hâ – haber- haberlîte – hachelen hachelwërc – hage hage- – 2hagen hagen- – halbe halbe – hallergëlt hallergülte – halphimel halp|hunt – halpvaste halpvierteil – halser halsgebeine – halsveste halsvlinken – hamerslac hamerslahen – hanef hanef|âkambe – 1hansen 2hansen – hantgiften hantgiftphenninc – hantsalbe hantschmänt – hantvestlich hantvestunge – hârbendelîn hârblôʒ – hârlouf harm – harnaffe harnasch, harnas – 1harre 2harre – hartruore hartsinnic – haselbir haselbluome – hasenvleisch hasenwint – havendierne havengazzer – haʒʒiclich haʒ|zorn – heberînmelwer hebesal – 3hecken heckenjeger – hegelîn hegeln – heidenisch heidenischheit – heilalle heilant – heilige heiligeistlîcheit – heilvuorlich heilwâc – heime suochen hei|metze – heimvart heimvartlich – heitber, heidelber heiter – heiʒmuot heiʒsühtic – hëlfebære hëlfebërnde – hëlkleit helle – helleglocke hellegluot – hellemunt hellemünzer – hellerigel hellerîs – helle- hellesun – hellevreisærin hellevunke – hëllunge helm – hëlmschîn hëlmschirbe – helwërtwitze hely – hendewinden hendewringen – hennenvuoʒ hentschuocher – herbërgen herbërgerîe – hêre herebërge – hergesidele hêrgesidele – hêrischheit hërkêre – Herodære Herodiane – hêrrennôt hêrrenphruonde – herschrîære hêrschunge – hertes hërtgëlt – hërverloufen herverten – hërzeblüete hërzebluot – hërzekrachen hërzekranc (?) – hërze|nabele (?) hërzenandâht – hërzenvride hërzenvrô – hërzestôʒ hërzesüeʒe – hërzevrouwelîn hërzewaʒʒer – heselîn heselîn – hîbære hichela – hierunder hiesch – himelbalsem himelbære – himelgesanc himelgesinde – himelknabe himelknolle – himelpalas himelphat – himelschheit himelschlich – himelstîge himelstîgunge – himelval himelvane – himelvürste himelvürstin – hinde hinden – hindergêunge hindergrîfen – hindernisse hinderrât – hinderstelle hinderstellic – hinderwërtlingen hinder wîchen – hinker hinkêre – hinnëben hin nëmen – hînt hintber – hinwërt hinwësunge – hirngupfe hirnhût – hirtelîn hirtelôs – hirʒmilch hirʒ- – hiu hiubelhuot – hiuten hiutezucker – hôchgebirge hôchgebluomet – hôchgenant hôchgenende – hôchgewaltic hôchgewîht – hôchmeister hôchmësse – hôchvart hôchvart – hôchzîtkleit hôchzîtlich – hœhe hôheclich – holde hölde – hol|loch hol|louch – holzapfelîn holzban – holzheit holzhërre – holzschuoherin holzstîc – honec honec|bluome (?) – honec|tranc honec|triefende – hônheit honic – hopfenziech hopferebe – horgen horgewat – hornicsprenget (?) hornîn – horten hortgadem – hospitâl hossen – houbeten houbet|êre – houbetkleit houbetklôster – houbetman houbetman|ambet – houbetsachwaltære houbetschande – houbetsünde houbetsündic – houbetwaʒʒer houbetwëgen – höuptinc höurëht – höuwezëhende houwic – hovegeselle hovegesinde – hovelich hovelîche – hovephenninc hovephliht – hoveschar höveschære – hovestatzins hove|stetære – hovezins hovezorn – 1hûchen 2hûchen – hüenerhirne hüenerhûs – hûfeht hufel – hügenisse hügenumft – hüllenwëbære hüllenwëbærinne – humerâl hummen – hundertweide hundesber – hungergîtic hungerhâr – hunt huntaffe – huobdinc huobe – huof huofblat – huorgelust huorgelustic – huotelôs huote|strëbe (?) – hurmelen hurnaʒ
– hurticlich hurtieren – hûs|êre hûsgëlt – hûslode hûslôs – hûsvrouwe hûswer – hûwen hûwen – hy
|
hitze
stF.
seltener auch swF.
Lucid
44,12;
SalArz
9,13.
11,36;
MNat
14,20;
KvMSph
52,12;
Tauler
51,18.
‘Hitze’
1 allg. 2 von Körpertemperatur, fiebriger Krankheit 3 übertr. 3.1 von heftiger Erregung (Zorn, Furcht, Begierde, Verlangen), leidenschaftlicher Liebe 3.2 von heftigem Kampf 3.3 vereinzelt: ‘Schnelligkeit’ ? (vgl.
hitzelich
3 ) 4 humoralpathologisch, eine der vier Primärqualitäten
1
allg.:
wande er [die Sonne] mit glanstes
hizze dar [ins Himmelreich] gelangen nemach
Himmelr
10,2;
(Gott als Sonne:)
daz dinen lip / verwet unser trehtin, / der sinen götelichen
schin / uf dich von sinem geiste liez, / und dich bezeichenlichen hiez / von hitze
sin gebriunet KvWGS
1943;
daz in dar inne [den drei Jünglingen in dem
Feuerofen] / diu hizze nine war SüklV
681;
daz ich [...] in dem winter hitze hân
Walth
28,35;
im [dem Drachen] half diu hitze und
der stanc, / daz er den lewen des betwanc Iw
3843;
ez [Tier] hât in sînem munde / die
hitze Wig
3870.
