Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ûʒ adv_prp (1736 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| umbe lieben wir si niht?/ ein blic, ein inneclîch gesiht/ ûz herzeliebes ougen,/ der leschet âne lougen/ hundert tûsent smerzen/ des | |
| sêre, waz tû clages.’/ ‘vrouwe, dâ warf ich anders tages/ ûz dem schiffe ein glasevaz.’/ ‘sô tæte dû, waz wirret daz?’/ | |
| und sniten an der stunde/ eime ir vogelhunde/ die zungen ûz und riten dan./ sus seiten dise zwêne man/ //Îsôte der | |
| si sîn,/ und machent umbe ein dunkelîn/ ein michel zornmære,/ ûz einer cleinen swære/ eine rîlîche suone;/ und ist ouch daz | |
| kiel/ ze Curnewâle in Markes habe./ dâ reit ein ritter ûz und abe,/ ein edel barûn von Îrlant,/ der was Gandîn | |
| er iu lîhte schaden tuot.’/ diu rede was Gandîn ungemach./ ûz grôzem unwerde er sprach:/ ‘nu müeze ich haben gotes haz,/ | |
| gesach/ in sîme troume, dâ er slief,/ einen eber, der ûz dem walde lief,/ vreislîch unde vreissam:/ ûf des küneges hof | |
| wan an den vrouwen allen/ enist nimêre gallen,/ alsô man ûz ir munde giht,/ noch enhabent dekeiner trüge niht/ noch aller | |
| der hoveliute wân?/ waz hât mîn vrouwe und ich getân?/ ûz! strîchet balde in gotes haz!/ und wizzet wærlîche daz:/ swes | |
| mit mir sus hânt bedâht/ und uns undurften habent brâht/ ûz mînes hêrren hulden/ mit michelen unschulden,/ daz got vil wol | |
| bekumbert mit trahte,/ mit wie getâner ahte/ er sich hier ûz berihtete/ und disen wân beslihtete;/ wie er der zwîvelbürde/ ledec | |
| solte werden./ er tet alsô; dôr an den stat/ und ûz hin an daz lant getrat,/ der wallær nider zer erden | |
| was gefeinet, hôrte ich sagen,/ und wart dem herzogen gesant/ ûz Avalûn, der feinen lant,/ von einer gottinne/ durch liebe und | |
| sô si was, swar sô si reit,/ dân kam ez ûz ir ougen nie:/ man vuortez oder truogez ie,/ dâ siz | |
| herze in ein/ mit blicken sô verstricken,/ daz si sich ûz ir blicken/ oft und ze manegen stunden/ nie sô verrihten | |
| pirsarmbrust und sîn horn./ dâ zuo sô hæter ime erkorn/ ûz sînen bracken einen/ beidiu schœnen unde cleinen/ und was der | |
| ein bette in mitten inne was/ gesniten schône und reine/ ûz cristallînem steine/ hôch unde wît, wol ûf erhaben,/ alumbe ergraben mit | |
| lieht gehouwen în,/ diu lûhten dâ unde hie./ dâ man ûz und in gie,/ dâ gienc ein tür êrîniu vür;/ und | |
| vür./ ein valle was ouch innen/ mit kündeclîchen sinnen/ hin ûz geleitet durch die want,/ aldâs ouch Tristan dâ vant;/ die | |
| ouch die linden/ mit ir vil süezen winden:/ die vröutens ûze und innen/ an ôren unde an sinnen./ der boume flôrîe,/ | |
| dem wîbe,/ daz nie von wîbes lîbe/ kein crêatiure als ûz erkorn/ ze dirre werlde würde geborn./ iedoch sach er unlange | |
| allez dar:/ er nam vil inneclîche war,/ wie schône ir ûz der wæte schein/ ir kele unde ir brustbein,/ ir arme | |
| ein sprichwort dâ seit:/ ‘diu blintheit der minne/ diu blendet ûze und inne.’/ si blendet ougen unde sin:/ daz si wol | |
| wunderlîche schœne/ der blüejenden Îsôte/ diu blante ie genôte/ //Marken ûze und innen/ an ougen unde an sinnen:/ ern kunde niht | |
