Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ane adv_prp (6504 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb. Findeb.
| werc und willen dâ ze hûs,/ unde mîn her Gâwein,/ an dem niht tes enschein/ ezn wære hövesch unde guot,/ der | |
| her Gâwein der bescheiden man,/ unde ich sage iu war an./ //Diu maget hiez Lûnete,/ diu sô bescheidenlîchen tete/ daz sî | |
| vrümeclîchen tuot,/ daz mans im genâde sage,/ daz er dar an iht verzage/ (wan dâ hœrt doch arbeit zuo);/ und swer | |
| iuwer rât und iuwer bete/ hât mir liebes vil getân/ an dem besten vriunde den ich hân./ er hât mirz allez | |
| sî sich durch ir wîp verligen./ kêrt ez niht allez an gemach;/ als dem hern Êrecke geschach,/ der sich ouch alsô | |
| waz ez muoz kosten./ ich wære wol enbrosten/ der werlt an andern dingen,/ möht ich dem hûse geringen.’/ //Sus beginnet er | |
| sî/ âne huobe ein werder man./ her Îwein, dâ gedenket an,/ und vart mit uns von hinnen,/ und gewinnet mit minnen/ | |
| huote/ niuwan ir selber êren./ man sol die huote kêren/ an irriu wîp und an kint,/ diu sô einvaltec sint/ daz | |
| êren./ man sol die huote kêren/ an irriu wîp und an kint,/ diu sô einvaltec sint/ daz sî eins alten wîbes | |
| ze missetât./ //Ir hât alsô gelebet unz her/ daz ichs an iu niht wandel ger,/ nâch êren als ein guot kneht:/ | |
| uns zwein./ des volget mir, her Îwein.’/ //Nû versuochter zehant/ an die vrouwen daz er vant:/ wan dô sîn bete was | |
| ode mê./ daz scheiden tete ir herzen wê,/ als wol an ir gebærden schein./ daz senen bedahte her Îwein/ als er | |
| ist des ungewon,/ swer vrumen gesellen kiese,/ daz er dar an verliese./ zewâre geschach ez ê nie,/ ez geschach doch im, | |
| sînem hûs./ dô sluogens ûf ir gezelt/ vür die burc an daz velt./ dâ lâgen sî durch ir gemach,/ unz sî | |
| wider iuch niht geniezen kan,/ wan gedâhtet ir doch dar an/ waz ich iu gedienet hân?/ und het sî mîn genozzen | |
| vür einen triuwelôsen man/ (dâ ir wurdet, da was ich an/ ensament meineide/ und triuwelôs beide);/ und mac sich der künec | |
| sendet ir wider ir vingerlîn:/ daz ensol niht langer sîn/ an einer ungetriuwen hant:/ sî hât mich her darnâch gesant.’/ von | |
| sî in entrôste noch enriet,/ daz smæhlîche ungemach,/ dazs im an die triuwe sprach,/ diu versûmde riuwe/ und sîn grôziu triuwe/ | |
| unz daz er kam vür diu gezelt/ ûz ir gesihte an daz velt./ dô wart sîn riuwe alsô grôz/ daz im | |
| helt unerværet:/ swie manhaft er doch wære/ und swie unwandelbære/ an lîbe unde an sinne,/ doch meistert vrou Minne/ daz im | |
| manhaft er doch wære/ und swie unwandelbære/ an lîbe unde an sinne,/ doch meistert vrou Minne/ daz im ein krankez wîp/ | |
| wol:/ ouch gie der walt wildes vol:/ swâ daz gestuont an sîn zil,/ des schôz er ûz der mâze vil./ ouch | |
| er des lange gepflac,/ er lief umb einen mitten tac/ an ein niuweriute./ dane vander niht mê liute/ niuwan einen einigen | |
| dâ zuo/ eines wazzers daz er vant/ in einem einber an der want,/ unde rûmdez im ouch sâ./ der einsidel sach | |
