Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sin stM. (1349 Belege) Lexer BMZ
| haz./ si was so hohes muotes,/ daz ich vergaz der sinne./ got lone ir alles guotes!/ so twinget mich ir minne./ | |
| swem daz niht gevellet,/ daz wizzet, der enhat niht guoter sinne./ Wiz sint ir beinel,/ lint diu diehel, reitbrun ist ir | |
| an si niht dicke,/ ich fürhte, daz ir vlieset iuwer sinne./ Ir zimt so wol daz lachen,/ daz tusent herze müesten | |
| hyn/ tzuo#p+8#p- der ymmer werenden wunne!/ gib myr so kreftelichen syn,/ daz mich der tiubel nicht vur irren kvnne!/ sin lage ist | |
| mich, e#p+8#p- ir ge das zil/ dyns orteils, herre, sterke myne synne!/ Vil suoze vater ihesu krist,/ helf myr, daz ich mich | |
| wise gar,/ des nemt an mangem fraze war./ niht guotes sinnes hat der sluch,/ der niht aht wan uf den buch./ | |
| wegent:/ die pflegent niht, si widerpflegent./ //Cunst unde nâhe sehender sin/ swie wol diu schînen under in,/ geherberget nît zuo zin,/ | |
| under in,/ geherberget nît zuo zin,/ er leschet kunst unde sin./ //Hei tugent, wie smal sint dîne stege,/ wie kumberlîch sint | |
| die sîne mite/ und würde selbe erkant dervan./ //Mit disen sinnen huob er an:/ er bevalch sîn liut und sîn lant/ | |
| getân/ durch niht niwan durch minne./ daz enzunte ouch sîne sinne,/ daz si sâ wider vuoren/ und nâmen Blanschefluoren/ und vuorten | |
| tæte,/ durch haz oder aber durch minne,/ daz machete sîne sinne/ in zwîvele wanken:/ er wancte mit gedanken/ wîlent abe und | |
| verlân,/ an haz noch ouch an minne./ sus swebeten sîne sinne/ in einer ungewissen habe:/ trôst truog in an und zwîvel | |
| diu minnet in:/ des was sîn herze und al sîn sin/ einbærelîche an si geleit,/ daz nieman dô dâ wider streit./ | |
| streit./ //Nu daz diu süeze minne/ sîn herze und sîne sinne/ al nâch ir willen hæte brâht,/ dannoch was ime vil | |
| leben wart ime gegeben:/ er verwandelte dâ mite/ al sîne sinne und sîne site/ und wart mitalle ein ander man;/ wan | |
| was mit wunderlîchen siten/ und mit blintheit undersniten./ sîn ane geborne sinne/ die wâren von der minne/ als wilde und alse unstæte,/ | |
| si beladen./ diu gewaltærinne Minne/ diu was ouch in ir sinne/ ein teil ze sturmelîche komen/ und hæte ir mit gewalte | |
| man und in:/ waz mag er mir des, daz mîn sin/ von den andern allen/ an in einen ist gevallen?/ dô | |
| las,/ swaz lobelîches an im was:/ dâ von ergouchete mîn sin,/ hie von geviel mîn herze an in./ entriuwen daz erblante | |
| selbe wister an ir wol./ daz selbe enzunte ir beider sin./ dâ von begundens under in/ sich meinen unde minnen/ mit | |
| von begundens under in/ sich meinen unde minnen/ mit herzenlîchen sinnen./ ez ergienc in rehte, als man giht:/ swâ liep in | |
| vriste si daz leben mite,/ biz daz si wider ze sinnen kam/ und in ir trahte dô genam,/ wie sin gesehen | |
| als ez ir leide töhte./ //Sus kam ir in ir sinne/ umb eine ir meisterinne,/ dius alle zît und alle wege/ | |
| diu naht./ sus lac si in der unmaht/ und âne sinne lange,/ ir wange an sînem wange,/ gelîche als ob si | |
| stunt/ in einer cleinen stunde,/ unz ime ir munt enzunde/ sinne unde craft zer minne,/ wan minne was dar inne:/ ir | |