| swie dicke mans beginne,/ dem wîbe enmac ir minne/ nieman ûz ertwingen/ mit übelîchen dingen:/ man leschet minne wol dermite./ huote | |
| her,/ und sehet, daz diu noch stæte wer;/ lât mich ûz iuwerm herzen niht!/ wan swaz dem mînem geschiht,/ dar ûz | |
| dem castêle/ den strît ze stete sâhen stân,/ si liezen ûz den porten gân/ und anderhalben in die schar./ die tâten | |
| vürhte, ich aber gîsôtet sî/ zem anderen mâle./ ich wæne, ûz Curnewâle/ ist worden Arundêle,/ //Karke ûz Tintajêle/ und Îsôt ûz | |
| anderen mâle./ ich wæne, ûz Curnewâle/ ist worden Arundêle,/ //Karke ûz Tintajêle/ und Îsôt ûz Îsôte./ mich dunket ie genôte,/ als | |
| ûz Curnewâle/ ist worden Arundêle,/ //Karke ûz Tintajêle/ und Îsôt ûz Îsôte./ mich dunket ie genôte,/ als ieman iht von dirre | |
| sôr suozeste kunde/ mit gebærden und mit mæren,/ daz ers ûz disen swæren/ vil gerne hæte genomen./ nu wass aber in | |
| niht dar an war./ ouch muost er loufen alebar/ und ûʒ der mâʒe springen/ und starclîche ringen,/ verre werfen steine,/ grôʒ | |
| daʒ ich an dir muoʒ verzagen./ dâ von lâʒ mich ûʒ dîner ahte.’/ der helt daʒ houbet dahte/ und enpfie die | |
| guoten trôst,/ daʒ si wol wurden erlôst./ //Siu gie hin ûʒ durch ir bete,/ die tür siu nâch ir zuo tete/ | |
| daʒ mære ist erhaben./ er begunde tegelîchen traben/ durch jagen ûʒ in den walt./ sich bedâhte der helt balt,/ durch waʒ | |
| mirs, eʒ was niht lam,/ ergurret mager noch ze cranc./ ûʒ dem wege eʒ selten dranc,/ wan eʒ niht tokzelende truoc./ | |
| erloubet,/ des ich dir getrûwe wol,/ ob ich in her ûʒ nemen sol,/ unz er gewinne sîne maht,/ von morgen über | |
| zallen stunden/ êren sô vil siu mahte./ siu mint in ûʒ der ahte/ durch sîne tugende stæte./ waʒ aber der wirt | |
| dem risen einen slac,/ daʒ er wunderharte erschrac/ und er ûʒ dem ringe wolte vlien./ der junge îlt im nâch zien/ | |
| sîn gewæfen an./ daʒ bluot im durch die ringe ran/ ûʒ den tiefen wunden,/ wan si wâren niht gebunden./ daʒ erbarmet | |
| sô si beide mit ir ahten/ aller meist gewinnen mahten/ ûʒ ir rossen, diu si riten./ durch die schilte in almiten/ | |
| alsus gesêret bin,/ ich wil versuochen einen slac,/ dâ werde ûʒ swaʒ werden mac./ mîne kraft kêr ich alle dran.’/ dâ | |
| ich wil den tumben bestân./ lânt mich daʒ ros vor ûʒ hân./ swenn ichʒ im abe gewinne,/ ich teile dan mit | |
| ein swîn,/ er verlôs dâ muot unde kraft./ der ab ûʒe was zagehaft,/ der vertruoc dâ nieman ein wort./ diu burc | |
| wârheite jehen,/ dâ sehs tûsent ritter was,/ daʒ man in ûʒ in allen las/ ze dem tiursten âne widerstrît./ wa gesæhe | |
| gevangeme gesinde:/ der ist der tiurste, swenne er kumet/ hin ûʒ, dâ im der luft frumet:/ er ist bewæret, des ich | |
| got bewarn’/ sprach der gast und wolt ervarn,/ ê er ûʒ der zelle rite,/ von der âventiure site,/ wan es wundert | |
| mit wæhen swibogen/ harte wol überzogen./ getriben ûf von grunde/ ûʒ eines lewen munde/ fliuzet der brunne in ein vaʒ:/ ein | |
| nihtes mêr/ wan daʒ er drane gesmahte./ sô wart er ûʒ der ahte/ starc, küene unde geil./ ouch half dar zuo | |
| hât gevidere./ her über noch hin widere/ kom ir enwederʒ ûʒ ir zuht./ daʒ waʒʒer brâht ouch genuht/ von allerhande vischen,/ | |
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