Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
juncvrouwe swF. (1578 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| müget erkennen/ wer dirre âventiur hêrre sî:/ der hielt der juncfrouwen bî./ ___ir rôter munt sprach sunder twâl/ "deiswâr du heizest | |
| goltvaz./ ein ritter sich an mir vergaz,/ daz er die juncfrouwen sluoc/ durch daz si lachens mîn gewuoc./ mich müent ir | |
| in die kuofen sân./ //___ine weiz wer si des bæte:/ juncfrowen in rîcher wæte/ und an lîbes varwe minneclîch,/ die kômen | |
| dolter freude und eise,/ tumpheit er wênc gein in enkalt./ juncfrouwen kiusche unde balt/ in alsus kunrierten./ swâ von si parlierten,/ | |
| frouwen schemn,/ vor in wolt erz niht umbe nemn./ die juncfrouwen muosen gên:/ sine torsten dâ niht langer stên./ ich wæn | |
| der hant./ sîns rüefens nam dâ niemen war,/ wan ein juncfrouwe wol gevar./ ûz einem venster sach diu magt/ den helt | |
| gruoz,/ ouch but ir dienst dâ her_în:/ sus sagte ein juncfrouwe mîn./ des hânt uns geste niht gewent:/ des hât mîn | |
| einen mantel lanc./ si gienc als si der kumber twanc./ ___juncfrouwen, kamerære,/ swaz der dâ bî ir wære,/ die lie si | |
| dar gesant./ froun Cunnewâren de Lâlant/ brâhter sîne sicherheit./ diu juncfrouwe was gemeit,/ daz mit triwen klagt ir nôt/ den man | |
| er mir helfe klagen/ laster daz ich fuorte dan./ ein juncfrowe mich lachte an:/ daz man die durch mich zeblou,/ sô | |
| im az,/ manc werder man gein valsche laz,/ und manec juncfrouwe stolz,/ daz niht wan tjoste was ir bolz:/ ir friwent | |
| disen gevangen:/ in mac hie stêns erlangen."/ //___im bat diu juncfrouwe fier/ ab nemen helm untz hersnier./ dô manz von im | |
| minnen solt,/ swerz dâ mit dienste het erholt./ daz wâren juncfrouwen clâr./ zwei schapel über blôziu hâr/ blüemîn was ir gebende./ | |
| truogen brinnendigiu lieht./ hie sule wir vergezzen nieht/ umbe der juncfrowen gewant,/ dâ man se kumende inne vant./ de grævîn von | |
| si zesamne twanc/ gürteln tiur smal unde lanc./ dise ahte juncfrouwen kluoc,/ ieslîchiu ob ir hâre truoc/ ein kleine blüemîn schapel./ | |
| kindelîn./ dar nâch gienc dô zer tür dar_în/ vier clâre juncfrouwen:/ die solten dennoch schouwen/ wie man des heldes pflæge/ und | |
| jugende niemen dran/ kôs gein einer halben gran./ ___dise vier juncfrouwen kluoc,/ hœrt waz ieslîchiu truoc./ môraz, wîn unt lûtertranc/ truogen | |
| wîn unt lûtertranc/ truogen drî ûf henden blanc:/ diu vierde juncfrouwe wîs/ truog obz der art von pardîs/ ûf einer tweheln | |
| wæn ich./ dô fuorn si sunder baden sich./ zwelf clâre juncfrouwen/ man mohte bî ir schouwen:/ die pflâgen ir, sît si | |
| ir minne freuden prîs,/ der fürstîn und des fürsten wîs./ juncfrouwen kleitn ir frouwen sân./ sîn harnasch truoc man dar dem | |
| enpfâhens vrô."/ ___si kust in unde sazt in nider./ eine juncfrowen si sande wider/ und hiez ir bringen rîchiu kleit./ diu | |
| ir mære tet vil liuten leit./ nu hœrt wie diu juncfrouwe reit./ ein mûl hôch als ein kastelân,/ val, und dennoch | |
| zuo hôher minne?/ ich weiz vier küneginne/ unt vier hundert juncfrouwen,/ die man gerne möhte schouwen./ ze Schastel_marveil die sint:/ al | |
| dem arbeitlîchen zil,/ ein âventiur ze schouwen,/ dâ vier hundert juncfrouwen/ und vier küneginne/ gevangen wâren inne,/ ze Schastel_marveile./ swaz in | |
| niht versweic,/ vil dicke er dem wege neic,/ den diu juncfrouwe gienc,/ diu in sô güetlîche enpfienc/ und in sô minneclîche/ | |
