Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
juncvrouwe swF. (1578 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| myn frau verriet.’ Da wart mym herren Gawan ußermaßen zorn. ‘Jungfrau’, sprach er, ‘werent ir in myns des konigs geleid hie | |
| blieb, ich bestúnd ee zwen ritter.’ ‘Herre ritter’, sprach die jungfrau, ‘ich wust uwern namen gern, ir berúmet uch so sere | |
| umb so hohe sach als diße ist icht vechten mögent.’ ‘Jungfrau’, sprach er, ‘bin ich nit vollen darczu gut, man findet | |
| gefraget wart: man heißt mich Gawan des koniges neve.’ Die jungfrau begund sere lachen. ‘Werlich myn herre Gawan’, sprach sie, ‘ich | |
| hett er ummer laster und schand.’ ‘Herre ritter’, sprach die jungfrau, ‘hant ir myns herren Gawans icht groß angst, kument ir | |
| von Kaer, der was ritter ee uwer vatter geborn wart.’ ‘Jungfrau’, sprach der konig, ‘diß ist ein hohe sach, und ich | |
| sie sich ferre múwe. Ir solt auch uwer frauwen sagen, jungfrau’, sprach er, ‘ob sie unrecht $t an dißen teydingen hatt, | |
| konig, ‘und bringent beidenthalb uwer hilff dare!’ ‘Herre’, sprach die jungfrau, ‘ich bit uch das ir mich ußer uwerm lande geleident.’ | |
| forchten das sie unrecht hett durch die wurtzeichen die die jungfrau dem konig gesagt hett, und wusten nit das Bertelac @@s@der | |
| alt was und gut ritter was gewesen, und behilten die jungfrauwen fur ir frauwen. Da dichtet Bertelac den brieff und santen | |
| hals, sin stim sol syn cleyn und schamlich als eyner jungfrauwen stymm, sin schultern und sin rucke sollen sin eins olbenden, | |
| zu eyner statt zu stende; sin buch sol syn eyner jungfrauwen, reyn und kusch, und heubt, es sol auch stercker syn | |
| dißen. Sin stimme soll senfft syn und cleyn als einer jungfrauwen, sin lichnam reyn und kúsch on flecken. By dem das | |
| ummer me in myns herren des konigs lant keme. Keyn jungfrau wart nie also schamhafftig als er ist, das weiß ich | |
| det imselber dick geselschafft mit iren frauwen und mit iren junckfrauwen und mit yren rittern, so das sie yn ducht die | |
| Der knap halff im das er entwapent wart, und ein jungfrau bracht im ein pfellinen mantel uß einr kamern mit einer | |
| bin ein arme maget und diene der frauwen hieinne.’ ‘Werlich jungfrauw’, sprach der herczog, ‘das ir arm sint das ist schade, | |
| rich als schön ir sint, das wer groß frůme.’ Die jungfrauw ging hinweg, und der herczog saß nieder uff ein schön | |
| saß bi yne; da sah er wol hundert der schönsten jungfrauwen von aller der werlt uß derselben kamer komen. Die frau | |
| uberwinden, so kument ir zum thorn, da findent ir ein jungfrau inne, die solt ir mir grußen und solt ir sagen | |
| ir mir grußen und solt ir sagen das sie die jungfrau $t von der Wißen Burg grüß, und bittet sie das | |
| Da nam der herczog urlob zu syner niffteln und zun jungfrauwen und reit mit dem knecht gein dem Jemerlichen Thorn. – | |
| darnach wo vier sariande ein roßbar brachten gefurt, und ein jungfrauw saß zun heubten mit schwarczen cleidern ußermaßen unfrölich. Die roßbare | |
| er. ‘Des wil ich nit thun, herre’, sprach sie. ‘Warumb jungfrau?’ sprach er. ‘Das sage ich uch, herre’, sprach sie, ‘da | |
