Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hërze swn (4208 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| wit / von im, der mir gewaldig lit / in herzen anger, warer mei. / saf und der witze tror/ güß, | |
| finger umbereiß, / umbformte aller himel ring, / in sines herzen want/ din bilde er entworfen fant./ des er in minnen | |
| an,/ der sines spiegels wunn / warf, maget, in dins herzen brunn, / in dem uns sichtig wart die sunn, / | |
| / du bist die ware rut,/ die Jesse durch sin herze wut/ und trechtig wart von geistes brut,/ der küscheit unvermeilter | |
| nacht verdamme/ und trib der sünden nebel dann,/ uß unsers herzen swell / des alden fluches rinde schel. / die phorte, | |
| wort und siner gotheit lempel/ zu opher trug in dines herzen tempel./ der reinikeit exempel,/ beschilt uns uf des todes ban./ | |
| liechtes kerne./ der hochsten salden erne/ trag, freud, in trübes herzen ror./ Meit, hochster freuden zell, / du bist hern Gedeonis | |
| in todes rigel/ versigelt mit der flammen ingesigel./ in unsers herzen tigel/ güß trostes bach und frides tror./ Du blünder salden | |
| kein zung din lob berißen mag, / sint in dins herzen grüfte lag / der himel und der engel brot. / | |
| brinnder stern, / der erge finster unde kern / uß herzen git: dins liechtes gern / die swebenden uf des jamers | |
| volke, Israhel genant,/ und leschten durstes flammen gach./ uß unsers herzen stein der buße flüte/ trib, maget, mit der hochsten gnaden | |
| mit der hochsten gnaden güte./ inphlanz der tugent blüte/ dem herzen, das nach gnaden stafft./ Du bist die tavel her: / | |
| des sich din alder friedel zart/ stalt jung in dines herzen blat./ hilf, das er uns in gruft der sele klimme/ | |
| güßt im nuwes leben in./ rinn, trostes bach, in unsers herzen falden,/ e wir in sünden roste, damph veralden./ glut barmung | |
| sins knechtes forme sunder pin./ o reine meit, in unsers herzen tigel/ drück unde smelz der tugende ingesigel,/ e uns des | |
| küsche strick./ da solcher witze bach/ floß uß dins reinen herzen dach,/ da stunt der grimme helle trach/ in ruwe und | |
| grüne anefang bedüt./ anfang geloube nam/ und grünet uß dins herzen stamm./ des fluches fluß und leides scham/ du hast verstellt | |
| glast./ ouch stürt er ougen swach./ da got in dines herzen bach/ den safir diner küscheit sach,/ da nam sins zornes | |
| man frucht des lebens fint./ laß grünen frucht uf unsers herzen rise/ der tugent, meit, das icht der alde grise/ uns | |
| mit siner wisheit erze,/ da er den sun uß dines herzen kerze/ dort in des fluches swerze/ ließ lüchten der verhofften | |
| stein, des tugent lischet nimmer:/ die flamme güß in unsers herzen wimmer/ – verbrenn des fluches zimmer –,/ das e inbant | |
| in purpur. leides mist / und sorg er rüt uß herzen tal./ da nu der sünden rut/ den menschen treib in | |
| rein in gruft des mutes rere,/ der sünden gift in herzen grunde tere./ der sele ougen sere/ an diner gimme stüre | |
| si der flammen guft./ der wallnde gotes haß/ gestunt in sines herzen faß,/ da nu des geistes gimme was/ gesenkt in dines | |
| faß,/ da nu des geistes gimme was/ gesenkt in dines herzen gruft./ topasion hat farbe aller steine/ in golt ^+getrint. sus | |
| sin güte zornes kluse brach / und klam in dines herzen want./ das schuf der agetstein/ der demut, den du, maget | |
| zu lon den dritten uß der dri,/ der uß dins herzen brunne trank/ des lebens seim von eines wortes gruße/ und | |
| und fluches dro./ da got den win trank in dins herzen presse,/ da leschte er den brant der alden hesse./ e | |
| wort’ den former aller dinge/ schephet und drang uß gotes herzen ringe./ mir frucht genaden bringe/ und trib des fluches norden | |
| du bist der cypreß uf Sion,/ da got entzunt dins herzen span/ mit sines hochsten geistes funk./ der tugent dunst der | |
| tugent dunst der sünden gift erstecke/ und minne flamm in herzen rore wecke,/ genade schult bedecke,/ du hochster salden erster funt./ | |
| / wie hart das tier verseret si./ da uß dins herzen kann/ in unser sele wunden ran/ der barmung öl, der | |
| wis,/ das öl verswent der sünden is/ gepresset uß dins herzen frucht;/ das güß in unser angeborne wunden,/ die von dem | |
| sich damit smirt./ got, allem sinen wilt,/ gebunden an dins herzen schilt/ sich zemen ließ in menschen bild./ ouch jungte sich | |
| ouch verjeit./ saf und genaden merz/ laß spalden die versteinten herz/ und güß in unser wunden smerz/ der tugende tror, du | |
| liecht vernunst, das got erzunte,/ da er sich in dins herzen kluse spunte./ bach diner tugent grunte/ nie sinnes maß noch | |
| lobes sprieß./ Wer aller witze schrin / verslossen in das herze min / und daruß schüsse sam der Rin / in | |
| kleit,/ der aller formen spiegel treit,/ und want uß dines herzen mar./ der alle sache sachet, tirmet, schicket/ und über den | |
| jamers mur/ uf cherubines flügel fur,/ den e besloß dins herzen snur,/ meit, muter, tochter, gotes amm./ des ich dir lobes | |
| me./ Wer mag uns raten baß, / sint dines reines herzen glas / des hochsten gotes spiegel was, / in dem | |
| der forchte ruß und leides ^+mies. / der in dins herzen brunn sich ließ / und formte sich nach diner art,/ | |
| / die ander tugent sam getwerg / gein barmung dines herzen sint./ da ganz der tugent schar/ Noe in grimmer flüte | |
| / und uß dem klamm von Babilon./ groß uß dins herzen kann/ die barmung diner güte ran./ da nu die Juden | |
| und von in wusch der sorgen rost./ die rad uß herzen tigel gift der sünde/ und uns in minne glüte dir | |
| flut./ Sint barmung iren mast / ie bant zu dines herzen ast / und du genaden segel hast/ gehengt in diner | |
| himels keiserin,/ die gotes ein genas/ und spist uß ires herzen faß./ des sie ein tum der tugende was/ und unsers | |
| der tugent gart,/ von einem worte sunder schart/ mit dines herzen snur bereift./ des tichtes maß nicht reicht dins lobes größe:/ | |
| / schatz wisheit, richtum alles sinns / verrunet in mins herzen flins,/ versigelt mit der witze wachs,/ und wer ein ieglich | |
| des brinnden zornes kluse,/ des wacht din lob in alles herzen huse./ schilt vor des tüvels gruse,/ durch bruch die hie | |
| enphant/ unsers todes falles widerslag./ mensch unde got besloß irs herzen klamme:/ sus wart der fluch gesterbet von dem lamme./ sünder | |
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