hellebâsiliscus
stM.
‘Teufel’
der hellebasiliscus / schaden vil von dir
[Maria] begreif: / din tugent schuof daz uf in sleif / des
todes hagel KvWGS
156
MWB 2 1329,42; Bearbeiterin: Herbers
hellebër
stM.
‘Höllenbär’, für den Teufel:
[Hiob] sayt / daz im di pine und di swer / si kumen von dem
helleber Hiob
6624;
gebunden wart der helle ber / van Cristo ebd.
14911.
981.
15316
MWB 2 1329,45; Bearbeiterin: Herbers
hellebloch
stN.
‘Höllenblock’ als Strafwerkzeug (zu bloch stN.
2):
vf sinen spor mit cleinem her / svnder danc vnd ane wer / nam er
[Jesus] im [dem Teufel] sin
hangetat / [...] und leit im vf daz swere ioch / vnd sluoc in
in daz helle bloch Martina
27,54
MWB 2 1329,49; Bearbeiterin: Herbers
helleboc
stM.
‘Höllenbock’, für den Teufel:
do sprach [...] Martina [...] /
ich vergihe dinem govgel stock [Götzenbild] / wesen nv der
helle bock / und den verfluochten tievil / der an allen zwivil / von dem himel wart
vertriben Martina
184,46.
156,43
MWB 2 1329,54; Bearbeiterin: Herbers
hellebodem
stM.
‘Höllengrund’
gedenke daz dvͦ unsich irlostis / uon deme helle bodeme
Ägidius
1677
MWB 2 1329,59; Bearbeiterin: Herbers
hellebracke
swM.
‘Höllenhund’, als Beschimpfung:
so brach im [Kaiser Alexander] ie der kruoc / und gelac
der vnfuoc / aller vf sinem nacke / der vngetovfter helle bracke Martina
186,90
MWB 2 1329,61; Bearbeiterin: Herbers
hellebrant
stM.
‘Höllenbrand, Höllenfeuer’
1 allg. 2 übertr. auf Pers. als Bezeichnung für einen Bösewicht/ Sünder
1
allg.:
dis bitterkait und daz geschre, / nim war, die helle brende /
han ewenclich an ende SHort
891;
wie senftmutig ditz schaf si / im wonet doch ein zorn na bi,
/ [...] sin biz zubizet den hellebrant Brun
3125.
–
‘Fegefeuer’
wol ieme, wer shone erwerbin kan als duͦ von minne werndin pris. / der
nach Paulo minnin kan, der ruͦre nummir hellebrant Marner (W)
Ml 1:13,20
2
übertr. auf Pers. als Bezeichnung für einen Bösewicht/ Sünder:
sô gîstû almuosen in die helle, sô dû einen hellebrant ûz der hellen gezogen
hest mit stiure dînre guoten werken PrNvStr
278,39.
278,32;
also denne kummet die stunde des todes,
[...], so muͤssent sú mit den groben súndern in das
vegefúr; aber ist des nút, so súllent sú ein ewig hellebrant sin
Tauler
402,22.
198,6.
108,16
MWB 2 1330,1; Bearbeiterin: Herbers
hellebrennen
stN.
‘Höllenpein’
diz si mîn hellebrennen, / daz diu sêle mîn deheine nôt / vürbaz
enpfâhe, sît mir tôt / des lîbes vreude ist Wh
454,18
MWB 2 1330,17; Bearbeiterin: Herbers
hellebrücke
F.
‘Brücke in die Hölle’, als Beschimpfung für einen boshaften Menschen (vgl.
Schmiedel, Hl. Georg § 43 und →
brucke
1.2):
valsche hellebrücke / ungetriuwes râtes Georg
4190
MWB 2 1330,20; Bearbeiterin: Herbers
hellebuobe
swM.
‘Höllenbube, Bösewicht’, für die Teufel:
swer von dir herre entwichit / der [...] muoz
[...] struchen in die gruobe / zvo den argen helle buoben
Martina
227,82
MWB 2 1330,24; Bearbeiterin: Herbers
hellediep
stM.
‘Höllendieb’, für die Teufel:
der man aber zu in sprach / ‘ey nu seht, vil lieben, / zu den helledieben, / wie
si begern unser leit [...]’ Pass III
14,22;
daz er [Gott] uns beschirme vor den helledieben, daz
sie uns den wec gein dem himelrîche iht versetzen DvASchr
378,16;
di guten sint / gotes chind [...]; / di
posen ligen / uberstigen / von manigem helle dieb Vät
41012.
16706;
Martina
216,47;
StrKD
107,286
MWB 2 1330,28; Bearbeiterin: Herbers
hellediet
stN.
