Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
scheiden stV. (1290 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| daz machet, daz ich mich so kûme von dem mînem schaide,/ * mir geben danne hôhe herren und ain schœnez wîp | |
| ich bin der aine,/ der sich niemer tag von iuch geschaiden wil./ Sol daz helfen claine,/ darzuo wære doch der güete | |
| kumber unde leit./ daz er niht gotes willen tuot,/ des scheidet er in dan von sîner pflihte./ Vil werder künig, nu | |
| daz ich lîchte noch gewinne/ von ir vrô gemüete./ Refr.: Scheiden, daz tuot wê und muoz doch sîn./ ich muoz den | |
| ist ez tag, als dû, mîn trût, nu von mir scheidest,/ wem lâst du danne ein senedez wîp?/ Ez mag dich | |
| //Mit urlob wil ich hinnan varn/ und scheiden von dem lande/ und niemer wider komen drin,/ si müez | |
| dicke,/ ich wær aller sorgen bar!/ //Mit urlob wil ich scheiden von dem lande,/ hertz und muot, daz lâz ich ir | |
| ze pfande./ sin und gedank, die wen von ir nit scheiden,/ Si sint ir bî mit stæteklichen triuwen:/ daz ist alsô | |
| iu guotes friundes leit./ Fröide, diu ist an uns beiden:/ scheiden $s sult ir mich von arebeit./ Al mîn fröide ist | |
| //Fröit iuch beide, junge und alt:/ winter kalt/ hinnen ist gescheiden./ schouwent an den walt!/ Velt und anger stêt bekleit,/ bluomen | |
| den mannen. //Wirt ein man mit rehte von sînem wîbe gescheiden, und daz si beidiu niht enwizzen daz si bî ein ander ze | |
| gescheiden, sô neme der rihter wîse liute ze im unde scheide ez. Der rihter sol sehen an des mannes laster und | |
| aller ſiner heiligen engele gnozſchefte $t vnde aller ſæligen ſele geſcheiden, dem wære bezzer, daz er diſen tak nie gelebet hete. | |
| gefvͦret wart zvͦ ir trvtſvne vnde die heiligen zwelfboten ſih ſchieden in die werlte, daz goteſ wort ze predigenne, do kerte | |
| herren Ieſu Chriſto in dem himele, wan ſi ane ſvnde ſchieden von dirre werlte. Nv bevelhet $t in hivte alle iwer | |
| lebintigin al nach ir werchin. Ê aber uon ſinen ivngirn ſchîede, ſo getroſte er ſi mit einim michilime trôſte. Er âz | |
| geloͮbin unde mit warir riwe iwer ſunde uon dirre werelt ſcheidin můzzit. Quod ipſe preſtare. //DE SANCTO LAURENTIO. Iocundvs homo, qui | |
| ſante Marie, div heilige moͮter unſerſ herren, uon dirre werlde ſcîet, ze der elliv werlt troſt unde zoͮuerſiht hât, wande ſi | |
| hûſ, dannan wir uz uaren, daz iſt dirre lîb. So ſceidet div ſele uomme lîbe, ſone mugen wir neheine riwe mere | |
| daz ir ſi geboͮzzen moͮzzet, ê ir uon dirre werlde ſceidet. Quod ipſe preſtare. //MICHAELIS. Omneſ fideleſ Chriſti deuoti concurrite ad | |
| unſ genadeclichen roͮche ze phahenne, ſo ſich ſele unde lîb ſceidet. Uleget in oͮch umbe die angeſtlichen nôt der iungeſten $t | |
| uoſ. ‘Alſ ich ivch geminnet han.’ Div goteſ minne iſt geſceiden uon der minne, da mit die menneſſcen ein ander weltlichen | |
| daz ir nachent in diſe werlt bechômet unde nachent deruon ſceiden moͮzzet. Den rîchtoͮm $t moͮzzet ir hie lazzen; uon div | |
| mac. Deiſt einiv, ſo div arme ſele uon deme lichenamen ſceidet, div ander, ſo ſi uur den oberſten rihtare chumet, div | |
| ſi getan wirt. Swenne div goͮte ſele uon deme lichenamen ſceidet, hat ſi wole unde rehte hie gelebet, ſo bringent ſi | |
