Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
scheiden stV. (1290 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| trat./ hi mite ouch ieglich der diet/ heim zu herbergen schiet./ die juden heten iren spot,/ die cristen baten alle got,/ | |
| di zit er im beschiet./ der ritter do zu huse schiet/ und vant, als im gesaget was./ do zierte er wol | |
| taten als er in geriet,/ da mite ieglich zu huse schiet./ Marcellus was ein man genant,/ dem druf sin herze was | |
| bat er sente Jacoben./ hi mite er ouch zu huse schiet./ dar nach im sine vart geriet/ in eime schiffe uber | |
| allez dit/ von dem gote Berith,/ ein ieglich zu huse schiet./ nu suchte vlizeclich die diet/ den gotes boten zwen tage,/ | |
| sache und durch di not/ ein ieglich heim zu huse schiet./ Matheus ouch so hin geriet/ zu dem rittere Eunucho,/ da | |
| vil wassirs kvme czu dem moste, vnde wollis das wassir scheydin von dem moste durch der krankheit des wynis, so los | |
| Vnd div tvgent iſt beʒeichent bi dem andern tage, do ſchiet got den himel von der erde. Div dritte tvgent iſt | |
| geſehen – alſ div chleinen chindelin, div vntauft von hinnan ſchæident, div mvʒʒen goteſ $t antlutʒ enbern – vmb die chlæineſten | |
| ſich ʒe himelrich an alle irreſal alſ ſi von hinnan ſchæident. Ecce ego mitto angelum mevm etc. Eʒ ſint drier læie | |
| ſich bereiten $t rehte alſ er von dirre werlt ſvle ſchæiden. Der menſch ſol haben rehten vnd veſten gelauben, daʒ er | |
| helle vnd denne alle tievel, daʒ iſt, daʒ wir iht geſchæiden werden von dinem gotlichen $t antlvtʒe. Ie dar nach alſ | |
| wazzer, der hunger, dehainer slaht not moͤcht si von got schaiden, si wærn mit im stætige. da von habent si die | |
| er den menschen in sinem alter von disem leib haizzet schaiden. ze mitter naht chumt unser herre, so er den menschen | |
| er die tuͤr vil gern und vil snelichlichen auf, so schaidet er vil froͤlich von disem leib, wan da er des | |
| uͤbertriffet. wir enlesen von dehainem martrær der von diser werlt geschaiden sei daz er nach sinem tode toten hiez auf sten | |
| selb in daz grap und hiezz erz zů dekchen und schied er von dirr werlt. da sach man daz himelbrot daz | |
| der erstirbet des ewigen todes, ob er also von hinnen scheidet. swer so sælich ist, daz er in diser werlt buͤzzet, | |
| daz got ze sammen gefuͤget hat, daz dehein mensch nicht ensol scheiden, der enchom niht vergeben zů den brutlůften. er west daz | |
| die hiligen lerær die wolten die uͤbeln von den guten schaiden. do sprach der herre: ‘lat es sten, daz ir den | |
| becheret. die uͤbeln wil mein trechtin von den guten nicht schaiden in diser werlt, wan er hat einen tach da zů | |
| er hat einen tach da zů gesetzet, daz si alle gescheiden werdent. dar umb sprach der herre: ‘lat si wachsen untz | |
| hat, daz si got an dem jungisten tag die guten schaident von den uͤbeln und die guten ze den genaden laiten | |
| lebten, swie hilich si waren, swenn si von disem ellent schieden, so wurden si nicht sa ze stunt ze den himelischen | |
| werdent gefuͤrt, sa ze stund so si von disem libe schaident, so belaitent $t si die hiligen engel zů dem himelrich, | |
| uns die boͤsen gedænch die den armen menschen von got schaident unser hertze iht zetreten und die boͤsen geist den samen | |
| getanen werchen erfunden werden, daz wir von den sæligen iht geschaiden werden. diu heilig schrift diu sprichet zů uns und manet | |
| von geert und behalten solt sein, da von sint si geschaiden. do der vater den zwein suͤn sein hebe mit teilt, | |
| $t werch eroffent werdent, da die rechten von den unrechten gescheiden $t werdent: die rechten zů den ewigen genaden, die unrechten | |
| dar umb, die sæligen menschen die tæglich von disem leib schaident und ze himel gefuͤrt werdent, so die sehent die masen | |
| verwandelt sich ze grozzer froͤude: so si von disem leib schaident, so enphahent si die himelischen genade. so wirt aver diu | |
| minnent ze grozzen unfroͤuden verwandelt: so si von diser werlt schaident, so werdent si ze den ewigen noͤten gefuͤret da si | |
| und versten scholte. swenne die sæligen menschen von diser werlt schaident und ze der genosscheft der hiligen engel chuͤment, so redet | |
| umb straft er si des tages, do er von in schied, daz si immer mer die weil si lebten riwe heten | |
| listen noch von der menschen uͤbel anget von got nicht geschaiden mach. so geit er ettelichen den geist der gewizzen, der | |
| ir habt wol vernomen wie si pede von disem leben schieden, der arm Lazarus und auch der riche, wie der arm | |
| in diser werlt und git inn, so si von hinne scheident in daz himelrich. er heizzet uns baremhertzich $t sein. swer | |
| die lucken urchuͤnde und ander grozze suͤnde die die sel scheident von dem gotes rich, umb so getane suͤnde muͤgen die | |
| wir uns warn in disem leben, so wir von hinne schaiden, daz wir dann haben den frid, des warnt uns unser | |
| vodert in unser herre und haizzet in von disem leib scheiden. er wirt vermæret datz dem almæchtigen got: ob er unbarmhertzich | |
| in disem leben nicht mer beliben, du must von hinne schaiden. der amman der sprach: ‘wie mag ich nu tůn? ich | |
| ich scham mich ze betteln’. swenn wir von disem leib schaiden, so můg wir nicht gearbeiten, so enhilfet dehain unser riwe. | |
| von unsern suͤnten mit guten werchen; so wir von hinne schaiden, so wirt uns gelonet also wir ez verdient haben. er | |
| gedenchen wie unser dinch gesten schuͤlle, so wir von hinnen schaiden. des mant er uns selb und spricht: ‘macht eu freunt | |
| herre der in diz werlt an alle suͤnt chom, der schied auch an alle suͤnt von diser werlt. sant Petrus, dem | |
| armen suͤndær genædich’. ich sag eu, spricht unser herre, er schiet danne von dem tempel heim an alle suͤnt in sein | |
| die und gelaubten neur an einen got und hiezzen ‘die gescheiden’, wan si sich gescheiden heten von andern læuten und wolten | |
| an einen got und hiezzen ‘die gescheiden’, wan si sich gescheiden heten von andern læuten und wolten heiliger und bezzer sein | |
| dem tempel gevaren waz und rumt sich siner gutæt und schiet dann mit grozzen suͤnten, daz macht im sein hochvart. der | |
| spricht: ‘ich sag eu zwar daz der suͤndær da mit schied von dann, ledichlich aller siner suͤnde’. die red diu ir | |
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