Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
juncvrouwe swF. (1578 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sage,/ als von ir munde wart vernomn!/ man sach ein juncfrouwen komn,/ ir kleider tiwer und wol gesniten,/ kostbære nâch Franzoyser | |
| Kyôt der kurteise/ bevalch der künegîn ir man:/ al die juncfrowen er fuorte dan./ dennoch was ez harte fruo:/ kamerære sluogn | |
| elliu nider:/ mit dem jungen künge se fuoren wider./ //___Manec juncfrouwe unde ir ander diet/ sich von der küneginne schiet,/ sô | |
| hân solch arbeit/ für si: wand si kom müediu zin./ juncfrouwen fuortn ir frouwen hin./ ___die rîter in dem palas/ belibn, | |
| für des werden Gahmuretes suon/ und och für Tampenteires kint./ juncfrouwen nu niht langer sint:/ ordenlîch si kômen über_al,/ fünf unt | |
| gemâl/ "ich ensihe niht wan ein achmardî:/ daz truoc mîn juncfrouwe uns bî,/ diu dort mit krône vor uns stêt./ ir | |
| vedirspil./ des ist in$/ minis herren houe uil./ ros vn̄ iu#;cnvrowen./ vn̄ ander ritaris ge zowe./ Des vlizit sich min herre./ uon | |
| cirheit gesahen./ die in$/ den kielen lagen./ Do giengen die ivnwrowin./ dure wnder schowen./ mit in zo den schiffen./ da sie | |
| best gesen./ Iz ne mac ovch nimmir baz geschen./ Die iuncvrowen ginnin drate./ zo ir vatir kemenatin./ Vnde sprach woldir er | |
| Aller truwin herre./ Des mach du uil gewis sin./ Ander iuncurowen min/ Alsus ridede do dietherich./ Vrowe du sundigis dich./ An | |
| got./ Nimen die in deme houe sin./ Nu sage der ivnuronwin din./ Min dienist ob sie is gerochit./ Ich ne mach | |
| Deme turlichen herzogen./ Des begundin sie beide got louem./ Die ivncvrowe lac vber nacht./ We groz ire ge dance was./ Alsiz zo | |
| Vor den kuninc ge gangen./ Do$/ man daz wazer nam./ Die iun vrowe lossam./ Ginc vor deme tiske umbe./ Heize weinnunde./ Ob sie | |
| ellenden geste./ Warin hanfeste./ Biz an den anderen dath./ Die iunwrowe eren vater bat./ Daz her sie lieze dare gan./ Sie | |
| do sach./ Daz her der kuninc rother was./ Alse die ivnurowe hinin widir quam./ Do liez man die botin vz gan./ | |
| mach ime nichein intrinne./ Der kerkenere wart geroͮmot./ Alse die ivnurowe. gebot./ Do drie tage irgeg%-egin./ Die botin sie aber viengen./ | |
| vnde wiz brot/ Des was den helidin vil not./ Die iunvrowe heiz enin man./ Zo dietherichis herbergen gan./ Der grob ein | |
| Seszith ritare lossam./ Die solin der inne uerholne sin./ Die ivncurowe constantin./ Bedrugit die selzene want./ Dat sie lithe in den | |
| weininde./ Sine hande wr%-iginde/ Do clagite der helit guot./ Der iunwrowen not./ Rother gienc inde stat./ Berker sinin herren bat./ Daz | |
| gân/ al die junkherren dîn,/ die sîne phleger sulen sîn./ juncvrouwen, schœne und wolgetân,/ die solt dû zuozim heizen gân,/ die | |
| Jôsaphâte/ swaz bî im ûf dem palas/ sîner junkherren was./ juncvrouwen schœne und wol getân/ hiez er dar zuozime gân/ und | |
| hœhsten von gebürte gar/ lie man zuo Jôsaphâte dar./ //Die juncvrouwen vil gemeit/ wâren stolzlîche bekleit/ und an ir lîbe minneclich./ | |
| was in manigen stric behaft/ der werde gotes dienstman./ diu juncvrowe in vil sêre began/ erbarmen in dem muote./ Jôsaphât, der | |
| sus der lêre mîn/ volgen durch die sêle dîn."/ diu juncvrowe sprach aber dô:/ "herre mîn, wie gihst dû sô,/ daz | |
