Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ûʒ adv_prp (1736 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| und sîn barûnîe/ die bâten an der stunde/ alle alse ûz einem munde:/ ‘saget an, sæliger man,/ getriuwer man, wer ist | |
| jâmer in sîn herze,/ daz ime der herzesmerze/ mit trehenen ûz den ougen vlôz/ und ime wange unde wât begôz./ //Tristande | |
| die golt von swachen sachen/ den kinden kunnen machen/ und ûz der bühsen giezen/ stoubîne mergriezen:/ die bernt uns mit dem | |
| vil sinnic und vil rederîch:/ von Veldeken Heinrîch/ der sprach ûz vollen sinnen;/ wie wol sanger von minnen!/ wie schône er | |
| schône er sînen sin besneit!/ ich wæne, er sîne wîsheit/ ûz Pegases urspringe nam,/ von dem diu wîsheit elliu kam./ ine | |
| ich wæne, Orphêes zunge,/ diu alle dœne kunde,/ diu dœnete ûz ir munde./ sît daz man der nu niht enhât,/ sô | |
| niht ze helfe komen;/ mir ist von worten genomen/ enmitten ûz dem munde/ daz selbe, daz ich kunde./ //Hie zuo enweiz | |
| %<Elicône/ ze dem niunvalten trône,/ von dem die brunnen diezent,/ ûz den die gâbe vliezent/ der worte unde der sinne./ der | |
| truoc sunderlîchiu cleider an/ von gebâre und von gelâze/ gezieret ûz der mâze./ er hætes alle an schœnen siten/ unde an | |
| //Ir aller leitære,/ der getriuwe, der gewære/ //Rûal trat vor ûz an daz lant;/ sîn hüetelîn und sîn gewant/ leit er | |
| halsperge unde ir dinc,/ und sô daz nieman keinen rinc/ ûz dem gewande lieze gân./ nu diz geschach, diz was getân;/ | |
| lîp/ bewæren unde bereden sol,/ entriuwen daz berede ich wol.’/ ‘ûz’ sprach Morgân ‘in gotes haz!/ iuwer bereden waz sol daz?/ | |
| drungen et mit hûfen dar/ und tâtens alle mit gewalt/ ûz hin ze velde vür den walt./ hie huop sich ein | |
| erkennen,/ ir zeichen hœren nennen,/ si begunden ir rûm wîten,/ ûz an die wîte rîten./ //Tristan lie vaste strîten gân;/ dâ | |
| mite sô was Tristande/ sîn lêhen und sîn sunderlant/ verlihen ûz sîn selbes hant./ er was von dem hêrre unde man,/ | |
| unde in ein/ alsô gewahsen unde geborn./ die gebærde wâren ûz erkorn,/ stætelîch und stæte,/ die Tristan zorse hæte./ dar zuo | |
| die hant,/ er schiffete anderhalp an lant;/ und alse er ûz zem werde kam,/ sîn schiffelîn er iesâ nam,/ zuo dem | |
| an gewesen.’/ //Daz ors daz warf er umbe,/ er machte ûz einer crumbe/ eine rihtige slihte./ er lie her gân enrihte/ | |
| wunder in den nœten tuot./ die viere und jene viere/ ûz den gebilde ich schiere/ zwô ganze rotte oder ahte man,/ | |
| wol getrûwen mac;/ wan in was ûf erstanden/ grôz êre ûz sînen handen:/ ir aller laster unde ir leit/ daz hæte | |
| daz an getete,/ er hiez sich legen an der stete/ ûz der barken in daz schiffelîn./ sîne harpfen hiez er ouch | |
| bringen,/ ez begundes alle erbarmen:/ sus hiezen si den armen/ ûz sînem schiffelîne tragen/ und einem arzâte sagen,/ daz ern ze | |
| lîbe/ und daz nie man von wîbe/ sîner künste als ûz erkorn/ noch baz gemuot würde geborn./ ‘â’ sprach er ‘edeliu | |
| arzât,/ der sîn biz her gepflegen hât,/ der hât in ûz der pflege gelân,/ ern mag im niht ze staten gestân/ | |
| wizzen,/ an wen si was vervlizzen/ und wem si half ûz tôdes nôt:/ wære iht ergers danne der tôt,/ den hætes | |
