Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
nie Adv. (1597 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| //Reht als daz dinc zunruoche gât,/ daz lobes noch êre niene hât,/ als liebet daz, daz êre hât/ und sînes lobes | |
| ir kumet,/ ôwê daz allez, daz der lebet,/ nâch herzeliebe niene strebet,/ daz ich sô lützel vinde der,/ die lûterlîche herzeger/ | |
| übel durch tûsent guot,/ durch manege vröude ein ungemach?/ swem nie von liebe leit geschach,/ dem geschach ouch liep von liebe | |
| von liebe leit geschach,/ dem geschach ouch liep von liebe nie./ liep unde leit diu wâren ie/ an minnen ungescheiden./ man | |
| und lachend in die werlde sach,/ dô wânder, des doch niene geschach,/ daz er iemer alsô solte leben/ und in der | |
| diendez im alle wege/ sô sêre und sô vorhtlîche,/ daz nie kein künicrîche/ eim künege mê gediende baz./ ouch saget diu | |
| den anpfanc und die êre,/ daz ez ime dâ vor nie mêre/ ze keinen zîten anderswâ/ sô werde erboten wart sô | |
| rîche hæten in/ liep unde werden under in/ und enwart nie gast geminnet baz./ ouch kunder wol geschulden daz:/ der tugenthafte | |
| swester dâ:/ ein maget, daz dâ noch anderswâ/ schœner wîp nie wart gesehen./ wir hœren von ir schœne jehen,/ sin gesæhe | |
| wart gesehen./ wir hœren von ir schœne jehen,/ sin gesæhe nie kein lebende man/ mit inneclîchen ougen an,/ ern minnete dâ | |
| von sînen schulden leit./ und wander aber gewisheit/ ir willen niene hæte,/ in welher wîs siz tæte,/ durch haz oder aber | |
| gar verwar/ in den stricken sîner trahte,/ daz er dannen niene mahte./ //Der gedanchafte Riwalîn/ der tet wol an im selben | |
| sôn wiste si niht, waz ir war./ wan sin wart nie dâ vor gewar,/ waz sus getâniu swære/ und herzesorge wære;/ | |
| geschehen?/ ich hân doch manegen man gesehen,/ von dem mir nie kein leit geschach;/ und sît ich disen man gesach,/ sît | |
| von ich hân/ erworben nâhe gêndiu leit./ mîn herze, daz nie nôt erleit,/ daz ist dâ von versêret;/ ez hât mich | |
| alsô swâre!/ nun gesach ich doch zewâre/ noch in noch nie dekeinen man/ mit vîntlîchen ougen an/ noch engetruoc nie nieman | |
| noch nie dekeinen man/ mit vîntlîchen ougen an/ noch engetruoc nie nieman haz:/ wâ mite mag ich geschulden daz,/ daz mir | |
| künic Marke/ der clagete in alsô starke,/ daz er durch nie dekeinen man/ sô nâhe gênde clage gewan./ in weinde manic | |
| ir lêre und in ir pflege/ unds ûz ir huote nie verlie:/ die nam si sunder unde gie,/ dâ nieman was | |
| den sînen./ die clageten Riwalînen,/ daz er die clage ê nie gesach,/ diu dô und dâ nâch ime geschach:/ manc segen | |
| li Foitenant,/ der êren unde der triuwe ein habe,/ der nie gewancte an triuwen abe:/ der seite im aller hande,/ als | |
| guote,/ der ritterlîchem muote/ noch hêrren tugende an keiner stete/ nie vuoz noch halben wanc getete,/ der lac dâ jæmerlîchen tôt./ | |
| und sol sîn got von himele pflegen,/ der edeler herzen nie vergaz!/ und sul wir sprechen vürbaz,/ wiez umbe Blanschefliure kam:/ | |
| ir sîn tôt ze herzen gie./ ir ougen diu enwurden nie/ in allem disem leide naz./ jâ got hêrre, wie kam | |
