Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
scheiden stV. (1290 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| menschen; dar velst du uf mit unmúgende. Al zehant so scheidet die teilsamkeit siner usflússe, siner gůten gaben und werke von | |
| har, wie klein es were, das usser der einikeit sich schiede, in das enflússe die edel salbe nút: also, alle die | |
| in den menschen die suͤsse edel salbe alles gůtes; aber scheidest du út oder ieman von dem selben, so enwirt dir | |
| niht fürbereitet sint, die doch, so si von dirre welt scheident, alzemale lazent, daz si niht ensint glider Christi, wan si | |
| Aber daz guot, daz der sündende meinet, der sich da scheidet von der bescheidenheit, dü sint misliche unde enhabent dekein zesamensliezunge | |
| widergeberung oder widermachunge. __Ez ist zemerken, ob die gnade eigentlichen gescheiden werde übermitz die gnade, die den menschen gneme machet, unde | |
| unde guot/ und allez daz, daz iu geschiht,/ dâ von enscheide ich mich niht:/ dâ wil ich iemer wesen bî,/ swie | |
| und alse ez an den âbent dô/ und an ein scheiden muose gân,/ ir clage, diu ê was undertân,/ diu wart | |
| nam/ unde beschelte diu alsam:/ dô begunde er die hût scheiden/ von den sîten beiden,/ dô von den heften über al,/ | |
| hin dan./ sîne brust er dô began/ ûz dem rucke scheiden/ und von den sîten beiden/ ietwederhalp driu rippe dermite./ daz | |
| nennent,/ die den bastlist erkennent./ die rieben er dô beide schiet,/ beid er si von dem rucke schriet,/ dar nâch den | |
| stabe./ die lebere sneit er sunder abe,/ netze unde lumbele schiet er dan./ die cimberen er abe gewan/ von dem lide, | |
| nâch wol vierdehalp jâr/ sît des, daz ich von lande schiet;/ und swar ich sider hin geriet,/ dân gevrâgte ich keines | |
| an ir strâze enlâze/ dekeiner slahte stoubelîn,/ ezn müeze dan gescheiden sîn,/ und daz si niuwan ûfe clê/ unde ûf liehten | |
| sige an ir vînden nâmen:/ //Tristan dô der von lande schiet,/ als ime sîn rât Rûal geriet,/ sîn lêhen dâ zenpfâhene/ | |
| gebôt und ime geriet/ sîn œheim, dô er von im schiet,/ hin wider ze Curnewâle/ und enmohte ouch von Rûâle/ niht | |
| edeler muot/ und werltlîcher êren vil./ der aber diu zwei scheiden wil,/ sô wirt daz guot ein armuot:/ der lîp, dem | |
| mit gemeinlîchen sachen/ einen ganzen namen machen;/ und werdents aber gescheiden,/ sôn ist niht an in beiden./ //Dise rede die huop | |
| mit handen,/ wir zwêne under uns beiden/ in einem ringe scheiden,/ weder ir reht habet oder ich.’/ //Tristan sprach aber: ‘diz | |
| der kampf enmüeze vür sich gân./ liezestûn noch understân/ und schiede wir mit minnen/ ûf solhe rede von hinnen,/ daz ich | |
| alsô wider,/ daz ez ir keiner nie bevant;/ wan si schieden dan zehant/ und vuoren hin zem werde sâ/ und vunden | |
| cleine:/ ze herzen und ze beine/ gieng ime daz selbe scheiden./ wan daz ez aber in beiden/ ze vröuden und ze | |
| liezens in/ swebende ûf dem wilden sê:/ in getet nie scheiden alsô wê./ ein iegelîch getriuwer man,/ der ie getriuwen vriunt | |
| den unkunden,/ vor der îrlandeschen diet,/ dô si von Curnewâle schiet./ hie von sô was in unkunt/ und enwisten niht, daz | |
