Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
nie Adv. (1597 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| Daz ich mir selbem daz gelobe,/ des sî mir lîhte nien engan./ Doh wünsch ich als ich gerne sæhe,/ mir wære | |
| daz man den habe, und niht an den, der râtis niene hât./ kan mir der gerâten, des rât gein werden tugenden | |
| hât./ kan mir der gerâten, des rât gein werden tugenden nie geschein?/ Est bezzer bilde an dem genomen,/ der beide an | |
| Vogelwaide,/ in twinge diz, in twinge daz, daz mich noch nie getwang./ daz machet, daz ich mich so kûme von dem | |
| daz hât sich nû verkêret:/ wan vindet nû, daz man nie vant $s hie vor bî Karles zîte./ Sich hânt deshalp | |
| swer für guot hât, swaz er tuot./ //Dahin, daher wart nie so wert in allen tiuschen landen:/ swer nû dahin, daher | |
| der rîche!/ des wünschen inneclîche,/ sît tiurre vürste sîn genôz nie manegen zîten verdarp./ //Vrowe sældenrîche,/ wie mugent ir so langez | |
| allaine lônes hân gedinget!/ swie mir ir trôst die vrœde niene bringet,/ so wirt daz lait an mir gesehen,/ daz laider | |
| swebet an allen sachen,/ der mag sînes herzeliebes lîhte morgens nien erlachen./ diz ist ein nôt vor aller nôt,/ daz wir | |
| dâ verderbet mich diu minne./ ‘Wie mag iuch verderben, daz nie man gesach?’/ gedanke vüegent wol gemach und ungemach./ ‘ist im | |
| ir went hân vür liebiu mære?’/ Daz kan, diu mir nie half getragen/ mîn leit –, wan sî, daz ichs verbære./ | |
| magt, der armen cristenheit!/ din muterliche helffe wart den gernden nie verseit./ din tugend ob aln tugenden stan/ so hoch, daz | |
| der wyselosen bistu lang daher gewesen:/ gein diner güt wart nie din glich gesungen noch gelesen./ waz %:yman gute bucher kan,/ | |
| so tougen,/ daz sî mit ir wangen/ noch mit ougen nie der gelîch engesaz./ Secht, wie guot gesellîn ist diu reine:/ | |
| widerstrît./ Wer hât alsus fröide gar?/ von den zîtelôsen/ wart nie man so vrô gemachet/ als ich von der lieben zaller | |
| Minne,/ jâ, durch dîne güete/ wart an wîben/ wîbes name nie so guot./ Jâ, si hêre/ kan für meijen blüete/ leit | |
| wîp?/ Ez mag dich wol von recht erbarmen:/ ez umbevieng nie vrouwe mit ir blanken armen/ so rechte liebes mannes lîp./ | |
| wær ouch rîcher dann ein man,/ der leit noch liebe nie gewan./ Und solt ich mich dur sî nit vrô gebâren?/ | |
| rîffen,/ das icht schaden boumen ald den blüeten./ Ez wart nie man in langer frist/ so krank, dem sî die âdern | |
| gehiure./ swem si missevellet, der ist ougen vrî./ In gesach nie wîp/ hân so tugende gernden lîp./ si schetzet sich/ michels | |
| tuot si daz,/ sît daz ich der guoten ze guote nie vergaz./ //Fröit iuch, fröit iuch, grüeniu heide,/ fröit iuch, vogel, | |
| unverscholt!/ Ist iu liep, daz ich muoz sterben/ (ich wart nie frowen mê so holt),/ So wær ze kupfer worden golt./ | |
| aber im von wîbe ein lieb erkant,/ Bezzer fröide er nie bevant./ fröide ist noch so niht zergangen:/ wîb geben fröide | |
| in mangen enden,/ schœne und dâbî tugenden vol./ Ez begreif nie man mit henden,/ daz dem herzen tuo so wol./ Swer | |
