Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sin stM. (1349 Belege) Lexer BMZ
| unde wegent,/ als sir der werlde gunnen,/ die gebent ir sinne brunnen/ sô volleclîche manegem man,/ daz si mir einen trahen | |
| cleine,/ ern müeze mir verrihten,/ verrihtende beslihten/ beidiu zungen unde sin,/ an den ich sus entrihtet bin./ diu mînen wort muoz | |
| mir lân/ durch den vil liehten tegel gân/ der camênischen sinne/ und muoz mir diu dar inne/ ze vremedem wunder eiten,/ | |
| clê/ unde ûf liehten bluomen gê;/ dannoch gewende ich mînen sin,/ sô cleine als ich gesinnet bin,/ kûme oder niemer dar | |
| vrou Cassander,/ diu wîse Troiærinne,/ ir liste und alle ir sinne/ dar zuo hæte gewant,/ daz si Tristande sîn gewant/ berihte | |
| bereite/ nâch solher wîsheite,/ sô siz aller beste/ von ir sinnen weste,/ der geist ze himele, als ichz las,/ von den | |
| guot,/ swer zuo den zwein geræten tuot/ bescheidenheit und höfschen sin,/ diu vieriu würkent under in/ als wol als ieman ander./ | |
| sol./ neve, dû hâst vernomen wol/ mîne bete und mînen sin:/ bistû mir holt, als ich dir bin,/ treistû mir herze, | |
| geschehen?/ ich hân mich selben übersehen:/ wâ sint nu mîne sinne?/ die guoten marschalkinne,/ die reinen, die stæten,/ mîne vrouwen Floræten,/ | |
| dem man leide tæte,/ daz er mit rede doch hæte/ sin unde vuoge wider in./ hætet ir nu vuoge unde sin,/ | |
| sin unde vuoge wider in./ hætet ir nu vuoge unde sin,/ sô leide als ir mir habet getân,/ ir möhtet mich | |
| Rûal unde an Marke./ an disen zwein was al sîn sin:/ der sin stuont ime her unde hin./ //Nu spreche ein | |
| an Marke./ an disen zwein was al sîn sin:/ der sin stuont ime her unde hin./ //Nu spreche ein sæliger man:/ | |
| huop Tristan/ rîche unde willeclîchen an/ und antes ouch mit sinnen:/ er hiez ime gewinnen/ schœniu ros und edele wât,/ spîse | |
| mâge unde sîne man/ und alle, die dâ wâren/ von sinnen oder von jâren/ oder aber von in beiden/ betrehtic unde | |
| habe.’/ hie begunde in Marke leiten abe/ mit allen sînen sinnen./ er wânde im abe gewinnen,/ ob erz in lâzen hieze,/ | |
| ich/ noch mit sîner sterke/ mînes herzen merke/ noch mînes sinnes spitze sehe/ mit nâhe merkender spehe/ niht stumpfen noch lesten,/ | |
| daz werc daz was dar inne/ an geschepfede unde an sinne/ vil lobelîchen ûf geleit./ des wercmannes wîsheit/ hî, wie wol | |
| als si alle tuont,/ die ûf rehte manheit/ alle ir sinne hânt geleit:/ er nam ouch eine kêre/ nâch sînes herzen | |
| sluoc sô crefteclîche ûf in,/ daz er im craft unde sin/ vil nâch mit slegen hæte benomen./ wær ime der schilt | |
| vant./ wie dô? die wâren besant,/ die leiten allen ir sin/ mit arzâtlîchem liste an in./ waz truoc daz vür oder | |
| oder tôt/ als disiu tôtlîche nôt./ hie mite besazter sînen sin,/ er wolte binamen dâ hin,/ ez ergienge im, swie got | |
| swære im aber wære/ al sîn herze und al sîn sin,/ sô schiffet er doch allez hin./ //Tristan beleip al eine | |
| bâtens in, er harpfet in;/ und er kêrt allen sînen sin/ an ir gebot und an ir bete,/ wan erz von | |
| an höfscheit/ hæter gewendet unde geleit/ sîne tage und sîne sinne./ der was der küniginne/ meister unde gesinde/ und hæte si | |
