Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
juncvrouwe swF. (1578 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| von drien gaben der wisheit; von dem steine; von der jungfroͮwen lob, das ist die cristanheit</KAP> Alse man das liebe kint | |
| mit dem ewigen liehte. Uf dem steine stůnt dú allerschoͤneste juncfroͮwe, die ie wart gesehen sunder únser lieben froͮwen Sante Marien, | |
| von den oͮgen. Dirre edelstein das ist cristan geloͮbe. Die juncfroͮwe stůnt uf zwein fuͤssen; der eine ist das bant, der | |
| muͤssent, die der heligen drivaltekeit gerůchent. Do vragete ich die juncfroͮwen, wie das were, das si ir swert in der linggen | |
| von herzen ansehent, so mag kein grosser froͤde geschehen. Dise juncfroͮwe treit oͮch uf irme hoͮbet ein cronen, dú ist gewúrchet | |
| nu von hinnan zů dem himmelriche gevaren sint. In dirre juncfroͮwen herze inwendig sach ich einen lebenden brunnen entspringen, da zů | |
| si wurden sehende und schoͤne gesunt. Do fragete ich die juncfroͮwen, wer si were. Si sprach: «Ich bin die, die du | |
| wir haben bede einen brútgoͮme.» Dis ist der seligen pfaffen juncfroͮwe, die si so dikke lieplich anschoͮwent. Die ander wisheit ist | |
| doͤrt minte, ir komment doch nit har in; mere dú juncvroͮwe, dú zwoͤi ding wil tůn, der wil ich zwoͤi ding | |
| heligen drivaltekeit in der ewigen hoͤhin. Darumbe mohte der reinen juncfroͮwen geist in den himel nit komen, wan Adam hatte den | |
| lute und ladeten únseren herren sere har nidere. Mere disú juncfroͮwe zoh únsern herren har nider mit einer suͤssen stimme ir | |
| har nider in einem himelschen liehte. Das lieht bevieng die jungfroͮwen alumbe und der engel hatte alsolich gewete, das ich des | |
| umb iren lichamen zesamne. In disú tůch want dú cleinliche jungfroͮwe den grossen heilant und leit in in die krippfen; do | |
| sine wunne und allen sinen gewalt. <FOLIO>(89#’v)</FOLIO> Do wart dú jungfroͮwe betruͤbet und das kint wart hungerig und kalt. Do můste | |
| wille und des heligen geistes wollust. Do neigte sich dú jungfroͮwe mit muͤterlicher liebi in m#;eagtlicher $t zuht zů irme gepingetem | |
| werlich konde vinden nothaft. Das waren verarmete weisen und reine jungfroͮwen, die kamen da mitte zů der e, das man si | |
| reinegent und lerent. Der fúnf<FOLIO>(93#’r)</FOLIO>te sun das waren die reinen jungfroͮwen, die ir kúscheit dur gottes liebi hant behalten; die moͤgent | |
| herre: «Dise cronen hat er darumbe gewunnen, das er siben jungfroͮwen an ir kúscheit behielt mit manigen arbeiten alleine dur mine | |
| Die sere minnen unde <FOLIO>(97#’v)</FOLIO> megde sint, das sint die jungvrowan von Seraphin. Minne, din helig barmherzekeit dú tůt den túfelen | |
| hernider kamen zwoͤi scharen in einer procession, $t das waren jungvrowen und engel. Die jungvrowen bezeichent tugende, da ein mensche gotte | |
| in einer procession, $t das waren jungvrowen und engel. Die jungvrowen bezeichent tugende, da ein mensche gotte mitte gedienet hat; die | |
| alsus fúr únsern herren kam, do was si glich einer jungfroͮwen. Do sach ich si an und ich sach oͮch, das | |
| sere. Do sprach únser herre: «Nu sich! Gezimet mir disú jungfrowe wol in minem ewigen brútbette ane ende ze minnende und | |
| noch nit lasse vallen in das ewig abgrúnde. Aber die jungfroͮwe, in der lichame ich ze herberge was, do ich us | |
| von der heligen gotheit kam in ires sunes menscheit, dú jungfroͮwe ist ein beschirmerin aller kúscheit und ein klagerin der bekorten, | |