4529;
sô siht man wol daz [Kohle]
drunder [in der Asche] lît, / daz die hitze mit den
liehte gît Eracl
2126;
des tages brante mich diu hizze Gen
1473;
vil diche muͦz erswitzzen din antlitz in der hitzze GenM
19,10;
hizze des sumirs BrZw
40;
daz lant svlche hitze hat, / daz
[...]
Herb
14236;
in der hitze bî disem muore Wh
326,26;
sô wirde ich bî der hitze / der helle ermant, swenn ich in
einer badestuben sitze KvWLd
32,260.
– der Kälte entgegengesetzt:
die [Seligen] nemuot hunger noh
durst, hitze noh vrost Gen
1046.
2950;
so uf der erde vil groze hizze ist, so ist in dem lufte vil
groze keltin Lucid
56,4;
daz er ein hûs mache wider hitze des sumers und wider vrost
des winters Eckh
5: 52,8;
daz haupt ist oft siech [...] von hitz
oder von kelten oder von vasten und von grôzer arbait BdN
5,21.
– spez. ‘heiße Behandlung des Erzes’
wir worchten iz [das Erz] vor
und na / in zwu hitze Erz III
56,229.
– in ausgeführten Bildern:
dis boum is Jhesus [...]. / al
böse hitz diͤ sele schuͥet, / diͤ under dis boums schaden
vluͥet MarlbRh
7,17;
ditz brot [Hostie] wart
[...] gebachen mit des hiligen geistes hitze in dem
ofen des magtlichen libes miner frowen sant Marien DvAPatern
158;
dem golde [im Feuer] glîche ich
wol den man / des herze ist sô geliutert und sô reine / daz in der bôsheit hitze
enkan / niht brennen sô daz er iht arges meine KLD: Kzl
16: 4,11;
ein man, der ber sin liebes kint, die wile unz es sich beren lat. / swenne
es [wie Eisen] us der hitze kumt, und es ist
ungebert, / so ist sin gevert / gewahsen lihte ze hert, / daz es sich dem beren
wert Marner (W)
7:13,15
2
von Körpertemperatur, fiebriger Krankheit:
swaz dû uns gîst, daz wurze uns wol, /
[...] daz in uns werde ein hitze, / daz gegen dem
trunke gange ein dunst, / als ein rouch von einer brunst, / und daz der man erswitze
SM: St
1: 4,3;
also der hirtz wurt gejaget von den hunden stergliche durch
die welde und durch die berge, und von der grossen hitzen so wurt in ime erweget ein
gros turst Tauler
51,18;
ein sichtum ist an den oren [...].
jst he von der sunne, so vulit man in den oren groze hitze SalArz
40,8;
[
burzeln
] erleschent di biuerlichen hitzen
ebd.
11,36;
mit einer küelen salben / lât iu daz houbet bestrîchen, / sô
muoz iu diu hitze entwîchen Eracl
3120.
– durch Minne bewirkt:
der minne fuer ist so starg
[...]. / mir ist die hitze also groz / vzzen vnde
innen, / daz ich gar vurbrinnen, / mir kvme denne kelde na Herb
770;
diu minne schuof, daz siu vergaz / ir wîsheit und ir
witze. / siu gewan ein sölhe hitze, / diu senendem muote nâhen lît
UvZLanz
4332;
kalder snê / müeste von der hitze brinnen / diu mir an dem
herzen lît KLD: UvL
7: 4,5;
wâ von kumt mir diu hitze? / mir ist ûz der mâzen heiz
Eracl
2982
3
übertr.
3.1
von heftiger Erregung (Zorn, Furcht, Begierde, Verlangen), leidenschaftlicher
Liebe:
ir strengen zornes hitze / entsaz er
KvWTroj
24788;
so quam groz zornes hitze / an in mit ungemache
Pass I/II (HSW)
30824;
maniger vorchte hitze / gab er genugen, die in sân, / wand er was grulich
getân Pass III
345,16;
Vät
32973;
daz uns armen got irlidige /
[...] von hurlicher hizze Litan
1297;
wen sie mit der hizze irs geluste brunnent, von rehte
burnent si ouch in der hellen Lucid
129,1;
gut win und edel spise / und swas so valsche hitze
treit, / dar na myn herze was bereit Vät
34517;
der bruder wart an gote kalt / unde entbrant an boser
hitze. / in blante sine witze / die lust die mit im umbe gie ebd.
17047;
daz si beginnent prinnen / von der hitze der minnen / und
chumber muͤzzen liden StrKD
68,108;
nâch der ich mit gerndem sinne / in der minne hitze brinne
SM: KvL
16: 3,11.
– von Nächstenliebe, Liebe zu Gott:
mit hizze der minne [
cum fervore
caritatis
]
BrZw
66;
du solt gern aim ieglichen mentschen wol tuͦn
[...] und solt daz tuͦn in hitze der
minne PrGeorg
67,14;
ûzine erschein er in [der Hl. Geist den
Aposteln] in vivrinin zungen, inerhalbe in ir herzin
erlûhte er si mit dem liehte guͦtis gewizzinis, mit der hizze der
warin minne Spec
73,8;
mit der inneren hize AvaLJ
197,7;
dâmite^$’s [= sie
] in
unmaht aber viel, / wand ir von gernder hitz erwiel / nâch ir
liebe [Christus] der gelust
LvRegSyon
3996;
die engel [...]
moͤgent nit der brinnenden minne pflegen, wan got hat inen nit die
hitze gegeben Mechth
5: 1,35
3.2
von heftigem Kampf:
in bluote und in sweize suten / die helde von der hitze
starc Wh
50,19;
geleschet nâch der hitze / wart dâ maneger, daz sîn witze
/ niht gein Salomône wac ebd.
