Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
scheiden stV. (1290 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| jâmer und sîn pîne/ diust grœzer dan diu mîne:/ daz scheiden, daz er von mir tuot,/ beswæret mir daz mînen muot,/ | |
| in sînem muote er sich beriet,/ daz er von Almânje schiet/ und aber sîne reise nam/ dâ hin, von dannen er | |
| ir iegelîchem nôt:/ vluht oder vlêhen oder der tôt/ diu schieden einsît den strît./ //Nu daz der strît in eine sît/ | |
| liebe Îsôt,/ diz leben ist under uns beiden/ alze sêre gescheiden./ ezn stât nu niht als wîlent ê,/ dô wir ein | |
| pflac./ eʒ ist hiut êrst der dritte tac,/ daʒ ich schiet von eime lande,/ dâ nieman man bekande:/ da ensint niht | |
| hât.’/ sus redet er zuo in beiden;/ des wurden si gescheiden./ //Si wâren vehtennes sat/ und tâten daʒ, des er si | |
| durch iuch ersterben niht.’/ mit zorne siu dô von im schiet/ und mit riuwe beide:/ son geschach ir nie sô leide,/ | |
| si wolten heim ze lande./ dô eʒ gienc an ein scheiden,/ dô gebet er in beiden/ swaʒ si sîner habe geruochten./ | |
| er disen hof verlît./ ob ir guote liute sît,/ sô scheident iuch ûf selhen wân/ dar nâch als i$’u gesaget hân.’/ | |
| erm michel êre/ und ouch der vrowen hêre./ mit minnen schiet er von in dan/ und seite von dem vremden man/ | |
| ern wolt ze rede werden niet./ mit urloube er dannen schiet./ und wiʒʒent wol, swie gern er vaht,/ er gewan ein | |
| zehant er im gebieten bat/ die ritter al gelîche/ und schiet er minneclîche/ von in, als eʒ im gezam./ hern Wâlweinen | |
| des wart ouch dâ vergeʒʒen niet./ Wâlwein sô von ir schiet,/ daʒ im geviel nie vrowe baʒ./ sîn geselle claget ouch | |
| dir nihtes abe gê.’/ ir engehôrtent nie mê/ so getriuwelîcheʒ scheiden/ als dâ von in beiden./ si retten von ein ander | |
| manegen grôʒen helfant./ des waldes art was sô gewant:/ in schiet ein waʒʒer wol getân,/ unde muosten einhalp gân/ diu tier: | |
| bekanden sich zehant./ dô manet in her Lanzelet,/ dô si schieden, daʒ er tet/ im sicherheit mit stæte,/ swes er in | |
| nie./ der künec Artûs dô niht enlie/ von sînem hove scheiden/ weder lieben noch leiden/ innerthalb vier wochen./ des wart im | |
| vervân./ des muose siu die rede lân./ //Dô wart daʒ scheiden alsô,/ daʒ dâ von trûric und unvrô/ al die rîter | |
| welt verzaget./ Tristant brâhte ritter niet,/ wan er von Lohenîs schiet/ daʒ er dâ niht mohte sîn/ durch die liebe der | |
| von wart er gelobet baʒ/ danne kein sîn gelîche./ nu schieden minnenclîche/ von im die fürsten mit ir scharn/ und bâten | |
| Dôdône/ und nâmen urloup schône,/ alsô wol verwiʒʒen man./ si schieden alsô von dan,/ daʒ die jungen und die alten/ von | |
| aber fürbaʒ:/ durch Ginoveren tet siu daʒ./ ze jungest muosens scheiden./ dô huop sich undr in beiden/ küssen, weinen, dran ir | |
| Was vor im des landes diet,/ Wan er ir genůc schiet/ Von ir lebene drate./ Nu wurden sie zu rate/ Daz | |
| Durch sine liebe an der diet,/ Wan er von genůgen schiet/ Manigerhande siechtům./ Ouch virlech im Gotes rům/ Daz in manigen | |
| art./ Vil nuwelich ouch die selbe diet/ Von ir ungelouben schiet/ Und von manigem valschem gote./ Von unsers herren gebote/ Wart | |
