Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
juncvrouwe swF. (1578 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| die stat gewúnne. ‘So laß den ritter riten mit der jungfrauwen’, sprach der vatter, ‘wir sollen beide nach im riten, und | |
| gibe!’ Also lobet es der sun, und Lancelot furt die jungfrauwe mit im hinweg, und ritten also biß an den abent. | |
| funden sie ein closter, das ußermaßen alt schein, und die jungfrauw fragt Lancelot ob sie da herbergen wolten; der meister von | |
| sunde, die din vatter der konig Ban det mit einer jungfrauwen sither das er din mutter gekaufft het, das gab dir | |
| Da nam er urlob und reit sin straß mit der jungfrauwen, die dannoch wol zwo mile mit im reit. Und der | |
| der ie schilt umb den hals gefurt. Da sprach die jungfrauw das er ir urlob gebe, sie wolt wiedder heim riten, | |
| namen nu wol, darumb sie im lang gevolget hett. ‘Gut jungfrau’, sprach er, ‘wer hatt uch minen namen gesagt?’ ‘Das det | |
| ich mit schanden ummer solt leben!’ @@s@//Mit dem qwam ein jungfrauw fur Lancelot geritten die sere schön was, und viel im | |
| ‘Ai edel ritter’, sprach sie, ‘erbarme dich uber ein arme jungfrawe, die dich suchet zun meisten nöten dar sie ie yn | |
| zun meisten nöten dar sie ie yn kam.’ ‘Stent uff, jungfrauw’, sprach er, ‘und saget uwern willen!’ ‘So bitt ich uch, | |
| wolt, und gebt mirn.’ ‘Ich wil uwer bete gern thun, jungfrauw’, sprach Lancelot, ‘wann ich nye keyner jungfrauwen kein bete versagte | |
| bete gern thun, jungfrauw’, sprach Lancelot, ‘wann ich nye keyner jungfrauwen kein bete versagte die mir an myn ere nit ging; | |
| sie bat yn das er ir des ritters heubt geb. ‘Jungfrauwe’, sprach er, ‘ich wonde das ir im den lip behalten | |
| der ritter ußermaßen sere und bat Lancelot das er der jungfrauwen nit gleubet, sie haßet yn ußermaßen sere uncz an den | |
| Lancelot sere bekúmmert; der ritter bat im gnade, und die jungfrauw bat yn das er ir gelobet hett. Yne beiden het | |
| mich verschult hat, wann also als barmherczikeit $t heischet. Diße jungfrau hat mir ein bete gebeten, die ich ir nit versagen | |
| heubt abe sere wiedder sinen willen und gab es der jungfrauwen. ‘Große gnad, herre!’ sprach sie, ‘ir @@s@solt das furware wißen | |
| Da warff sies inne und bevalh es dem túfel. Die jungfrau was Meleagans schwester, und der ritter hett sie wiedder ir | |
| ein armes lendelin gegeben verre von yn. Herumb haßet die jungfrauwe den ritter, und haßet yn auch daruber das er sie | |
| also mocht sie des ritters einig werden. Alsus gedacht die jungfrau uber den ungetruwen verreter; und die history schwiget von im | |
| fingerlin worden were. Und sie saget im wie irs ein jungfrau von sinen wegen bracht hett, und allen den wunder den | |
| diͤ selicheit geschiͤ,/ dat ich min liͤven levend gesiͤ./ ////Kumt, juncvroun van Syon,/ kumet, der genoʒ ich bon!/ bit trurgen herzen | |
| vinden $’n brüdegume./ niͤmer $’n werden ich anders vro./ reine juncvroun, důt ouch also,/ sit mim sun ind mir gelich,/ wilt | |
| in recke,/ diͤ tragen ind diͤ muͤden trecke,/ diͤ slafrige juncvroun guͤtlich wecke,/ engein vlecke si niͤt $’n bevlecke./ ir helpenbein | |
| godes hůd,/ als si ded ind sint hat behůt/ manich juncvrow rein ind gůt./ //Ind of ich nu sal mich selven | |
