Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
juncvrouwe swF. (1578 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| gerihte hat gewesen lange und gros. Nu ist komen disú jungvroͮwe, die bi mir gat, die ist worden min genos; die | |
| volgete in dem wege ein erlich schar. Die waren alle jungfroͮwen glich. Do ich si sach, do bekante ich si alle | |
| und was ambahtes si pflegen. Do sprachen si: «Wir sin jungvroͮwen edel und wolgezogen und dienen gotte ze sinem lobe an | |
| si; so blibet si ie vor irme herren vri.» Dirre jungfroͮwen ist vil ane menschlich zal, wan alles, das der gůte | |
| inwendig und uswendig, da hoͤrent alles tugende zů. Mit disen jungfroͮwen in dem wege wandelte ein gros herre, der was glich | |
| diente er diser kúneginne. Oben in der hoͤhin swebte ein jungfroͮwe, die was glich eime guldin aren. Si was umbevangen mit | |
| si lúhtete und si lerete und si temperte alle dise jungfroͮwen ze dienste irre vrowen, der kúnegin. Dise minne wonet in | |
| Wie got die sele zieret mit der pine</KAP> Swenne die jungfroͮwen ze allen ziten sint gekleidet nach dem willen irs brútgoͮmes, | |
| in des louwen trit/ und in dem zeichen, das die jungfrouw heißet./ der krebes und sin morgen wecken süche vil./ genomen | |
| âne mâzen schœne $s sô was ir edel lîp./ der juncvrouwen tugende $s zierten anderiu wîp./ Ir pflâgen drîe künege $s | |
| und ir hôhgemüete $s zuo der selben stunt/ an der juncfrouwen $s sô manec helt ervant./ ez ladete vil der geste | |
| küene Sîvrit: $s »sô wil ich Kriemhilden nemen,/ Die scœnen juncfrouwen $s von Burgonden lant/ durch ir unmâzen scœne. $s daz ist | |
| niene gesach,/ der man sô grôzer scœne $s vor allen juncfrouwen jach./ Dô sprach zuo dem künege $s der degen Ortwîn:/ | |
| $s er hete daz houbet sîn verlorn./ Des het diu juncfrouwe $s unmâzen vil getân./ daz gehôrte bî dem Rîne $s | |
| ze habene $s vor frouwen hêrlîch gewant.«/ Dô sprach diu juncfrouwe: $s »vil lieber bruoder mîn,/ swaz der mînen helfe $s | |
| der verte $s hân deheiner slahte rât.«/ Dô sprach diu juncfrouwe: $s »nu merket, waz ich sage./ ich hân selbe sîden; | |
| guotem urloube $s die herren schieden dan./ dô hiez ir juncfrouwen $s drîzec meide gân/ ûz ir kemenâten $s Kriemhilt diu | |
| tragen solde $s vol nider an den sê./ den edelen juncfrouwen $s was von arbeiten wê./ Dô sagte man den recken, | |
| herre Sîvrit: $s »nu sult ir tougen spehen/ under den juncfrouwen, $s und sult mir danne jehen,/ welhe ir nemen woldet, | |
| Ûf dem hove wâren $s diu vrouwenpfert bereit/ den edeln juncvrouwen, $s als ich iu hân geseit./ diu smalen fürbüege sach | |
| edel röcke ferrans $s von pfelle ûz Arabî./ den edeln juncvrouwen $s was vil hôher freuden bî./ Ez wart in fürgespenge | |
| schœne kint./ des wart im wol gelônet $s von der juncvrouwen sint./ Ortwîn der küene $s bî vrou Uoten reit/ vil | |
| $s bî Kriemhilde lac,/ unt er sô minneclîche $s der juncvrouwen pflac/ mit sînen edelen minnen, $s si wart im sô | |
| liep unde leit./ Sîfrit der leit sich nâhen $s der juncvrouwen bî./ si sprach: »nu lât iz, Gunther, $s als liep | |
| bat die geste bringen $s für Sigemundes sal./ die schœnen juncvrouwen $s die huop man dâ ze tal/ nider von den | |