‘Höllenvolk’
[Maria:] ‘kum zu mir, fridel min, ja pin ich dir berait, /
[...] swaz helle diet hie vor gestrait, / an swert han ich
ervohten, daz kain zunge nimmer mer vol sait, / ich han verslihtet und verrihtet
endelosen sweren pein.’ Marner (W)
2c,18(S. 291)
MWB 2 1330,37; Bearbeiterin: Herbers
helledorn
stM.
‘Höllenstachel’
so wirt er [...] gewurfen in di helle /
und in di scharfen helle dorn Hiob
15023
MWB 2 1330,43; Bearbeiterin: Herbers
helledrache
swM.
‘Höllendrache’, für den Teufel:
der alde helle drache Vät
28480
MWB 2 1330,46; Bearbeiterin: Herbers
helle|egel
swF.
‘Höllenwurm’, bildl.:
dî zwû helleegiln, / unkûsche und girekeit NvJer
2869
MWB 2 1330,48; Bearbeiterin: Herbers
hellegalge
M.
‘Höllengalgen’
wez blestu dich [plusterst dich auf] ,
krotenbalg? / dir ist berait der hellgalg, / wiltu dich nit hofart massen
SHort
436
MWB 2 1330,50; Bearbeiterin: Herbers
hellegeist
stM.
‘Höllengeist, Teufel’
hilf uns den angestlichen tac / mit diner stiure leisten, / daz
wir den hellegeisten / ze spotte niht gedihen KvWGS
1558;
KvWTroj
7431
MWB 2 1330,53; Bearbeiterin: Herbers
hellegerte
F.
‘Höllenrute’
unmaze wart Lucifer ein helle gerte, / diu in treip uz himelriche vrone
JTit
1917,2
MWB 2 1330,57; Bearbeiterin: Herbers
hellegiege
swM.
‘Höllennarr’
– für die Verdammten:
die blinden helle giegen / gotis wunder siv enpfiengen Martina
142,10.
61,3.
– für den Teufel:
bi dem helle giegen / der veige, der verlorne Martina
111.2,94
MWB 2 1330,60; Bearbeiterin: Herbers
helleglocke
F.
‘Höllenglocke’
dez hungers helle gloggen / in sin ore liutent Martina
131,20
MWB 2 1331,1; Bearbeiterin: Herbers
hellegluot
stF.
‘Höllenglut, -hitze’ (vgl.
gluot
1.1
):
mit kuͦrzen worten sprichet got sin gruwelich gerichte / sol vollengan / of den,
der unrecht, urlouge unde unvride minnet, / daz er in helle gluͦten sunder vride brinnet
Rumelant (K)
4:10,10;
der guot wol weiz und übel tuot, / der êwige fröude üm helle gluot / wehselt, wie
hât der gevarn / und sich des vor wol möhte bewarn! Renner
8638.
6444
u.ö.
MWB 2 1331,3; Bearbeiterin: Herbers
hellegot
stM.
‘Höllengott’
wan die Romer warent noch do heidene unde begiengint dez
hellegotes hogezit in dem februario MNat
16,20;
die opfirtent an disen tagen ir eigen menslich bluot dem hellegote
der da heizit Pluto ebd.
17,33
MWB 2 1331,12; Bearbeiterin: Herbers
hellegouch
stM.
‘Höllennarr’, für den Teufel:
got herre, vor dem helle gauch / behuͤt die armen sele min!
WhvÖst
9890;
do sprach er [Abraham] wider den helle
gouch: / ‘armer tuvel [...].’ Vät
32054.
773;
der arme hellegouch / hie mite Crist versuchte ouch Kröllwitz
3879
MWB 2 1331,17; Bearbeiterin: Herbers
hellegrâve
swM.
‘Höllengraf’ (zur Interpretation als ‘Höllenschreiber’ s. Wackernagel
in ZfdA 6,149-151):
– für den Teufel:
den hellegrâven er gebant [fesselte]
Aneg
3193.
– als Name oder Bestandteil eines Personennamens:
uff di nacht quamen si beide kein Isenache von Ungern
[...] in eines borgers hof, der hiz Hellegreve
Köditz
10,24;
Hainrich der Hellegraue UrkCorp
2273,24
MWB 2 1331,23; Bearbeiterin: Herbers
hellegrübel
stM.
für den Teufel:
[von] dem bœsen helle grubil / keiner tugent er bedarf
Martina
72,48
(s.a.
→
grübel
stM.
Martina
4,50.
10,13
)
MWB 2 1331,31; Bearbeiterin: Herbers |