Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
machen swV. (2577 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| geschiht geistlich! <KAP><N>VII</N>. Von siben offenbaren vienden únser selekeit, die machent siben schaden</KAP> Die unnútzekeit ist an úns ein vil schedelich | |
| únser grossen ere ein wenig erkenne. Ich wil mir selben machen ein brut, dú sol mich #.[gruͤssen mit irem munde#.] und | |
| dú helige drivaltekeit nach der schoͤpfunge $t aller dingen und mahte úns lip und sele in unzellicher minne. Adam und Eva | |
| stat, die menschen oͮge ie gesach, so eigesclich ein bat gemachet, $t gemischet von fúr und von beche, von pfůle, roͮch | |
| dar braht. Lúgi, verratenisse, verzwivelen an gotte und sich selben machen liblos, mit disen vier steinen mordete sich oͮch der arme | |
| Der vil arme spilman, der mit hohem můte súntliche italkeit machen kan, der weinet in der helle me trehnen, denne alles | |
| mohte erbieten. Der vil liebe grůs was alle tage und machte mir minnenklich leit aller welte suͤssekeit und er wahset noch | |
| minen oͮgen gelich dem groͤsten berge und hat lange vinsternisse gemachet zwúschent dir und mir und ewige verrunge von dir und | |
| mischet sich gottes menscheit mit únserm grúwelichen lichame, und so machet der helig geist sine wonunge in únserme geloͮben. Dise selig | |
| und min herzeeinunge.» Do sprach dú pine alsust: «Herre, ich machen manigen selig und bin doch selber nit selig, und ich | |
| nature in der heiligen drivaltekeit, und die gerůchte got ze machende mit sinen goͤtlichen henden. Do er die vil heiligen arbeit | |
| dingen. Dis tieres gebeine ist eins edelen visches grat, da machet man schoͤnú cleinot abe, das edel lúte zů iren eren | |
| Den dis an gat, der bevindet es wol: die minne machet ital herzen vol. Mere wenne wir werden vol wranges unde | |
| pflag si alle zit nach geistlicher lúte ende; und do machte got in ir sele eine goͤtliche hochgezit, und also wart | |
| blibet inen also lang als es wirt. Ir gúrtel ist gemachet von baste eins oleiboͮmes nach der heligen barmherzekeit, die si | |
| liebi so wellen wir gerne liden die selbe not.» So machet man ein grůben vol vúres, da in wirfet man dú | |
| lieben mit einer hoͮbtsúnde woͤlte betruͤben. Dise minnerúwe heliget und machet vollekomen lúte in ertrich und hoͤhet si #.[vor gotte in | |
| in im #.[besclossen treit#.]. Das dritte: die edelkeit der pine machet úns wirdig, die gnade gottes ze enpfahende, wan wenne ich | |
| in das helige brútbette leiten der heligen drivaltekeit. Die <FOLIO>(83#’v)</FOLIO> machest du also harte inwendig und also unwillig uswendig, das man | |
| und ein offen sele, da dú gnade in vliessen mag. Machest du dine notdurft ane rat und ane not alze breit, | |
| ist dú warheit da nit, so bistu eins sclangen vergift. Mache din herze ie binnen reine und bewise dich uswen<FOLIO>(84#’r)</FOLIO>dig $t | |
| kraft, das ein mensche leistet mit aller siner maht. Es machet ein sur herze suͤsse, ein trurig herze vro, ein arm | |
| «Herre vatter, ich loben dich, wan du hest mich gros gemachot und min gesclehte sol gros werden in himmel und uf | |
| hat bevolhen, das du zů siner zelunge soltest komen und machen die unreine; so blibet úns zů der helle alle dú | |
| herze und breite sich in alle sine fúnf sinne und mahte den kúnig also mortgirig, das er tet des túfels willen | |
| sich alle gemeine siner langen gegenwúrtekeit, und sin suͤssú geselleschaft mahte inen senfte alle ir kumberliche erbeit. Dirre orden was in | |
| mine drie personen al durchgat und ruͤret und reitzet und machet minnenlustig mine ganzen drivaltekeit. Minen smak, den ich habe, den | |
| allú tot, so ich dich nit vuͤle. O minne, du machest suͤsse pine und not, du gibest #.[den waren gottes kinden lere | |
| gewalt, si bindet beide jung und alt. O minne, du machest <FOLIO>(97#’r)</FOLIO> grosse burdin lichte, und kleinú súnde dunket dich swere; | |
| schoͤne spiegel stat vor gotte an der kúschen sele, die machet heissen minnenlust in der magetlichen brust zů Jhesu, irme lieben. | |
| bringet senfte gemuͤte und reine sitten. Minne, din heligú genuͤgunge machet vri gemuͤte in willeclichem aremuͤte. Minne, din warú durnehtekeit dú | |
| eisende, da ich alleine bin, wan min sele wart vri gemachet von aller eisunge, do ich die gabe enpfieng, die man | |
| sich mit Sant Peter des irdenischen libes. Die verborgen schulde machet ze jungest die offenbare not.» Ich armer mensche, ich wart | |
| geistlichen armuͤtes und die gallen miner bitterkeit ze honig wellist machen in dem gůme miner sele. Ich bitte dich, lebender got, | |
| luter minne hat vier ding <N>XXXI</N>. Wie got die sele gemachet hat; von der wollust und pine; wie got gelich ist | |
| hoͤhste bekort. So solt du mit grosser demuͤtekeit dine venie machen und gan denne zehant an din gebet und lassen dich | |
| koste rich. <FOLIO>(103#’v)</FOLIO> Du solt ie reine bi den siechen machen und solt in gotte suͤsseklich mit in lachen. Ir heimlichen | |
| sol sine schult genzlichen gelten und sol sinen kosten kleine machen. Er sol nieman haben in siner koste durch herschaft noch | |
| suͤssekeit ist si nit wirdig, mere ich wil si siech machen an irme libe, das si von der pine also lam | |
| noͤte súntliche wege gat, und ich wil si also stumme machen, das si boͤsú wort sol verswigen. Si sol oͮch also | |
| so wolte únser herre gerne einen irdenischen menschen also himmelsche machen, das <FOLIO>(112#’v)</FOLIO> man gotte werliche moͤhte an ime volgen, minnen | |
| engeln nit das ewig leben, du enhast den menschen nit gemachet noch sele und lip, du hast nie keinen creaturen <FOLIO>(115#’r)</FOLIO> | |
| blůmen, da got ze siner endelosen hohgezit wil crenze von machen, die sine userwelten da soͤllent tragen, die im hie so | |
| dem jungesten tage us von den geneisten die allerschoͤnesten koͤppfe machen dem himmelschen vatter, da er in siner ewigen hochgezit selber | |
| in inen verborgen, wan si verswindent als ein roͮch und machent blint die hohesten; ja, si machent oͮch suroͤgede die heligosten. | |
| als ein roͮch und machent blint die hohesten; ja, si machent oͮch suroͤgede die heligosten. Das gemach dis vúres das ist | |
| soͤllen wir der tugenden gebruchen. <KAP><N>XXXI</N>. Wie got die sele gemachet hat; von wollust und pine; wie got glich ist eime | |
| mit vorhten enpfahen. So moͤgen wir úns allú ding nútze machen, dú úber úns gant. Lieber bůle, siest eintrehtig mit gotte | |
| vatter ein cronen bereit mit also grossen, erlichen, manigvaltigen werken gemachet und gezieret, das alle die meister, die ie wurden und | |
| geworcht und gesmidet in der fúrinen minne und also vuͤge gemachet mit der edelen kunst der heligen drivaltekeit, das si únserm | |
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