Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sancte Adj. (1383 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| Dehainem ſinem boten enwolte vnſer herre ſine mvͦter enphelhen niwan ſ$. Iohannes, der ein lvter degen waſ. Von div waſ reht, | |
| rainem herzen, mit kvſchem libe tvlden die vil heiligen dult $.s$. Iohannes, deſ vil heiligen goteſ trvteſ, deſ vil heiligen goteſ | |
| commendauit. Welhen gedingen ir ſvlt haben ze dem goteſ trvte $.s$. Iohannes, deſ tak wir hivte begen, daz mvget ir merken | |
| an dem heiligen crvce, do bevalch er im ſine mvͦter $.s$. Mærien, die ewigen maget, wan er wol weſſe, daz er | |
| ſin riche nemen wolte. Do hiez im der goteſ trvt $.s$. Iohannes eineſ ſvnnentageſ ein grap machen bi dem altær da | |
| erſlagen wurde. Vnder div hete der herre Ioſeph ſine gemahelen $.s$. Mærien mit ir trvtſvne von der wiſvnge deſ heiligen geiſteſ | |
| ſterneſ, vnze ſi daz hvſ fvnden, da div ewige maget $.s$. Marie inne ſaz mit ir trvtkinde, vnſerm herren Ieſu Chriſto; | |
| herre Ieſus Chriſtus deſ gervͦhte, daz er getoͮffet wart von $.s$. Iohannes an diſem hivtigen tage. Er machete oͮch an diſem | |
| Marie etc. Do eruvllet waren die tage, daz vnſer froͮwe $.s$. Mærie ſolte in kirchen gen, alſ div e gebot deſ | |
| vinſter ein lieht den rehten. Daz wahſ bezeichent vnſerre froͮwen $.s$. Marien magetvͦm. Div pie, div daz honik zeſæmene treit vnde daz | |
| iſt vnſ mite bezaichenet, daz wir barmherze ſvln ſin. Alſ $.s$. Gregoriuſ ſprichet: Omni petenti te tribue. ‘Allen den gip, die | |
| werdent hernach in minem riche gefroͮt.’ Mit den zæheren vertiligote $.s$. Marie_Magdalene alle ir ſvnde, $.s$. Peter garnete da mite antlaz | |
| gefroͮt.’ Mit den zæheren vertiligote $.s$. Marie_Magdalene alle ir ſvnde, $.s$. Peter garnete da mite antlaz der ſvnde, daz er Kriſteſ | |
| daz gaiſtlichen ervullen mvͦzen, vnde biten vil inneklichen vnſer trvtfroͮwen $.s$. Mærien, div ein tor deſ himelricheſ iſt vnde vnſer armen | |
| můzzit zvͦ dem geheizzenem lande, daz unſ gehêizzin iſt, dannen $.s$. Dauid ſchrîbit: Credo uidere bona domini in terra uiuentium. ‘Ich | |
| Credo uidere bona domini in terra uiuentium. ‘Ich gedinge’, ſprach $.s$. Dauid, ‘daz ich geſehe die ſůzze mîniſ herrin in dem | |
| uon ſchantlicher rîterſchefte ſchantlichiv corona. Div %<vͦre der ſuntin, alſo $.s$. Pauluſ ſprichet, iſt der herwe tôt. Div %<vͦre iſt niwet | |
| der helle iſt dehein urlôſe, dehein nuzziv bîhte. Dannin ſprichet $.s$. David: Non eſt in morte qui memor ſit tui; in | |
| ſîne ſunti vil hârte, er beiach uil riwechliche ſine mîſſetât $.s$. Abrahame. Daz alliz hâlf niht, uvan iz waſ alliz ûnnuzze. | |
| ſwer ſich hie uerſumit, der hat gâr uerlorn. Dannin ſprichet $.s$. Pauluſ: Operemur bonum, dum tempuſ habemuſ. ‘Wrche wir gůt, unze | |
| mit riwigem herzin, mit allir ſlahte gůte. Dannin hat geſchriben $.s$. Paulus: Ecce nunc tempuſ acceptabile etc. ‘Dizze iſt ein anphanclich | |
| Waz mainet er da mite? ‘Hie in diſeme lebene’, ſprach $.s$. Paulus, ‘iſt ein geuelliclich zît, ſunti ze riwenni, ſine bihte | |
| ſniden dôrt deſte bâz. Tempuſ breue eſt. Dei wort ſprichet $.s$. Paulus: ‘Ditze zit iſt chûrz, div werelt div zerget.’ Nu | |
| bůtzin, ſo můzzin wir her nach lîden ſinen zôrn, alſo $.s$. Pauluſ unſ ſêit: Ignoraſ quia benignitaſ dei te ad p%;enitentiam | |
| ſalich die zaher ſint, daz ſchult ir da uon wizzin: $.s$. Petrus do er gotiſ driſtunde uerloͮgent, daz enzêlt dehein bůch, | |