448,11;
wie er daz [den Angriff der
Griechen] für gestelle / und wie er gevelle / die hitze mit
aller Troyschen kraft GTroj
19515
3.3
vereinzelt: ‘Schnelligkeit’? (vgl. →
hitzelich
3):
mit der hitze quam ein bote Vät
9987
4
humoralpathologisch, eine der vier Primärqualitäten:
ein igelich mensch der ist geschaffen ûz den vier elementis:
[...]. die wirme und die hitze hât der mensch von dem
fiure Barth
127,26;
dusze [vier Elemente] hat
he [Gott] alzo gemachet, daz sych dy hycze dez
fuͤrez myt der keldene dez wazzerez, vnde dy dorde
[Trockenheit] dez hertrykez myt der fuͦchtnysse
der lucht glych getemperyrt vnde gemenget, daz van der temperunge alle fruch geboren
vnde gemacht werden OvBaierl
2,13;
daz hirn ist kalter nâtûr [...] und
daz herz ist haizer nâtûr, und dar umb ist daz hirn gesetzt über daz herz, daz des
herzen hitz des hirns kelten senftig BdN
6,8;
des harnes varbe wirt von der hitze oder von der kelde
SalArz
110,48;
der senf von siner grossen hitze burnet di huͦt als ein
nezzel Macer
26,4
MWB 2 1603,52; Bearbeiter: Tao
hitzebrant
stM.
‘Hitze’
daz ir vil kaldez gemüete / an in [Gott] wurde verwant /
mit niuwer minnen hitzebrant LvRegFr
3698
MWB 2 1605,49; Bearbeiter: Tao
hitzeclîche, -lîchen
Adv.
auch -ic-.
s. a. →
hitzelich
.
‘voller Begierde; inbrünstig, mit Eifer’
glîcher wîs, als den dâ hitziclîchen dürstet in rehtem
durste, der tæte wol anders dan trinken [...]; mêr: aber
swaz er tuo [...], im envergât doch daz bilde des trankes
niht, die wîle der durst wert Eckh
5: 206,2;
do begerte nie kein inturstiger mund so hitzeklichen eins
kalten brunnen [...], als ich begerte, daz ich allen
súndern gehulfe Seuse
210,8.
201,4;
daz du in [Gott] solt loben mit singenne und mit
lesinne und solt daz alse hizceclichen und alse uroilichin tuͦn
PrGeorg (Sch)
9,47;
verlihe mir, barmherziger got, das dir wol gevallet, hitzeclichen ce begeren,
wislichen ce suochen, gewarlichen cerkennen PrWack
97,1.
– jmdn./etw.
~ minnen:
daz wir alle gotes heiligen und alle gotes engele hitzeclîche minnende werden
PrBerth
1:287,39;
PrGeorg
67,15;
SHort
8430;
der dâ hitziclîchen ein dinc minnet mit ganzer kraft alsô,
daz im niht anders ensmecket und ze herzen gât dan daz Eckh
5: 206,7
MWB 2 1605,52; Bearbeiter: Tao
hitzede
stF.
‘Hitze’
nuͦ hait got alle creatuͦren weder die
natuͦre [des Menschen] gesat: der hemel, die
svnne, die sterren; nuͦ vorst, nuͦ hitzde, nv rayn, nuͦ sne;
nuͦ is dir wail, nuͦ zo hantz we; nu huͦnger, nuͦ
duͦrst Tauler (C)
1:93,11
(vgl.
Tauler
198,8ff.
)
MWB 2 1606,9; Bearbeiter: Tao
hitzeglast
stM.
‘heißer Sonnenstrahl’
nahtes vrost, tages hitzeglast / tet in sîner schœne
gast RvEBarl
15333
MWB 2 1606,15; Bearbeiter: Tao
hitzelich
Adj. (?), Adv. , -lîche,
-lîchen
Adv.
1
‘heiß, brennend’
2
‘in der Hitze; mit der Hitze’
3 übertr., ‘schnell, mitreißend’
1
‘heiß, brennend’
swenne sie [Teufelsanbeter]
sunden [Akk.Sg.] suchen, / hitzelichen [l.
hitzelich en (= in
‘ihnen’)?] die muz sin Daniel
3361
2
‘in der Hitze; mit der Hitze’
nu frowe sancta Maria Magdalene, / du mit brunnen der zæheren / kome ze
unserme herren, der da ist ein brunne der gnaden; / da du wurde enphangen, / do du,
durstende hiceliche, / gelabet wurde genuhtecliche UppsFrGeb
47;
wurtze, wa ist uwer smac / hin kumen, der in uch lac / deme
houbte zu stuere? / uch hat der werlde vuere / hitzelich
ubergangen [d.h. verbrannt]
Daniel
2725
3
übertr., ‘schnell, mitreißend’
dat is gerecht guͦit, sprach Agustinus, dat ieme selver niet vluzet
[
n. v.: l. entvluzet
] inde
in deme vloze wirt gewit [= gewîtet
] inde
gemerit van der minnen, dat it vliezen muͦz inde dat it hitzeliche inde balde
mit sines selves wesene na sturcende is sime [Gottes]
guͦit PrKöln
34,37
MWB 2 1606,18; Bearbeiter: Tao
hitzen
swV.
