Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sin stM. (1349 Belege) Lexer BMZ
| inwiderstrît./ diz gesinde diende zaller zît/ ir ôren unde ir sinne./ ir hôhzît was diu minne,/ ir vröuden übergulde,/ diu brâhtin | |
| zwêne rigele vür./ ein valle was ouch innen/ mit kündeclîchen sinnen/ hin ûz geleitet durch die want,/ aldâs ouch Tristan dâ | |
| cêder/ daz meinet an der minne/ die wîsheit und die sinne;/ daz von dem helfenbeine/ die kiusche und die reine./ mit | |
| lust/ ûzen und innerthalp der brust./ si ervröuweten ouge unde sin:/ diu süeze linde süezet in/ luft unde schate mit ir | |
| winden:/ die vröutens ûze und innen/ an ôren unde an sinnen./ der boume flôrîe,/ diu liehte prâerîe,/ die bluomen, daz ingrüene | |
| kæme,/ ir tougen dâ vernæme./ hier über vant Tristan einen sin./ dar an gevielens under in:/ si giengen an ir bette | |
| geslichen wâren hin./ hie mite sô kam er an den sin,/ ez wære niwan des hirzes trat:/ er erbeizete und trat | |
| sô schœnes ûf der erden./ und ine weiz durch welhen sin,/ ein swert daz lît dâ zwischen in/ schœne unde lûter | |
| minnen übergulde,/ diu guldîn unschulde,/ diu zôch im ougen unde sin/ mit ir gespenstikeite hin,/ hin dâ der ôsterlîche tac/ aller | |
| ir lîbes;/ diu schœne des wîbes/ diu spuon im sîne sinne/ zir lîbe und zir minne./ sîn ouge stuont im allez | |
| ze hûse kêren hin./ daz tet er aber durch den sin,/ daz nieman anders kæme dar,/ der ir dâ würde gewar./ | |
| minne/ diu blendet ûze und inne.’/ si blendet ougen unde sin:/ daz si wol sehent under in,/ des enwellent si niht | |
| sach wol, daz sîn wîp Îsôt/ ir herzen unde ir sinne/ an Tristandes minne/ mitalle was vervlizzen;/ und enwoltes doch niht | |
| ie genôte/ //Marken ûze und innen/ an ougen unde an sinnen:/ ern kunde niht an ir gesehen,/ des er ir zarge | |
| antwerc,/ diu vîndin der minne,/ diu nam in alle ir sinne;/ und aber binamen Îsôte/ der was ande unde nôte:/ //Tristandes | |
| verbôt/ die heinlîche wider in,/ sô ir gedanke unde ir sin/ ie harter an in was begraben./ diz muoz man ouch | |
| unde lâze/ ir leben an die mâze;/ dâ besetze ir sinne mite,/ dâ ziere mite lîp unde site:/ mâze diu hêre/ | |
| genendet,/ an den si gar gewendet/ ir lîp unde ir sinne,/ ir meine unde ir minne,/ der wart sælic ie geborn,/ | |
| der gleste der künigîn/ in ir herze und in ir sinne:/ diu sunne und diu minne;/ der senede muot, diu heize | |
| mê/ ze vröuden widervert als ê./ nu nemet in iuwer sinne,/ wie lûterlîche minne/ wir haben geleitet unze her,/ und sehet, | |
| siuftende sprach si wider in:/ ‘hêrre, unser herze und unser sin/ diu sint dar zuo ze lange,/ ze anclîch unde zange/ | |
| urkünde sîn/ der triuwen unde der minne:/ ob ir dekeine sinne/ iemer dâ zuo gewinnet,/ daz ir âne mich iht minnet,/ | |
| nôt./ waz rede ich sinnelôse Îsôt?/ //Tristandes zunge und mîn sin/ diu varnt dort mit ein ander hin./ //Îsôte lîp, Îsôte | |
| dâ ze lande/ vil lobes und êren ûf geleit./ sîne sinne und sîne manheit/ diu prîsete hof unde lant./ diu beidiu | |
| er irret unde wirret/ die wârheit und daz lougen/ mîner sinne und mîner ougen./ er birt mir wunderlîche nôt:/ mir lachet | |