| so můs man es lassen. So sprichet der bluͤjende got: «Juncfroͮ, ir muͤssent úch neigen.» So erschrikket si und beweinet ir | |
| sele suͤsser urdrutz claget der minne ir not: «Eya allerliebeste jungfroͮwe, nu hast du lange min kamererin gewesen, nu sage mir, | |
| «Swig, liebe, und sprich nút me, genigen si dir, aller juncfroͮwen liebeste, von allen creaturen und von mir. Sage minem lieben, | |
| schoͤner loptanz. So kumt der jungeling und sprichet ir zů. «Juncfroͮwe, alsust fromeklich sont ir nach tantzen, als úch mine userwelten | |
| «Gerne mit dir, #.[noͤte von dir#.]!» So sprichet der jungeling: «Juncfroͮwe, dirre lobetantz ist úch wol ergangen, ir súllent mit der | |
| da soͤnt ir úch mit im erkuͤlen.» So sprichet dú jungfroͮwe: «O herre, das ist úbergros, das dú ist din minnegenos, | |
| went ir úch minnekliche kuͤlen, so neigent úch in der jungfroͮwen schos zů dem kleinen kint und sehent und smekent, wie | |
| und ist gekroͤnet mit der ewekeit. Die brut hat vier jungfroͮwen. Die eine ist minne, die leittet die brut, die ist | |
| der unahtberkeit und ist gekroͤnet mit der hoͤhi. Die dritte juncfroͮwe ist rúwe, dú ist gekleidet mit den wintrúbelin und ist | |
| den wintrúbelin und ist gekroͤnet mit der vroͤde. Die vierde juncfroͮwe ist erbarmherzekeit, $t die ist gekleidet mit der salbe und | |
| verre gan./ Dú minne mag nit wol vergan,/ swa die juncfroͮwe dike nach dem jungelinge gat./ Sine edel nature die ist | |
| Do sprach der helig geist zů der sele: «Eya edelú juncfroͮwe, bereitent úch, úwer lieber wil komen.» Do erschrak si und | |
| sturbe gerne von minnen.» Si sach sich oͮch einer edeln juncfrowen glich und trůg uf irm hoͮbet ein schapel von golde | |
| ein menlich man an dinem strite, du bist ein wolgezieret juncfroͮwe in dem palast vor dinem herren, du bist ein lustlichú | |
| und wie si lobent die IX koͤre</KAP> An einer heligen juncfroͮwen tag Sante Barberen enpfieng swester Hiltegunt ir ere. Das wisete | |
| den himelschen win. Werlich, das tet er und sprach: «Du jungfroͮwe, $t gehabe dich wol! Die groͤssi mines wunders sol úber | |
| ein menschlich tot./ Ich sůche dich mit gedanken/ als ein juncfroͮwe verholn ir liep./ Des můs ich sere kranken,/ wan ich | |
| und rehtekeit <N>XXIII</N>. Die kraft der gerunge benimet dú wort. Jungvrowen mag got nit enbern. Gottes angesiht umbevahen und sin lust | |
| min langú beitunge, ich můs dich aber leren: Die edeln juncfroͮwen kostet ir zuht vil sere; si muͤssent sich twingen an | |
| gab got Ade von herzeklicher liebi ein gezogne, edel, kleinliche jungfroͮwen, $t das was Eva, und teilte ir mitte sines suns | |
| wandeln alle dine wege und ich wil dir eine reine juncfroͮwen zů einer můter geben, das du die unedel menscheit dest | |
| dú warheit.» <KAP><N>XXIII</N>. Die kraft der gerunge benimet die wort; jungfrowen mag got nit enbern; gottes angesiht, sin umbevahen und sin | |
| mir benomen die stimme der worten.» Do sprach er: «Die juncfroͮwen koͤnnent nit wol vrien, wan ir schemme ist von nature | |
| der wisheit; von dem steine; von dem lop; von der juncfroͮwen lop, das ist dú cristanheit <N>IV</N>. Von zwein ungelichen wegen; | |
| dem trone uf dem stůle solt du alleine die hoͤhste juncfroͮwe sin und ich der schoͤneste jungeling bi dir.» Do sprac | |
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