1 intr. (seltener auch refl.) ‘heiß sein, werden’
1.1 eigentl. 1.2 übertr., von Emotionen, Leidenschaften 2 tr. ‘heiß machen, erhitzen’
2.1 eigentl. 2.2 übertr.
1
intr. (seltener auch refl.) ‘heiß sein, werden’
1.1
eigentl.:
–
‘Hitze empfinden’
swaz sich zu gote gejungert, / daz endorstet noch
enhungert / noch enhitzet noch envrostet HeslApk
12681;
ich sach in hungeren, / dorsten, slafen, hitzen, vriesen
HeslNic
3091.
–
‘fiebrig sein’
ob das houbt we tuͦt oder hitzet
Macer
15,10;
[die Salbe] ist gut fur di hitze in der sucht, ob
man sich da mit bestrichet an dem buche, oder swo iz hitzet ebd.
50,8
1.2
übertr., von Emotionen, Leidenschaften:
–
‘heftig bewegt sein, in heftige Erregung geraten’
vor angesten begunder hitzen JJud
1556;
do begunde her hizzen [La.
heizen
] und roten En (FSch)
11030;
swenn er begunde hitzen / und in bestuont sîn
grimmer zorn KvWTroj
35246;
ich muͦs mich schemmen, hitzen und biben
Mechth
3: 15,7;
wiplich triwe hitzen / sich wart an ir hertzen, / so
daz [...] haizze trahen fluzzen / durch wængel
lieht uf muͤndel rot WhvÖst
2770;
Daniel
348.
–
‘(in Liebe zu jmdm.) erglühen’
si begunde in sinin minnin / so hitzzen unde brinnen
RvEWchr
9231;
welche lute hie hitzen / in gote steteclichen, / der
werlde gar entwichen Daniel
2424;
(refl.:)
wand sie sint der wisen schar / in ertrich, die man
sitzen / sicht, ydoch sie sich hitzen / betende hie in gote ebd.
5530.
– vereinzelt von brünstigen Tieren:
sô deu zeit ist irr unkäusch, sô streckent si ir
züngel zesamen und hitzent alsô sêr in der prunst irs gelustes
BdN
216,12
2
tr. ‘heiß machen, erhitzen’
2.1
eigentl.:
man sulde balde hitzen / einen oven alsô heiz Erlös
1858;
daz fuir teilit sine craft anderen dingin daz ez si
hitzit Parad
34,32.
67,22.
96,4;
daz feur [als die oberste
Elementarsphäre] ruͤrt an des monen himel, aber ez
hitzt in niht KvMSph
9,22;
man schol den saffrân hitzen in ainem scherben
BdN
392,17;
(mit Ersparung des Akk.-Obj.:)
do sah er ain / vest an dem gebirge: / diu
gruͤlich umm zirge / glandert und hizt WhvÖst
11829;
swa ez [= gestein
]
ruͤrt der sunnen glantz, / daz ie wirt umm den stain ain crantz, / der
hitzet und glestet ebd.
12607.
– auf Körpertemperatur bezogen?
ez [der Maulwurf] gêt oft
auz der erden, wenn ez der durst hitzet BdN
160,27
2.2
übertr.:
daz ein angebornez leit mich hitzet als ein zander Frl
5:67,19;
du [Gott] bist der in
[Mensch] besitzest / und im den willen hitzest /
nach dir in quelnder minne Pass I/II (HSW)
140.
– in humoralpathologischem Sinne (vgl. LexMA 5,211f.), mit Bezug auf
eine der vier Primärqualitäten (heiß, kalt, feucht, trocken):
daz si [die Blüten von
cappar
]
[...]
hitzent den kalten magen BdN
366,8;
sein [
des
epfes
] sâm ist guot wider die wazzersuht, wan er
hitzet die lebern und rainigt si ebd.
382,29;
(mit Ersparung des Akk.-Obj.:)
knobiloch ist heizer vnde truckener denne der pheffer
vnde gibit deme libe groze hizze, dar uon hitzet her mere denne her spise
SalArz
13,35;
daz diu gall die kraft hât, daz si hitzt und trückent
reht sam ain feur BdN
28,25;
sô hitzt er [Planet Mars]
der menschen herz und ir nâtûr und macht si zornich ebd.
57,27;
der [Baum] ist an kraft
haiz und trucken, alsô daz er hitzet und trükent ebd.
311,16;
daz himeltrôr hât die kraft, daz ez die flüzz
verstênd macht, die wäzrig sint, und daz ez hitzt ebd.
89,21.
318,9.
351,36.
336,3
MWB 2 1606,37; Bearbeiter: Tao
hitzene
stF.
‘Hitze’
estus: hizzena SummHeinr
2:68,23;
vil ist des uns got gan. / uns dienont die lufte mit der gotis krefte. /
[...] uns dienot der walt, uns dienot hizene unde kalt
Scoph
11,4;
daz also manic wiz man und och edel man durch di libe gotez di groze hizene
und och di groze erbeit mochten erliden HlReg
56,11
MWB 2 1607,38; Bearbeiter: Tao
hitzenunge
stF.
