Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hërze swn (4208 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| Werlich, ich wil uch úmmer deste lieber han in myme herczen! //Eya herre’, sprach er, ‘ist doch Claudas dot?’ ‘Nein er | |
| umb keynerhand gůt das uch uwer meister so sere zu herczen gingen als sie thúnt. Nu hutent uch, als lieb uch | |
| die frauw, ‘es duncket mich gut’ und dacht in irm herczen das das ein groß syen were von dem kinde, das | |
| lant enhant; ir solt es gnug haben, enhabent nicht böse hercz noch blutes! Gewinnent ir lant also als die verczagten thunt, | |
| veradelte. Als viel wil ich uch fúrwert sagen: mag hohes hercz den man edel gemachen, so sag ich uch furware das | |
| der welt, es enbliebe dann an uchselben das uch des herczen gebreche.’ ‘Wie, frauw’, sprach er, ‘sagent ir mir das zu | |
| sprach und so herlich, stal er der frauwen so ir hercz, das sie yn so lieb gewann das sie yn von | |
| thet; und dete er des nicht, so seget mirs myn hercz wol.’ Des wundert sich Lambegus sere. Und kamen zuhant rytend | |
| synen sůne zu dot hant geschlagen, da von im sin hercz noch unfro und leidig was. Er gedacht wie er sich | |
| wiedder nement.’ ‘Des enthun ich dheynes synnes nicht, wann myn hercz mag uch gemynnen nicht; so wurd ich ungetruwe, und neme | |
| felt was alles mit lúten bedeckt. Er gedacht in synem herczen das die von der stat wiedder das starck here nicht | |
| Er begunde hercziclich zu weynen und zu suffczen mit dem herczen. Underdes kam syn nefe Lambegus zu im gende. Er was | |
| weynen die im vor als fynt waren das sie syn hercz wolten han gessen. Lambegus $t werte sich nichts nit, er | |
| der hůt von synem bette offgestunt und der ein freischlich hercz in synem libe hatt. Du wurdest werlich ein frumme ritter, | |
| synem heiligen geist und sant yn volle freud in ir hercze. Das was an anegeng unser freuden, die wir on ende | |
| ‘Ach koniges kint, fliehent von mir, oder mir bricht das hercz in mym libe!’ ‘Frauw’, sprach er, ‘so wil ich hinweg | |
| So ir sie hörent nennen, duncket uch nicht ob uwer hercz so kúne sy das es sie getúrre nennen hören?’ ‘Frauw’, | |
| es sie getúrre nennen hören?’ ‘Frauw’, sprach er, ‘mag keyn hercz gedencken alles das zu der ritterschafft höret?’ ‘Ja es intruwen | |
| er gern were, er soll doch úmmer tugend in dem herczen haben und guten willen wolzuthůn ob ers vollenbringen mocht; und | |
| und gutes vollenbringen mag des ensoll er nicht laßen.’ ‘Des herczen byderbkeit ist hundert mal beßer zu gewinnen dann des libes’, | |
| ‘mich duncket das etschlich man mag byderbe wesen mit dem herczen ders mit dem lib nit volbringen mag. Etschlicher mag wesen | |
| getruwe, milt und byderbe und kune, diß sint alles des herczen tugend; er mag wedder groß wesen noch bekerig, noch behende | |
| das diß alles mit dem menschen geborn wirt; wann des herczen byderbkeit duncket mich wol das ein yglich mensch haben mag, | |
| dick das nicht den guten man mecht dann sin gut hercz. Wolt ir mir nu sagen welches die groß burd sy | |
| die die byderbsten waren mit dem libe und mit dem herczen. Nů wißent das wol’, sprach sie, ‘das man die ritterschafft | |
| so sere das yn duncket das es im durch syn hercz gee. Dheynerhand verlust thut einen man wiedder synes herczen willen | |
| syn hercz gee. Dheynerhand verlust thut einen man wiedder synes herczen willen gehorsam zu syn. //Das roß da der ritter off | |
| und fleischlich zu gottes dienst gemacht. Der ritter muß zwey hercz han, ein senffts und ein hertes als ein adamas. Das | |
| ein senffts und ein hertes als ein adamas. Das senfft hercz muß weich wesen als ein wahs, das hert hercz das | |
| senfft hercz muß weich wesen als ein wahs, das hert hercz das hert ist als ein adamas. Der adamas muß also | |
| dheyn hauwen dulden noch keyn graben. Also muß des ritters hercz syn starck und veste wiedder ungetruw lút und wiedder schelcke, | |
| wahs biegen mag war man wil, also muß des ritters hercz senfft wesen und súß wiedder gut lút und wiedder demutig. | |
| yn macht. Der ritter wesen wil der muß ein reyn hercz haben, das keyn dingk darinn sy, es sy reyn und | |
| hat man manigen man funden der gůt man was beyde, herczen und libes. Der was Joseph eyner von Aramathia, der gut | |
| enist oder ritter nit enwirt: yglicher thut als yn syn hercz wiset, es sy gut oder böse. Wann ich sag uch | |
| gethar wol mynen lip darzu zu volleisten geben und myn hercz, manig groß arbeyt mit zu thůn, und solts mich auch | |
| die frauw, ‘lieber koniges son, meynent irs also mit dem herczen als ir mit dem mund sprechent?’ ‘So helff mir gott, | |
| uch hinweg hieß gan von mir, oder mir brech myn hercz in mym libe, ir gingent von mir. Ich han uch | |
| mutter an kint geleit. Darumb weiß ich nit wie myn hercz uwer enberen sol. Auch han ich lieber das ich ungemach | |
| uch das ir des libes als gůt sint und des herczen als schöne als ir des libes sint und als wol | |
| sagte uch vil me’, sprach sie, ‘wann das mir myn hercz so we thůt das ich nu nicht me gesprechen mag. | |
| so schön und so wol gemacht und eins so stolczen herczen, des mich duncket, das das fast kům mag gesyn, ir | |
| mag gesyn, ir sint von fast hohem geschlecht. Uwer groß hercze det uch mir diß heischen, umb das ir gerne ere | |
| jungfrauwen geben ungestritten. Wir sehen wol das ir ein hohes hercz hant und mögent noch wol zu hohen dingen komen. Ir | |
| enachtet er nit viel, er ließ keyn schönheit in sin hercz geen. Er sprach: ‘Frauw, myn herre der kónig hatt mich | |
| er hett yn lieb und briste yn sere in synem herczen. ‘Herre’, sprach er, ‘ich bin bereit uch zu dienen, wann | |
| des fast sere und hort wol das er ein stolcz hercz in sym libe hett. Sie schlugen zuhauff mit den schwerten | |
| fruntschafft ummer da mit verlorn han und gedacht in sim herczen wie er so viel mit den wapen wolt thun; und | |
| dem roß vil uff jhen erden, und was im das hercz nah gebrochen $t in sim libe; und die andern flohen | |
| Garden gewunnen hett, und was des ußermaßen fro in irm herczen. //Der wiß ritter reyt also biß gegen abent und kam | |
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