| und m#;eagetlich ere behalten, also vil glichen wir den heligen juncfroͮwen, die den waren sig nit verloren hant. Alse vil als | |
| <N>XXIX</N>. Von einer lere <N>XXX</N>. Ein gebet wenne man die juncfroͮwen croͤnet <N>XXXI</N>. Von einer clage <N>XXXII</N>. Wie des gůten menschen | |
| alle súnde <N>XLVIII</N>. Wie die minne wart gesehen mit iren jungfroͮwen <N>XLIX</N>. Von einem leiebrůder <N>L</N>. Von der pinlichin gabe gottes | |
| Wie man sich bereiten sol ze gotte <N>LXII</N>. Wie die jungfroͮwen dienent ir vrowen der kúneginne <N>LXIII</N>. Gottes wille ist ein | |
| und bi ime sin erlichú můter Maria mit allen iren juncfroͮwen, die dem lambe volgen soͤllent. Sant Johans_Baptiste der wirt da | |
| sibende kor: «Wir loben dich, herre, mit der kúscheit aller juncfroͮwen.» Der ahtode kor: «Wir loben dich, herre, mit der fruht | |
| bruchunge ist unsprechlich. Do sprach er: «Nim dise cronen der juncfroͮwen.» Do kam die crone von im unde gieng uf ir | |
| des vroͤwe ich mich.» Do antwúrt únser herre alsus: «Die jungfroͮwen, die mir lange gedienet habent, die soͤnt mich loben.» <KAP><N>X</N>. | |
| liebú Maria,/ das du bist ein wisse lylie der diemuͤtigen juncfroͮwen./ Ich gruͤsse dich vrowe, liebú Maria,</VERS>/ und gedenken, wie dir | |
| so wirstu vroͤden riche. <KAP><N>XXX</N>. Ein gebet, wenne man die jungfroͮwen croͤnet</KAP> Enpfahe, herre, dine brúte und begegene in mit den | |
| die sinkende diemuͤtekeit und <FOLIO>(147#’v)</FOLIO> die vliessende minne, dise drie juncfroͮwen $t bringent die sele uf ze himmele vúr got; und | |
| senftem gemuͤte. So smeket man siner guͤtin. Die reinen minnenden juncfroͮwen die soͤllent vúrbas volgen dem edeln jungelinge Jhesu_Christo, der reinen | |
| er was von ahtzehen jaren; so ist sin persone den jungfroͮwen allerminnenklichost und er ist allerschoͤnost. So volgent si ime mit | |
| hast mir heleklich gevolget und getrúweklich gedienot; du solt der juncfroͮwen crone tragen, die cronen der rehtekeit und die cronen der | |
| mag wesen. <KAP><N>XLVIII</N>. Wie die minne wart gesehen mit iren jungfroͮwen</KAP> In der naht sprach ich alsus ze únserm herren: «Herre, | |
| Si hatte mit ir vil manige tugent, die warent alle jungfroͮwen glich; da mitte diente si mir, ob ich selber wolte. | |
| nit alleine din vroͮwe wesen, ich můste oͮch din stetú juncfroͮwe sin; also sere lustet mich eins lutern herzen, das sich | |
| das es doch den menschen nit ze herzen clebet. «Liebú jungfroͮwe, sit du mir so lange hast gedienet, das ist der | |
| das ist der snoͤden vrowen reht, das si der edeln jungfroͮwen erlichen lonet. Ich habe dir ze lone #.[alles gegeben#.], das | |
| begert; nu hastu mich des jungesten gewert. Sprich oͮch minen jungfroͮwen zů, das si dir vlissekliche dienen. So mag ich bliben | |
| bin. Deus caritas est.» So sprichet dú sele der ersten jungfroͮwen zů, der rúwe: «Vroͮu warú rúwe, koment har zů mir | |
| ist ze allen ziten bi der minne und ist aller jungfroͮwen meisterinne; $t si behaltet, swas die minne git; si machet | |
| gerne ungelobet in aller lúten gegenwertekeit. Nu bin ich mit jungfroͮwen wol besessen. Noch sint zwoͤi, der wil ich nit vergessen: | |
| zwoͤi soͤllent iemer bi mir wesen; so moͤgent alle mine jungvrowen irs ambahtes wol enpflegen. Ich danke dir, liebú gottes minne, vroͮwe | |
| růwen. Har an wil ich mich vroͤwen. <KAP><N>LXII</N>. Wie die jungfrowen dienent ir vrowen der kúnegin</KAP> Alse die rede wart geoffenbaret | |
Ergebnis-Seite: << 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 >> |