das es des so schier gedacht. Die frauw nam die | |
| zu einer jungfrauwen; das enwas aber dieselb nit die die kint bracht. Sie hieß sie das sie sich bereyt und riet | |
| Claudas wies umb yn stee, darnach umb des Bohortes zwey kint und darnach umb ir meyster. Ob allen dingen hutent uch | |
| frauw, ‘ir mußent úmmer den rat thun das ir der kind meister gesprechent. Seht hien der kinde gurtel und sagent yn | |
| thun das ir der kind meister gesprechent. Seht hien der kinde gurtel und sagent yn das sie wol farn weren das | |
| sie beid weren mit yn, und sagent yn das die kint nymer eßsens enbißen sitt der zitt das sie von yne | |
| stat von Gaune, und das groß wunder das der zweyr kind meister gemacht hetten: das der ein sprach, er wolt Claudasen | |
| und mit schießen, da erschrack sie fast sere umb der kind meister die dainn waren. Sie begunde fragen warumb das volck | |
| mir?’ sprach er. ‘Ich sag von des konig Bohortes zwein kinden von Gaune’, sprach sie, ‘der hie zu lande kónig was.’ | |
| zu Phariene und zu Lambeguse. Die jungfrauwe zauget yn der kinde gurtel. Da das Phariens sah und sin nefe, da wurden | |
| jungfrauw saget yn als yn ir frauw enbott, das die kint wedder eßsen noch truncken noch sie nymant getrösten kúnde, sie | |
| die jungfrau gesaget hett. Sie antworten im, mocht er die kint gezeygen, sie wolten yn gern mit gnaden laßen. Er ging | |
| mich nyrgent lant farn irs danckes, sie haben dann die kint zum ersten gesehen.’ ‘Entruwen herren, das getörsten ich off mich | |
| off mich nit nemen’, sprach die jungfrauw, ‘das ich die kint herre brecht. Wann wolt ir und uwer nefe mit mir | |
| mit mir farn und anders nymant, ich wolt uch die kint thun sehen; nicht me getare ich uch thun. Dißselb bevalh | |
| das myn nefe mit uch fare, der ist des jungsten kindes meyster. Mag er an dem finden, der die kint in | |
| jungsten kindes meyster. Mag er an dem finden, der die kint in gewalt hat, das er die kint wil laßen sehen | |
| finden, der die kint in gewalt hat, das er die kint wil laßen sehen ir ritter und ir búrgere, die sie | |
| mit sym nefen und mit der jungfrauwen, sie wolt die kint laßen sehen, das sie gesunt weren und wol faren. ‘Und | |
| das sie gesunt weren und wol faren. ‘Und wann die kint sint gesehen wol farende und gesunt, so wil ich ledig | |
| augen das ich anders nymant mit mir brecht dann der kinde meyster beyde. Das mir gebotten ist das getar ich in | |
| die jungfrauw $t und ging in die kammern da die kint beide inn waren. Die kint sprungen beyde off, und hießen | |
| in die kammern da die kint beide inn waren. Die kint sprungen beyde off, und hießen yn die kint beide wilkum | |
| waren. Die kint sprungen beyde off, und hießen yn die kint beide wilkum syn. Und Bohort greiff sym meister umb den | |
| wurde, solt er lange leben. Da nam die frauw beyde kint mit ir und reyt zu Terrache, alda Leonces von Paerne | |
| ir und reyt zu Terrache, alda Leonces von Paerne der kinde beyt biß er sie bespreche und gesehe. Da sie bereyt | |
| eßsen. Dwil das er wust das Lyonel und Bohort koniges kint waren, so enwolt er nymmer me mit yn geeßsen, biß | |
| mit im kemen. Lambegus sprach, es were gethan umb die kint zu behuten. ‘Bin ich dann sicher’, sprach er, ‘das ich | |
| ich nye verretern holt wart.’ Sie ritten beide zu den kinden. Da Leonces die kint sah, da lief er zu yn | |
| wart.’ Sie ritten beide zu den kinden. Da Leonces die kint sah, da lief er zu yn und kußt sie an | |
| sprach: ‘Eya edel frauw, durch gott von hymel haltent diße kint wol, sie waren werlich eins des túersten mannes kint und | |
| diße kint wol, sie waren werlich eins des túersten mannes kint und des getruwesten mannes der ye gesehen wart, on den | |
| Des wunderten sich alle dieß horten, wie ein so gethan kint so wißlich mocht gereden. Die frauw wundert allermeist, wo ers | |
| dem herren von Paerne: ‘Gůte, enhabent dhein sorg umb die kint, ich wen sie wol behalten und beschirmen vor allen mannen! | |
| //Ir moͤgent wol farn wann ir wolt, und sagent der kind frunde und wem irs sagen wolt, das sie wol farn | |
| das ir mich icht me fragent. Ich han auch die kint lieber dann ymant in der welt, on ir mutter; das | |
| das er on sorg sy und mit gemach lebe, die kint sollen ir lant wol wiedder gewinnen und anders gutes gnůng!’ | |
| das ir Lyonel hut nefe hießent, der eins edeln koniges kint ist und viel edeler man ist dann ymant wenet?’ ‘Frauw’, | |
| darumb weynen. Und han auch hören sagen das eynes vatter kint und eyner mutter die einen edeler sint dann die andern. | |
| von das kum: es were dann als viel, ob ein kint byderwer were dann das ander und húbscher und me mit | |
| ich der edelsten eyner bin der gesin mag.’ ‘Vil liebes kint’, sprach sie, ‘das sollen wir wol gesehen ob irs syn | |
| diße gedient, und weren sie noch zu eim mal koniges kint, sither das ich yn geglichen mag mit edelkeit oder mit | |
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