| ernert. Quod ipſe. // So der man uon dirre werlde ſceidet, ſone uolget ime niht ſineſ goͮteſ, weder eigen noch lehen, | |
| gerehtet, daz er deſ tageſ, ſo er uon dirre werlt ſceidet, goͮte zoͮuerſiht habe. Wirne ſcolten nimmer geroͮwen, naht noch tac, | |
| unde gestatet niht, daz die sêle, die in gnâden hinnen gescheiden sint, die lenge sîn in wîzen. Diekein ander opfer sol | |
| sulen sie an anderen cleideren vor anderen brûderen niht sîn gescheiden. Wir setzen, daz igelich brûder an mentelen, an cappen, an | |
| vride blîben. Sunderliche abstinencie, die dâ merclîche von der gemeinde scheident, die mane wir, daz man die mîde. In ir hûseren | |
| swaz ich sol.”/ des was der bischolf harte vrô./ alsus schieden si sich dô/ harte minniclîche./ nu lôste got der rîche/ | |
| mê,/ entriuwen, ich gib ez iu ê/ danne wir uns scheiden nu zehant./ sît êt vil vaste gemant/ daz ir ez | |
| allez vergeben./ dâ mit gewan er in an,/ ê er schiede von dan,/ einer marc wert ode mê./ tet ez enmanne | |
| phaffen sanfte tet./ //Als er dâ michel guot gewan,/ dô schiet er vrœlîchen dan/ und warp aber nch bejage./ er vant | |
| ûzer mâze wol,”/ sprach der alwære,/ “sît unser schaffære,/ dâ enscheid ich niht abe,/ über allez daz ditz klôster habe/ dâ | |
| “deiswâr, ez vrumt uns beiden/ ê daz wir uns hie scheiden.”/ der wirt sprach: “ir ist sô vil/ daz ich des | |
| silbers geslozzen./ ir habt sîn genozzen,/ ê ir von uns scheidet,/ daz ez iu niht leidet./ deiswâr, er gît iu sîn | |
| minnen unverirret,/ sint in niht anders wirret,/ wan daz sie schaidet der tot/ und die vil schedeliche not,/ die si dar | |
| dir gutes ie geriet,/ so diu rede von minem munde schiet,/ so fur si durch din oren/ reht als einem toren,/ | |
| erdi i midalli./ daz wazzir habiti got in ruchi,/ er gischid iz von dem vluchi;/ unsich wolter voni den meinin/ an | |
| zi der helli./ zi jungist in offinimo zorni/ di heliwin scheidit er von demo chorni./ da sihit ein igilichir nach sin | |
| mich gehielte schone./ ich waere e iemer ane guot, e$’ch schiede von der krone./ dem künege dem sprich ich wol; in | |
| dem morgen/ und zwirent in der wochen baden, $s daz scheidet mich von guote./ Die wil daz ich verpfenden mac, $s | |
| diu wip gar missevar, $s swenn ich mich von in scheide./ der guote win der suret mir, swenn ich niht mac | |
| ende werde guot/ vnd ouch die sele werde vro,/ myn scheiden werde suoze!/ daz mich die helle gar vur ber,/ des helfe | |
| Jhesus sprach: ‘ich bin kummen zů bringende ein swert zů scheidene alles daz dem menschen zůgehoͤrt, můter, swester, brůder’, wan waz | |
| ein mittel zwúschent zit und ewikeit, und wenne sú sich scheidet von allen bilden, so treit sú ein suͤsses joch und | |
| usflus und widerflos; dis ist der wore rechte weg. Hie scheident sich die woren frúnt Gottes und die valschen: die valschen | |
| heissen sunnen, und wurde alles versuͤnt, und der vigent der scheit mit lediger hant von dannan, und wil der mensche wislichen | |
| werlichen Got und fúnde sich in Gotte einvelteklich; wan Got enscheidet niemer von disem; im wer Got gegenwúrtig, und ewikeit wirt | |
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