| niht gedanchaft/ zerneste noch ze ritterschaft;/ sîn herze und sîne sinne/ diun wâren niwan an minne/ und an gemuotheit geleit./ er | |
| muote komen/ wider an sîn erbeminne:/ sîn herze und sîne sinne/ diu triben dô niwan ir altez leit./ doch begienger sîne | |
| danne ir vlîz an in./ ir clâren ougen unde ir sin/ diu spilten ûf in denne;/ sô warf ouch eteswenne/ der | |
| unde meinde in:/ an ime lac ir herze unde ir sin,/ sîn triure was ir ungemach;/ und sô sin eteswenne sach/ | |
| sô stæteclîche truoc,/ die betrûreter genuoc./ in erbarmete, dazs ir sinne/ sô verre an sîne minne/ umb niht hæte verlân/ und | |
| alle zît/ lachende under ougen lît,/ diu blendet ougen unde sin,/ diu ziuhet ie daz herze hin./ //Hie mugen die minnære/ | |
| liep, daz mir sus wirret,/ daz mir benimet lîp unde sin,/ dâ von ich sus beswæret bin,/ sol mir daz ûf | |
| mîne meine/ an maneger danne an eine;/ gewende ich mîne sinne/ mê danne an eine minne,/ ich wirde lîhte dervan/ ein | |
| nu bin ich trûric, ir sît vrô;/ sich senent mîne sinne/ nâch iuwerre minne/ und iuwer sinne senent sich,/ ich wæne, | |
| vrô;/ sich senent mîne sinne/ nâch iuwerre minne/ und iuwer sinne senent sich,/ ich wæne, mæzlîch umbe mich./ die vröude, die | |
| âne vorhte./ swer die burc worhte,/ der zierte si mit sinnen./ siu was ûʒen und innen/ von golde als ein gestirne./ | |
| mich sô wol gezogen,/ wær al diu welt als unbetrogen/ schœner sinne und êre,/ sô wundert mich vil sêre,/ daʒ dehein man | |
| daʒ ich gern als andriu wîp/ wil leben, die ir sinne/ an guoter manne minne/ hânt verlân und den lebent,/ die | |
| de ie wære/ hübsch und mære,/ biderbe unde wol gezogen,/ schœner sinne umbetrogen./ schowe mînen schœnen lîp:/ ich bin ein ritterlîcheʒ wîp./ | |
| einer bete,/ daʒ vrowe nie mê getete,/ daʒ du dîne sinne/ kêrest an mîne minne,/ wan du sô rehte schœne bist./ | |
| des wünsch ich dir von minnen,/ mit herzen und mit sinnen./ ich müeʒe freude an dir geleben!/ dem himelschen got sîst | |
| in niht geriuwe./ ûf mîne triuwe,/ daʒ wâren ie die sinne mîn.’/ ‘herre, lât die rede sîn’/ sprach der vrowen vartgenôʒ:/ | |
| warp sîn muoter ie,/ diu wîse merminne,/ mit allem ir sinne,/ daʒ Iweret wurde erslagen,/ wan er ir sune dem zagen/ | |
| swaʒ siu gesprach, daʒ was gesworn:/ sô stæte wârn ir sinne,/ wan daʒ si sît diu minne/ brâht an sölhiu mære,/ | |
| smal,/ siu lac hôhe ob dem tal,/ erbûwen wol mit sinnen./ ûʒenân und innen/ schein siu betalle hêrlich./ niden was der | |
| sô guot,/ daʒ siu herze unde muot/ und alle ir sinne/ kêrt an sîne minne,/ und was diu holtschaft vil grôʒ./ | |
| baʒ./ zehant er ûf sîn ors gesaʒ./ des trûrten ir sinne./ siu sprach ‘ôwê Minne,/ war umbe hâstu mich geschant?/ daʒ | |
| ach Minne, waʒ du wunders weist!’/ //Dô sus alle ir sinne striten,/ dô kom ir vater zuo geriten/ ûf eime stolzen | |
| wîgant/ enbôt der merminne,/ daʒ sîu ûf leit in ir sinne/ swaʒ siu selbe wolte,/ wan er daʒ tuon solte,/ geriet | |
| eʒ hieʒ ir âventiure,/ der hübschen küniginne./ eʒ wâren ir sinne,/ daʒ siu niemer man genæme,/ eʒ enwær daʒ einer kæme,/ | |
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