Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hërze swn (4208 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| beste ist – wer nach dem meister frage,/ sins wisen herzen lage –,/ der künste tempel und ein faß./ Rethorica, die | |
| sage/ in diser künste herschen wil./ Wie in der meide herz / sich fleischte sunder mannes ^+merz / ein wort, das | |
| gat,/ das ist theologien ler./ der lere stet behalt in herzen schrine;/ in iren sprüchen folge Augustine./ wiltu vermiden pine,/ mit | |
| dort die selbe list./ Er selig ist betagt, / des herze aller künste lagt. – / die kunst geomancia sagt, / | |
| lenke/ zeichen. die kunst ich schenke/ den wisen uß mins herzen bach./ Der irrnden sterne sin / siben, wißt, nach der | |
| sin ougen groß, herlich sin gang,/ uf irdisch ding sin herz ist gar geschicket;/ sin stirne breit, oft uf die erd | |
| sin gebeine,/ wirt es verschroten und verwunt./ Schrib in dins herzen want, / das sechste zeichen ist genant / die meit. | |
| uf swacheit alle frist,/ uf düberi und erge mist/ sin herze von dem zeichen ist/ geneiget. rot, swarz ist sin har./ | |
| lust, lieb unde guft/ sang erwecket, $s hecket/ freud in herzen gruft./ warer sang ist des gelouben amme./ ab cristentum fiel | |
| slam verdemphet./ sang wirkt der freuden blüte/ und sie in herzen stemphet./ sang bewart ein spiegel ist,/ in dem sich erglenzt | |
| bliben,/ sus der sele list,/ die sich erst uß gotes herzen reret./ in die nieman geschriben/ mag ane wort kunst, siten | |
| ewig sunder wortes früchte./ ein wort den umbereifte/ mit enges herzen wende,/ der alle ding besweifte/ mit siner witze hende./ wort | |
| wort die erste masse ist,/ die das liecht vernunst in herzen meret./ Uf der wirde zil / lebender stimmen $s klimmen/ | |
| sein wider brach./ da der wilde $s milde/ durch din herze sach,/ da verdrang din sumer fluches norden./ wisheit hern Salomones,/ | |
| phafheit ram / ist entsprossen $s flossen / uß des herzen klamm/ Cristi sam der reb uß sinem aste,/ der nie | |
| als es billich ist,/ so bistu ein reb in gotes herzen,/ uß dem lebens frucht/ immer sprüßet, $s düßet,/ die der | |
| brende/ und strich genaden salben,/ der buße tror, in unsers herzen wende./ ab uns des todes scherge/ wil nemen sunder ruwe,/ | |
| schanden twerge./ wann din lob ist immer tot,/ wo din herz uß tugende dache wichet./ Gar verstorben ist / lob und | |
| har wol zeiget./ zu zorn und ouch zu güte/ sin herz sich balde neiget./ füres art der selbe hat,/ trucken, heiß. | |
| seite./ seim der tugende stete fint/ arme diet in edels herzen lagen./ In Egipten land/ fint man kleine $s steine,/ memphites genant,/ | |
| tugent $s mugend/ ist pirophilus./ wer die gimme an sin herze twinget,/ den mag süche haft/ nicht verderben, $s sterben/ noch | |
| gotes lichnam dütet;/ wer innig den drückt an der sele herze/ und in mit glouben trütet,/ den mag gesterben nicht des | |
| bannes süche lindet/ mit der genaden saffe,/ ab er din herz in flut der ruwe findet./ du kristen, merk in truwe,/ | |
| mag ir güte/ in lobe nieman zwar,/ sint durch ir herze blüte/ des himels adelar/ und ist hie mensche funden;/ sin | |
| ding. / dri in eins wesens lage / slüßt gotes herzen ring./ nach solcher hande meische/ zu fleische $s gab in | |
| sich verbarg/ $s got, schepher stark,/ meit, in dins reinen herzen sarg,/ da falbte sines blutes mark/ den fluch der alden | |
| ecke, / die gar ein fletze han. / in gotes herzen decke/ sus dri personen stan./ den sun gebar aleine/ die | |
| fluch und ouch der helle schat,/ da in der meide herzen phad/ von gotes geiste wart gesat/ menschliche forme rich./ O | |
| bekleib./ von solcher stift/ $s der salden trift/ uß gotes herzen wart ^+gerifft./ ein wort des Luciferis gift/ gewaldiglich und sin | |
| sunne, / von dem Sibilla seit, / der uß dins herzen brunne/ trank, reine gotes meit,/ und mit der tugent rigel/ den | |
| o former aller dinge,/ mit underscheit du hast/ in dines herzen ringe/ der elementen last/ getichtet und getirmet:/ sie firmet $s | |
| die gabe endet,/ sin lieb ein ende hat;/ zuhant sin herz er wendet/ zu hoer missetat./ den kouf nach wilden wiben/ | |
| ein herschaft were gut,/ so pinselt im undankes rut/ in herz ungüte bild./ Des meres und der erden / keiser Pompeius | |
| und in des jamers brunne/ lust, wunne $s sin mordisch herze sach./ die lichnam in die flüte/ der Tifer warf er | |
| der Romer swer/ gewaldig was und über das mer,/ des herze hett von gite ker./ sus dich von gite, kerge scher,/ | |
| uß dem füre,/ das Cresus da genas –,/ sin swaches herz der stüre/ undanknem snel vergaß./ des wart er an ein | |
| warheit bach’./ sus saltu, strafer, lüchten,/ erfüchten $s wiltu der herzen kis./ sus, strafer, sprich:/ $s ‘zu mir nu sich,/ mins | |
| sus wann von zorne munder/ der zunder $s des grimmen herzen wirt,/ so mag der witze flüte/ des zornes brende nicht/ | |
| entslan,/ die schaden vil gebirt./ Laß zornes wurzel raden/ uß herzen tugent hant./ wann süch und manchen schaden/ enphenget zornes brant./ | |
| zornes brant./ der süchen namen merke/ und sterke $s das herz mit tugent kraft./ die süch, ich find geschriben,/ erwecket zornes | |
| süch, ich find geschriben,/ erwecket zornes brut:/ zorn macht das herze biben/ und zünt bi im das blut./ davon in zornes | |
| tummer richt,/ das er mit touw der tugent nicht/ sins herzen ror besafft./ Zorn ist des hasses muter,/ des nides erste | |
| nides erste sach./ roub lobes, schanden futer/ fürb uß dins herzen dach./ du edler, bint die früchte/ der züchte $s an | |
| du edler, bint die früchte/ der züchte $s an dines herzen ast./ mist zornes, wiser, hasse,/ laß trinken dinen mut/ uß | |
| des zornes schifft,/ der darf gelückes mast./ Wem zucht in herzen anger/ den sam der tugent set,/ macht rechtes fücht in | |
| in swanger,/ des heiles frucht er met./ des laß din herz erlüchten/ erfüchten $s die tugent, werder man./ sich, wie des | |
| heiles phat/ $s erfunden hat,/ wer sie slüßt in sins herzen blat;/ des wirde bleichet noch vergat./ welch man ouch ire | |
| sie den sin/ $s entfüret hin/ und hat verwust mins herzen zinn,/ den spiegel wirfet sie der minn,/ so hör ich | |
| gouch mer tummheit hat,/ der in der minne zimmer/ sin herz versperren lat./ der wart vil wol geware/ der klare $s | |
| von Troi Paris, Sampson./ saf hoer witze süget/ uß wises herzen faß/ die minn. wen sie nicht trüget/ mit ires spiegels | |
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