‘Erhitzung’
dô sluogen si ûf einander slege unmâzen grôz: / daz viur von der hitze
[La. hitznunge
] in die luft erdôz
RosengD
343,2
MWB 2 1607,45; Bearbeiter: Tao
hitzerîche
Adj.
‘reich an hitze, von großer Hitze’
ein ammetistôn [La. abeston
] , / ein stein
hitze rîche. / der brinnet êwiclîche, / wan der êrst wirt enbrant UvZLanz
(K)
4799
MWB 2 1607,48; Bearbeiter: Tao
hitzic
Adj.
‘heiß, brennend’
1 bezogen auf die Hitze von Sonne, Feuer, Wetter usw. 2 bezogen auf Körpertemperatur 3 bezogen auf Gemütsregung, innere Haltung: ‘heftig, inbrünstig,
eifrig’
3.1 von Zorn 3.2 von (religiöser) Liebe, Begehren, Eifer 3.3 von Personen 4 humoralpathologisch (vgl. LexMA 5,211f.), bezogen auf eine der vier Primärqualitäten (heiß, kalt, feucht, trocken) 5 vom Tierkot: ‘scharf, ätzend’
1
bezogen auf die Hitze von Sonne, Feuer, Wetter usw.:
hitzic sunne Frl
3:16,3;
cometa [...] ist ain flamm
[...]. [...] daz hitzig
gestirn an dem himel zeuht irdischen dunst auz der erden BdN
75,6;
gelicher wise also das fúr wúrcket in daz
holtz [...] und machet es warmer und hitziger und gelicher
Tauler
120,32;
sô daz feur ie in ainer hertern materi ist, sô ez ie sterker
und hitziger ist BdN
71,25;
(bildl.:)
ouch wirt ez [Leid] verbrant von
dem hitzigen viure der götlîchen minne Eckh
5: 53,4;
der hytzigg ogste [August]
GTroj
6172;
so der hizege toͮm uon der erde sich in den luft
gewillet Lucid
58,10;
swenne diu hitze des mittentages durchbrichet den luft und machet in hitzic
Eckh
2:198,4
2
bezogen auf Körpertemperatur:
irn munt hitzec unde rôt / sie dem hêrren ofte bôt ErnstD
1012;
min [Christi] hitziges
bluͦt gewan von noͤten mengen wilden uzbruch Seuse
210,22;
edlú kúngin himelriches und ertriches,
ruͤre min ersteintes herz mit einem diner hitzigen trehen ebd.
268,10;
den kütenwein gibt man den kranken läuten, die hitzig sint
und die weins begernt BdN
320,26.
– von Tieren:
[
diu durstslange
] ist sô gar hitzig, daz si
sich in dem winter auzhäutt BdN
281,23;
sô gar hitzig wirt er [Löwe] in
im selber, wenne er übermæzicleichen zürnet ebd.
143,35.
– von fiebriger Krankheit:
der syropl entsleuzt den leip und macht in vertich in
hitzigen vibern BdN
425,9;
daz [Heilmittel] ist gar guot
wider die hitzigen apostem ebd.
376,11;
der selb stain behüett seinen tragær
[...] vor dem dritägleichen riten und vor der
hitzigen suht ebd.
466,32
3
bezogen auf Gemütsregung, innere Haltung: ‘heftig, inbrünstig,
eifrig’
3.1
von Zorn:
la dinen zorn hitzic / dir von dem hertzen slifen
WhvÖst
11078;
daz er [Edelstein] gar
hitzigen zorn benimt BdN
436,6
3.2
von (religiöser) Liebe, Begehren, Eifer:
swer sus ist minne witzic, / dâ ist diu liebe hitzic / und blüejet zaller
stunde / in reines herzen grunde UvEtzWh
4526;
hitzige liebe er zu gote / het Kreuzf
1068;
zwei als ein gibet von nôt natiurlîche, williclîche,
hitzige minne Eckh
5: 30,18;
nach der hitzigosten minne des hoͤhsten geistes
von Seraphin Seuse
313,19;
zu deme sacramento sal man sich bereidin mit hitzigir /
begerunge Parad
137,32;
noch sol uns des niht betrâgen, / wir entûn daz, waz wir
vermugen / [...] in einer hitzigen gir, / um die
himelêre werben wir Kreuzf
4899.
7270;
umbe daz sîn minne und sîn danknæmicheit deste mêr und
sîn ernst deste hitziger werde Eckh
5: 234,11;
herr, ich vlúhe, ich jage ze dir mit hitzigem
inbrúnstigem ernste, als der hirze zuͦ dem lebenden brunnen
Seuse
216,16
3.3
von Personen:
mit guter andacht zeimal tet / ein bruder
hitzec [Adv.?] sin gebet Pass III
523,94;
von im [Gott] wirst dû enzündet
und hitzic und in im wirst dû geheiliget Eckh
5: 265,2;
ein guot mensche mag wol von grôzer minne als infiurig und hitzig werden
PrNvStr
294,18;
ich bin ein lêwiu sünderîn: mache mich ein hitzige minnerîn ebd.
263,5
4
humoralpathologisch (vgl. LexMA 5,211f.), bezogen auf eine der vier
Primärqualitäten (heiß, kalt, feucht, trocken):
daz alleu erdischeu dinch auz den vier elementen sein, doch
ist ainz hitziger wan daz ander, daz haiz wir feurein, und ainz fäuhter wan daz
ander, daz haiz wir wäzerig. [...]
