Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ûʒ adv_prp (1736 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sî gît manger hande bluot./ Wîz, rôt, gel, blâ, brûn ûz esten/ dringent wunneklîchen als ê./ doch mag ich mich des | |
| ich ringen sunder spot./ Daz gebiutet mir diu Minne:/ willeklîche ûz und inne/ wil ich leisten ir gebot,/ Daz si die | |
| vil süezzen binde,/ als si mich gebunden hât,/ alder mich ûz sorgen winde./ ob ich die genâde vinde,/ waz da kumbers | |
| nach wâren sinnen/ Moyses, do er sach brinnen/ einen boschen, ûz und innen/ âne mâsen unde ganz./ Wir mun merken an | |
| bist aller sælden gimme,/ wan diu süezze gottes stimme/ dich ûz allen frouwen imme/ zeiner muoter ûzerlas,/ Den du maget doch | |
| $s als ein tôt man/ Und sach si jæmerlîch an ûz der nôt./ des irbarmet ich si, wan ichz hâte von | |
| hân wir niender salz.’/ So riuwetz ire, da sint fröide ûz./ dâ vât frost und turst den hunger in daz hâr/ | |
| seit/ so guot geticht und süez gedœne:/ ir wunne sang ûz herzen treit./ //Minne ist so wunderlich,/ sî kêrt sich $s | |
| gegen mir./ Minne, dir $s mag ich wol fluochen/ tiefe ûz mînes herzen gir./ //Minne, süene dich mit mir,/ kêr zuo | |
| mînen lîb/ Mit iuwerm holden gruoz,/ so kæme ich gar ûz leide,/ darinne ich sterben muoz,/ ir tuont mich sorgen buoz./ | |
| nein, frowe, versehent ê daz ungemach!/ //Si hôrte, daz ich ûz ernste rief./ si sprach: ‘nu wache, mîner fröiden hort!/ ich | |
| wîblîch stênden zucht/ erbarme dich/ noch uber mich:/ hilf mir ûz sendem schaden./ //Swie verre ich von der schœnen var,/ ich | |
| –, ich kum wol hin,/ wan ich wil sîn $s ûz vor dem morgen fruo./ //Ich sleich tougen $s ûz und | |
| so gar/ lieblîch clâr, $s so wol ze prîse,/ als ûz dem paradîse $s kom ir lîb./ ach, wie sint sô | |
| ir gevangen sîn./ Mich lât $s wol ir helferîchiu hant/ ûz banden, wil eht diu frouwe mîn./ //Nu helfent mir wünschen, | |
| werlte sam ir lîb./ genâde, helferîchez wîb:/ mit dîner güete ûz mînem herzen swære trîb!/ //Ja muoz verderben/ mîn sender lîb:/ | |
| mîne tage!/ dîn vil süezzez mündel rôt/ mag mîn herze ûz allen sorgen lân./ Refr.: Genâde, frouwe mîn,/ tuo mir | |
| mort,/ und werden man unwerden mag $s und frouwen wîsen ûz vro Sælden huote./ Untriuwe ist alr untugenden vol:/ si kan | |
| $s den got, der aller dinge ist ein waltære,/ Der ûz dem himel zuo dir nider/ ein got kam, unde dû | |
| geleite?/ Daz ist erbermde, als man giht:/ diu wolt gote ûz herzen nie bekomen niht,/ ê sî im hât gerâten wol, | |
| wîben./ wan man si niht wan bliket an,/ daz kan ûz herzen herzeleit vertrîben./ wem danne ir güete wonet bî,/ der | |
| megde und ouch diu wîp $s und hilfet maniger sêle ûz grôzen nœten./ Diu milte ob andern tugenden swebt/ sam der | |
| dur uns leit den tôt $s und er uns geruochte ûz wernden nœten kêren./ //Diu kerge ist aller untugenden stam:/ diu | |
| $s und valsche ræte von manigem herzen wendet./ //Süezze rede ûz valschem muot/ manigem manne dike grôzzen schaden tuot,/ dâ er | |
| kleide/ gên dem meien hât bekleit!/ //Maniger hande blüemelîn/ lachent ûz des meien touwe/ gên der liehten sunnen schîn:/ diu zît | |
