Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sin stM. (1349 Belege) Lexer BMZ
| was genant/ von eines schephæres hant./ von herzen und von sinnen/ begunde er sêre minnen/ den, der rehter schephære/ gar dirre | |
| elliu dinc geschaffen hât./ Abraham, der reine man,/ in sînen sinnen dô began/ got minnen alsô sêre,/ daz er im durch | |
| Jôêl unde Abŷas,/ Zacharjas und Malachŷas./ ouch sprach ûz tiefer sinne vurt/ ein man von Kristes geburt,/ der was Bâlââm genant:/ | |
| wîse künic Salomôn./ sî krœnet sînes mundes dôn/ mit wîslîchem sinne./ er sprach: "mîn vriundinne/ muoz vür ander tohter sîn,/ alsam | |
| bewart./ des tôdes kunft daz ist diu naht,/ diu unser sinne hât bedaht,/ daz sîn zil und ouch sîn komen/ unsern | |
| hât bedaht,/ daz sîn zil und ouch sîn komen/ unsern sinnen ist benomen./ //Daz öle bezeichent guotiu werc,/ diu vil swærer | |
| solt dû got/ gelouben unde minnen/ von herzen und von sinnen:/ gelouben, daz der reine Krist/ mensche durch uns worden ist/ | |
| hœhste gebot,/ daz man den næhsten unde got/ mit vriuntlîchem sinne/ alsam sich selben minne./ //Dû solt niemer gesorgen/ gên dem | |
| daz er mîn wirdic müge sîn."/ diz merke in den sinnen dîn,/ daz dir got gebe ze lône/ des himelrîches krône."/ | |
| was diu gesiht,/ er lie der honictropfen niht./ //Ist dînen sinnen iht ze snel/ ze merkenne diz bîspel,/ sô wil ich | |
| wurzelkraft,/ dâ unser leben ist angehaft./ merke ouch in den sinnen dîn,/ daz der trache viurîn,/ der gên dem man ûf | |
| lôn gewinnent/ von der vriunde minne,/ daz merke in dînem sinne./ Ez was ein vil guoter man,/ der drîer vriunde nam | |
| drîer vriunde nam sich an,/ die begunder minnen/ von herzenlîchen sinnen./ den zwein er solher minne jach,/ daz man in mit | |
| ie dienen disen beiden./ er was gar ungescheiden/ mit stæteclîchem sinne/ von dirre beider minne./ den lobet er, unz an sînen | |
| wan dû des gedenken muost,/ daz ich in al den sinnen mîn/ gevleiz mich nie des willen dîn/ und dir gediende | |
| geloube, triwe, dêmüete,/ gotes und des næhsten minne/ mit unvalschlîchem sinne,/ der man alsô kleine wart/ und doch ir helfe ist | |
| wol erkennen/ daz ez die leiden tiuvel sint,/ die unser sinne machent blint,/ daz wir der welte unstætekeit,/ ir süezez sûr, | |
| liebez leit/ wol sehen und niht wellen sehen/ und unsern sinnen des verjehen,/ ir guot daz sî ein stæte guot./ sus | |
| menschlîcher wîsheit/ sint unmügelich geseit./ nû hân ich in die sinne mîn/ genomen gar die lêre dîn/ und weiz die kranken | |
| in sînem muote er nâher truoc/ und ouch in sînem sinne/ die gotlîchen minne./ dô gedâhter im alsô:/ "diz solde sîn, | |
| sînes gebotes/ hât mir gegeben solhe kunst,/ daz ich mit sinnen hân vernunst/ und übel unde guot verstân/ und daz ich | |
| die arbeit,/ diu an in ie wart geleit,/ mit lîdeclîchem sinne/ durch dirre megede minne./ dô der alte man ersach,/ als | |
| und dînes herzen stæter rât/ sî beginnet minnen/ von herzeclîchen sinnen,/ so ergetze ich dirre welte dich./ dîn erbe wirt sô | |
| er katheziziert in sô:/ //"Sun" sprach er, "geloubestû/ mit vesteclîchen sinnen nû,/ daz got ie was und iemer ist/ und daz | |
| krisemen streich er dar/ und beslôz dem tiuvel vor/ sîner sinne herzentor./ er sprach: "vil liebez kint, nû sprich,/ wil dû | |