| brâhte ein tier ûf im getragen/ und warf im daz an die tür./ daz machte daz er im her vür/ deste | |
| spîse,/ unz daz der edele tôre/ wart gelîch einem môre/ an allem sînem lîbe./ ob im von guotem wîbe/ ie dehein | |
| daz was des schult; und doch niht gar./ sî nam an im war/ einer der wunden/ diu ze manegen stunden/ an | |
| an im war/ einer der wunden/ diu ze manegen stunden/ an im was wol erkant,/ unde nande in zehant./ sî sprach | |
| gesant,/ diu in noch slâfende vant./ //Diu vrouwe gebôt ir an daz leben,/ dô sî ir hâte gegeben/ die bühsen mit | |
| in dem walde/ dannoch slâfende vant,/ und zôch ein pfärit an der hant,/ daz vil harte sanfte truoc/ (ouch was der | |
| sô gerne sach sî in genesen./ und dô sîz gar an in gestreich,/ vil drâte sî von im entweich,/ wand sî | |
| êren tôt?/ er hât mich geffet âne nôt./ swer sich an troume kêret,/ der ist wol gunêret./ //Troum, wie wunderlich dû | |
| als sî dâ vür wære gesant/ und vuorte ein pfärit an der hant./ weder si ensach dar noch ensprach./ dô er | |
| komen wære./ //Dô sprach her Îwein/ als ez ouch wol an im schein/ ‘dâ hân ich mich hie vunden/ des lîbes | |
| bî./ daz daz ros unsælec sî!/ daz strûchte vaste unz an diu knie,/ alsô daz ich den zoum verlie/ unde der | |
| biderben manne tuot./ sîne rou dehein daz guot/ daz sî an in hete geleit:/ wand sîn eines manheit/ diu tetes unstätelîchen/ | |
| in hete geleit:/ wand sîn eines manheit/ diu tetes unstätelîchen/ an einen vurt entwîchen./ dâ bekoberten sî sich./ hie slac, dâ | |
| was der strît ergangen/ nâch hern Îweines êren./ si begunden an in kêren/ den lop unde den prîs,/ er wære biderbe | |
| sô lanc,/ daz in sunder sînen danc/ her Îwein ergâhte an dem tor:/ dâ vienc er in vor/ und nam des | |
| begunder urloubes gern./ desn wolde sî in niht gewern:/ wan an in stuont al ir muot./ si bedûhte des, er wære | |
| selbe stimme wîst in/ durch michel waltgevelle hin/ dâ er an einer blœze ersach/ wâ ein grimmer kampf geschach,/ dâ mit | |
| daz im dâ überiges schein,/ daz âz der lewe unz an diu bein./ //Her Îwein leite sich und slief:/ der lewe | |
| in diu geschiht/ (wande ern versach sichs niht)/ vil rehte an sîner vrouwen lant,/ dâ er den selben brunnen vant,/ von | |
| was im nâch dem tôde nôt./ er rihte daz swert an einen strûch/ und wolt sich stechen durch den bûch,/ wan | |
| ir ie sô vil gewan,/ ichn solde stæte sîn dar an./ wær mir niht geschehen heil/ und liebes ein vil michel | |
| des wol wert/ daz mich mîn selbes swert/ zehant hie an im ræche,/ und ez durch in stæche./ sît ich mirz | |
| clage pflac,/ dô sach sî hin vür/ durch eine schrunden an der tür./ sî sprach ‘wer claget dâ? wer?’/ ‘wer vrâget | |
| ich bin alsô gevangen,/ verbrant ode erhangen/ wird ich morgen an dem tage./ niemen ist der michs übertrage/ mirne werde der | |
| vert/ des landes vrouwe einen man:/ dâ missegienc ir leider an:/ die schulde legent sî ûf mich./ nû herre got, waz | |
| ûf mich./ nû herre got, waz moht ich/ daz ir an im missegie?/ deiswâr geriet ich irz ie,/ daz tet ich | |
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