BdN
378,22;
seint daz selb zaichen [Sternbild
Löwe] hitzig ist und trucken ebd.
468,11;
sô der wein ie elter ist, sô er ie hitziger ist ebd.
351,18;
der veltpforr ist hitziger wan der haimisch ebd.
415,35;
sô nu der mensch trucken ist und hitzig, sô ist er zornig und
vicht gern ebd.
76,25;
die sperken sint mêr hitziger nâtûr denn all ander vogel
ebd.
220,7;
die slangen sint von nâtûr hitzig ebd.
260,29
5
vom Tierkot: ‘scharf, ätzend’:
si habent gar prinnenden und hitzigen mist, den werfent si
auz irn nesten BdN
181,11;
daz der taubenmist hitzig ist ebd.
359,17
MWB 2 1607,52; Bearbeiter: Tao
hitziclîchen
Adv.
→
hitzeclîche
MWB 2 1609,1;
hitzigen
swV.
1
‘etw. heiß machen, erhitzen’
2
‘heiß werden’
1
‘etw. heiß machen, erhitzen’
wem diu gelider wê tuon von vallen oder von andern sachen,
der hitzig rauten in ainem scherben und pint die dar auf BdN
417,29
2
‘heiß werden’
gelîchnüs unt minne îlet unt hitziget ûf ze leitenne unt ze bringenne die sêle
in den êrsten ursprunc des einen, daz unser vater ist aller in himele unt in erden
Eckh (Pf)
430,15
(vgl.
Eckh
5: 31,3
)
MWB 2 1609,2; Bearbeiter: Tao
hitzunge
stF.
‘Erhitzung’
hitzunge [
calefactio
]
ThvASu
220,8.
248,24;
zuo der hitzunge [
ad
calefaciendum
]
ebd.
86,3
MWB 2 1609,10; Bearbeiter: Tao
hiu
Interj.
zur Erregung der Aufmerksamkeit, zum Ausdruck des Staunens:
möhte ein tôre geleben nâch dem willen sîn, hiu, waz er wunders tæte!
KLD: Namenlos
h 31,10;
und ninder were ein jungelink, / er muͤst mir geben einen phennink, /
wenne er missetete, / hiu waz ich danne gutes hete! Jüngl
34;
hiu, waz man ritterschefte pflac / in dem tan und vor dem tan!
HvFreibTr
1604
MWB 2 1609,13; Bearbeiter: Tao
hiubelhuot
stM.
eine Art Helm:
im hilft niht sîn treie / noch sîn hiubelhuot Neidh
WL 10:6,2;
der Berewîges hiubelhuot der ist von ringen veste ebd.
WL 11:7b,1;
seinen
~ tragen:
ebd.
WL 11:4,9.
WL 14:2a,6;
der vierde heizzet Adelbolt / mit sînem hiubelhuote SM:
Go
3: 2,8.
– als Bestandteil eines Personennamens:
Perchtolt Heubelhvͤt UrkCorp (WMU)
3425,14
MWB 2 1609,21; Bearbeiter: Tao
hiubelîn, hiubel
stN.
‘kleine Haube’
diu höubel diu man treit / ûf dem houbt Philipp
3644;
ab zoch er do sin hubelin GTroj
318;
unz im daz hiubel [eine Art Perücke] abe swanc, / daz
ime daz houbet blôz beleip Bîspel (Pf)
38,42;
Kopfbedeckung unter dem Helm:
dô sluoc er Welsungen / durch einen helmen rîchen / harte krefticlîchen / unz ûf
ein hiubel guldîn Bit
639.
– übertr.:
triuwe, milte, einveltikeit / wonten vil mêre den liuten bî / denne in der
werlde nu leider sî, / dô diu wort niht hiubelîn, / kappen und kutzmentelîn / ûf in
truogen und siben sinne / niht verborgen lâgen drinne Renner
21933.
– Kopfbedeckung der Geistlichen:
cydarim, cydaris, mitra vel pilleus episcopi: hvͦtilin, hubelin,
hoͮbe SummHeinr
2:204,18;
daz hubelin [
infula
] ,
daz der bischof vffe treit, daz betútet die durnehtin aller tugenden. die
zwei horn, die an dem hubelin sint, die bezeichent die zwo minne: gotes vnde vnsers
nehsten Lucid
90,17;
send mir ain hüblen HvNördlBrf
33,113
(vgl.
chorhuben ebd.
32,44f.
)
MWB 2 1609,29; Bearbeiter: Tao
hiufel
stFN. , hiufelîn
stN.
vgl. ahd. hiufila F. und hiufilî(n). –
auch hûfel, hûffel, hûfelîn,
in später Überl. auch hiffelin
WolfdD
1160,2.
– frühmhd. auch swF.
Will
16,1.
57,1.
90,1;
SummHeinr
2:5,64.
2:314,74(App.).
– vgl. →
hûf
stF.
‘Wange, Backe’
genę: hufila, hivfila, hvfelin SummHeinr
2:314,74;
dîne huffel sint als ein bruch des rôten apheles
TrudHL
48,16;
diu hiufelîn wârn ir rôsenvar Wig
895;
SM:KvA
2: 2,2;
SHort
7080;
WolfdD
1160,2;
Philipp
5041;
diu hiufel gâben rôten schîn / bî minneclîcher varwe blanc
RvEAlex
1318;
RvEGer
1681;
WernhMl
945.