| getân./ dô sach man vil der recken $s bî ir juncfrouwen stân./ Daz hêrliche gesinde $s daz vie sich bî der | |
| Burgonden lant./ vil manigen puneiz rîchen $s man vor den juncfrouwen vant./ Ûzer Tronege Hagene $s unt ouch Ortwîn,/ daz si | |
| gerne si si sach!/ mit lachendem muote $s diu edele juncvrouwe sprach:/ »Nu sî uns grôze willekomen $s mîn vater und | |
| herren wîp,/ an der nu ist verweiset $s vil maniger juncvrouwen lîp,/ Kint der edeln fürsten, $s diu si gezogen hât,/ | |
| der künic rîche $s vil manigen zieren degen hât./ Helchen juncvrouwen $s unt iuwer magedîn,/ solten die bî ein ander $s | |
| des marcgrâven wîp./ mit liebe wart gegrüezet $s vil maniger juncvrouwen lîp./ Si viengen sich behanden $s unt giengen dan/ in | |
| daz Etzelen wîp./ dâ wart vil getriutet $s der schœnen juncvrouwen lîp./ Si sprach zer küneginne: $s »swenn%..e iuch nu dunket | |
| von den was gezieret $s wol allez Etzelen lant./ Diu juncvrouwe Herrât $s noch des gesindes pflac,/ diu Helchen swester tohter, | |
| und mîn wîp:/ waz hilfet grôziu schœne $s der guoten juncvrouwen lîp?«/ Des antwurte Gêrnôt, $s der wol gezogen man:/ »und | |
| sol gefüegen, $s wer mac daz understên?/ man bat die juncvrouwen $s hin ze hove gên./ dô swuor man im ze | |
| minnen $s den ir vil minneclîchen lîp./ Man beschiet der juncvrouwen $s bürge unde lant./ des sicherte dâ mit eiden $s | |
| hôrte, $s den muosen si dô lân./ man hiez die juncvrouwen $s zer kemenâten gân,/ und ouch die geste slâfen $s | |
| trûten schœniu wîp./ daz muose sît beweinen $s vil maniger juncvrouwen lîp./ Dô wurden allenthalben $s diu venster ûf getân./ der | |
| iuch got von hinnen«, $s sô sprach Rüedegêr./ »lât die juncvrouwen $s niht engelten mîn./ durch iuwer selbes tugende $s sô | |
| daz man sîn pflæge wol ze frumen:/ si was mit juncfrouwen kumen./ si kniete nider (daz was im leit),/ mit ir | |
| wart gemêret/ ein heinlîchiu êre./ aldâ was niemen mêre:/ die juncfrouwen giengen für/ und sluzzen nâch in zuo die tür./ dô | |
| wart gemeine:/ doch fuor er dan al_eine,/ wan zwei junchêrrelîn./ juncfrouwen unt diu künegîn/ in fuorten dâ er freude vant/ und | |
| kunde,/ beidiu zabeln und wuofen,/ in slâfe lûte ruofen./ vil juncfrouwen sâzen hie:/ die sprungen dar und wacten sie./ //___dô kom | |
| sîm lande./ den helt ez dûhte schande:/ in müete der juncfrouwen leit,/ diu jæmerlîche vor in reit./ dise drî wârn sîne | |
| îsers ame fürsten vant:/ dez harnasch begunder schouwen./ "mîner muoter juncfrouwen/ ir vingerlîn an snüeren tragnt,/ diu niht sus an einander | |
| morgen bôt,/ und frâgte se, op si sæhen nôt/ eine juncfrouwen lîden./ sine kunden niht vermîden,/ swes er vrâgt daz wart | |
| fuor mit sorgen:/ mit sporn si vaste ruorten,/ die die juncfrouwen fuorten."/ ez was Meljahkanz./ den ergâhte Karnachkarnanz,/ mit strîte er | |
| stêt brôt unde wîn,/ und ouch zwei pardrîsekîn,/ alss ein juncfrouwe brâhte,/ dius wênec iu gedâhte."/ //___Ern ruochte wâ diu wirtin | |
| der tavelrunder,/ der ich ähte nider stach,/ da’z manec wert juncfrouwe sach,/ umben spärwær ze Kanedic./ ich behielt iu prîs und | |
| knappe begunde warten:/ Schîânatulander/ den fürsten tôt dâ vander/ der juncfrouwen in ir schôz./ aller schimphe si verdrôz./ ___"er sî trûric | |
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