| lebende sol/ und als der minnende tuot:/ ir herze, ir sin, ir gernder muot/ lac niwan an Riwalîne./ dâ wider lac | |
| an ir und an ir minnen./ si hæten in ir sinnen/ beid eine liebe und eine ger:/ sus was er si | |
| in ir munde;/ ir zunge, ir munt, ir herze, ir sin,/ daz was allez dô dâ hin./ diu schœne enclagete dô | |
| muot gewan/ oder iemer wil gewinnen,/ der trahte in sînen sinnen,/ wie lîhte misselinge/ an sus getânem dinge/ guoten liuten ûf | |
| was daz billîch unde wol:/ si leite ouch allen ir sin/ mit muoterlîcher liebe an in/ und was des alsô stæte,/ | |
| süeziu muoter leite an in/ mit alsô süezem vlîze ir sin,/ daz sime des niht engunde,/ daz er ze keiner stunde/ | |
| und iedoch dô er ir began,/ dô leite er sînen sin dar an/ und sînen vlîz sô sêre,/ daz er der | |
| under in:/ kunden sin iemer bringen hin/ mit keiner slahte sinnen,/ si möhten sîn gewinnen/ grôzen vrumen und êre;/ und biten | |
| sô hætens alle ir maht/ vil nâch verlorn unde ir sin./ //Nu sprach ir einer under in:/ ‘ir hêrren alle, sammir | |
| hêrn Gurûne/ und von sîner vriundinne.’/ diz nam in sîne sinne/ der harpfær und loste allez dar,/ als er der rede | |
| jugent/ gehellesam an einer tugent;/ alhie viel hôher muot in sin;/ hie mite behieltens under in/ //Tristan sîn reht an muote,/ | |
| diu dise[n] zwei[n] zesamene sneit;/ daz vierde daz was höfscher sin,/ der næte disen allen drin./ si worhten alle viere/ vil | |
| gerte,/ daz volle guot gewerte,/ bescheidenheit schuof unde sneit,/ der sin der næte ir aller cleit/ und ander ir feitiure,/ baniere | |
| geseit/ von werltlîcher zierheit,/ von rîchem geræte:/ ob ich der sinne hæte/ zwelve, der ich einen hân,/ mit den ich umbe | |
| diu mære/ beid ûzen unde innen/ mit worten und mit sinnen/ durchverwet und durchzieret!/ wie er mit rede figieret/ der âventiure | |
| ebene unde sleht,/ ob ieman schône und ûfreht/ mit ebenen sinnen dar getrabe,/ daz er dar über iht besnabe./ vindære wilder | |
| der mære wildenære,/ die mit den ketenen liegent/ und stumpfe sinne triegent,/ die golt von swachen sachen/ den kinden kunnen machen/ | |
| mit criecheschen borten./ er hât den wunsch von worten:/ sînen sin den reinen/ ich wæne daz in feinen/ ze wundere haben | |
| zwô volle sælekeit:/ daz sint diu wort, daz ist der sin:/ diu zwei diu harpfent under in/ ir mære in vremedem | |
| und vil rederîch:/ von Veldeken Heinrîch/ der sprach ûz vollen sinnen;/ wie wol sanger von minnen!/ wie schône er sînen sin | |
| sinnen;/ wie wol sanger von minnen!/ wie schône er sînen sin besneit!/ ich wæne, er sîne wîsheit/ ûz Pegases urspringe nam,/ | |
| umbereit/ ze sîner swertleite./ ine weiz, wie in bereite:/ der sin wil niender dar zuo;/ sôn weiz diu zunge, waz si | |
| diu zunge, waz si tuo/ al eine und âne des sinnes rât,/ von dem sir ambet allez hât./ waz aber in | |
| man./ nun weiz ich, wies beginne:/ mîn zunge und mîne sinne/ dien mugen mir niht ze helfe komen;/ mir ist von | |
| diezent,/ ûz den die gâbe vliezent/ der worte unde der sinne./ der wirt, die niun wirtinne,/ //Apolle und die Camênen,/ der | |
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