5873;
daz bluot ir hiufeln entweich: / dô wurden nase und wengel bleich. / daz
machete in der ougen regen Er
8318;
ir hiufeln was vor leide / diu rôsenvarwe entwichen Greg
2544;
WvRh
11156;
do vielen ir die træhene / ab den hufeln an die wat
Wernh
D 2055;
si zarte [...] / hâr unde gebende, /
[...] ir hiufel krazte si genuoc WvRh
10305;
Parz
88,19;
Tr
17578;
KvHeimHinv
578;
Krone
19640;
EnikWchr
12504;
LvRegFr
4546.
– mit wange verbunden:
sîn hiuvel und sîn wangen WvRh
6264.
10508;
Philipp
5041;
WolfdD
1160,2.
– bildl. für Brüste:
des nidern [
antlützes, Hals, Schultern und
Brust] sleht, harmwîz / diu frou het sich geflizzen: / der
buosem [Dekolleté] was gerizzen / wît gein der
senke vor, / dâ inne loblîch truoc enbor / zwei hiufel tratz [trotzig,
keck] , eben gedræt Helbl
1,1111
MWB 2 1609,50; Bearbeiter: Tao
hiufelbant (?)
stN.
→
hüffelbant
MWB 2 1610,14;
hiufeln
stN.
–
‘Häufeln’, ein verbotenes Spiel (vgl. StRPass, S. 147):
omnes ludi cavillosi, haufeln, riemstechen et taxillorum falsitas praesentibus
inhibentur DRW
5,250
(VerhNdBayern; a. 1279);
dar vber allev valschev spil haevfeln, riemstechen vnd allev valschev würfel spil
mit disem brief sind verboten ebd.
5,250
(VerhNdBayern; a. 1321)
MWB 2 1610,15; Bearbeiter: Tao
hiugen
swV.
→
hœhen
MWB 2 1610,22;
hiulen
swV.
auch húwelen ( Seuse ,
Mechth );
auffällig: hullet (3. Sg. Ind. Prät.)
WhvÖst
3737.
‘heulen’
1 von Menschen 2 von Tieren
1
von Menschen:
er hulte unmazen vaste / durch di gewalt, di uf in quam
Pass I/II (HSW)
15422;
sus vloch er hulende von ir Pass III
190,55;
adj. Part. Präs.:
und mit húwlender stimme Seuse
57,27.
86,17.
– oft mit einem synon. Verb verbunden:
~ und karn:
JGerichtH
11,2;
TundN
475;
~ und grînen:
Mechth
7: 39,12;
~ und schrîen:
Herb
10560;
Pass I/II (HSW)
32165;
Pass III
97,71;
weinen und ~
:
Seuse
287,14.
131,4.
– subst. Inf.:
michel hûlen dô vernam / der guote klûsenêre EbvErf
2350;
mit hulne er gebarte / iamerlich Pass III
213,86;
do ist jamer und wufen, / weinen, hulen, rufen Erz
III
6,370;
so hebt sich michel heulen, / weinen, schreien und chlagen Vät
(Z)
158,18;
weinen und ~
:
ein stimme ist gehôrt in Ramâ vile weinens und hûlins EvBeh
Mt 2,18.
EvBerl
7,12;
mit wainen und mit heylen HvNstAp
2481;
daz si erbrast an ein weinen und an ein húwlen
Seuse
122,21
2
von Tieren:
so lief er [Jagdhund] hulende hin abe / biz zu den
iegeren Pass III
455,70;
da huͦltin wolve. da brummen also bern PrLpz (L)
72,24;
und do der edel bracke / sach sinen herren nider ligen, /
[...] er gelset und hullet [(:
schullet); La. húlt (:
schúlet)]
WhvÖst
3737.
–
vil lvte hvlet Ysengrin ReinFu
K,879.
K,607.
K,1034.
K,1227
MWB 2 1610,23; Bearbeiter: Tao
Hiune, hiune
swM.
auch st.
Kchr
13889.
15546.
15552;
Serv
1245.
1363;
UrkCorp (WMU)
2064,15.
1 eine v. a. in der Heldendichtung gebrauchte Bezeichnung für Angehörige
fremder Völkerschaft(en) im Südosten (vgl. E. Neuß, Hûn- und das Ethnonym
Hunne[n] , in: Fs. Geuenich, Berlin/ New York 2008, S. 39-52):
‘Hunne, Ungar’
1.1 im Pl. 1.2 im Sg. 2
‘Riese, Hüne’
1
eine v. a. in der Heldendichtung gebrauchte Bezeichnung für Angehörige
fremder Völkerschaft(en) im Südosten (vgl. E. Neuß, Hûn- und das Ethnonym
Hunne[n], in: Fs. Geuenich, Berlin/ New York 2008, S. 39-52):
‘Hunne, Ungar’
1.1
im Pl.:
die Hiunen riten über lant NibB
1331,3;
wir Hiunen Bit
8276;
vor den Hiunen si waeren wol genesen KlageB
3923;
Dietr
8464.
8470.
8778
u.ö.;
Rab
491,6.
610,6.
717,3;
Loheng
2581.
2712;
Serv
1245.
1363;
Baldem
234;
Hornb
2:253.
– synonym mit Unger:
die Unger vuoren dô uber lant
[...]. / der Hûne wart vil reslagen
Kchr
15546;
der keiser sie nû alle mant / [...], di
Ungern wolden in daz lant, / daz si nû hulfen retten roemisch rîche: /
[...] überwindent die Hiunen / uns, sô sî wir
alle verlorn Loheng
1947;
der [...] hat [...]