| sîniu vremeden mære/ dir süeze, unwandelbære/ sint worden in den sinnen:/ ich sihe dich sie wol minnen./ dû solt niht mê | |
| alsô stæten sin,/ daz er dich künne minnen/ von herzeclîchen sinnen:/ lieber got, herre Krist,/ sît dû der herzen schouwer bist,/ | |
| wirret grôzer siecheit niht,/ wan daz mîn klagendez herze giht/ sinn und dem lîbe solher nôt,/ daz ich bin gar an | |
| mannes wîs,/ nâch dem ich suochende var;/ er ist wîser sinne bar:/ Barlââm ist er genant./ er kom dâ her in | |
| daz mir got ie getet daz heil,/ daz ich von sinnen mich verstân,/ von wem ich lîp und sêle hân./ daz | |
| sprechen mac:/ wænest dû danne, liebez kint,/ daz ich der sinne wær sô blint,/ westich niht rehte, daz diz leben,/ an | |
| dir ein ebenmâze sîn,/ daz ein tumbez vederspil/ hât rehter sinne alsô vil,/ daz im eines menschen hant/ wirt heinlich unde | |
| durch in? daz ist ein tumpheit,/ diu dich ûz wîsen sinnen treit."/ "ez ist benamen wâr, daz Krist/ got ie was | |
| ist gesaget dir./ swer daz widerreden wil,/ der hât tumber sinne vil./ ez tuot ouch niemen, wan die sint/ unwîse unde | |
| er ist geschephede genant/ von des hœhesten hant./ //Vil tumber sinne wont iu bî,/ jeht ir, daz diu erde sî/ got. | |
| ist noch tumber danne ein kint,/ sîn herze ist wîser sinne blint./ //Nû saget ir ouch, ir betent an/ ein bilde | |
| tôrheit hât erkorn/ ouch zeiner gotinne./ nû seht, wie iuwer sinne/ sint noch blinder danne blint,/ daz ir dem ophert iuwer | |
| ir goten ist geseit!/ gezimet gote, daz er sî/ menschlîcher sinne vrî?/ sol er sîn sô vergezzen,/ daz er sîn kint | |
| kraft!/ sol got durch valsch aptrünnic sîn?/ sol in von sinnen jagen der wîn?/ sol er bî vremeden wîben ligen?/ sol | |
| iemer sterben siht./ //Nû nennen die gotinne,/ die iuwer valschen sinne/ über iuch ze goten nennent/ und wânlîche erkennent/ dâ vür, | |
| einem wîbe geben/ kraft und gotlîchez leben./ wîp hât kranker sinne lîp:/ dem man ist undertân daz wîp./ nû seht, waz | |
| sich vil sêre/ ûf hôher künste lêre/ mit der gedanke sinne,/ daz si wol ein gotinne/ möhte sîn von wîsheit./ von | |
| vil begunde/ gîre und rappen minnen/ vür got mit stæten sinnen:/ affen wâren maneges gote./ nâch gotes und der welte spote/ | |
| vrî./ ir lêrer, ir philosophî/ wolten hôher künste phlegen:/ der sinnen was unkunst gewegen;/ die brâhten daz liut an die site,/ | |
| stæte zaller zît/ got und den næhsten minne/ von herzeclîchem sinne./ er gebiutet dêmüete,/ zuht, milte unde güete/ behalten unverkêret./ dar | |
| sus von rehte tuot,/ wan mînes herzen kranker muot/ die sinne von im wante./ swie wol ich erkante/ sîne gotlîche kraft,/ | |
| sînen zwîvel sach:/ "dû solt vestez herze hân/ und zwîvellîche sinne lân/ durch dîn heil, durch got, durch mich./ ich wil | |
| sînem herzen nâhe gie/ des heilegen geistes minne./ sînes herzen sinne/ begunden sêre brinnen/ in gotlîchen minnen./ er sprach: "herre Jôsaphât,/ | |
| ir ietwedern lêren/ und an in ruochte mêren/ mit unvalschem sinne/ sîn vil süezen minne./ sich schieden gotes degene/ mit bruoderlîchem | |
| ist wol erkant,/ wes die von Gâlilêâ jehent./ des ir sinne sich versehent,/ daz ist ein kintlîch trügeheit,/ diu wirt schiere | |
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