Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hërze swn (4208 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| sagt er nyman, und wurden sie gar schwer in synem herczen. Er was wise und listig, so uns die history saget, | |
| dem sattel, und kam im ein scharpffer steyn gein sim herczen, so das er off dem steyn bleib ligende in onmacht. | |
| bleib by im stan ein wil; da besweich im das hercz, und viel in onmacht bi Galahot, @@s@so das im die | |
| sah sinen gesellen neben im ligen gewunt; da wart sim herczen so we das er wiedder off Lancelot in onmacht vil. | |
| ich minen getruwen frunt, an des fruntschafft ich uberal myn hercz geleit han und allen mynen gedanck, so ist wol recht | |
| recht das ich mit im verlorn bin, wann er myn hercz mit im hatt, es si frau oder man. Wann der | |
| hatt, es si frau oder man. Wann der mensch sin hercz verlorn hatt, so kan ich geprúfen nit wie im der | |
| ich geprúfen nit wie im der lip geleben mög on hercz. Ein gut mag anders gewinnen nit, da si dann úmmer | |
| Galahot, ‘wústet ir auch was großen hohmůt ich in mym herczen hett, da ich sie hieß machen, und wie offenlich sie | |
| was ußermaßen unfro das Galahot so großen ruwen in dem herczen trug, und ducht yn das er ein das frischt hercz | |
| herczen trug, und ducht yn das er ein das frischt hercz trúg das ie kein furst gewúnne, das er alle die | |
| baß dann im zu můt was; das det sin edel hercz, das fri was und das off kein clein ding nit | |
| er möcht, ‘ir sprachent yczunt ein wort darumb uch myn hercz fast sere priset: ir sprachent, ir achtet off die mure | |
| ‘treum sint dick vil falsch, und ein man mit hohem herczen, als man wenet das ir habent, der sol treum nit | |
| nit achten. Frauwen sollen daran glauben und lút von kranckem herczen; ir solt uch nit daran keren!’ ‘Nein’, sprach Galahot, ‘also | |
| freischlich treum und also eistlich dútent ettwas, mir gesagt myn hercz nie so ubel me zu treumen als zu dißen, got | |
| got helff, herre’, sprach Lancelot, ‘ich wen nit das uwer hercz so wise icht si oder keins mannes, das im sage | |
| noch gutes, das ich ie deste stolczer wart in mym herczen, ich verloß auch nie so vil guts das ich es | |
| die diße wort horten priseten Galahotes sien und sin fri hercz und waren ußermaßen fro das er wiedder zu land komen | |
| also stan ein lange wile, und wart im an dem herczen so wee das im der brieff uß der hant enpfiel. | |
| hicz von minnen oder groß haß und nyd. Die zwey hercze die ir sahent in uwerm libe das mag eintweder wol | |
| warent ob im und kament wiedder under yn. Das ein hercz, das ein lepart wart, das ist der ritter der uwer | |
| das ein lepart wart, das ist der ritter der uwer hercz ist und lieff ußer uwerm buch, das was under des | |
| ich, herre’, sprach er, ‘sit es uch leit ist; getruwe hercz mag nicht horen geliegen von dem das im lieb ist, | |
| des konigs. Uch traumpt, saget ir uns, das ir zwey hercz in uwerm buch sehent und das das ein ein lepart | |
| olbenden, alle die zenthalden die starck und groß sint. Sin hercz sol stehelin syn herwert noch hin zu bůcken, wann allweg | |
| lichnam reyn und kúsch on flecken. By dem das sin hercz stehelin sin sol, da by mag man prufen das nie | |
| sin sol, da by mag man prufen das nie ritters hercz so biederb noch so starck wart als das sin sin | |
| frauwet sich durch synen @@s@willen, es ging im aber zu herczen nicht. Also waren sie dry tag in der stat zu | |
| da sie den tornei sahen. Da sie Lancelot sah, sin hercz wart so fro das yn ducht das er off sim | |
| schilt inn furt, und stieß yn so sere fur das hercz das er die bein off kert und viel nach dem | |
| das trunzun uß sinem libe ziehen sehe; das det mynem herczen so wee das ich darnieder viel in unmacht, und diße | |
| dann uch und das groß leit, das ich in mym herczen trag umb das groß laster das man von myner frauwen | |
| so groß rach von uch nemen das mirs an mym herczen sanfft thut; ich han uch auch so behendiclich $t thun | |
| truchseßen das er alles des zu vil het des sin hercz gert, und det imselber dick geselschafft mit iren frauwen und | |
| Gawan sprach ein wort nit, so we det im das hercz, und Galahot sprach: ‘Welhes sint die herren die myn herrn | |
| Und der konig wiste im des großen danck in sim herczen. Da musten die barunen von Tamelirde anderwert off den heiligen | |
| dem velde keme.’ ‘Vil lieber frunt’, sprach sie, ‘uwer @@s@sicher hercz hat uwerm lib manigen schmerczen gemacht.’ Da gingen sie zu | |
| den ich zu recht minnen sol uber alles das myn hercz gedencken kan.’ Der konig verstunt wol das sie zornig was, | |
| willen thun must, die ir mir mit gewalt in myn hercz sandtet mit großem dienst den ir mir und myme herren | |
| @@s@das ich mich icht fremde von uch wil machen. Myn hercz und myn lip die sin uwer diewil das wir leben, | |
| zu allen ziten, als es uns fuget; ich bekenne uwer hercz wol, das ich dick versucht han, das es anders nit | |
| rivirn und herte das dri tag nach einander wiedder sins herczen willen. Des vierden tages bleib er daheymen und wart so | |
| mit uch.’ ‘Ay lieber neve’, sprach er, ‘ich kan myn hercz nit uberwinden; nochdann weiß ich das ir mir anders nit | |
| sit ich uch allererst bekant. Nu wil ich wiedder mynselbes hercze thun und wil thun alles das ir mir radent; ir | |
| drit m#;vursel in den munt stieß, wart im an dem herczen so we das er zuhant sterben wonde. ‘Hilff herre got’, | |
| enbot es der konigin, diß vil fröer was in irm herczen dann sie gebaret. Sie enbot es furbas Galahot und Lancelot, | |
| Wann Galahot der was des ußermaßen unfro, wann im sin hercz wol saget das er sinen gesellen da mit verliesen solt. | |
| mit verliesen solt. Er macht sie froer dann im das hercz saget, durch sins gesellen willen. Da des koniges barune allesampt | |
| wer lieber das man mir yczunt ein glene durch myn hercz steche.’ Da begunde die frau ußermaßen sere weinen, wann sie | |
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