/ die Huͤnen uber riten, / vnd Vngern uberstriten
Hornb
2:305.
– mit Adj.-Attr.
edel
Dietr
8924;
hiuze
ebd.
9038;
küene
NibB
1966,4;
snel
ebd.
1183,4;
starc
Rab
747,1.
– in Gen.-Verbindungen:
der junge vogt der Hiunen NibB
1960,4
(vgl.
den künec von den Hiunen [König der
Hunnen]
ebd.
1725,3
);
der künic der Hiunin NibC
1854,1.
2073,3;
Bit
464;
die Hiunen degene NibB
1959,2.
2029,2;
der Hûne magen [Heer]
Kchr
13889;
der Hiunen mâgen NibB
1344,4.
2008,1;
die Hiunen man:
ebd.
1762,2.
1868,2;
Hiunen recken:
ebd.
1840,1.
1939,2.
1942,1;
sît willekomen beide, ir Hiunen spileman ebd.
1439,2.
–
ze den Hiunen (oft in Verbindung mit einem Lokaladv.)
‘bei, zu den Hunnen, im, ins Hunnenland’
daz lop si truoc zen Hiunen unz an daz driuzehende
jâr NibB
1390,4;
sô sult ir zuo den Hiunen vil gewärlîche varn ebd.
1471,4;
sich huop der aller meiste schal, / der zen Hiunen ie geschach
KlageB
3661;
swaz iuwer vreuden an in lac, / die ze Hiunen sint erslagen ebd.
3211.
3337;
dâ zen Hiunen NibB
1382,4.
1731,4.
1330,4;
KlageB
2829;
hie zen Hiunen NibB
1169,4.
1994,4.
2337,3;
swaz si des über Rîn / mit ir zen Hiunen brâhte
ebd.
1384,4;
(hin, her) ze den Hiunen komen:
ebd.
1539,4.
1713,3.
1811,2;
KlageB
183;
Rab
402,6;
Dietr
5169;
ze den Hiunen (hin) varn:
NibB
1264,2;
Dietr
10098;
als Attr. zu
hovereise
NibB
1535,4;
hovevart
KlageB
475;
vart
NibB
1635,2;
Subst. Inf. komen
ebd.
1750,4;
wec
ebd.
1419,4.
– mit von, gegen:
daz si mit dem lebene deheinen von den
Hiunen [aus dem Hunnenland] lie
NibB
1754,4;
die boten von den Hiunen ebd.
1461,2;
von den Hiunen ze lande an den Rîn ebd.
1582,3;
do er von Wormz gein Hiunen schiet
Parz
420,28.
–
Hiunen lant / rîche:
dô wurden wol enpfangen die von Hiunen lant
NibB
1182,3;
die helde ûz Hiunen landen ebd.
1166,3.
2127,3
u.ö.;
Bit
284.
7003.
8399;
Hiunen rîche:
Bit
540.
309.
8799.
– in einer Liegenschaftsbez.: ze den Hiunen,
wohl in der gleichen Bed. wie ze Hiunengrebern, hierher?
drie manne matte zen hv̓nen UrkCorp (WMU)
1986,23.
1986,23
1.2
im Sg.:
er stach dem rîchen Hiunen daz sper durch sînen lîp
NibB
1889,3;
rîche Hiune ebd.
1892,1;
ein vil getriuwer Hiune ebd.
1928,3;
durch gedrenge in zorn er gein dem Hiunen [
dem Unger
herzogen Ludwîn
] kêrt Loheng
2735.
2739.
– als Bestandteil von Personennamen (oder zu
2?):
Herman der Hv́ne UrkCorp (WMU)
361,28;
mit mins herren hant vnd gunste Jacobes des iungen Húnes von
Schafhusen ebd.
2064(3),15,19,22;
der hv́ne ebd.
458,18
2
‘Riese, Hüne’
er was [...] an geliden und an
geliune / gewahsen alse ein hiune Tr
4036;
Nestor quam do zv geriten, / groz alsam ein hune, / mit
starcem gelune Herb
1381;
sich, dy hunen [
ecce gigantes Iob
26,5] gar verzaget, / di in der sintvlut irtrunken
Hiob
10098;
als ein hune mit ungevuc / sluc er uf mich an underlaz ebd.
6682
(vgl. Iob 16,15);
TvKulm
5301
MWB 2 1610,51; Bearbeiter: Tao
hiunengrap
stN.
‘Grab eines hiunen (zu 1 oder
2)’ (zur Deutung vgl. E. Beck und M. Strotz, das
phat das von oͤhliswiller gen hv̀nen greber gat, in: Fs. Pape,
Freiburg i. Br. 2008, S. 81-96, mit Diskussion und weiteren mhd. Belegen):
ein egerde <1/2> iuger, zuͥhet an den duͥren berge ze
huͥnen grebern et sunt arbores UrbTennenb
549;
obe dem scharten acker ein zweiteil und davor ein halbú juchert
(zúhet wider húnengreber weg) UrkFreiburg
3:395,12
(a 1320)
MWB 2 1611,62; Bearbeiter: Tao
hiunengrôʒ
Adj.
‘groß wie ein hiune (2), hünenhaft’
si zilten [zeugten] tursen huenengroz
HistAE
326;
daz si da vunden lute / crefteg, stark und hunengroz ebd.
1333
MWB 2 1612,8; Bearbeiter: Tao |