| diu nôt ist êhaft:/ alsus getâne geselleschaft/ sol nieman guoter scheiden./ got der genâde iu beiden,/ dînem wîbe unde dir!/ swie | |
| als uns die winde dicke tuont;/ der hât uns drî gescheiden,/ mich einen von in beiden/ und enweiz niht, wie si | |
| in jenem vant./ nu begundes an in beiden/ die sillaben scheiden/ und sazte nâch alse vor/ und kam reht ûf des | |
| oder Tristan/ und ie an einem beide:/ nu muoter, nu scheide/ disen namen Tantris/ in ein tan und in ein tris/ | |
| die wîle und ich ir einen hân.’/ //Hie mite sô schiet der künic dan./ die vrouwen unde Tristan/ die beliben aber | |
| ouch daz volmæne,/ diu schœne Brangæne,/ dô si sich muosen scheiden,/ diu eine von den beiden,/ dô sach man jâmer unde | |
| beiden,/ dô sach man jâmer unde leit:/ diu getriuwelîche sicherheit/ schiet sich mit manegem leide./ //Îsôt kuste si beide/ dicke und | |
| dâ si die liute erkande,/ und von ir vriunden allen schiet/ und vuor mit der unkunden diet,/ sin wiste war oder | |
| geminne,/ daz nie niht under in beiden/ ir dinges wart gescheiden:/ si wâren mit ein ander dô/ ir muotes unde ir | |
| jâ/ entriuwen daz was niender dâ:/ an in was niht gescheiden;/ dâ wâren beide an beiden./ sus triben si zwei under | |
| varn;/ und swâ sô si den zwîvel siht,/ dâ von enscheidet si sich niht,/ dar ist ir nôt unde gâch:/ dem | |
| niht herzeclîche liep wan ir;/ und ich von iu nu scheiden sol,/ daz wizze got von himele wol,/ daz nimet mir | |
| liep in iuwern ougen sî/ under vrouwen unde mannen:/ die scheidet alle dannen./ irn sult wider iuwerm muote/ an liuten noch | |
| sît mîn neve Tristan/ unsenfte in iuwerm herzen ist,/ sô scheide ich in in kurzer vrist/ von hove und von gesinde,/ | |
| und kôs wol an in beiden,/ ir vremeden unde ir scheiden/ daz in daz an ir herze gie;/ westen si wâ | |
| bat und mir ez riet,/ als si hiute von iu schiet,/ daz ich her zuo ziu kæme/ und iuwer clage vernæme./ | |
| hie was eteswaz an:/ nemt war, wie mîn hêr Tristan/ gescheiden ist von hinnen/ mit des küniges unminnen.’/ //’Mîn hêr Tristan’ | |
| êre und iuwer leben/ diu sîn iemer gote ergeben!’/ //Sus schieden si sich under in./ diu küniginne diu gie hin/ siuftende | |
| mit êren/ von iuwerm hove kêren/ und von dem lande scheiden:/ des gert er her zuns beiden.’/ und seite im alle | |
| die stat ze Carliûne./ künec unde lantbarûne,/ al daz concîlje schiet sich sâ./ //Îsôt beleip al eine dâ/ mit sorgen und | |
| des herzen sô gemeine sît./ iuwer süeze blicke/ hân ich gescheiden dicke/ und enkan doch an iu beiden/ der liebe niht | |
| und mit triure./ diu trûrege âventiure/ und daz vil leide scheiden/ von ir gevriunden beiden/ daz gieng ir sô mit smerzen/ | |
| ein michel wunder was,/ daz si vor leide genas./ ouch schieden jeniu beide/ von ir mit manegem leide,/ wan daz si | |
| sînen segen;/ er bat ir got den guoten pflegen/ und schiet er weinende dan./ alse ein trûreger man/ kêrter ze sînen | |
| wirbet unseren tôt./ herzevrouwe, schœne Îsôt,/ nu müeze wir uns scheiden/ sô wætlîch, daz uns beiden/ sô guotiu state niemer mê/ | |
| gedenket derbî,/ wie mînem herzen iezuo sî./ gedenket an diz scheiden,/ wie nâhen ez uns beiden/ ze herzen und ze lîbe | |
Ergebnis-Seite: << 18 19 20 21 22 23 24 25 26 >> |