| hœre wir diz mære sagen,/ ezn gelernete birsen unde jagen/ nie kein man sô wol sô er,/ ez wære dirre oder | |
| ouch was er an dem lîbe,/ daz jungelinc von wîbe/ nie sæleclîcher wart geborn./ sîn dinc was allez ûz erkorn/ beid | |
| daz in den zîten unde dô/ in allem dem rîche/ nie kint sô tugentlîche/ gelebete alse Tristan./ al diu werlt diu | |
| dem jungen sâ/ merken elliu sîniu dinc./ nun gedûhte si nie jungelinc/ sô sæleclîche sîn getân/ noch alsô schœne site hân./ | |
| mac/ vür wâr, als uns diz mære seit,/ daz knappe nie von höfscheit/ und von edeles herzen art/ baz noch schôner | |
| aber an sâhen/ und in ir herzen jâhen,/ sin gesæhen nie dekeine jugent/ gezieret mit sô maneger tugent./ swaz vuoge er | |
| sprâche kunde;/ die vluzzen ime ze munde,/ daz siz ê nie vernâmen,/ an swelhe stat si ie kâmen./ der höfsche hovebære/ | |
| und vuoren dan:/ sô lîse, daz es Tristan/ noch Curvenal nie wart gewar,/ biz si si hæten von dem var/ wol | |
| dô sach er wol, wiez was gevarn./ nun gesâhet ir nie muoterbarn/ sô rehte leidegen als in:/ ûf spranger und stuont | |
| vorhte den tôt,/ wan er niht varn kunde/ noch es nie dâ vor begunde;/ und clagende sprach er wider sich:/ ‘got | |
| sich:/ ‘got hêrre, wie gewirbe ich?/ ine wart alsus besorget nie./ nu bin ich âne liute hie/ und enkan ouch selbe | |
| hinnen sîn!/ ich wil ûf die genâde dîn,/ des ich nie began, beginnen:/ wis mîn geleite hinnen!’/ hie mite greif er | |
| lîbe,/ daz von manne noch von wîbe/ enwurden edeler cleider nie/ baz gesniten danne die./ dar zuo seit uns daz mære,/ | |
| mich unz ûf einen graben,/ dân kunde ich mîn pfert nie gehaben,/ ezn wolte allez nider vür sich./ ze jungest gelac | |
| pfert und ich/ beidiu zeinem hûfen nider./ dôn kunde ich nie sô schiere wider/ ze mînem stegereife komen,/ ezn hæte mir | |
| disen list/ in disem künicrîche hie;/ sôn gehôrtin ouch genennen nie/ von kunden noch von gesten./ trût kint, waz ist enbesten?/ | |
| wolte in ûf den rucke legen./ dôn kunde er in nie dar gewegen,/ wan er was ime ze swære./ dô bat | |
| erschrâken unde erkâmen/ vil inneclîche sêre,/ wan ez dâ vor nie mêre/ dâ ze hove wart vernomen./ nu was diu rotte | |
| wunderlîchen cûrtois/ und alsô rehte tugentsam,/ daz ichz an kinde nie vernam,/ und giht, er heize Tristan/ und sî sîn vater | |
| unde daz,/ daz wart schôner unde baz/ ze hove geprîsantet nie./ seht dort, gesâhet ir ie/ sus gemachete furkîe?/ in vernam | |
| ie/ sus gemachete furkîe?/ in vernam von jegerîe/ solher liste nie niht mê./ dâ zuo liez er uns sehen ê,/ wie | |
| bringen dar/ sîn jagephert und gab im daz./ //Tristan wart nie geriten baz,/ wan ez was starc, schœne unde snel./ ein | |
| vliuhet;/ die erkennent die gelegenheit./ sô bin ich, der hie nie gereit,/ und bin mitalle ein vremede kneht.’/ ‘daz weiz got, | |
| sin vernæmen in dem rîche/ an einem man die vuoge nie./ der sprach dort und dirre hie:/ ‘â waz ist diz | |
| ellende dô/ dâ ze hove ein trût gesinde./ ezn gesach nie man von kinde/ die sælde, die man an im sach:/ | |
| armuot,/ als ez doch weizgot manegem tuot,/ sînen guoten willen nie benam./ //Nuz in daz vierde jâr dô kam,/ dô waser | |
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