| Wart uns solhe lere/ Daz wir mit wiser kere/ Sie schieden von ir irretum./ Nu gelouben sie an Cristum/ Durch maniges | |
| tâten scaden mêre./ ûf ter porte stunten drîe turni;/ dâ geschiet er abe mit zorni/ des mordes, des er an sînen | |
| wol getorsten vehten,/ in Troiâre liede,/ ê sich der sturm geschiede,/ Achilles unde Hector,/ Paris unde Nestor,/ die manich tûsint erslûgen,/ | |
| mâre grôz,/ daz imz houbet vur daz march scôz./ dâ geschieth sich daz volcwîc./ sus saget uns maister Albrîch/ unde der | |
| $t ſi beualch in gote. mit deme inneren gebete. Do ſhiden ſi ſich mit ſêre. ſi ne geſah in nimmer mêre. | |
| der mac dannen ſagen genůgev. Do moyſeſ uon deme livte ſchit. der leidige tifel in daz gerit. daz ſi guzzen ein | |
| do drotin unſer herre. er ſprah ſi ſint uone mir geſcheiden. moyſes $t ne gehorte ime ni ſo leide. Do wegete | |
| geuerte $t daz was mare. ſi chomen zů iericho. dannen ſchiden ſi fro. raap div gůte. di recken ſi behuten. mit | |
| lâz in sehen an den stein:/ sô ist der nît gescheiden/ sâ zehant undr in beiden./ //Geracîte heizt ein stein,/ der | |
| nemach nieman gestan,/ er newelle daz reht han./ wan er scheidet die unrehten/ von sin selbes chnehten./ //Der reht sint vil | |
| von diu wirt des armen rede vil unrehte getan./ die scheident ouch zware/ von dem rehten rihtære./ wan swelhir den gewalt | |
| leit lobe./ swer so lieb leidet,/ leider ungerne er danne scheidet./ also mach mir sin:/ ich lobe iu unseren trehtin/ unde | |
| hettend e,/ Frow Anne und och ir werder man,/ Und schiedent froͤlichen von dan/ Mit irme kinde gen Nazareth./ __Vil gar | |
| man/ Er welt si haimlichen lan/ Und ganczlich von ir schaiden:/ Also ward si im laiden./ __Maria aller gnaden vol,/ Sin | |
| recht./ Kain zwivels vorchte sig in dir,/ Da von du schaidest dich von ir:/ Wan was du h#;vast an ir gesechen,/ | |
| aber wider in/ Und bettoden an das kindelin./ __Mit urlob schiedent sú von dan./ Ain engel zů in allen kam/ Und | |
| alles truren last.’/ Si sprach: ‘trostes ich enbir,/ Wilt du schaiden dich von mir/ So das ich #;vane dich můse sin:/ | |
| ze dienste das/ Als lange er inder wuͤsti was,/ Und schiedent sich von im nicht/ Die wil er wonete inder pflicht./ | |
| alle not:/ Wie dú kan beschechen mir,/ Ich flúche noch schaide mich nút von dir.’/ __Sament giengent sú also,/ Und fúr | |
| die sele min.’/ Er naigte sin hobet und verschied./ Doch schiet sich dú gothait niet/ Von sinem libe durch kain not,/ | |
| ze Gotte zieche,/ Der tůt im selber grossen spot/ Und schaidet gerne sich von Got./ Etswa dú selbe getat/ Gemalet bi | |
| doch der tot die sele schiet/ Von dem libe, doch schiet sich niet/ Von im dú gothait also fri:/ Libe und | |
| er sich vor nie gewant/ Und sich nie von im schiet,/ Noch der vatter lie sin niet./ Dar umb kam und | |
| iuwer edelkeit.’/ diz was sîn wille und des bater./ sus schieden si sich von dem vater./ lât mich die helde iu | |
| landen al diu diet./ der tac diu wîp von vreuden schiet,/ ob si minne erkanden:/ ich meine die dar sanden/ ir | |
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