| di dâ quâmen./ ouh mohte man dâ scowen/ funf hundrit juncfrowen/ wol gewassen unde smal/ und rîterlîch ubir al,/ scône under | |
| mir gescriben was,/ und ih ouh hete gehôrt/ dirre scônen juncfrowen wort,/ dô trôstih di magetîn./ ih sprah: ‘ir sult gwis | |
| ir reinen megde, ir schoͤnen rosen! Wele wil die schoͤne jungfrowe sin, wele wil die kúnigliche ere besitzen und ein woͤrmerin, | |
| könde ich nôt erwenden,/ sô wante ich vil manigen tôt.’/ Juncfrowe, ir tœtent mînen lîb!/ ‘davür so biute ich mîn unschulde,’/ | |
| herren ledic, unde sînen næhsten erben wirt daz erbe. Diu juncvrauwe hât daz selbe reht, sô si kumet über zwelf jâr. | |
| behabt, daz er vierzehen jâr alt sî oder elter. Die juncvrauwen mac man niht überziugen mit disen drîn dingen, man sol | |
| hie vor geredet ist. //Swie alt der knabe oder diu juncvrauwe ist, tuont si sich in geistlîchez leben, daz si wandel | |
| ze ein ander habent gemischet, beidiu der knabe und diu juncvrauwe; und ist des niht geschehen, sô mac man si sundern. | |
| des niht geschehen, sô mac man si sundern. Sô diu juncvrauwe kumet hinz zwelf jâren, sô ist si ze ir tagen | |
| er ez erziugen alse hie vor geschriben ist, und diu juncvrauwe auch erziugen alse hie vor geschriben ist. //Swaz varnde guot | |
| erberen mannes chint, sin swester, $t sin niftelin diu ein iunchfrawe ist in unliumden bringet, daz er sich ir rvͤmet, oder | |
| habe oder ze welhen ziten: daz sol man <a>163</a> einer iunchfrowen des morgens an dem bette, e daz er von ir | |
| waz liplichen und geistlichen. Sú waz ein luter maget, eine juncfroͮwe, und sú waz ein verlobete, ein vertruwete juncfroͮwe, und sú | |
| kúniges dohter die ist alles von innan; alsus sol dise juncfroͮwe in abgescheidenheit sin, alle ir sitten, ir sinne, ir gelas, | |
| des gezam,/ daz si daz swert ze handen nam,/ als juncvrouwen unde kint/ gelustic unde gelengic sint/ und weizgot ouch genuoge | |
| muoz ûf Tantrîsen gân:/ dû giltest mînen œhein!’/ ‘nein süeziu juncvrouwe, nein!/ durch gotes willen, waz tuot ir?/ gedenket iuwers namen | |
| kurzlîche vunden,/ weiz got, sô wærer iesâ tôt./ wizze Crist, juncvrouwe Îsôt,/ sô vüerez wirs, dannez var./ habet niht ungebærde dar,/ | |
| aber zir:/ ‘nu liebiu vrouwe, volget mir,/ ir und mîn juncvrouwe Îsôt:/ ich weiz ez wârez alse den tôt,/ daz irn | |
| iuwer arbeit/ vil sæleclîche an mich geleit,/ des sol mîn juncvrouwe sîn/ vrouwe unde künigîn/ ze Curnewâle und zEngelant./ nu ist | |
| gegeben zuo zir gemache./ dâ was diu küniginne/ mit ir juncvrouwen inne/ und mit in lützel kein man/ wan underwîlen Tristan:/ | |
| durch got,/ grüezet si von mir alsô wol,/ als ein juncvrouwe ir vrouwen sol;/ und got durch sîne güete/ der bewar | |
| leite sich diu blunde/ in ir hemede dar an./ die juncvrouwen hiez si dan/ entwîchen al gemeine/ niwan Brangænen eine./ nu | |
| sprach er zuo in allen,/ ‘der sol iu wol gevallen,/ juncvrowen unde muoter mîn,/ und lânt iu in enpfolhen sîn.’/ //Swaʒ | |
| siu muoste werden balt./ doch gienc siu niht aleine:/ zwô juncvrowen reine,/ in zwein kursîten/ von grüenen samîten,/ die trâten vor | |
| nu enkêr ich mich ze nihte dran.’/ //Dô sprach diu juncvrowe guot/ ‘neinâ, ritter wol gemuot:/ gedenke, daʒ de ie wære/ | |
| wes ist daʒ wîp,/ mîn kint ein ungetriwer warc?’/ diu juncfrowe sich verbarc/ under ir friunt den jungen degen/ und wolte | |
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