Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
scheiden stV. (1290 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| des under der getouften diet/ vil maniger von dem leben schiet./ //[P]înel, fîz Kâtor,/ der ze allen zîten was dâ vor/ | |
| des marchgrâven hant,/ des allez heidnisch lant/ von vreuden wart gescheiden./ daz was ein werder heiden./ der strît wart bêdenthalben sûr./ | |
| kinde zôch und im sô riet/ daz sîn herze nie geschiet/ von durhliuhtigem prîse./ der junge und der wîse/ sach gein | |
| daz in kraft verswant/ von überlast der heiden/ wurden si gescheiden/ under mange unkunde sprâche./ die Tybaldes râche/ der marchgrâve mit | |
| hôher art/ begunde jâmern dirre vart,/ ob er sich solte scheiden/ von mâgen und von mannen beiden,/ die dâ tôt wâren | |
| dir gewan?’/ mit unkreften Vîvîanz/ sprach ‘sît ich von Alischanz/ schiet, ich enhôrte niht noch sach:/ wan Chêrubîn der engel sprach,/ | |
| der smac an der stunt,/ dâ sich lîp und sêle schiet./ sîn hinvart alsus geriet./ waz hilfet ob ichz lange sage?/ | |
| und wie der buhurt ûf Alischanz/ sich bêde huop und schiet;/ und waz dô Terramêr geriet/ daz Oransche wart umbelegen;/ und | |
| harnasch dîn,/ lâz dich baden und kleiden.’/ ‘wir müezen unsich scheiden’,/ sprach der marcrâve dô,/ ‘möht ich immer werden vrô,/ sô | |
| Gyburc müge genesen,/ al dîne vriunt dar umbe man.’/ sus schiet der marcrâve dan./ Ernalt reit al weinende wider,/ niht dar | |
| sîn swert beginnet in bluote baden,/ ê wir unsich hinnen scheiden./ nu sint im aber die heiden/ geriten alze nâhen bî./ | |
| dînen kumber wil ich leiden,/ od dâ von muoz mich scheiden/ grôz überlesteclîchiu nôt,/ od ein sô starc gebot/ daz die | |
| tûsent si dervor/ heten zieglîchem tor,/ dô er von Gyburge schiet./ ir minne gebôt und riet/ daz sîn gelübde ân allen | |
| klagen:/ sône sît ir von uns beiden/ der helfe niht gescheiden,/ ir ensült uns leisten triuwe./ nû habt ouch eigen riuwe/ | |
| dar nâch si wâren komen./ dâ wart urloup genomen,/ und schiet sich diu hôchgezît./ der künic diu phant hiez machen quît./ | |
| selbe komen/ zeime klôster: daz verbran/ dô der marhgrâve dan/ schiet und sînen schilt dâ liez./ ze tûsent marken der geniez/ | |
| nôt/ sîn eines lîp von in gewan/ mit ir schaden schiet er dan/ unt berlîch ûf ir koste,/ in strîte und | |
| arde ein zuht im daz geriet,/ mit urloub er dannen schiet/ vome künige an einer stat aldâ,/ vürbaz zer künegîn anderswâ./ | |
| und swaz er angest sît erkür,/ dô er von Vîvîanze schiet,/ und des morgens dô sîn manheit riet:/ vümfzehen künige manlîch | |
| wert,/ daz dîn muot der tumpheit gert,/ daz dû mich scheiden wilt von dem,/ der vrouwen Êven gap die schem/ daz | |
| und ir kranken diet,/ unz an in der von ir schiet/ nâch helfe an den rœmischen vogt./ mit arbeit hete siz | |
| ouch niht sô liehten schîn/ als dô er von ir schiet,/ als im ir süezer munt geriet,/ der dâ vil geküsset | |
| sach man komen eine diet/ diu sich von ellen nie geschiet,/ mit zerstochen schilden und zerhurt./ ûz der rehten manheit geburt/ | |
| sô ich ungewâpent wîp grîf an,/ ob ich mit êren scheide dan./ Gyburc was noch harnaschvar:/ er nams durh liebe kleine | |