| minneklichiu guote,/ enbinde mich von sender nôt,/ Lâ mich niht ûz dîner huote,/ ald ich bin an fröiden tôt./ Ich sol | |
| tôt./ Ich sol dîner helfe gern:/ lâst dû mîn herze ûz dîner pfliht,/ sô kan mich getrœsten niht,/ dun wellest mich | |
| fröiden sîn./ //Frowe mîn, dur dîne güete/ twing mîn herze ûz ungemüete,/ daz ze fröiden kêre sich./ Sît daz mir fröide | |
| mit liebe von einander, sît diu naht ein ende hât.’/ //Ûz süezzem slâfe ein sælig wîb/ vrâgete, dô si erhôrte/ den | |
| dû die voglîn in dem hage?/ Du hâst mîn herze ûz süezzem slâffe erschreket.’/ er sprach: ‘lât iuwer frâgen sîn,/ den | |
| wîb betwingen wil/ herzeklicher arebeit/ und sî mîn herze erkôs ûz al der werlte ze fröiden spil./ //Minne, ich hân ir | |
| hât des gar ungedâht,/ daz mich betwingen möht ein wîb./ ûz dem wâne hât mich brâht/ ir gar wîblich schœne und | |
| herze unde lîb/ kan ûf wîbes lob so sinnen,/ das ûz êren pfat/ niemer kumt noch nie getrat./ //Schowent an den | |
| der mîn wunsch ûf erde gert./ //Lachelîch ein lôser blic/ ûz ir liehten, spilnden ougen/ zarte, minneklîchen tougen/ sach ich liuhten | |
| und ouwe/ blüent in süezzem touwe./ wan hœrt vogelsanges widergelt:/ Ûz dem loube singent wittewal,/ tröschel hôh ûf waldes wilde,/ lerch | |
| gert./ Selcher fröide enterbe ich mich:/ ich hân mich gar ûz der mâzzen/ an daz guot verlâzzen,/ sît daz âne guot | |
| ein so guotez guot,/ des ich wünsche mir ze krâmen:/ ûz der tugenden sâmen/ wuohs diu süezze, fröideberndiu fruht./ Ûf der | |
| den ougen mîn,/ swanne ich den rôsen schowe,/ der blüet ûz einem mündel rôt/ sam die rôsen ûz des meien towe./ | |
| schowe,/ der blüet ûz einem mündel rôt/ sam die rôsen ûz des meien towe./ //Swer da rôsen ie gebrach,/ der mag | |
| nach ir vil süezzen mündel rôt./ noch hilf mir, Minne, ûz der nôt,/ sît ez so gar allez kumt von dînen | |
| aber mir ir helfe erkant,/ so hôrte man mich singen/ Ûz hôhem muote sâ zehant/ von minneklichen dingen./ Ê mag ich | |
| ich êrst gesach ir mundes rœte glesten/ sam die bluot ûz esten,/ gar ân allen wank./ Refr.: Minne, $s trœsterinne,/ | |
| jâr stêt mîn bejag!/ wil ir mundes rœte/ helfen mir ûz nœte,/ sô bin ich mit fröiden understützet./ Refr.: Minne, | |
| hêre und also reine/ ist dîn fröidebernder lîb./ //Ich wânde, ûz dem himelrîche/ mich ein engel lachet an,/ Do ich si | |
| trake/ viht ez von mir zuo zir gar./ Ez wil ûz durh ganze brust/ von mir zuo der sældenrîchen:/ also stark | |
| warten./ Sô wirt hôhe mir ze muote,/ wan si ist ûz ir muoter huote/ danne wol,/ vor der ich mich hüeten | |
| liebe sumerzît,/ gên dem süezzen meien/ stênt offen fröiden tor./ Ûz grüener boume brozzen/ so dringet widerstrît/ bluot vil maniger leijen:/ | |
| wirde sinne und witze bar:/ wie mocht ich danne gesingen ûz so trüebem muote?/ mîn neme ir helfe bezzer war,/ daz | |
| //‘So wê mir, tag, $s der künfte dîn!’/ diu vrouwe ûz trüebem muote sprach:/ ‘ja wilt du mich $s der hœchsten | |
| ich niemer vrî),/ Daz ir lieblich munt so rôt/ mich ûz zorne melde,/ swie güetlîch er doch gestellet sî./ Secht, diu | |
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