| nâhe lac verborgen,/ von sorgen/ geschiet ir trôst mich noch nie./ //Von ir dulde ich ungemach,/ manig ‘ach’/ füeget mir diu | |
| ſolte, minen ſepphâre, minen uater, mine mvͦter, minen ebenchriſt $t nîe ſo geminnete, ſo ich ſolte, minem piſcholf, minem pharrare $t | |
| daz er an ein hôlz erhenchit wart, noch uirwidirêti daz nîe, daz ſin lîp durch ſtochin wart mit iſininen nâgilin; ſine ſele | |
| unde unſ îe der tôtin zol ſandi, div geſant unſ nîe zvͦ unſerme dienſte in diſe helle ſogetâne gêbi, deheinen tôtin | |
| ſpotint unſer, uon div daz ſi daz heil enphangin habint. Nîe gevroͮte ſich hie dehein tôti ê nu. Waz woldiſtv ſin | |
| unde bette ze gote dri wochen, daz in ſînen munt nîe nehein ezzen urolichen bequam, unze daz er da ze gote | |
| lebent unde daz niht geboͮzzent, den wære bezzer, daz ſi nîe geborn wæren. Nu bitet hiute uil inneclichen mine urowen $.ſ$. | |
| trohtine danne, ſo in nôt unde angeſt beſtêt, deſ er nine tate, ob in nôt unde angeſt uermite. Ich wil ivch | |
| die richet er mit golde unde mit ſilbere; die deſ nine toͮnt, die martert er alle. Can der cît, ſo er | |
| ich was iu gehôrsam ie,/ dar an versûmt ich mich nie./ ouch heizet mich versuochen/ mit worten und an den buochen./ | |
| im habern dar in/ zwischen ieslîchem blat/ und liez in nie werden sat./ ditz tet der phaffe umbe daz/ daz er | |
| vil vaste gemant/ daz ir ez schier getuot./ ich engab nie gerner dehein guot.”/ Der phaffe sprach aber dô:/ “ich mâl | |
| gesehen müge,/ den lâze wir im haben daz./ ich gesach nie hûs gemâlet baz.”/ Der meister sprach: “nu get hin/ und | |
| manc edel kneht,/ ez wære guot unde reht,/ ern gesæhe nie sô schœnes niht./ “entriuwen, sæhestuo dâ iht”,/ sprach ein tumber | |
| “ichn weiz waz kindes ich sî;/ ob ich ouch vater nie gewan,/ hie ist niht gemâlet an./ ez gesiht hie niemen | |
| âne stânt/ und ouch niht wunden hânt,/ den ist anders nie sô wê,/ wær ir tûsent ode mê,/ ich mache si | |
| wâren/ und sîn heilictuom des er phlac./ ouch liez er nie deheinen tac,/ er sant einen kneht vür/ daz er spehet | |
| vier wochen ode mê,/ daz des amptes sît noch ê/ nie sô wol gephlegen wart./ ez was sô rehte wol bewart/ | |
| wir lesen an den buochen/ von mangem der ze schuole nie/ weder halben tac noch ganzen gie,/ wan daz in got | |
| der schaffære/ ein heiliger phaffe wære;/ von gotes lêre/ würde nie dehein man sô sêre/ mit dem heiligen geist bevangen./ geriten | |
| der phelle die er koufen wil,/ ir dunket iuch selben nie sô vil/ ir enwirt uns über niht ein hâr.”/ dô | |
| vür daz lît er gîsel hie./ ich gesach sô mortlîchen nie/ einem man verrâten sîn guot./ ist daz erz niht wider | |
| erz niht wider tuot,/ ich tuon im solhe swære/ daz nie kein marterære/ sô grôz mater erleit./ er giht mir doch | |
| dô wart sîn leit genuoc geklagt./ dô enwas sîn schade nie sô starc,/ ern müese dannoch drîzec marc/ dem meister ze | |
| burger hie in der stat oder uzzerhalb ersluͤgen, der sol niena frid haben. Wuͤrd aber von der stat wegen gesten heryn | |
| er ich iz mit werken volbrehte./ ich newarth minen ebencristen ni so holt,/ so ich van rethe solde;/ minen vader, miner | |
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