Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
hërze swn (4208 Belege) MWB Lexer BMZ Findeb.
| uch dann auch underwilen gemögen als mir @@s@fuget, wann myn hercz, das mich meystert, sagt mir also, und ob gott wil, | |
| recht gebrúfet, da kam im ein so groß ruw zu herczen geschlagen das im die trehen zun augen ußsprungen und syn | |
| geschlagen das im die trehen zun augen ußsprungen und syn hercz bewegt wart in sym libe, und viel darnyder in unmacht | |
| sah er off zu hymel wert und schlug vor syn hercz und weynt syn sunde vor unserm herren gott und brach | |
| dryvaltikeit unsers herren des heiligen Cristes. //Da wart im das hercz so unfro umb syn frauwen und umb syn kint das | |
| im all syn adern brachen in sym lib, und sin hercz zurbrach von ruwen und lag dot, sin hende in cruczwise | |
| walt, der lang ir was gewesen, und gedacht in yrm herczen das sie nymer wolt off gehören, sie keme zu dem | |
| gethan und myn herre der da tod ist; aber myn hercz enleßt mich uch keyn ubels thun. Das ich uch nu | |
| von crafft und von synnen, das ich möcht volbringen myns herczen willen, ich hett alles myn leben geminnet; so wer ich | |
| Ich mynnet vil gern von steter mynne, wann das myn hercz so sere uberladen wurde das ich must sterben.’ //Alsus sprach | |
| hett behalten, da erdacht er eyner großen frumkeit in synem herczen, das er wer sere rich, und das yn manig man | |
| wirt; und retet er im das best das yn sin hercz wiset, es sy truw oder untruwe, wil im dann sin | |
| großen danck, wann er wol wust und erkant syn stolcz hercz, und thett im sere sanfft in synem herczen das er | |
| syn stolcz hercz, und thett im sere sanfft in synem herczen das er yn so getruw fant. Er ließ an mit | |
| ‘Herre Claudas, herre Claudas, ir hant manger frumkeit in uwerm herczen dann ye keyn man gewann, woltet ir all uwer kunst | |
| das im die brust nicht zu groß were, wann das hercz das darinn lag hett sin groß darnach das die brust | |
| das die brust was; und sprach me, were das groß hercz in eyner cleynen brust gewesen, so múst die brust zurißen | |
| gewesen, so múst die brust zurißen und zurbrechen, da das hercz nit volliclich statt inne hett, da es gemechelich und zu | |
| dick in syner freud saß, so sprach er das sin hercz kein dingk getorst gedencken, er enwönde es wol uberkomen mit | |
| sprach es alles von großen freuden die er in sym herczen hette. //Lancelot was schön und wolgeschaffen. Sin sitten waren als | |
| das ir als edel sint von geburt als uch das hercz edel ist und fry. Werlich liebes kint, des wilpretes was | |
| und wil ich uch ummer deste lieber han in mym herczen, das irs hůt gesprachent.’ Da der ritter vernam das er | |
| gehelich suchen. Dem ritter enkam der gedanck nye von dem herczen, und wolts fur war haben das er des konig Banes | |
| sprach, da wart sie sere fro und gedacht in ir hercz das er ein byderman wolt werden mit gottes hilffe, und | |
| scheide, so wil ich das ir wißent das nymer mannes hercz zu hohern dingen mag komen, der zu lang meisterschafft bedarff. | |
| ich getörst wol koniges kint wesen und wers in mym herczen fro, mochts gesin!’ //Lancelot ging hinweg so sere zornig das | |
| sint, so ist das werlich das ir eins koniges sons hercz hant. Ir hattet auch ein vatter der wol getorst bestan | |
| sim rechte, so frum was er des libes und des herczen.’ Also trost die frauw Lanceloten und wiset yn selb zu | |
| jemerlich verlorn han, kómet mir manig groß jamer an myn hercz, das von so hohem geschlecht ist komen, das gott selb | |
| off dheynen werltlichen $t rům icht dut, wann das uwer hercz bekummert ist mit dem starcken ruwen der uch an ist. | |
| ir das? Wann ir hant mir mere freud in mym herczen gemacht dann ich ye gewann. Enist es auch nit ware, | |
| tag verlorn han, und kam mir ein leit zu dem herczen, das ich lang wonde das mir das hercz gebrochen were.’ | |
| zu dem herczen, das ich lang wonde das mir das hercz gebrochen were.’ ‘Frauw’, sprach der bruder, ‘nů gehabent uch wol! | |
| uwern willen getaten; das ist auch ware das nymant nydig hercz betalle gut mag machen, da múß úmmer etschlich schalckeyt inne | |
| den Fremden Werden; der nante yne zu eynem mal ‘eya, herze one zaum’, wann yn nyman gekestigen kunde an demselben tag | |
| ich enhab zu allererst eynen gedanck geendet der in mynem herczen stecket.’ ‘Eya schöner herre’, sprach Phariens, ‘sagent uns was das | |
| by im stunt schön und luter. Er gedacht in sym herczen, hett er ein also schon schwert, das im nymer kein | |
| ir sollent han alles des ir erdencken kunnent in dem herczen, und uwer meyster sollen schier zu uch komen.’ //Alsus seyt | |
| recht ein man sol thun der groß leyt in sym herczen hatt. Er sprach: ‘Dick schöner sun Dorin, vil liebes kint, | |
| boßheyt. Durch beide uwer augen stanck die boßheit off uwer hercze, das hort ich uch sprechen, vil lieber sun, das ich | |
| ich nicht kund gesehen die großen miltikeit die in uwerm herczen was. //Liebes myn kint, ich hett all myn alten sitten | |
| sterben solt, und erselb wundert sich sere das im das hercz in dem libe nicht brast. Er macht so großen jamer | |
| recht thun sollent!’ Claudas was listig und gedacht in sym herczen das er im alda nicht mocht gestriten, und das er | |
| ein helt. Da das Claudas ersah, da gewann er wiedder hercz und krafft. Er hett sich sere vermút und was sere | |
| augen unser gerecht herren beyd döten? Ir hant ein unreyn hercz in uwerm libe, das uch der lieber ist der uch | |
| ein laster wirt gethan, er treyt es ummer in sim herczen biß ers gerichet mit synen eren.’ ‘Schwig schiere!’ sprach Phariens, | |
| so leidig das es groß wunder was das im sin hertz nicht enbrach. Er want sin hend und schlug sie zuhauff, | |
| es mag kein größer ruw gesin oder in des mannes hercz komen dann das yn ein ander enterbet und vertribet. Und | |
| Phariens, ‘es ist ware als man spricht, das in kindes herczen selten sampt geherberget sint groß wißheit und große frumkeit. Das | |
| ich wol wenen wil.’ Da wart Lancelot fro in sym herczen und sprach: ‘Ir hant byderbeclich gethan. Werlich, ich wil uch | |
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