| waz er ſprâche wan daz êine, daz er bitterlichen wâinti. $.S$. Maria_Magdalena, der got ir ſunti uergab, div de%<#;owch got ſine | |
| zâhern. Ir riwe erzeigte ſi mit mangem trâhen. Dannin ſprach $.s$. Dauid: Lauabo per ſingulaſ $t nocteſ lectum meum. ‘Ich waſche | |
| miſſetât mit unſern zahern abwaſchen. Daz iſt der ſame, dannin $.s$. Dauid ſprichet: Qui ſeminant in lacrimiſ in exultatione metent. ‘Die | |
| ſin riche chomin, wirne ezzin ſinen heiligen lichenamin. Vnde ſprichet $.s$. Paulus: ‘Swer der ſi, der den gotiſ lichename unde ſin | |
| ſin rîche. iſt auer, daz wir in vnwirdechliche nemin, alſo $.s$. Paulus ſprichet, ſo werdin wir êwichlichen uerdamnet. Wer iſt der, | |
| niemin. Nu ſchuln uvir eineſ gůtin ratiſ uolgin, den unſ $.s$. Pauluſ dar umbe ratit: Probet ſe homo: et ſic de | |
| de pane illo %;edat, et de calice bibat. Er kuit $.s$. Paulus: ‘Bewâri ſich der menniſch unde ezze denne deſ prôtiſ | |
| tac, daz er ſînen ivngern ir fůzze důc. Do er $.s$. Peter ſine vͦzze duvahen wolte, do ſprach $.s$. Petir: ‘Herre, | |
| Do er $.s$. Peter ſine vͦzze duvahen wolte, do ſprach $.s$. Petir: ‘Herre, du endwehſt mir niht mine vͦzze.’ deſ ântewrte | |
| vͦzze niht, ſo haſtu dehein teil mit ſamt mir.’ Do ſprach $.s$. Petir: ‘Herre, niwet einiginôte waſche mine vͦzze ſunder mine hende | |
| daz bezeichint daz, daz er ſin vleiſch, daz er uon $.s$. Marien enphienc, $t durch unſ zvͦ der martyr an daz | |
| ûf ſtên uon der helle. Hiute iſt der tac, dannin $.s$. Dauid uerri uor gotiſ geburte ſprach: H%;ec eſt dieſ quam | |
| geſchaphin hat, deſ ſchulin wir unſich froͮwen.’ Alſo unſir froͮwe $.s$. Marie under allin wibin froͮwe unde kuniginne iſt, alſo iſt | |
| in ir herrin dienſte. Alſo ir êmizige uernomin hâbt, wie $.s$. Maria_Magdalena unde ein enderiv Maria ſint uil frů, do der | |
| erſchêin, do er erſtůnt, unde ſi ze botin ſanti ze $.s$. Petro unde zvͦ andirn ſinen iungirn, daz er uônime tôde | |
| unſ ie ſchierri uernimt, ob iz unſ warliche riwet. Alſo $.s$. Pauluſ da kût: Vbi habundauit peccatum, ſuperhabundauit gratia. ‘Ich enchom | |
| tranch offinlichen mit ſinen trûtin. Daz iſt der tac, dannin $.s$. Dauid wiſſagte: H%;ec eſt dieſ quam fecit dominuſ: exultemuſ. Div | |
| unlûhtinte, nimmer unſchinendi. Daz dirre tac Criſt ſi, deſ gîhet. $.s$. Paulus: Nox preceſſit, dieſ autem appropinquabit. ‘Nu iſt veruarn div | |
| Daz dirri tac êwichliche da ze himele ſchîni, daz ſchrîbit $.s$. Dauid: Ponam ſedem meam ſicut dieſ c%;eli. Hivte růwit div | |
| er ſî vertiligen wolti. Do ſanti er einin ſinin wiſſagin, $.s$. Ionam, der in ir ſunti kûnti, die gotlichin vrtêile, div | |
| qui lugent, quoniam ipſi conſolabuntur. Nu tůt, alſo unſ ratit $.s$. Iacobus, der heilige pôte, mit den wortin, dei wir hivte | |
| warn ſâ geſunt. Nach der bihte horet lûterez gebêt, alſo $.s$. Iacobuſ ſprach: Orate pro inuicem ut ſaluemini. Multum enim valet | |
| ſchamit $t ivch niht iwerri ſuntin ze beclagin, wan alſo $.s$. Gregoriuſ ſprichit: ‘Nimmir wirt geheilit, der ſine wnti birgit.’ Numquam | |
| ir mineſ trehtiniſ werchin vnde ſinen wortin volgin ſchult, alſo $.ſ$. Iohannes kvit: Ut ſicut ille ambulauit $t et uoſ ambuletiſ; | |
| ſinen ivngern âz, ê er ze himile vůr, daz ueſtinit $.s$. Lucas, der heilige %;êwangeliſta: Et conueſcens prec%;epit eiſ ab Ieroſolimiſ. | |
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