Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
juncvrouwe swF. (1578 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| morgens frů ritten sie wiedder off ir straß, und die jungfrauw bat Lancelot das ers durch got dete und verzieg off | |
| von syner niffteln huß von der Wißen Burg, zu der jungfrauwen die in dem Jemerlichen Thorn was, das er ir das | |
| Da kam der knecht innwendig des thornes und fand die jungfrau; da gab er ir das wortzeichen von syner frauwen von | |
| herczogen irm neven hulff alles das er sie bethe. Die jungfrauw sprach, sie wolt es gern thun durch yren willen. Alsus | |
| da wolten sie im das heubt abslagen. Da sprach die jungfrau von dem thorn das sie des nit endeten, sie solten | |
| was. Nöde ließen sie yn leben, doch volgeten sie der jungfrawen und leiten yn inn gefengniß. – Nu swiget die history | |
| das er uff der stet dot were. Da qwam die jungfrauwe von dem torn darzu gelauffen und halff im das sie | |
| er mit mym herren Ywan in gefengniß gelaht, und die jungfrau band im sin wunden wiedder zu. – Nu schwiget die | |
| sie. Da reit er zu einer postern durch, und die jungfrauwe, die mim herren Gawan so vil gutes het gethan, besloß | |
| off henden und uff fußen geyn der thur, die die jungfrau besloßen het die off dem thorn lag und sah irs | |
| der thure von dem thorn in unmacht ligende; und die jungfrau lieff bald hernider und bracht im ein gut schwert. Da | |
| dan ich selber!’ Das sprach er darumb das im die jungfrauw untruw hett gethan mit dem swert; er wust furwar wol | |
| schwert dot mocht slagen dann dasselb schwert, und hets der jungfrauwen zu halten geben, wann ers nymant als wol getruwet als | |
| mocht, es wer dann Lancelot alleyn.’ Mit dem kam die jungfrauw und bracht ein leiter, da er in den kerker mit | |
| bald heruß gan. Da kam er uß und bekant die jungfrau an der sprach; er vil ir zu fuß und bot | |
| sprach @@s@Lancelot das sie beid dot weren, ob im die jungfrauw das schwert nit gegeben hett, da im sin schwert gebrochen | |
| ‘Nu wil ich jen zehen ritter gan bitten’, sprach die jungfrauw, ‘das sie uch ungestritten laßen riten wo ir hien wolt.’ | |
| dienst enpfahen. $t ‘Nu holt uwer zwen gesellen!’ sprach die jungfrauwe und leitet sie zu yn. Da sie myn herr Ywan | |
| das darinn was mit Lancelot und mit sinen gesellen. Die jungfrau bot dem konig die slußel uff, und furten Caracados heubt | |
| beide dot, ich und uwer neve, und hett uns diß jungfrau nit geholfen; darumb bitt ich uch durch mines dinstes willen | |
| ‘Ich wil sie ir sere gern geben.’ Da knyet die jungfrauwe fur im und kußt im den fuß. In denselben tagen | |
| geßen hett und groß freud da was, da qwam die jungfrauwe die Morge mit Lancelot dar hett gesant und mante yn | |
| keme. ‘Ich wils gern thun’, sprach er und ging zur jungfrauwen von der burg und hiesch ir sin wapen. Da wapent | |
| wart das er daran nit prúfet: sie nam ein ir jungfrauwen und sant sie zu des konig Artus hof, der noch | |
| vernemen. Sie saget ir botschafft nach irem willen. Und die jungfrauw kam zu Lundres fur den konig und grußt yn von | |
| kumen was und des koniges gesellen allesampt, ‘herre’, sprach die jungfrau, ‘ich wil das ir mich sicher thút das mir darumb | |
| sie hörn, sine botschafft.’ ‘Ich wil uch des sicher thun, jungfrau’, sprach der konig, ‘saget an in gottes namen!’ ‘Das sag | |
| sie in unmacht. Da sprang Galahut uff und bat die jungfrauw das sie im durch got die warheit seyt. ‘Das sag | |
| und sie yn wiedder.’ Lionel sprang off und wond die jungfrauw griffen. Des wart Galahut geware, der sinen mut wol bekant, | |
| ‘Numene herre’, sprach er, ‘was wolt ir thun? Laßt die jungfrau yren willen sagen, myn herre der konig hat sie selb | |
| ir bösen fried habet gegeben.’ ‘Ir mögent wol furbas sprechen, jungfrau’, sprach Galahůt, ‘was ir wolt, myn herre hatt uch guten | |
| ziehen, ee dann er diße rede gesagt hett die diße jungfrauw zu hof bracht hatt. Des jehen ich aber wol, das | |
| were lebende und gesunt, ob das ware were das diße jungfrau uns zweyn gesagt hatt. Der wil der nems verúbel, der | |
| wib gekaufft hett, ob es uch beiden lieb were.’ Die jungfrauw wart ußermaßen unfro da sie hort das er sich zur | |
| konig hieß myn hern Ywan mit ir riten. Und die jungfrau reit wiedder zu ir frauwen, und myn herre Ywan geleit | |
| Also ervolgeten die dri gesellen myn herrn Ywan und die jungfrauw, und myn herre Ywan fregt war sie hien wolten. Sie | |
| der suchung mit den andern dryen. Da baten sie die jungfrauwen das sies durch got dete und sie zu weg wißte | |
| allein ritte.’ Also ritten sie sprechende biß nacht, und die jungfrau furt sie zu einer ir niffteln huß, da sie sere | |
| herberg. Des nachtes da die vier gesellen slafen waren, die jungfrau saß uff ir pfert und reit ir straß, so das | |
| die vier gesellen, und die wirtin saget yn das die jungfrau lang enweg were. Da begund Lionel doben und zeich die | |
| hett. Also waren die gesellen ußermaßen unfro und sprachen, die jungfrau were nemelich darwert da Lancelot in gefengniß lege. Sie saßen | |
| under der porten von frauwen und von rittern und von jungfrawen. Mitten im tancz stund ein baum, und hing ein schilt | |
| fur ein cleine burgk geritten die sere veste was. Zwo jungfrauwen stunden uff der burg, die myn herren Gawan sere wol | |
| herre Gawan wie er zum karch komen was, und die jungfrauwen schulten yn ußermaßen sere und fragten yn wie er komen | |
| wart. Er bleib also uff dem bette ligende, und der jungfrauwen eyne qwam zu im, und was ir sere unwert das | |
| hant das uwer augen ie gesahen!’ ‘Were es noch schöner, jungfrau, so lege ich noch gerner daruff.’ ‘Das sol ich schier | |
| dem qwam myn herre Gawan zu im und die ander jungfrauwe, und baten yn das er qwem eßsen. Lancelot sprach, er | |
| mantel. ‘Ir soltent zu recht wol siech sin’, sprach die jungfrauw, ‘wustet ir was schand were, und auch sterben!’ Sie nam | |
| geuneret were. Da saß myn herre Gawan nyeder und die jungfrauwen und aßen, und die ander jungfrauw trug im zu eßsen | |
| Gawan nyeder und die jungfrauwen und aßen, und die ander jungfrauw trug im zu eßsen uff das bette da er saß, | |
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