Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
kint stN. (2246 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| herczen hatt. Er sprach: ‘Dick schöner sun Dorin, vil liebes kint, ußermaßen schoner ritter, hett ir mir als lang gelebet als | |
| wann ein ritter der noch lebet! Ir zwen, vil liebes kint, hettet me gutes und wart me unerforcht und geminnet dann | |
| unerforcht und geminnet dann alle ritter die nu lebent. Liebes kint Dorin, schoner ritter, hettestu alle din leptag gelebet, du werest | |
| mit den augen nit mochtent angesehen, und sprachen, vil liebes kint, das keyn gut man sin augen solt laßen sehen schalckheit | |
| hort ich uch sprechen, vil lieber sun, das ich ye kint hort gesprechen. Vil liebes kint, doch ich herticlich wiedder dich | |
| lieber sun, das ich ye kint hort gesprechen. Vil liebes kint, doch ich herticlich wiedder dich thete, du wert mir doch | |
| Das was auch nicht mit all umb das ir myn kint warent, wann das ich uch so frumme sach und so | |
| die großen miltikeit die in uwerm herczen was. //Liebes myn kint, ich hett all myn alten sitten gewandelt durch dynen willen; | |
| durch dynen willen; ich enwart nye milte, das hettestu, liebes kint, wol gebeßsert, hett dich got laßen leben, mit diner großen | |
| das der ander teyl cleyn solt sin gewesen. Schone liebes kint, dißer zweyer stanthart wert du eyner, und der konig Artus | |
| welt allesampt angestorben ist mit dem tot der myn liebes kint hůt zurbrochen hatt. Wann nu keyn man wedder gott gestritten | |
| sin lút gesamelt hett, so wolt er komen und die kint mit gewalt nemen und yn beiden ir lip thun nemen. | |
| anstoßen und yn verbrennen darinn, oder er múst yn beide kint in ir gewalt geben. ‘Wir han auch viel me lút | |
| tusent gewapenter manne von rittern und von burgern und ir kinde, beide zu roß und zu fuß. Da sie vor den | |
| wolt das er im heruß gebe des konig Bohortes zwey kint. ‘Herre Phariens’, sprach Claudas, ‘ir sint doch myn man, und | |
| nicht komen zu teydingen; wann ich wil úber ein die kint haben, der ich lang gehút han. Dasselb heischent uch diße | |
| herren allsament die mit mir hie sint. Als wir die kint inne han, habent ir dann uff uns icht zu sprechen, | |
| nicht mocht gestriten, und das er im zu letst die kint must wiedder geben. Nochdann gedacht er das er sie wolt | |
| kranck syn hilff was, nochdann hett er sich unberaten die kint wiedder zu gebene, so das man im darumb laster spreche. | |
| sprach Phariens, ‘ir teidinget alles vergebens, ir mußt uns die kint heruß geben, es sy uch lieb oder leyt! So rat | |
| diß alles geschehen ist, so mußent ir uns doch die kint wiedder geben, oder ir mußet dot verliben, wann ir des | |
| döten.’ ‘Nu thunt allesampt darumb was ir gethun mögent, die kint enwerdent uch nymer wiedder, ir engewinnent mirs mit gewalt an, | |
| trúw zu behalten die ich im gegeben han. Mynes herren kint bin ich schuldig zu beschirmen allenthalben und zu behuten wo | |
| der in der welt lebett. Ich wil uch zuhant beyde kint in uwer gewalt geben. Ir solt auch wol wißen furwar: | |
| auch wol wißen furwar: und hett ich uch und beyde kint zu Bohories, so enschehe uch nymmer argk von mynenthalben, ir | |
| und nicht me enfechten $t noch enstritten, er wolt die kint allzuhant holen. Claudas ging in den pallast und Phariens mit | |
| den pallast und Phariens mit im; er hieß bald die kint furbringen. Da er das wort volle gesprach, da viel er | |
| den luten in onmacht was gevallen. //Da bracht man zwey kint erfúr geleytet. Da ducht alle die sie mit den augen | |
| ducht alle die sie mit den augen sahen, wieß die kint weren, und waren zwen winde. Claudas gab sie zuhant Phariense, | |
| winde. Claudas gab sie zuhant Phariense, und da er die kint ersah, da gedacht im synes sunes und macht großen jamer. | |
| und leyte sie hinweg und wonde sicherlich das es die kint weren. Er geleyt sie mit großen eren und mit mengem | |
| Claudas ist! Ich wene auch wol furware das er die kint nie behielt off das das er sie döten wolt.’ Sim | |
| yn wonden haben. Da die jungfrauw von dem Lack die kint beide zu herberg bracht und ir zaubery wiedder deth: das | |
| ir zaubery wiedder deth: das wind waren gewesen das wurden kint, und das kint waren gewesen das wurden wind, – da | |
| deth: das wind waren gewesen das wurden kint, und das kint waren gewesen das wurden wind, – da das Phariens ersah, | |
| geschah da die jungfrauw $t des ersten nachtes mit den kinden zu herberg kam und den kinden zu eßsen solt geben; | |
| ersten nachtes mit den kinden zu herberg kam und den kinden zu eßsen solt geben; da wiedder det sie ir zaubery | |
| geben; da wiedder det sie ir zaubery das man die kint wol bekant, also det man auch die winde zu Gaune | |
| getötet hett und das er yn die wind fur die kint gegeben hett, und wart so leidig das es groß wunder | |
| zu stucken hauwen. Sie sprechen das ir des konig Bohorts kinde zu tode habent geschlagen und habent yn da fur gegeben | |
| noch vierczig jar gelebet, sie weren ein blum vor allen kinden. Sie waren zehenjerig und waren wiser dann vierczigjerig man. ‘Sint | |
| Nu weiß ich wol das sie mit yren listen die kint hatt hinweg gefurt. Ich weiß aber nicht ob sie mirs | |
| off den heiligen mit allen mynen luten das ich die kint wedder erdötet noch gefangen han, oder ich wil in uwer | |
| das ich unschuldig bin. Vernempt $t ir auch das die kint gesunt sint und wolfarnd, so wil ich das ir mich | |
| sprach Phariens, ‘es ist ware als man spricht, das in kindes herczen selten sampt geherberget sint groß wißheit und große frumkeit. | |
| die in der capellen sint, so ensint des konig Bohorts kint nit dot von mym rat noch von myner lúte, noch | |
| uch in gefengniß neme, biß das man gefreische ob die kint leben oder tot sint. Ir hant mir auch gesichert und | |
| gefengniß wesen, biß wir wol gefreischen wie es mit den kinden stee. Der ein von dißen dryen sol syn der herre | |
| wolt, biß man die warheit erfriesch wie es umb die kind stúnd, wedder sie lebten oder dot weren. ‘Das wil er | |
| umb ir meister beide, so lieb waren sie den beyden kinden. Das vernam die frauw von dem Lack das die kint | |
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