| als es recht ist, das mögent ir thun.’ ‘Ja ich, jungfrau’, sprach er, ‘ich wils versuchen, das enwirt mir nymer zu | |
| verwißen @@s@das er also von mir fare.’ Da hieß die jungfrau das bloch nyder seczen, und myn herre Ywan stunt ab | |
| die recht schultere. Da wolt ern uß thun, und die jungfrau sprach, er must zu allererst schwern. Da schwur er als | |
| must zu allererst schwern. Da schwur er als im die jungfrau vorsprach. Darnach nam er den ritter so er behendeclichst mocht | |
| herre Ywan wart ußermaßen zornig. ‘Weiß got, herre’, sprach die jungfrauw, ‘nu ist es erger dann ee!’ ‘Werlich jungfrau’, sprach er, | |
| sprach die jungfrauw, ‘nu ist es erger dann ee!’ ‘Werlich jungfrau’, sprach er, ‘mir geschicht alrecht, ich darff mich zu guten | |
| gesagt han!’ und reyt zornig und unfro furbas, und die jungfrau fur zu Lundres wert. – Nu schwiget die history von | |
| farnde die myn herre Ywan gesehen hett. Lancelot grußte die jungfrau, $t und sie gnadet im. Da fraget er wer off | |
| das sie myn herren Ywan meynt. ‘Er ist myn geselle, jungfrau’, sprach er, ‘darumb were mir leit das er schande allein | |
| im versuchen.’ Da saczten sie das vaß nieder als die jungfrau hies, und Lancelot schwur den eydt. Da stunt er ab | |
| Du hast mich von großem unglucke erlößt.’ Des was die jungfrau ußermaßen fro und sprach: ‘In rechten truwen, du magst wol | |
| zitt dalang me.’ So lang bat er yn und die jungfrau biß das er sprach, er dete, und fraget was die | |
| were die er gehört hett. ‘Enruchet uch, herre’, sprach die jungfrauwe, ‘was das sy! Es waren ockers túfel, die den rittern | |
| sprach er, ‘ein blum aller ritter!’ Da qwamen frauwen und jungfrauwen viel und entwapeten Lancelot, und der siech ritter wart mit | |
| muter gedödet haben und myn schwester geuneret haben, die schonsten jungfrau die in dißer welt ist.’ Da reit myn herre Ywan | |
| hien und sah wo vier dieb stunden und wolten die jungfrauw uneren. Er warff die glene under den arm, und der | |
| das roß. Da nam er urlob zur frauwen und zur jungfrauwen, und der knapp reit wol zwo milen mit im, biß | |
| allen uff gekeret. Er reit hinweg furbas und fand ein jungfrauw bi den zöpffen an eim baum hangen, und die hende | |
| das sie nit me mocht. Er hielt und besah die jungfrauwen $t und wust nit ob sie dot was oder lebete. | |
| er hett sie dann beide erlößt. Da reit er zur jungfrauwen, und sie schrey da sie yn bi ir hort. ‘Ay | |
| hie, er solt mich schier erlößt han!’ ‘Wie heißt er, jungfrau?’ sprach er. @@s@‘Er heißt Gawan, durch des willen ich diß | |
| der dort an jhem stecken gebunden stet, dann umb michselben.’ ‘Jungfrauwe’, sprach er, ‘durch mins herren Gawans willen wil ich uch | |
| zu dem ast und húw yn abe, so das die jungfrauw ongeqwetst nyder qwam; er loßt sie von dem ast, und | |
| geschicht númer, ob gott wil’, sprach er, ‘das ich keyner jungfrauwen die zöpff abschnid!’ und hort mit dem wo yn der | |
| das groß und starck was, und reit er wiedder zur jungfrauwen und loßt sie uberall von dem ast. Darnach wolt er | |
| der ritter der mym herren Ywan geholffen hett reit zur jungfrauwen und furt sie in das pavilun; da reit er wiedder | |
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