| man volget ie:/ der selbe site aldâ geschach./ Gâwân zer juncfrouwen sprach/ "frowe, nu gebet iweren rât:/ unser dwederz niht vil | |
| sprach "wan het ich doch mîn swert!"/ dô sprach diu juncfrouwe wert/ "wir sulen ze wer uns ziehen,/ ûf jenen turn | |
| genædeclîchez lîhte ergêt."/ //___Hie der ritter, dort der koufman,/ diu juncfrouwe erhôrte sân/ den bovel komen ûz der stat./ mit Gâwân | |
| begunde vêhen:/ man hôrt in sêre vlêhen./ ___dô sprach diu juncfrouwe wert/ "hêr Vergulaht, trüege ichz swert/ und wær von gotes | |
| naht kom: dô was ezzens zît./ môraz, wîn, lûtertranc,/ brâhten juncfrowen dâ mitten kranc,/ und ander guote spîse,/ fasân, pardrîse,/ guote | |
| künegîn,/ unt Gâwâns junchêrrelîn:/ si fuorte se dâ ir pflâgen/ juncfrouwen âne bâgen./ dô nam ir wol mit zühten war/ manc | |
| âne bâgen./ dô nam ir wol mit zühten war/ manc juncfrouwe wol gevar./ //___Dô Gâwân enbizzen was/ (ich sage iu als | |
| dan scheiden leit:/ dô weinden durch gesellekeit/ mit ir manc juncfrouwe clâr./ diu küngîn sprach ân allen vâr/ "het ir mîn | |
| wan jâmer grôz./ er gert ir anz venster dar./ diu juncfrouwe bleich gevar/ mit zuht ûf von ir venje stuont./ dennoch | |
| blôz/ er macht ê daz er gein ir sprach./ diu juncfrouwe an im ersach/ durch îsers râm vil liehtez vel:/ do | |
| grâwe röcke herte/ ûf ir bîhte verte./ sîniu kint, zwuo juncfrowen,/ die man gerne mohte schowen,/ dâ giengen in der selben | |
| mit iu âne spot."/ ___diez mit guoten willen tâten,/ die juncfrouwen bâten/ in belîben sêre:/ unt er hete belîbens êre,/ iewederiu | |
| urloup. gelücke iu heil/ gebe, und freuden vollen teil./ ir juncfrouwen süeze,/ iwer zuht iu danken müeze,/ sît ir gundet mir | |
| er von in kêrte./ ir triwe si daz lêrte:/ die juncfrowen im sâhen nâch;/ gein den ouch im sîn herze jach/ | |
| fuort ich wider dan/ für den künec disen man./ //___Diu juncfrouwe reit uns mite:/ riwebærec was ir site,/ durch daz ir | |
| gein ir vlôch,/ daz si mir hulfe. daz geschach./ die juncfrowen si sunder sprach:/ do genaser durch die künegîn,/ er muose | |
| ein_ander/ //Gâwân tragen alle drî,/ und eine salsen derbî./ diu juncfrouwe niht vermeit,/ mit guoten zühten sie sneit/ Gâwân süeziu mursel/ | |
| diens niht vergaz:/ fürz bette ûfen teppech saz/ diu clâre juncfrouwe./ bî mir ich selten schouwe/ daz mir âbents oder fruo/ | |
| bêde dem tôde wârn gelîch,/ der lewe unde Gâwân./ ein juncfrowe wol getân/ //Mit vorhten luogete oben în:/ des wart vil | |
| rüeft alle an got umb sînen segn."/ //___Si sande zwuo juncfrouwen dar,/ und bat si rehte nemen war/ daz si sanfte | |
| //___ZArnîven sprach Gâwân/ "frouwe, ich sol ein boten hân."/ ein juncfrouwe wart gesant:/ diu brâhte einen sarjant,/ manlîch, mit zühten wîse,/ | |
| des betwanc,/ daz sich der knappen keiner dranc/ mit den juncfrouwen:/ man muoste se sunder schouwen,/ si trüegen spîse oder wîn:/ | |
| rîter pflege sîn."/ //___Gar schiere ein ende nam der tanz./ juncfrowen mit varwen glanz/ sâzen dort unde hie:/ die rîter sâzen | |
| künege aldâ er saz,/ dar ûf gestept ein pfelle breit./ juncfrouwen clâr und gemeit/ schuohten îsrîn kolzen/ an den künec stolzen./ | |
| minne für ein schilt./ ___der künec was gewâpent nuo./ zwelf juncfrouwen griffen zuo/ ûf schœnen runzîden:/ diene solden daz niht mîden,/ | |
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