| dort inne an der vertwâlten diet./ ûzem her iegeslîcher alsô schiet/ daz niht ze grôz was sîn gezoc./ Gyburc moht ir | |
| er sichs niht gâhes geniete,/ und daz im tuo daz scheiden wê/ von iu, daz sult ir schaffen ê./ und vlîzet | |
| ringen,/ die sulen mich niht mêre twingen:/ ich wil mich scheiden von dem râm/ den ich von harnasch nam.’/ vil schiere | |
| starken haz erkôs:/ wan Noupatrîses diet/ und Thesereizes her sich schiet/ ûz den andern, als ich hân gesagt./ ich wæne, si | |
| ende hân,/ diu des âbendes wart getân,/ dô der marhcrâve schiet/ von Oransche, als im geriet/ Gyburc diu in selbe bat/ | |
| ir helf er vant, nû sint si hie./ sîn dan scheiden und ir komen/ mugt ir wol bêdiu hân vernomen./ er | |
| kom als im sîn manheit riet,/ etswâ ein sweizic zaher schiet/ den stoup von sînem clâren vel,/ Rennewartes des knappen snel./ | |
| erliez in niht,/ sît er von Munleûn ûf die vart/ schiet, im wuohs sîn junger bart./ //Er enhete der jâre doch | |
| Anfortas/ in Orgelûsen dienste was,/ ê daz er von vreuden schiet,/ und der grâl im sîn volc beriet;/ dô diu küneginne | |
| dô man se geselleclîche sach./ dâ muose er sich dô scheiden von/ sîner hôhen art in swache won,/ niht wan durh | |
| Rennewarten slâfen sach./ von alsô smæhlîchem gemach/ dorft in niemen scheiden dan./ der koch besanct im sîne gran,/ und verbrant ims | |
| geslehte/ trag ich grôzen haz mit rehte,/ sît si mich scheident von ir goten/ und mir noch nie deheinen boten/ durh | |
| schamlîchiu leit,/ dâ von mich die heiden/ solten lange hân gescheiden.’/ si sprach ‘so wil ich dir harnasch geben,/ dar inne | |
| drumbe wê/ ûf Alischanz getoufter diet./ Vîvîanzes tôt ouch sider schiet/ manegen werden heiden von sînem leben:/ sus râche wider râche | |
| diu stuont ûf, mit zuht si sprach,/ ê daz sich schiet der vürsten rât:/ ‘swer zuht mit triuwen hinne hât,/ der | |
| komen/ von wirtes vriunden nie vernomen./ diz ist ir dan scheiden:/ si wellent nu gein den heiden./ got waldes, sît ers | |
| sprach ‘nû hât mir tumpheit/ alrêste gevüeget herzen leit:/ diu scheidet selten sich von mir./ der dem grimmen vederspil die gir/ | |
| die vart,/ der neweder von den heiden/ durh vluht wolden scheiden:/ sîner swester und sîner muoter her/ bî dem marhcrâven beliben | |
| al der tôten künege diet,/ der herre hie von lebene schiet,/ ân die ich vor ir hân benant/ in die schar | |
| daz er ê beriet/ sîniu kint mit wer die niemen schiet/ von in mit den swerten./ die selben ouch dâ gerten/ | |
| dô der ze Tüwingen vaht,/ gelingen aller sîner maht:/ sô scheidet er dannen âne sige./ alsus ich sîn mit wunsche phlige./ | |
| daz er den jungen minne riet./ mit sîme râte nie geschiet/ von wîbe gruoze werder man./ von den sînen wart ez | |
| sînem ellen jehen,/ er wart bî vîenden nie gesehen,/ erne schiede ouch dannen geprîset./ manec tjost in hete gewîset/ dâ sîn | |
| ander und diu kristen diet?/ der grôze puneiz si doch schiet,/ und der starke krach der pusîn;/ und daz der tûsent | |
| den wehsel an der diet:/ swâ müediu schar ûz sturme schiet,/ sô kom manec anderiu mit kraft./ sô vil was der | |
| uns diz mære dannen giht./ //Von herren von mâgen beiden/ schiet ân urloup manec heiden/ von strîtes überlaste./ volleclîche lanc drî | |
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