| ern mag im niht ze staten gestân/ mit keiner slahte sinne.’/ //’Sich’ sprach diu küniginne/ ‘ich sol den kameræren sagen,/ müger | |
| wil, sô genise ich wol./ sæligiu küniginne,/ sît daz iuwer sinne/ alsô stânt, als ir dâ saget,/ umb iuwer tohter die | |
| und vorbesihtic wære./ //Diu wîse küniginne/ diu kêrte alle ir sinne/ und alle ir witze dar an,/ wie si generte einen | |
| was ir meiste unmüezekeit/ der jungen küniginne./ hie baneketes ir sinne/ und ir gedanke dicke mite./ hie von sô wart si | |
| michel ungewisheit./ er gie zer küniginne/ und begunde in schœnem sinne/ sîne rede besetzen an der stete,/ als er an allen | |
| vor disem ganzen jâre.’/ ‘nein edeliu küniginne,/ nemet in iuwer sinne,/ wie ez umb die gotes ê/ und umbe herzeliebe stê:/ | |
| vielt der ellende/ ietwedere sîne hende/ des lîbes unde der sinne/ ietwederer küniginne,/ beidiu der muoter unde der maget:/ ‘iu beiden’ | |
| wie soltez iemer ergân?/ wan nemet ir doch in iuwern sin,/ wiez under uns und under in/ nu guote wîle si | |
| gein der wilde hin./ daz tet er aber durch den sin:/ er wolte sich verbergen dâ,/ den tac geruowen eteswâ/ und | |
| alsô grôzer nôt,/ daz ich in mag gewinnen/ mit eteslîchen sinnen.’/ von jenen drîn er sich verstal,/ eine halden stapfet er | |
| daz gereite si begunden/ bemerken unde betrahten/ und in ir sinnen ahten,/ sin gesæhen nie zÎrlande/ gereite solher hande,/ und kâmen | |
| komen:/ diu zunge hât ouch ime benomen/ beidiu craft unde sin.’/ hie mite entwâfentens in/ und dôs an ime niht vunden/ | |
| brichet mir den eit.’/ //Aber sprach diu küniginne:/ ‘truhsæze, dîne sinne/ die sint starc unde spæhe,/ der spæhe an sinnen sæhe;/ | |
| dîne sinne/ die sint starc unde spæhe,/ der spæhe an sinnen sæhe;/ si habent dem gelîchen schîn,/ als si ze kemenâten | |
| dûn bist niht wol dar mite bewart./ habe dîne mannes sinne/ und minne, daz dich minne;/ welle, daz dich welle:/ daz | |
| Tantris genant.’/ //Die namen begunde si zehant/ beide in ir sinnen ahten,/ ir beider lût betrahten./ ‘â hêrre’ sprach si wider | |
| dû hie mite?/ sint diz schœne vrouwen site?/ hâstû dînen sin verlorn?/ weder ist diz schimpf oder zorn?/ waz sol daz | |
| ‘nein vrouwe, tuot die rede hin!/ iuwer sælde und iuwer sin/ diu sint hie zuo ze guot,/ daz ir iemer keinen | |
| weiz ez wârez alse den tôt,/ daz irn in iuwern sinnen/ unsanfte muget geminnen/ vor iuwerm alten leide./ sô gelobet im | |
| si ‘der gesegene mich!/ von wannen kam dir ie der sin?’/ nu si drî von im under in/ geredeten maneger hande,/ | |
| daz bilde, daz diu Minne/ an lîbe und an dem sinne/ sô schône hæte gedræt:/ diu zwei, gedræt unde genæt,/ diun | |
| von golde/ smal, alse er wesen solde,/ geworht mit spæhem sinne./ dâ lâgen gimmen inne,/ erwünschete steine,/ vil lieht und iedoch | |
| in ein glasevezzelîn/ einen tranc von minnen,/ mit alsô cleinen sinnen/ ûf geleit und vor bedâht,/ mit solher crefte vollebrâht:/ mit | |
| solt mit mîner tohter hin;/ dâ nâch sô stelle dînen sin./ swaz ich dir sage, daz vernim:/ diz glas mit disem | |
| daz, daz sîn mit in zwein/ ieman enbîze, daz ist sin,/ noch selbe entrinkes niht mit in:/ der tranc der ist | |
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