| lûtet baz/ ein wort, daz schône gezimt,/ dan daz man ûz der bühsen nimt./ als verre als ichz bedenken kan,/ sô | |
| wîse,/ diu junge süeze künigîn/ alsô zôch si gedanken în/ ûz maneges herzen arken,/ als der agestein die barken/ mit der | |
| stæter trahte,/ mit wie gevüeger ahte/ er urloup genæme/ und ûz den sorgen kæme;/ wan er wol wiste, möhtez sîn,/ im | |
| si wurden al gelîche/ von allem dem rîche/ reht unde ûz allem herzen vrô./ der künec sîn vriunt der vrâgte in | |
| daz kint noch maget von wîbe/ als lustic unde als ûz erkorn/ nie wart noch niemer wirt geborn./ diu lûtere, diu | |
| zÎrlant getruoc,/ des begundens under in dô jehen,/ ez wære ûz zoubere geschehen./ ‘seht’ sprâchens alle ‘merket hie/ und sprechet, wie | |
| dir hæte,/ sôn gestatestû mirs niht./ swaz sô nu hier ûz geschiht,/ dâ bin ich gar unschuldic an./ swie ich dir | |
| und suln ez mit ir kinden/ wider ze suone bringen./ ûz hezlîchen dingen/ wirt dicke michel vriuntschaft./ sît ir hie zuo | |
| der rede wâren./ nu muosez unde solte wesen./ //Tristan hiez ûz dem hove lesen/ des küneges heinlîchære,/ zweinzec ritter gewære/ und | |
| und bestât uns allez daz lant./ die wîle ich morgen ûze sî/ (wan ich wil rîten hie bî/ ûf âventiure vil | |
| er gesach/ sîner ougen ungemach,/ den egeslîchen trachen;/ der warf ûz sînem rachen/ rouch unde vlammen unde wint/ alse des tiuveles | |
| egeslîcher stimme/ und hürste vil von grimme/ abe brande und ûz der erden sluoc./ des treib er vil und sô genuoc,/ | |
| einen dôz und eine stimme/ sô griulîch und sô grimme/ ûz sînem veigen giele,/ als himel und erde viele/ und daz | |
| gesach,/ den giel er im ûf brach,/ mit micheler arbeit;/ ûz dem rachen er im sneit/ der zungen mit dem swerte/ | |
| si erbeizeten alle viere/ und hæten in vil schiere/ her ûz gezogen an daz lant./ den helm enstrictens ime zehant/ und | |
| sô daz si gerne wolten sehen,/ waz dâ solte geschehen/ ûz disem lantschalle:/ des wundertes alle./ //Die sæligen Îsôte zwô/ nu | |
| alle wîs,/ iu sint die wîsen alle tump;/ ir machet ûz dem slehten crump/ und ûz dem crumben wider sleht;/ ir | |
| wîsen alle tump;/ ir machet ûz dem slehten crump/ und ûz dem crumben wider sleht;/ ir habet allen ungereht/ an iuwer | |
| milte,/ zem sper und zem schilte/ ein ritter edel und ûz erkorn,/ von künigen unz her geborn/ und ist ouch danne | |
| iu zehant niht,/ sô diu suone geschiht,/ sô lât mich ûz dem vride wesen/ und lât mich niemer genesen.’/ diu wîse | |
| manic zale./ ich weiz ez wol, daz in dem sale/ ûz maneges mannes munde/ lobebrunnen vil begunde/ ûf wallen unde enspringen/ | |
| ich den trachen hæte erslagen/ und ime mit lîhter arbeit/ ûz sînem tôten rachen sneit/ dise zungen und si dannen truoc,/ | |
| schenke in disen tranc vür wîn/ und lâ sin trinken ûz in ein./ bewar daz, daz sîn mit in zwein/ ieman | |
| eine habe,/ nu gie daz volc almeistic abe/ durch banekîe ûz an daz lant;/ nu gienc ouch Tristan zehant/ begrüezen unde | |
| dar în versenket wâren,/ si begunde stades vâren,/ si wolte ûz unde dan:/ sô clebet ir ie der lîm an;/ der | |
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